Die deutsche Stahlbranche meldet Land unter beim grünen Stahl. Was im Grunde jeder wusste, lässt sich nun nicht länger leugnen: Wasserstoffbasierte Stahlproduktion ist absolut unrentabel. Milliarden an Steuergeld wurden versenkt, doch wird das Subventionsjägerkartell sich nicht so leicht geschlagen geben.
picture alliance / BMWK/photothek.de | D. Butzmann
Wie Seifenblasen platzen in diesen Wochen die Träume der grünen Transformationsideologen. Nach verheerenden Zahlen der Chemieindustrie, des Maschinenbaus und aus der Herzkammer der deutschen Industrie, dem Automobilbau, war nun die Stahlbranche an der Reihe, ihr Lamento über die turmhohen Energiekosten und die verlorenen Hoffnungen auf die grüne Wende zum Ausdruck zu bringen. Dabei machen sie es sich zu leicht und verweisen auf die Politik als Schuldige, obwohl die ihnen mit Milliardensubventionen beim grünen Stahl die Entscheidung abnahm, sich kritisch mit der Transformationspolitik auseinanderzusetzen.
Das Handelsblatt wies am 2. August auf eine Studie der Unternehmensberatung PwC hin, die der deutschen Stahlbranche ein vernichtendes Zeugnis ausstellt: Sagenhafte sieben Milliarden Euro an Subventionen sind in Anlagen zur Produktion von grünem Stahl geflossen – bei insgesamt verplanten zehn Milliarden Euro –, die sich unter marktwirtschaftlichen Bedingungen niemals rechnen werden.
Wer hätte das gedacht: Zentralplanung verbrennt Steuergeld! Man fragt sich, wo der Aufschrei im Land bleibt angesichts des unseriösen Umgangs mit öffentlichen Geldern und eines ideologischen Amoklaufs gegen die Realität, den in den Reihen des Brandmauerparteienkartells niemand zu beenden wagt.
In drei Zukunftsszenarien rechnen die PwC-Ökonomen vor, wie es weitergehen könnte. In jeder der Varianten ist das Ergebnis für Deutschland verheerend: Deutschland verliert seine Primärstahlproduktion an Standorte mit deutlich niedrigeren Energiekosten. Grüner Stahl aus Indien wird konventionellen Stahl aus Europa ab 2030 um 15 Prozent preislich unterbieten, die erdgasbasierte Direktreduktion in den Golfstaaten wird dann 30 Prozent günstiger sein als die mitteleuropäische Hochofenroute. Selbst im optimistischsten Szenario erreicht nur Skandinavien konkurrenzfähige Produktionskosten – für Deutschland schließen sich die Pforten, ganz gleich, wie es weitergeht.
Auf dem Weltmarkt kostet grüner Stahl 870 bis 1.050 Euro pro Tonne, konventioneller Stahl pendelt zwischen 650 und 750 Euro – eine Produktivitätslücke, die eine Produktion in Deutschland unmöglich macht.
Gerade die deutsche Industrie ist inzwischen so tief mit dem Subventionsmechanismus verflochten, dass Lobbyarbeit, so könnte man zynisch sagen, einen höheren Stellenwert besitzt als eigene Forschungstätigkeit. Wir müssen unbedingt damit rechnen, dass bereits jetzt im Hintergrund um weitere Subventionen gefeilscht wird und sich die wirtschaftlichen Qualen des Landes in die Länge ziehen werden.
Und die Politik? Die arbeitet unter Hochdruck daran, die Produktionsbedingungen über den CO2-Zertifikatehandel weiter zu verschlechtern. Bereits heute fallen über siebzig Euro CO2-Kosten pro Tonne Stahl an; fällt die Zuweisung kostenloser Zertifikate weg, werden die Emissionskosten bei einhundertdreißig Euro pro Tonne Stahl liegen. Ein gigantischer Raubzug – Grundstoffindustrie ist am Standort Deutschland einfach nicht mehr erwünscht.
Grüner Stahl ist tot.
Ein Schock für all jene, die den politischen Schlangenölverkäufern von Robert Habeck über Jürgen Trittin bis hin zu Angela Merkel Glauben schenkten. Komplexe Ökonomien lassen sich nun einmal nicht am Reißbrett planen – erst recht nicht, wenn ihnen eine zivilisationszerstörerische Degrowth-Ideologie als Richtmaß dient.
Die Welt will sich dem deutschen Reinheitsgebot des grünen Moralismus einfach nicht beugen. Andernorts freut man sich über frei Haus gelieferte Produktionskapazitäten, über Industriearbeitsplätze, Wertschöpfung, höhere Steuereinnahmen und wachsenden Wohlstand.
So einfach geht das.
Man muss nur lange genug warten, dann findet sich immer ein Dummer, der einen Regentanz um ein neues Idol vollführt und sich schließlich selbst als Opfer darbringt.
Dabei wäre eine Rückkehr zur Normalität noch immer denkbar: Ein Verzicht auf das CO₂-Gestell, diesen Extraktionsmechanismus der Klimamaschine, auf die turmhohen Strom- und Energieabgaben sowie auf einen Überregulierungswahnsinn von Lieferkettengesetz bis Umweltvorschriften könnte Deutschlands Industrie einen gigantischen Wettbewerbssprung nach vorn verschaffen.
Ein Wort noch zur Umweltpolitik.
Vielen ist nicht bewusst, dass es der freie Markt war, der seit Beginn der Industrialisierung den Fortschritt hin zu einer immer saubereren Produktion ermöglicht hat. Es war eben nicht zentral geplante Regulierungspolitik, sondern der Wettbewerbsdruck, der Unternehmen dazu zwang, Energiekosten zu senken, Ressourcen effizienter einzusetzen und sauberer zu produzieren, um im Wettbewerb bestehen zu können.
Marktwirtschaft ist und bleibt das einzige zivilisatorische Vehikel, das demokratische Prinzipien mit individueller Freiheit verbindet und zugleich die Wünsche nach sozialer Gerechtigkeit und sauberer Produktion über den Preismechanismus in die Produktionsstruktur einwebt.






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Wo entspricht dieses Handeln eigentlich noch dem eines verantwortungsvollen Kaufmanns? Unsere Wirtschaft muss der Klimareligion folgen. Genauso wie der Bürger dazu gedrängt wird. Klima ist das Goldene Kalb, das nicht zulässt, Vernunft walten zu lassen. Glaube und Befolgung von Geboten ist alles.
Wettbewerb führte zu sauberer Produktion? Wo kommt die Aussage her?
Schön zu sehen, wie ideologische rotgrüne Seifenblasen an der harten Realität
zerplatzen
Was hat uns die der Ampel geneigte deutsche Presse und Politiker-Tross nicht vorgebetet wie alternativlos dieser grüne Stahl doch ist oder wäre.
Wettbewerbsfähigkeit spielte und spielt im rot-grünen Wolkenkuckucksheim immer noch keine Rolle.#
Bin ich der Einzige, dessen Rechtsempfinden diese vorsätzliche Steuergeldverschwendung als strafbare Handlung empfindet?
Für mich als Betriebswirt war immer klar: Subventionen sind etwas für Gauner
und Faulenzer.
Wann ist es endlich soweit, dass die breite Masse der Bevölkerung in Armut versinkt. Ich bin davon überzeugt, dass die Leute frieren und hungern müssen bevor sie sich vom Sofa erheben und den ÖRR abschalten. Sie wollten alle nur das Klima retten, wieso überhaupt? Dieser warme Sommer den wir haben ist super. Wenn das der Klimawandel verursacht hat, dann ist er herzlich willkommen.
Wieso: „Nachher hat es Niemand kommen gesehen…“. Wir AFD Wähler der ersten Stunde haben die komplette Katastrophe kommen gesehen. Don’t forget…. Wie damals die SPD, deren Andenken von der heutigen SPD in den Dreck getreten wird, als einzige 1933 dem Ermächtigungsgesetz der National-SOZIALISTEN nicht zugestimmt hat.
In Deutschland folgen offenkundig immer noch 70% der Wähler dem grünen Aberglauben. Die jahrzehntelange Hirnwäsche durch eine fast komplett links-grün ideologisierte Journaille und einen entsprechenden Medienapparat hat nachhaltige Wirkung gezeigt. Man fragt sich, wie lange es wohl dauert, bis die Untertanen von dieser kollektiven Wahnvorstellung, die auch als grüne Transformation bezeichnet wird, Abschied nehmen. Vermutlich ist es aber bereits zu spät, um das ökonomische Fiasko noch abzuwenden.
Anmerkung: Es hieß ganz bewusst „Große Transformation“. Weil die Altkommunisten, u.a. Trittin und Kretschmann, damit ihrem großen Vorbild: Mao Zedong huldigen wollten. Wer mutig genug ist, sollte jetzt dringend nachlesen, was der Ergebnis von Maos „Großem Sprung“ war.
„Grüner Stahl“ bedeutet, dass da – wo gestern noch ein Stahlwerk stand – morgen nur noch eine grüne Wiese ist.
Nein, nein und nochmals nein, Herr Kolbe. Sehen Sie endlich ein, dass Eliten wie Habeck, Trittin, Merz, Söder, Günther etc pp es besser können als die marktwirtschaftliche Schwarmintelligenz. Die überblicken das vollumfänglich und wenn es scheitert dann nur an rechten Vollpfosten wie mir oder Ihnen.
Nee, deren bekloppte Wähler wissen Alles besser… nur eben nichts richtig….
Die Stiefellecker aus den Chefetagen und Gewerkschaften haben sich ja bereits die Taschen voll gemacht. Alle wollten es ja so, auch die Wähler. Kernkraftwerke gesprengt, Nordstream gesprengt, Verbrennerverbot (Automobilindustrie tot), Chemie tot, Stahlindustrie tot, etc. pp. und zig Millionen Migranten in den Sozialsystemen. Geliefert wie bestellt. Für mich läuft alles nach Plan der Mehrheit der dummen und irren Deutschen. Sie bekommen den verdienten Niedergang. Das wirtschaftliche Desaster kommt ja erst noch und die sozialistischen Einheitsparteien trommeln immer noch.
Die Proletarier der saarländischen Stahlproduzenten gingen vor einigen Wochen auf die Straße, um für die weitere Subventionierung des „grünen Stahls“ zu demonstrieren.
Tja, denen wurde auch die Matschbirne durch ÖRR und Lügenpresse weichgespült.