Stefan Kretzschmar und die Meinungsfreiheit

Stefan Kretzschmar nimmt die Meinungsfreiheit als eingeschränkt wahr. Die einen stimmen ihm zu, die anderen tun genau das, was er kritisiert: Sie labeln seine Aussagen als "gefährlich", drängen ihn in eine unbequeme politische Ecke, stellen absurde Nazi-Fragen. Ihre Kritik ist unlauter, unehrlich und unfair.

 
Der ehemalige Spitzenhandballer Stefan Kretzschmar hat in einem Interview mit t-online über Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten gesprochen, und warum es diese kaum mehr gibt. Weiter erklärt er, dass er die Meinungsfreiheit als eingeschränkt wahrnimmt. Es gäbe hier keine Meinungsfreiheit, „für alle kriegst du auf die Fresse“. Gerade Sportler hätten mit Repressalien von Werbepartnern zu rechnen, wenn sie sich abseits der Mainstream-Meinung äussern würden.

Die Reaktionen in der Öffentlichkeit sind interessant: Die einen stimmen Kretzschmar zu, die anderen tun genau das, was er kritisiert: Sie labeln seine Aussagen als „gefährlich“, drängen ihn in eine unbequeme politische Ecke, stellen absurde Nazi-Fragen. Ihre Kritik ist unlauter, unehrlich und unfair.


Lesen Sie auch: 
Unterstützung
oder

Kommentare ( 19 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Ich fürchte, Kretzschmar und seine Unterstützer in Sachen Meinungsfreiheit interpretieren diese sehr absolut. Es sollte nicht überraschen, dass es nicht so funktioniert. Ein aktiver Sportler ist in unterschiedliche Stränge von PR-Interessen eingebunden. Sein Verein / Mannschaft, Sponsoren, Werbepartner, Medienpartner- alle die ihm nützen wollen ihre Interessen gewahrt sehen. Das resultiert in Verpflichtungen zur Disziplin seinen Arbeitgebern/Vertragspartnern gegenüber. Die Toleranzschwelle wird dabei von der Star-Power des Betreffenden abhängen, Wo die Rote Linie ist muss jeder selber wissen. Wenn einer die Rote Linie überschreitet, dann gibt es negative, missbilligende Reaktionen von den Partnern.

Diese Denkweise herrschte bereits im 3. Reich vor. Künstler wie Gustav Gründgens oder Heinz Rühman konnten nur deshalb ihren Beruf ausüben, weil sie „auf Linie“ waren. Wer es nicht glaubt, der lese Heidi Kabels Buch „Es war nicht immer lustig“ – darin geht sie genau darauf ein.

Es ist hier mehrmals die Rede von „linksliberal“. Was genau ist darunter zu verstehen? Gehen links und liberal überhaupt zusammen? Jedenfalls unter den derzeitigen Vorzeichen, unter denen alles, was nicht links(grün) ist, „nazi“ ist, scheint mir das nicht der Fall zu sein.

Dazu habe ich gemischte Gefuehle:

a) er hat Recht. Nur Mehrheitsmeinung wird in Mehrheitsmedien transportiert.
Sauertopf-Slomka & Gleichmacher-Kleber geben den richtigen Ton an.

b) wenn es um Sportler geht, brauche ich deren Meinung oft nicht. Warum auch?
Sie sind gut in einem Sport, deswegen aber nicht automatisch schlauer. Sie haben eine mediale Reichweite, die sie mit Sport verdient haben und nicht mit und in Politik.

„In den demokratischen Republiken geht die Tyrannei anders (als in Despotien) zu Werk; sie geht unmittelbar auf den Geist los. Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich, oder Du stirbst‘; er sagt: ‚Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich (…), aber von dem Tag an bist Du ein Fremder unter uns. Du wirst Dein Bürgerrecht behalten, aber es wird Dir nichts mehr nützen ( …) Du wirst unter Menschen wohnen, aber Deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn Du Dich einem… Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville “ Das Zitat bringt es auf den Punkt,… Mehr

Gesinnungsterror nennt man es auch…wenn eine Gesinnung in den Hauptmedien die Oberhand hat…wenn Gesinnung überhaupt in den Medien einzug hält…Neutrale GEZ Medien…das war einmal.

Neutral waren die nie. ZDF war etwas mehr rechts, ARD etwas mehr links. Zusammen mehr oder weniger schwankend ausgeglichen. Nun ist das ZDF auch mehr links.

ZDF= supergruen und oberlehrerhaft, was das gleiche sein kann.
So eine Art Zeugen Jehova des Fernsehens.