Adenauer formte aus Trümmern eine Republik. Merz verwaltet den Stillstand. Warum der heutige Kanzler in Rhetorik, Strategie und Machtinstinkt das Gegenteil seines großen Vorgängers ist – in zehn ernüchternden Punkten.
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An dieser Stelle könnte ein würdevoller Beitrag stehen, der die kolossalen Leistungen Konrad Adenauers zusammenfasst. Würdigungen wird es aber dieser Tage genug geben. Beschränken wir uns auf das Profan-Politische. Folgend 10 polemische Punkte, warum Friedrich Merz dem ersten Kanzler der Bundesrepublik nicht einmal das Kranenwasser reichen könnte.
1. Rhetorik
Konrad Adenauer war ein brillanter Redner – „Wir wählen die Freiheit!“, schallte es dereinst durch die Nation. Noch berüchtigter war Adenauer aber für seinen Wortwitz, seine Ironie und Bonmots: „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, haben aber nicht alle den gleichen Horizont.“ Oder: „Die Zehn Gebote Gottes sind deshalb so eindeutig, weil sie nicht erst auf einer Konferenz beschlossen wurden.“
Friedrich Merz dagegen war mal ein großer Rhetoriker während der Jahrtausendwende. Seitdem druckst der CDU-Chef entweder herum – oder es ist ihm so peinlich, dass er wieder zurückrudert. Mal redet er über „kleine Paschas“, um sich dann zu entschuldigen, oder er empört ganz Brasilien mit diplomatisch anstößigen Anekdoten. Adenauer hätte auch beim „Stadtbild“-Zitat vermutlich deutlichere Worte gefunden, statt sich zum Opfer der grünen Presse und Politik zu machen.
Im Übrigen: Der Ausspruch „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ ist das entstellteste Politikerzitat der Bundesrepublik. Es kann bis heute weder mündlich noch schriftlich nachgewiesen werden. Sehr wohl lässt sich aber der häufig in diesem Zusammenhang zitierte Nachsatz bei Adenauer belegen: „Es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.“ Die Einsicht würden wir auch Friedrich Merz gönnen.
2. Regierungszeit
Konrad Adenauer war 73 Jahre alt, als er Kanzler wurde. Überliefert ist sein Ausspruch, dass der Doktor sagte, ein paar Jahre könnte er noch machen. Der „Alte“ sollte die Republik mit eisernem Griff noch 14 Jahre lang lenken. Abgewählt wurde er nie – er trat nach Absprache mit Erhard und der Partei zurück, um den „Dicken“ dranzulassen. Gegen seinen Willen, aber nicht unerfolgreich.
Friedrich Merz ist im November 70 Jahre alt geworden. Wie lange er das Kanzleramt ausfüllt, weiß keiner mehr angesichts der zerstrittenen Koalition. 14 Monate scheinen mittlerweile plausibler als 14 Jahre. Alt sieht er jedenfalls jetzt schon aus. Und zu erzwungenen, aber zumindest gesichtswahrenden Absprachen wird es mit Sicherheit nicht kommen.
3. Ökonomie
Konrad Adenauer war eigentlich kein Freund der freien Marktwirtschaft und stand der katholischen Soziallehre näher als dem freien Spiel der Kräfte. Ludwig Erhard war also weniger Wunschkandidat denn Vernunftentscheidung. Aber auch das konnte Adenauer: in der unangenehmen Situation die unbequeme, aber richtige Entscheidung treffen. Adenauers Ära wird heute mit dem Wiederaufbau und dem Wirtschaftswunder verbunden.
Friedrich Merz dagegen kontert heute mit wunderlicher Wirtschaft. Statt anzukurbeln, kennt Merz vor allem ein Mittel: die Staatsverschuldung. Während Adenauer und sein Kabinett ab 1949 keine Zeit verschwendeten, um das Land mit Reformen wieder auf die Beine zu stellen, klagen die Wirtschaftsverbände bereits nach einem Jahr über das ausbleibende Reformtempo. Bei der Geschwindigkeit hätte Deutschland noch Mitte der 50er auf Konferenzen mit seinem Koalitionspartner gekämpft.
4. Koalition
Womit wir beim nächsten Thema wären: Für Konrad Adenauer kam die Koalition mit den Roten nicht in die Tüte. Dabei hatte es in Union wie SPD lautstarke Stimmen gegeben, die eine Regierung der Nationalen Einheit anstrebten, die alle Facetten der Bundesrepublik abbildeten. Adenauer war grundsätzlich dagegen. Obwohl er als Konservativer den Liberalen skeptisch gegenüberstand, wusste er, dass er die Sozialdemokraten außen vor halten musste. Dafür nahm er auch die nationalkonservative Deutsche Partei (DP) ins Boot, um die entscheidenden Stimmen zur Koalitionsbildung reinzuholen. Der Grund war einfach: Die Sozialdemokraten würden alle seine Würfe torpedieren.
Friedrich Merz dagegen tut das genaue Gegenteil: Statt die Kräfte rechts zu binden, um den ideologischen Gegner auszuschalten – oder wenigstens Freiraum für ein eigenes Programm zu schaffen –, hält er an der Brandmauer fest und sieht bei den Sozialdemokraten seine Rettung. Womöglich auch deswegen, weil er gar kein Programm hat, mit dem er punkten will. Außer eben, dass er Bundeskanzler ist.
5. Parteistrategie
Konrad Adenauer schaffte es, durch die Einbindung nationalkonservativer Positionen die Parteien rechts der Union zu marginalisieren – die erwähnte DP war ein Opfer dieser Politik. Das Diktum, das auch Franz Josef Strauß behielt, formte sich: Rechts der CDU/CSU darf es keine weitere Partei geben. Das schafft man aber nicht mit Isolation allein, ja, nicht einmal mit der Aufnahme der Programmpunkte – man muss sie auch umsetzen.
Das war das Rezept, mit dem die Union zur echten Volkspartei wurde – zum einen, weil sie einen Querschnitt der Gesellschaft abbildete. Und zum anderen, weil sie mit Adenauer auf über 40 Prozent der Stimmen kletterte. Mit einem Rekordergebnis von 50,2 Prozent sicherte sich die CDU/CSU das einzige Mal in der Geschichte die absolute Mehrheit.
Friedrich Merz tut das genaue Gegenteil. Seine Partei spricht eine diffuse „Mitte“ der Gesellschaft an. Aber die Mitte ist wandelbar. Sie hat keine festen Positionen, sondern ihr geht es um Erhalt des Status quo. Dass die CDU/CSU konturlos ist, das ist nicht nur Merz geschuldet. Aber eine Kurskorrektur gibt es ebenso wenig wie den Versuch, der AfD noch Wähler abspenstig zu machen. In den Umfragen haben die „Blauen“ die Union überholt. Mit Merz verliert die CDU endgültig den Status als Volkspartei, den Adenauer aufgebaut hat. In der Opposition ist die Regeneration einfacher. Die Chance wurde vertan.
6. Trümmerbeseitigung
Als Konrad Adenauer 1949 zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde, lag die große Aufgabe vor ihm, das katastrophale Erbe seiner Vorgänger aufzuarbeiten und Deutschland in allen Bereichen neu aufzustellen.
Als Friedrich Merz 2025 zum aktuellen Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde, lag die große Aufgabe vor ihm, das katastrophale Erbe seiner Vorgänger aufzuarbeiten und Deutschland in allen Bereichen neu aufzustellen.
Moment mal.
Gut, hier gibt es tatsächlich Parallelen. Nächster Punkt.
PS: Ach ja, und wenn Sie meinen, das sei eine Verharmlosung der deutschen Zustände oder gar des Nationalsozialismus, dann lesen Sie diesen FAZ-Artikel, wonach nur Adenauer so viele Herausforderungen zu meistern hatte wie Merz. Schreiben Sie also keine empörten E-Mails an TE. Die anderen haben es zuerst gesagt.
7. Außenpolitik
Berühmt ist Konrad Adenauer dafür, dass er Deutschland nach der Herrschaft der Nationalsozialisten wieder zurück in die Völkerfamilie führte. Das nicht durch Anbiederung, sondern auch ganz klare Signale – etwa die Geschichte, bei der die Alliierten ihn zuerst außerhalb eines Teppichs warten ließen. Im Verlauf des Gespräches stellte sich Adenauer auf den Teppich. Mit der deutsch-französischen Freundschaft legte Adenauer den Grundstein für ein europäisches Tandem, über das Deutschland wieder Einfluss gewinnen konnte. Hilfreich war dabei auch die katholisch-konservative Gesinnung, die ihn mit General Charles De Gaulle verband.
Merz dagegen steht auf keinem Teppich. Auf einer Konferenz machte er mit verschränkten Armen eher den Eindruck der Isolation. Zuletzt wurde er in Brüssel gleich zweimal abgewatscht: MERCOSUR wurde (vorerst) verhindert, und statt die eingefrorenen russischen Vermögen zur Ukraine-Finanzierung zu nutzen, sollen zinslose Kredite herhalten. Auch sonst macht Merz auf dem internationalen Parkett den Eindruck, dass Berlin an Einfluss verliert. Adenauer stand für Westbindung, Merz steht für Westentaschenpolitik.
8. Russland
Konrad Adenauer war Anti-Kommunist. Gut mit Russland konnte der Kölner nicht. Für ihn war bereits die SPD ein parlamentarischer Arm des Sozialismus. „Alle Wege führen nach Moskau“ – Sie erinnern sich. Aber Adenauer war nicht nur Reaktionär, sondern auch Pragmatiker. Als es darum ging, die letzten deutschen Kriegsgefangenen aus den sowjetischen Lagern zu holen, da setzte Adenauer alles in Bewegung – rund 10.000 Wehrmachtssoldaten und 20.000 Zivilinternierte wurden noch in „Sowjetrussland“ gefangen gehalten. Mit einem Sonderzug ging es in das Herz des Kommunismus, wo der Kanzler die Freilassung gegen die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen aushandelte. Der „Alte“ war flexibel, wenn es um Ergebnisse ging.
Bei Friedrich Merz gibt es in Russland-Fragen die alte Leier. So häufig, dass Giorgia Meloni neben ihm schon die Augen gerollt hat. Wenn debattiert wird, dann immer mit denselben Zielen. Bewegung kommt keine rein, wenn es um mögliche Verhandlungen im Fall Ukraine geht.
Das heißt übrigens nicht, dass man mit Putin verhandeln oder ihm entgegenkommen muss. Man muss auch harter Verhandlungspartner sein. Selbst wenn sich Merz im Sonderzug nach Moskau setzte: Dem Kanzler fehlen die cojones, die es bei solchen Gesprächen braucht. Vielleicht trifft er sich deswegen auch lieber mit Starmer, Macron oder Selenskyj. Zu Ergebnissen kommt man dabei freilich nicht.
9. Mentalität
Konrad Adenauer war Rheinländer. Friedrich Merz ist Sauerländer.
Kein weiterer Kommentar.
10. Vermächtnis
Adenauer hat mit Sowjets, Alliierten und innenpolitischen Konflikten jongliert. Merz verliert die Bälle bereits, wenn er mit der eigenen Partei jongliert. Adenauer hinterließ ein Land, das prosperierte und eine bis dahin unbekannte Freiheit und Stabilität besaß. Die Autobahnbrücken aus dieser Zeit stürzen zwar schon seit Merkel ein. Aber Merkel hatte in ihrer Amtszeit ihre Partei hinter sich. Wo die CDU mit Adenauer am Anfang stand, da steht Merz nicht nur chronologisch am Ende.

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Wir brauchen weder einen Merz noch einen Adenauer. Wir brauchen einen Bismarck!
Um Gottes Willen! Wir hätten eine erfolgreiche Revolution 1848 gebraucht, ihr Untertanen!
(Bei Holländern und Schweizern hat es genau zu der Zeit übrigens geklappt mit einer modernen Verfassung. So viel zum Thema, was allgemein möglich ist.)
Vielleicht ist Ihnen bekannt, daß Karl Marx Bismarck als „Testamentsvollstrecker der Revolutionäre von 1848“ bezeichnete. War eben nur eine „Revolution von oben“, die Bismarck nach 1862 ins Werk setzte. Bismarck schuf die Einheit der Deutschen und wurde in West und Ost repektiert. Gleichzeitig regierte er zwar maßvoll, aber unabhängig und souverän, er nannte das „Politik der freien Hand“.
Ein kluger Mann in der Obrigkeit macht aus dem Untertan immer noch keinen freien Bürger.
Und ich finde die Rutschbahn in die Hölle fing genau da an.
Das Testament ist übrigens zu großen Teilen ausgewandert. Thema Bevölkerungsaustausch.
Karl Marx. Alles klar.
Wir leben im besten Deutschland aller Zeiten 😊.
Mit der schlechtesten Regierung aller Zeiten. 😁
Dr. Martin Luther hat einmal „dem Volk aufs Maul geschaut“, wie es heisst. Selbst das schafft dieser protestantische Kanzler nicht mehr.
Aber wir schauen hin.
Ob wir diesen baumlangen Versager noch rechtzeitig loswerden, bevor unser Land ein Entwicklungsland geworden ist?
Um ein Anti-Adenauer zu sein müßte man mehr sein als das was im Englischen “ stuffed shirt“ genannt wird.
Was für ein Foto!
Das ein Mann mit so viel Geld (man spricht von mindestens 12 Millionen €) solche einen Steinbruch im Mund mit sich herumträgt, ist für mich unbegreiflich.
Für mich ist unbegreiflich wie Jemand bei dem Thema so erwas anführt das belanglose Nebensache und eher Aussehenssache ist. Zur Ablenkung dient? Sind Sie ein „Experte“?
Aussehen, das drum herum, scheinen, ist wichtiger als das eigentliche „Problem“
Gibt es bei Merz neue Probleme, die noch nicht schon in aller Ausführlichkeit abgehandelt wurden?
Warum nur wird sich immer wieder aufs Neue darüber gewundert, wenn ein Mann, der praktisch jedes Versprechen, außer denen an die Ukraine, bricht und trotz anderer Worte immer nur das tut, was ihm sein Chef im Finanzministerium durchgehen lässt, sich als unzuverlässig erweist?
Teure Maßanzüge, Maßschuhe, Privatflugzeug, aber ein Gebiss wie ein….
Danke für diese 10 wichtigen Gründe, die viel über die Befähigung von diesem werten Herrn Friedrich Merz als Kanzler aussagen. Allerdings würde sich Adenauer sicher im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass er mit Merz verglichen wird. Mir fällt zu Merz hier nur Wehner ein: nicht mal ignorieren.
Merz vs. einen echten Kanzler? Mir fällt bisher kein Vergleich ein, womit man diesen bizarren Vergleich zwischen einem ehrbaren Staatsmann wie Adenauer und dem prinzipienlosen (Julian Reichlt) Schwätzer und Scharlatan im Kanzleramt vergleichen könnte. Einem der, während er sämtliche politischen Entscheidungen dem politischen Gegner überläßt, allen Ernstes glaubt, er hätte im Vergleich zu dem, der dem Land nach dem verlorenen Krieg wieder zu Ansehen und Prosperität verholfen hatte, die schwerere Aufgabe zu bewältigen. „Sein Ermatten war das eines Gladiators nach dem Kampf. Seine Aufgabe war das Weißtünchen eines Winkels in der Beamtenstube“. So einen wie ihn muß Kafka dabei vor Augen gehabt haben. Dabei… Mehr
Moin Herr Gallina, Lobeshymnen auf Adenauer können Sie Sich sparen. Merkel & Merz sind wahre Enkel Adenauers. 1. Die von Ihnen zitierte Verbundenheit zu Charles de Gaulle bewerkstelligte Adenauer, wie üblich im Nachkriegsdeutschland, mit dem Scheckbuch. Mit der Montanunion fing die Bonapartistische Tributzahlung an Europa für Nicht-Krieg an. 2. Dazu war Adenauer ein anti-Deutscher Separatist, ein Römisch degenerierter Rheinländer. Adenauer war verantwortlich für die Deutsche Teilung, alleine dafür hätte er lebenslänglich verdient gehabt. 3. Niemand braucht den Katholischen Köll’schen Klüngel Adenauers. Hier dazu Dietmar Wischmeyer. https://youtu.be/HHVyEvRgn2s 4. Ohne, daß Erhard das Bundesbankgesetz, welches im Grunde nationalsozialistisch an Hjalmar Schacht orientiert… Mehr
So viel Schräges hat man selten beieinander. Fangen wir bei 0 an, das Sie vergessen: Deutschland hatte den Krieg verloren, die Wehrmacht bedingungslos kapituliert, die Sowjetunion unterjochte halb Europa, Deutschland verlor ein Drittel seines Territoriums. Jetzt erst kommt Ihr 1. Dazu: na und? 2. Adenauer wollte kein „ganzes“ Deutschland von Stalins Gnaden und die Deutschen wollten es auch nicht, auch nicht in Mitteldeutschland. 3. Welche Relevanz hat dieser Punkt? 4. Ggf. Na und ? 5. Etwas zu beginnen, bedeutet nicht, es auch bis zum Exzess fortzusetzen. Es geht immer ums Maß. 6. Es war nicht die NS-geopolitik, die ein singuläres… Mehr
Sind/waren Österreich, Ex-Jugoslawien, Finnland, die Schweiz. Albanien neutrale Staaten von Stalins Gnaden? Ist es besser ein Staat von US Amerikanischen Gnaden zu sein? Die USA, die 2x aus niederen Beweggründen Krieg gegen uns führte? Daß die Deutschen eine Teilung wollten, bleibt Ihrerseits eine völlig wahnsinnige Behauptung. Zu Punkt 3, lesen Sie zu demselben Thema den alt-linken Artikel von Werner Rügemer auf den Nachdenkseiten. https://www.nachdenkseiten.de/?p=144278 Ich mag dieses linke Gesülze zwar nicht, aber bei Punkt 3, trifft der Artikel Rügemers den wahren Kern Adenauers. Zu Punkt 4, Herr Gallina war des Lobes voll zur Wirtschaftskompetenz der damaligen Politik. Erhard & Schiller… Mehr
Hatte irgendeines von den von Ihnen genannten neutralen Länder ganz Europa überfallen und unterjocht? Stand die Rote Armee in diesen Ländern? Österreich ist ein Sonderfall. Das wissen Sie auch. Absurd. Eine Mittelmacht wie Deutschland wird nie ein neutraler Staat sein können, es sei denn es geht mit ihm in dem Tempo weiter bergab, wie derzeit. 2. Ja ,es war und ist eindeutig besser, um ein Vielfaches, ein Staat von US-amerikanischen Gnaden zu sein. Der Rest ….
Österreich war Teil des Deutschen Reichs. Serbien unterjochte Rest-Jugoslawien. Was machte den Österreich zu einem Sonderfall? Daß Österreich keine Teilung akzeptierte. Geht es Österreich schlechter als uns. Sie labern & labern, zeigen Haltung wie ein Linker. Haltung ist aber kein Argument.
Dazu kommt, dass Adenauer das Angebot Rußlands der Rückgabe Königsbergs zurückgewiesen hat und ebenfalls das Angebot Stalins, Deutschlands Teilung im Gegenzug für Neutralität aufzuheben. Beides auf Weisung der Besatzer, hauptsächlich den USA, deren Marionette Adenauer war.
„Einen Lumpen erkenne ich schon nach den ersten Satz.“, Konrad Adenauer.
Damit ist alles gesagt…
Richtig, Adenauer war nicht nur in der Nachkriegszeit ein Lump & Lügner. Deswegen mochten die Amis ihn ja auch.
Na das ist aber völlig daneben gegriffen, denn Adenauer war als Katholik das Produkt von US-Entscheidungen und McCloy war deren hoher Kommissar in Deutschland nach dem Krieg und mit einer Cousine der Adenauer-Familie verheiratet und darüber könnte man sich auch vorstellen, daß man Adenauer als integregen Menschen gesehen hat, der Deutschland aus Sicht der US-Amerikaner wieder auf die richtige Bahn bringen konnte. Somit unterlag Adenauer als christlich Konservativer auch gewissen Zwängen und hat trotzdem das beste daraus gemacht, was man keinesfalls schmälern kann und Fehler werden immer gemacht, wobei man nicht vergessen sollte, daß beide Teile Deutschlands in der Anfgangsphase… Mehr
Mit Erlaubnis der Redaktion erscheint eine Kommentarantwort weiter oben ein linker Verriß über Adenauer bei den Nachdenkseiten. Nicht, daß ich diesen grundsätzlich als richtig erachte, aber Herrn Rügemers Artikel beschreibt viel besser den Charakter Adenauers als der von Herrn Gallina. Der Fakt ist, die Österreicher hatten sich auch nicht teilen lassen, obwohl Österreich von 4 Besatzungsmächten in Besatzungszonen besetzt war. Die Rote Armee hätte auch leichtens Jugoslawien & die Schweiz besetzen können. Stalin hatte das nicht getan. Die Deutsche Teilung lag eindeutig am Willen Adenauers & seiner anti-Deutschen Fraktion. Einen größeren Verräter als Adenauer hatte es nie gegeben.