Was tun elektrifizierte deutsche Soldaten, wenn der Akku leer ist?

Digitalisierung und Energieversorgung der Armee: Handlungsbedarf besteht nicht nur bei Großwaffensystemen. Wie unausgegoren die Modernisierungspläne sind, zeigt sich etwa an der elektronischen Ausrüstung für den „Infanteristen der Zukunft“.  

IMAGO / Björn Trotzki
Panzergrenadiere des deutschen Heeres

Die Ausrüstung der Bundeswehr soll nun endlich erneuert werden. Nach der Einigung der Ampelregierung mit der Unionsfraktion über die Aufnahme des 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens in das Grundgesetz können nun entsprechende Projekte in Angriff genommen werden. Und das ohne Anrechnung auf die Schuldenbremse im Grundgesetz, was den Prozess erheblich erleichtert, die finanziellen Lasten allerdings in die Zukunft verschiebt. Dabei darf es jedoch nicht nur um schlagzeilenträchtige Großprojekte gehen. Unserer Armee mangelt es an zahlreichen vermeintlichen Kleinigkeiten, die aber am Ende mit über den Einsatzwert einer Armee entscheiden.

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Nach der Dimension Luft findet sich in der Projektliste mit der bemerkenswerten Summe von 20 Milliarden Euro die Verbesserung der Führungsfähigkeit. Dabei geht es vereinfacht gesagt um digitalisierte und verschlüsselte Kommunikation, an der es in der Bundeswehr großflächig mangelt. Ein aktuelles Problem der Zusammenarbeit sowohl innerhalb der Verbände als auch mit den Nato-Verbündeten. Am Rande sei erwähnt, dass für die Streitkräfte noch im September letzten Jahres für 600 Millionen Euro analoge Funkgeräte aus den 1980er Jahren nachbestellt wurden. Wer hat nun diese Investitionsruine zu verantworten? Politische Kreise werden mit dem Finger auf das Militär und die Beschaffungsorganisation zeigen. Dass für die Digitalisierung aber jahrelang nicht die erforderlichen Haushaltsmittel vorhanden waren, zwang dazu, die vorhandenen analogen Gerätschaften zu erneuern. Die Verantwortung für diese 600-Millionen-Pleite liegt klar auf politischer Seite (siehe hier)        

Analoge und digitale Technikwelten                   

Ein Beispiel für die derzeit im deutschen Heer aufeinander stoßenden Technikwelten: In einer Panzerbrigade wird der digitalisierte Schützenpanzer Puma zusammen mit dem Kampfpanzer Leopard eingesetzt, der lediglich über eine analoge Funkgeräteausstattung verfügt. Konsequenterweise wurde in die Projektliste Führungsfähigkeit die Digitalisierung landbasierter Operationen (DLBO) in der sogenannten Basis-Ausbaustufe aufgenommen. Darunter ist die Beschaffung digitalisierter Funkgeräte zu verstehen. Der Ausbau von Gefechtsständen mit Führungssystemen und Funkgeräten ist Teil davon, damit künftig die Vorteile eines digitalisierten Funkverkehrs zwischen allen Beteiligten möglich werden ( siehe hier).

Beteiligte im Einsatz sind beispielsweise auch die Panzergrenadiere als Besatzung des Schützenpanzers Puma. Diese Soldaten sind bzw. werden mit dem sogenannten “Infanterist der Zukunft – erweitertes System – (IdZ-ES)“ ausgerüstet. Diese modulare Kampfausstattung ermöglicht es, abgesessen operierende Soldaten in die vernetzte Operationsführung einzubinden. Aufgabe ist das Entdecken, Erkennen und Identifizieren von Zielen und deren Bekämpfung mit entweder eigenen Kampfmitteln oder durch andere Effektoren, die im Verbund mit anderen Kräften eingesetzt werden.

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Das Kern- und Helmsystem dieses IdZ-ES wird über einen Akkupack mit Energie versorgt. Den Kernrechner trägt der Panzergrenadier zusammen mit der Energieversorgung auf dem Rücken („Elektronischer Rücken“). Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, gehören hierzu Karte/Lagedarstellung, Navigation und verschiedene Aufklärungs- und Zielmöglichkeiten. Über ein Bedien- und Anzeigegerät oder alternativ seinen OLED-Helmdisplay kann der Soldat die Lage im Führungssystem und die Kommunikation mit steuern. Die schichtweise aufgebaute Bekleidung lässt sich an die vorhandenen Umwelt- und Temperaturbereiche anpassen. Der einfach ausgestattete Infanterist der Vergangenheit wird so zum Kampfsystem der Zukunft (siehe hier). 

Infanterist der Zukunft

Die Bestandteile dieses Systems setzen sich modular aus verschiedenen Ausbaustufen je nach  Einsatzsituation zusammen. Zum Basissystem gehören neben der Bekleidung eine Grundausstattung sowie das Gewehr G36. Hinzu kommen bei Bedarf weitere Waffen wie ein Maschinengewehr oder Zusatzausstattungen wie Schutzwesten, Funkgeräte, Bildverstärker- und Laserlichtmodule bis zu sogar einer Ladestation für die Batterien. Diese je nach Kampfauftrag flexibel zusammengestellten Hilfsmittel können sich für den einzelnen Soldaten auf mehrere Dutzend Kilogramm summieren. In früheren Zeiten hätte man den Infanteristen Maulesel beigestellt, damit sie nicht wie Tragtiere bepackt im Feld operieren müssen.

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Nicht nur ehemalige Soldaten werden ungefähr abschätzen können, welch ein Wust an Ausstattung und Ausrüstung heutzutage selbst auf Infanteristen in einer modernen Armee zukommt. Allein die Bekleidungs- und Ausrüstungsbestandteile, die Waffen, elektronischen Gerätschaften und weiteren Hilfsmittel auf Stand und einsatzbereit zu halten, ist eine ständige Herausforderung. Wer Bilder aus dem Ukraine-Krieg sieht, wird sich fragen, wie das alles in einer komplexen Gefechtssituation mit langen Versorgungswegen funktionieren soll. Können die Nachschieber die Versorgungsketten für ausgefallene oder verlorengegangene Teile immer wieder neu auffüllen, ist die Preisfrage!

Die Versorgung der kämpfenden Truppe mit ausreichenden Mengen an Munition, sowie an Betriebs- und Kraftstoffen war noch immer ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage. Auch im Ukraine-Krieg erweist sich auf Seiten der russischen Angreifer wie auch der ukrainischen Verteidiger die Logistik als Schlüsselelement. Kann die kämpfende Truppe nicht ordentlich versorgt werden, droht die Handlungsunfähigkeit. Keine ganz neue Erkenntnis. Und die benötigten Mengen sind gewaltig, die russische Armee dürfte bei ihrem großflächigen Artillerieeinsatz allein Güterzüge voller Artilleriemunition benötigen. 

Energieversorgung auf dem Gefechtsfeld

Beschränken wir uns hier auf die Frage, wie die zunehmende Zahl an Kleingeräten auf dem Gefechtsfeld mit Energie versorgt werden kann. Die modernste Geräteausstattung ist wertlos, wenn der Saft ausgeht. Hierzu zählen eine ganze Reihe von Energieverbrauchern wie Generatoren für Kommando- und Kommunikationsposten, Feldlagerbetriebssysteme und Feldlazarette, diverse abgesetzte Systeme und Geräte wie auch die oben erwähnte Versorgung der einzelnen Soldaten mit Akkupacks für deren elektronischen Rücken.

Dass selbst dies keine Kleinigkeit darstellt, wird daran deutlich, dass die Akkupacks der Soldaten alle zwei bis drei Stunden erneuert werden müssen. Soll die Erzeugung der erforderlichen Energie auch künftig herkömmlich geschehen, mit lauten dieselbetriebenen Generatoren, die Emissionen erzeugen und vergleichsweise leicht entdeckbar sind? Moderne Alternativen hierzu sind emissionsfreie Wasserstoff- und Direktmethanol-Brennstoffzellen. Diese sind marktverfügbar als tragbare, stationäre und mobile Hybridstromversorgungslösungen. In Frage kommende Geräte sind nicht nur leise und umweltfreundlich, erfordern einen nur geringen Wartungsaufwand und sind nicht zuletzt leicht verlegbar. Sofern diese Brennstoffzellensysteme mit Akkus kombiniert werden, ermöglichen sie eine Dauerlast mit hohem Wirkungsgrad. 

Es ist eine diffizile Aufgabe, die sich aus dem Sondervermögen zur Beschaffung ergebenden Chancen für die Bundeswehr so zu nutzen, dass auch die weniger prestigeträchtigen Bereiche davon profitieren können. Ein Beispiel ist der Ersatz vorhandener Dieselaggregate durch effiziente und auch noch umweltfreundliche Brennstoffzellenlösungen. In der Öffentlichkeit finden diese Themen kaum statt, sie haben für die Medien wenig Neuigkeitswert und bleiben unter dem Radar der Politik. Auch die Generalität sonnt sich lieber in Großprojekten, statt sich mit Kleinzeugs zu befassen.

Der Einsatzwert einer Armee ergibt sich neben gut ausgerüsteten, ausgebildeten und motivierten Soldaten aber aus einem möglichst friktionsfreien Zusammenwirken einer kaum überschaubaren Vielzahl technischer Hilfsmittel. Kampfflugzeuge, schwere Transporthubschrauber oder milliardenteure Fregatten sind nur die sichtbare Spitze eines riesigen Eisbergs. Es ist höchste Zeit, sich um die vermeintliche Peripherie zu kümmern, bevor die Großprojekte das Sondervermögen aufsaugen. 

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Kommentare ( 48 )

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Freiburger
15 Tage her

Ein einziger A400M kann 30 KraKa mit MILAN-Rohr und 60 Fallschirmjäger transportieren. Dazu 6 MILAN Raketen je KraKa. Diese Kompanie hat die Feuerkraft von 30 schweren Panzern, kann aber in wenigen Stunden an jede Stelle Europas verlegt werden. Gelandet wird auf Bundesstraßen oder Autobahnen. Zudem ist die Versorgung dieser Einheit sehr einfach, im Gegensatz zu schweren Panzern. Ein KraKa fährt mit 8l 100km, der schwere Panzer braucht dafür 2000l Treibstoff. An der Front ist der kleine KraKa leicht zu verstecken, im Gegensatz zum Panzer. Vielmehr wird der Panzer vom Gegner aufgeklärt und mittels KORNET zum mobilen Krematorium transformiert. Bei all… Mehr

Last edited 15 Tage her by Freiburger
Freiburger
15 Tage her

Was wir brauchen ist die Wiederaufstellung der Fallschirmjäger wie z.B. die Brigade 25 in Nagold. Die waren bis in die 90er in der Lage, Panzerabwehr zu leisten. Mit fast denselben Waffen wie in der Ukraine.

MILAN, KraKa, G3 und ein modernes Funkgerät sollte als Technik ausreichen. Vielleicht noch ein Feldstecher.

Tief hinter der Front haben Artilleriepanzer noch eine Rolle; direkt an der Front sind Panzer Heute aber nur noch teure Stahlsärge. Siehe Yemen, Syrien, Armenien.

Innere Unruhe
15 Tage her

Ich sage meinen Kindern, Unabhängigkeit von der Technik sei das wichtigste im Leben.
Schreiben, Lesen, Rechnen, Zeichnen, Fitness, handwerkliches Geschick, Kochen – all das muss man als Kind lernen, damit man der Technik nicht hilfos ausgeliefert ist….

Leopold Schmidt
16 Tage her

Was für eine alberne Scheindebatte. Das taugt alles bestenfalls für ein paar Wahlkampfspenden an frei gewählte Abgeordnete des deutschen Bundestages. Ein Soldat im Kampfeinsatz, der sich bewegen muß, der panische Angst hat und Schwierigkeiten seine Körperfunktionen zu kontrollieren, wirft das alles sofort weg.
Die siegreichen Armeen, die die USA in den letzten Jahrzehnten zweimal vernichtend geschlagen haben, trugen leichte Kleidung, Sandalen, die die Füße gesund hielten, ein robustes Gewehr und Ersatzmunition. Es gibt – auch bei der Bundeswehr – genug erfahrene Männer, die das alles nur zu gut wissen und verstehen.

Ralf Poehling
15 Tage her
Antworten an  Leopold Schmidt

Dass der Westen andauernd Kriege verliert, hat zwei einfache Gründe: Wir haben eine zu starke Trennung von Zivilgesellschaft und Militär und einen Mangel an Kampfmoral, infolge der Abwesenheit einer Ideologie/Mythologie/Religion, die den Kampf bzw. die Selbstverteidigung als gerecht erkennt. Der Islam ist eine kämpferische Ideologie und durchdringt die gesamte Umma. Das macht sich überall bemerkbar. Die verteidigen sich bei jeder erdenklichen Gelegenheit sofort, oder greifen von sich aus sogar an, um ihre eigene Ideologie weiter zu verbreiten. Der Westen hat hingegen keine wirklich einheitliche Ideologie mehr (globaler Welthandel ist keine Ideologie) und das hier (noch) vorherrschende Christentum begünstigt, seitdem das… Mehr

hoho
14 Tage her
Antworten an  Ralf Poehling

Wer hat gesagt wir verlieren irgendwelche Kriege? Wir gewinnen sie vlt nicht so damit man danach einen uns freundlichen schwulen Regierungschef bekommen aber wir verlieren den Krieg nicht. Die andere Seite verliert den dafür. So oder so. Siehe Irak, Libyen und Syrien. Diese Ländern haben eine Menge Tote zu beklagen, massive Zerstörung der Infrastruktur und die Staatlichkeit ist nur zum Teil da – Irak, Syrien oder komplett weg – Libyen. So gesehen, hat Russland langfristig verloren, wenn unsere Wirtschaft unter dem Joch der woken Verbrecher nicht kollabiert (so wie in Sri Lanka etwa), weil sie dann schlimmer stehen als sie… Mehr

H. F. Klemm
16 Tage her

Analog zur Beschreibung des „GEPARD“ duch die Oma im Verteidigungsressort als , sinngem. “ … gepanzertes Kettenfahrzeug mit einem langen Rohr zur Sicherung von Infrastruktur“ wird der bereits beschaffte Kampfanzug für Schwangere (w/m/d/) als ausreichend zur Aufnahme der benötigten Gerätschaften und deren Zubehör umgewidmet, für die Kommunikation dient des Soldaten privates Mobiltelefon, ersatzweise ein tragbares Telefaxgerät.
Ist übrigens auch kostengünstiger, fallen vielleicht höhere Provisionen für Abgeordnete ab – allemal ein erfolgversprechendes Aufgabengebiet wehrtechnisch beschlagener Lobbyisten gegen den im Vergleich zu den Maskendeals der C-Lüge diese als sprichwörtliche „Peanuts“ gelten dürften.

Last edited 16 Tage her by H. F. Klemm
H. F. Klemm
16 Tage her

Wie verträgt sich diese „Vision“ mit der Wirklichkeit? Gar nicht – die zu überbrückende Distanz beträgt „Lichtjahre“ da wir uns gerade auf dem Weg ins Mittelalter wenn nicht gar in die „Steinzeit“ befinden. Vor allem diese Infantristen der Zukunft, ausgebildet im Homeoffice an „Ego-Shootern“ ihrer PlayStation oder X-Box werden es zu spüren bekommen, spätestens wenn sie plötzlich als „Kanonenfutter“ – nichts anderes sind die Fusstruppen der Bodenstreitkräfte – verheizt werden. Bei Betrachtung dieser zukünftigen „Iron-Man“- Kampfmaschinen wird wahrscheinlich für den Military-IT-Komplex ein weiteres einträgliches Ausrüstungs-Business herauskommen, aber eine Kosten-Nutzen-Analyse wird, wie bei solchen Militärprojekten nur bei den Herstellern gemacht werden… Mehr

Ralf Poehling
16 Tage her
Antworten an  H. F. Klemm

Das ist eine Frage wie man das angeht und wo man wen einsetzt. Computer- und Videospieler eignen sich hervorragend für die Steuerung von Kampfdrohnen.

Aqvamare
17 Tage her

Wie das im Gefecht funktioniert?

Die Amerikaner haben das auf ihren Vormarsch auf Bagdad real durchgeführt.

Tagesüber werden die 1-2 Meilen frei gebombt, Nachts wird dank der elektronischen Überlegenheit in diese 1-2 Meilen vorgestossen.

Dann wird tagsüber wieder gebombt, und die Einheiten auf die Nacht vorbereitet.

Diese Taktik hat ziemlich gut gegen einen Gegner funktioniert, der in der Nacht nicht operieren kann.

Freiburger
15 Tage her
Antworten an  Aqvamare

Dafür reichen Nachtsichtgeräte, den ElektroBS auf dem Rücken brauchts nicht.

Ralf Poehling
17 Tage her

Der letzte Absatz ihres Artikels, Herr Drexl, bringt es auf den Punkt. Das Gesamtpaket aus Ausrüstung, dazu passender Ausbildung und Truppenstärke muss im Einklang sein. Nach meiner Einschätzung sollte der Fokus bei der Landesverteidigung (man nehme diesen Begriff jetzt bitte wörtlich) zuvorderst nicht auf schwerem Gerät liegen, sondern erst einmal auf möglichst vielen gut ausgerüsteten Soldaten mit guter Ausbildung. Mit schwerem Gerät erobert man Gelände, man hält es aber nicht. Dafür braucht es Fußvolk, was patrouillieren kann. Deutschland ist keine Wüste. Wir sind dicht besiedelt, haben hier sehr viel urbanen Raum und auch viel Wald. Da ist Schluss mit schwerem… Mehr

FG-NI
17 Tage her

IdZ, ein Zauberwort seit mindestens 30 jahren.
Für den Infantristen bedeutet das immer mehr Gewicht. Als ich die Streitkräfte verließ waren das bei Vollausstattung schon fast dreißig Kilo Gepäck. Mit den Akkus wird das sicher noch mehr. Sicherlich muss er für seinen Kampfeinsatz nicht alles dabei haben. Aber selbst ein Rucksack mit 15 Kilo Gewicht verringert die Kampfkraft erheblich.
Ich frage mich, sollen die Kämpfen oder Material durch die Gegend tragen.
Und die Idee mit den Brennstoffzellen, woher sollen die Treibstoffe kommen.
Wenn es tatsächlich in diese Richtung gehen soll, verzichtet auf den Infantristen und setzt Drohnen ein.

Freiburger
15 Tage her
Antworten an  FG-NI

Möglichst viel Zeug rumschleppen ist so eine NATO-Marotte. Wenn es schon keinen Krieg gibt, so möchte man wohl die Knochen der Soldaten anderweitig abnutzen.

Weder die Vietcong noch die Taliban machten sowas, und das sind GEWINNER.

Malte
17 Tage her

Ist ja alles gut und schön, solange es unter Feldbedingungen funktioniert. Nur das tut es wahrscheinlich nicht. Bzgl. individueller Combat-Ausrüstung habe ich da zwar keine Erfahrungen, aber im Offroad-Bereich. IM Dauereinsatz sind Fahrzeuge mit Starrachsen und bis max. Euro 4 dem ganzen Elektronik-Geraffel überlegen. Crawl-Control ect. funktionieren auf der 500 m Teststrecke für den Werbeprospekt. Tief in den Karpaten wird es schnell zum unlösbaren Problem, wenn ein Drähtchen reißt, ein Wässerchen eindringt, das System überbeansprucht wird und ganz aussteigt.

Zurück zum Infanteristen: Es heißt, die tödlichste Waffe sei der Marine und sein Gewehr, nicht der Marine und sein Laptop.