Leserkommentare zu Angela Merkel: Zeit für eine Bilanz und eine Politikwende

Aus hunderten Leserkommentaren hat Barbara Goergen eine repräsentative Auswahl zusammengestellt.

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Roland Tichy sagt am Ende seiner Kolumne: „Das Land wirkt gelähmt und Bürgersinn ausgehöhlt, Merkels rotgrünes Lager wird umso aggressiver und bedrohlicher in dem Maße, wie man dort spürt, dass diese Politik nicht nachhaltig wirkt, sondern zerstörerisch. Nicht die Politik wird geändert, sondern auf die Mahner und Kritiker eingeprügelt, die Meinungsfreiheit eingeschränkt, die Polizei und Justiz zum Büttel ihrer Allmachtsvorstellung gemacht, nachdem eine willfährige Medienlandschaft zur Jubelpresse verkommen ist. Das ist ihre Bilanz.”

Aus hunderten Leserkommentaren hat Barbara Goergen eine repräsentative Auswahl zusammengestellt.

Leserin Josefine befindet: »Der politische Gegner wird nicht gehört, er wird mit schlimmsten Verleumdungen diffamiert, eine Diskussion ist nicht erwünscht, sie wäre „nicht hilfreich“. Die Kanzlerin und ihr Wahlverein haben immer Recht. Viele (zu viele) sind ihr und ihrer fatalen Politik des alleinigen Wahrheitsanspruchs gefolgt, später heißt es, wie Sie schreiben, „wir waren nur dabei“. Es bleibt ein gespaltenes Land, relativ isoliert in Europa mit einer Bildungsmisere, die für unsere Zukunft nichts Gutes ahnen lässt. Es wird ein böses Erwachen geben, dann ist es zu spät für Diskussionen, eine Änderung des Politikstils wird es mit Frau Merkel ohnehin nicht geben.«

Auch IDA1 sieht die Crux im Politikstil der Kanzlerin: »Frau Merkel mit ihrem nun schon in der 4. Legislaturperiode andauernden Politikstil spaltet unser Land und höhlt es aus. In diesem langen Regierungszeitraum hat sie die ja-sagenden, willfährigen und „liebesdienerischen“ Politiker ihrer Partei zu dem erzogen, was diese heute sind. Egoistische, ja-sagende Heuchler, die nicht mehr ihren Wähler, sondern nur noch ihrer Kanzlerin verpflichtet sind.«

Monarchie CDU

Johann Thiel vergleicht die CDU treffend mit einer Monarchie, in der es um den Machterhalt des Königs geht, wo ein starker Hofstaat hinderlich ist: “Auf jeden Fall wird es ohne Merkel besser. Die CDU ist eine Monarchie, ein König mit einem Hofstaat. Das war bereits bei Kohl überdeutlich. Könige haben ein grundsätzliches Problem. Um die eigene Macht zu erhalten und um zu vermeiden, vorzeitig abgelöst zu werden, können sie nur Schwache und Unfähige neben sich dulden. Das führt dazu, dass sie eine Kontinuität nach ihrem Abgang nicht realisieren können, da sie keinen Nachfolger haben. Demnach wird der Nachfolger nicht der, welcher Kontinuität verspricht, sondern der, welcher am ehesten die Eigenschaften eines Königs repräsentiert, Stärke, Führungskraft, Durchsetzungsfähigkeit, mächtiger als mögliche Feinde und fähig seine Gefolgschaft gut zu versorgen. Dementsprechend wird der gewählt, der entweder den Mut hat, den König zu verraten (wie Merkel Kohl) oder der, der die Gunst der Stunde nutzt und sich einen überzeugend starken Auftritt verschafft. Tritt dies nicht ein, und ein schwacher König betritt die Bühne, kann dieser sich nicht lange halten und der Hofstaat bekriegt sich selbst und geht unter. Der neue König der CDU kann nur Merz oder Maaßen heißen, und er wird es nur bleiben, wenn er die AfD als bürgerliche Partei anerkennt und die Tür nach links zuschlägt.“

Farbauti zieht aus der MerkelÄra für sich persönlich gravierende Schlüsse, empfindet eine bittere Lektion: „In den letzten 4 Jahren habe ich so einiges gelernt. Ich verstehe die Weimarer Republik jetzt viel besser. Ich weiß, wie sich die Generation meiner Großeltern und Eltern gefühlt hat. Ich habe kapiert, wie Hitler möglich wurde. Ich habe viele Wissenslücken in puncto Geschichte bei mir gefunden. Ich habe eine Menge nachgelesen, lesen müssen. Ich habe kapiert, wie Manipulation der Massen möglich ist, wie schlimm Meinungsunterdrückung. Wie Wenige die Mehrheit lenken, Speichelleckerei, Mitnahmeeffekte, Egoismus, Gier, Gutmenschentum, Blockwartmentalität, Schwachstellen der Demokratie, Islam, über all dies vertiefte Erkenntnisse. Ich habe schlimme Abscheu entwickelt, gegen Radikalfeminismus, blanke Lügen, all die Profiteure der MerkelPolitik. Ich weiß jetzt, wie sich Unfrieden in meinem Land anfühlt und wie es noch steigerungsfähig ist, wie man Katastrophen inszeniert. Frau Merkel hat es geschafft, mir jegliche Illusion zu nehmen und somit geistig gesünder zu werden. Danke.“

Für IJ wird der Eintrag in das Buch der Geschichte vom Stichwort ‚Niedergang‘ geprägt sein: „Angela Merkel wird nolens volens durch ihre Politik der Masseneinwanderung aus der Dritten Welt nach Europa als ‚Game Changer‘ der Geschichte für die kommenden Jahrhunderte in die Geschichtsbücher eingehen – allerdings nicht mit einer Änderung zum Guten, sondern mit einer Änderung hin zu einem anhaltenden kulturell-wirtschaftlichen Niedergang Europas. Ich vergleiche sie mit dem desaströsen Kaiser Konstantin, der im 4. Jahrhundert den Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion einleitete und damit den Untergang des Römischen Reiches begründete sowie dem nachfolgenden über 600 Jahre andauernden religiösen Wahn und der kulturellen Finsternis in Europa, bis Europa mit der Renaissance und Aufklärung wieder an seine ursprünglichen griechisch-römischen kulturellen Wurzeln anknüpfte.“

Meykel sieht die dringende Notwendigkeit von Veränderung geboten: »Deutschland befindet sich in einer tiefen, ja man kann sagen in einer existentiellen Krise. Alles ist so verkrustet, dass nur eine beherzte Änderung, ja eine radikale Veränderung, verbunden mit Abschaffung einer Vielzahl von „Heiligen Kühen“, die die Politik extrem behindern, uns noch stabilisieren können. Es ist einfach Zeit, auch das Undenkbare zu denken, auch wenn es mal wehtut und schmerzhaft ist.«

Für Lizzard04 liest sich der Beitrag als »geschichtsbuchreife Analyse der Merkel‘schen Fehlleistungen historischen Ausmaßes. Damit sollte der Politikwende jetzt nichts mehr im Wege stehen; die Regentin steht entblößt da, ihre wahren Beweggründe wurden offengelegt. Doch halt, nichts geschieht! Und hier beginnt das nächste und beinahe noch furchtbarere Drama: In Frankreich hätte man diese Person wohl schon vor Jahren aus dem Elysée davongejagt, aber der deutsche Untertan wacht erst auf, wenn wirklich alles in Schutt und Asche liegt. Allerdings auch nur, um dümmlich zu fragen: “Wie konnte das geschehen? Das haben wir so nicht kommen sehen.“ Natürlich nicht …«

Macht als Mittel zum Zweck, sich an sie klammern, darin sieht Walter Vogel das Dilemma: „Macht korrumpiert und grenzenlose Macht korrumpiert grenzenlos. Angefangen beim Hofstaat, bis hin zum letzten MSM-Lohnschreiberling und Nachrichtensprecher. Dadurch wird der Bürger und Wähler zum puren Spielball der Machtpyramide. Ein kluger, integrer Staatsmann, der sich nicht vom Rausch, den die Seinserfahrung der Macht auslöst, überwältigen lässt, weiß das und widersteht der Versuchung, sein Ohr den Falschen zu leihen. So einen nennt man dann eine starke Persönlichkeit, die zur rechten Zeit am rechten Platz in der Geschichte erscheint. Eine schwache Person, die nur meint, dass sie zu den Starken gehört und dem Ausnahmezustand, den die Seinserfahrung der Macht verursacht, nicht widerstehen kann, gerät in den Strudel des Nicht-mehr-aufhören-Könnens, wenn Dinge praktiziert und verantwortet wurden, die weder vor der Geschichte, noch dem Staatsvolk, rechtens und verantwortbar gewesen sind. Ein Staatsmann dagegen, der in jedem Augenblick zu sich selbst sagen kann, dass er ja auch hinschmeißen könnte, weil er keine Angst davor haben muss, nicht zu wissen, was die anderen wissen könnten und die ihm daraus den sprichwörtlichen Strick drehen könnten, mittels dessen diese sich dann auch gleich noch aus dem Sumpf der Mitverantwortung ziehen könnten, so ein Staatsmann ist eine integere, starke Persönlichkeit und des Amtes würdig.“

Schlau und kurzsichtig zugleich

Auch Tinu schließt sich nachdrücklich dem Argument des Machterhaltes an: »Das entscheidende Motiv Merkels: der Machterhalt. Der Wille, an der Macht zu bleiben – koste es, was es wolle – macht Merkel schlau und kurzsichtig zugleich. Es gibt kaum jemanden in der deutschen Politik, der so skrupellos und geschickt aus reinem Opportunismus populistischen Strömungen gefolgt ist. Aber um welchen Preis? Eine rationale Politik für Deutschland und darüber hinaus wurde komplett über Bord geworfen, während gleichzeitig Emotionen zur Beschaffung von Mehrheiten missbraucht wurden. Das Resultat ist verheerend. Die demokratischen Institutionen wurden dabei massiv beschädigt. Das Grundgesetz ist faktisch Makulatur. Die Energiewende – eine Katastrophe. Eine Schlüsselindustrie wird gerade mutwillig an die Wand gefahren. Der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur werden sträflich vernachlässigt. Besonders schlimm ist die verfehlte, ja kriminelle „Flüchtlingspolitik“, weil sie den Sozialstaat nachhaltig überfordert und zu kulturellen Verwerfungen führt, deren Folgen noch gar nicht abzuschätzen sind. Dass wir uns nicht schon längst in einer Revolution oder in einem heißen Bürgerkrieg befinden, ist allein darin begründet, dass Merkel immer noch von der Substanz dieses Landes zehren kann, die sie so bemerkenswert beschädigt hat. Deshalb sind die Folgen von Merkels Politik für die einzelnen noch nicht voll spürbar. Es scheint immer noch irgendwie alles in Ordnung zu sein. Aber wenn die Lawine richtig ins Rutschen kommt, dann geht es schnell …«

Kornelia Julia Koehler sieht in Merkel das „Schreckgespenst“, das uns in Erinnerung belieben wird, das, welches im Vergleich zu ihren Vorgängern Ruin statt Aufbau brachte: „Eine Frau Merkel überhaupt mit Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl oder Gerhard Schröder zu vergleichen, verbietet sich eigentlich von selbst. Diese Männer haben Deutschland mehr oder weniger vorangebracht. Merkel hat mutwillig alles ruiniert, was sich die Deutschen aus den Trümmern des 2. WK wieder aufgebaut haben. Damit meine ich nicht nur den Wohlstand und die Sicherheit, sondern auch unseren Rechtsstaat. Ich persönlich sehe Merkel in einer Reihe mit Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Willi Stoph und Erich Honecker und mit diesen sollte man sie auch vergleichen. Die Leistungsbilanz dieser Politikerin ist einfach nur verheerend, und sie wird uns als Schreckgespenst in Erinnerung bleiben. Auch denjenigen, die ihr heute noch zujubeln!“

Eberhard geht noch einen Schritt weiter, schreibt die seinerzeitige „Berufung“ Merkels einer „uneinigen Männerkohorte“ zu: „Diese Kanzlerin hat nicht nur Deutschland heruntergewirtschaftet, sondern die EU und sogar bis in die Welt hinein. Zusätzlich aber auch das Bild einer Frau als Kanzlerin nicht gerade aufgewertet. Aber mitschuldig sind die, die sie zur Kanzlerin erkoren haben. Eine uneinige Männerkohorte einer Partei auf der Suche nach neuer Führung, die in einer kurzen Regierungszeit einer Frau das probate Mittel sahen, eigene Nebenbuhler mit Machtanspruch loszuwerden. Dann hätten sie sich aber keine Frau aus der ehemaligen DDR und mit den Politerfahrungen einer linken Diktatur dafür aussuchen dürfen. Entweder einfältig oder bar jeder Weitsicht. Zumal sie jede Möglichkeit hatten, ihren Lebensweg bis ins Detail zu kennen. Diese Männer und ein großer Teil der Wähler in den alten Bundesländern hatten sich aber kaum der Mühe unterzogen, sich mit dem tatsächlichen Leben der DDR-Bürger, noch den politischen Gegebenheiten dort, eingehender zu befassen. Das scheint leider zum Teil auch heute noch so. Man kann ein so schlimmes System nicht beenden, in dem man ihm einfach ein anderes, wenn auch weit besseres und demokratisches überstülpt. Das muss Spuren hinterlassen und die sind auch weiterhin spürbar. Diese Jahre Merkel werden über Generationen zumindest unsere Zukunft und die der EU, nachhaltig und bestimmt nicht vorteilhaft beeinflussen. Verlorene kostbare Jahre zur Sicherung unserer Zukunft.“

Nach Meinung von Konradin „ist die Merkel-Zeit eine Zäsur für Deutschland“: »Unter der Kanzlerin Merkel offenbarte sich, dass erstmals in der deutschen Geschichte das Zugehörigkeitsgefühl von immer größeren Teilen der (neuen) Bevölkerung Deutschlands zu einer deutschen Kulturnation mit all ihren weltbekannten musischen, künstlerischen, architektonischen, wissenschaftlichen, technologischen und philosophischen Errungenschaften als Ausdruck einer gewachsenen, hochgebildeten Werte- und Schicksalsgemeinschaft Frage gestellt, gar abgelehnt wird. … Das Deutschland vor Merkel war ein anderes als das Land nach Merkel. Diese tiefgreifende und endgültige Transformation Deutschlands geschafft zu haben („Wir schaffen das“) kann außer Merkel kein anderer Kanzler oder Kaiser seit über eintausend Jahren – von Otto I. über Maximilian I., Ferdinand III. über Bismarck bis Kohl – für sich beanspruchen. Nicht einmal Napoleon – und auch nicht „Er“. Eine gewisse Angela Merkel hat´s geschafft.«

„Die von Merkel betriebene Spaltung des Landes, die unversöhnliche Feindschaft bis hinein in Familien und engste Freundeskreise“ sind für Finnegan „das Schlimmste“. Seiner Meinung nach „wird es keinen Konsens mehr geben; das Deutschland, welches wir noch vor wenigen Jahren kannten, ist unwiderruflich zerstört und kommt nicht wieder. Bei dem Versuch, auf Basis der Gegenwart die Zukunft zu denken, stellt sich ein zutiefst erschreckendes Resultat ein; entweder landen wir in einem quasi-totalitären Gesinnungsstaat, der seine Kritiker erfolgreich mundtot gemacht hat, oder es setzt sich eine Gegenbewegung ohne Rücksicht auf heute noch geltende rechtsstaatliche Prinzipien durch – weil anders der linksgrünroten Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Bereiche (Politik, Justiz, Medien, Bildung) gar nicht mehr Herr zu werden ist.“

Marc Hofmann begründet die gegenwärtigen Umstände so: »Merkel ist ein Kind des Sozialismus … Merkel macht Politik nach SED und Sozialisten Gutsherrenart. Merkel kennt weder den Mehrwert und Wert einer freien Marktgesellschaft noch die Freiheit, die diese Marktgesellschaft in sich trägt … Merkel kann mit Werteschaffung, Erhalt und Innovationen = Mehrwert nichts anfangen, weil Merkel ein Kind von Funktionären des Sozialismus-Systems ist …, ein Kind, das weder Mangel und Armut kennt, weil dieses sozialistische Kind auf Kosten der Leistungsträger und Arbeiter der Gesellschaft residiert! Mehr „Asoziales Verhalten“ geht schon fast nicht mehr!«

Merkel surft auf Empörungswellen

„Seit Jahren warne ich vor Angela Merkel. Ich halte diese Frau für sehr gefährlich.“ StefanSch zeichnet ebenfalls ein realistisch düsteres Charakterbild der Kanzlerin. „Sie hat und hatte nie das Format, um ein Land zu führen. Sie verkauft deutsche Interessen, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie hat sich den grünlinken Medien angebiedert und ist dafür bereit, jeglichen Wohlstand der Bevölkerung zu opfern. Sie ist keine Visionärin, keine Gestalterin. Sie surft auf Empörungswellen und befeuert Hysterien, statt das Volk aufzuklären, zu beruhigen und vernunftbegabt zu führen. Sie kämpft nicht für die richtige Sache, sondern stellt sich immer an die Spitze von emotionalen und irrationalen Debatten. Ihre Neujahrsreden und Bundestagsreden strotzen nur so vor Phrasen und inhaltsleeren Sätzen. Oft wird angeführt, Angela Merkel wäre hochintelligent. Ich halte das für eine fatale Fehleinschätzung! Ihre Reden sind einfältig, primitiv und folgen keiner Logik. Sie verfügt allerdings über einen ausgeprägten Machtinstinkt, war stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Das zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Karriere. Angefangen bei ihrem Eintritt in die CDU bis hin zur Kanzlerschaft, bei der Stoiber als Blitzableiter fungierte. Ihre unscheinbare Art erweckt den Eindruck einer bescheidenen und bedächtig auftretenden Frau. Das täuscht gewaltig. Angela Merkel ist egoman veranlagt und skrupellos.“

StefanH gibt sich keiner Illusion zur Veränderung hin: „Die Politikwende wird vermutlich auf sich warten lassen. Die Kanzlerin hat geschickt alle Weichen für den Machterhalt gestellt. Nachdem sich herausgestellt hat, dass (die von ihr genau deswegen eingesetzte) AKK es nicht kann, wird man sie auf Knien darum betteln, doch noch ein fünftes Mal für eine schwarzgrüne Koalition anzutreten. Und sie wird sich erweichen lassen …“

Traurig und doch so wahr – Wittgenstein bedient sich treffend bei Kennedy: „JFK also quasi ganz freihändig interpretiert: Und deshalb meine deutschen Dargeborenen, fragt nicht, was ich für Euch und das Land tun kann – fragt, was Ihr und das Land für mich tun könnt. Meine Mitbürger in der ganzen Welt, fragt nicht, was wir gemeinsam tun können, fragt, was Deutschland für Euch tun wird.“

Auch Babylon unterschreibt mit seinen Gedanken einmal mehr die desaströse Kanzlerschaft: „Merkel hat es geschafft, eine Art von politischem Manichäismus hervorzubringen, die Gesellschaft zu spalten und indem sie die Gesellschaft entpolitisieren wollte, genau das Gegenteil zu erreichen, was sich auch bei Wahlbeteiligungen widerspiegelt. Die disruptiven Tendenzen der Merkel-Politik, ohne dass stabil Aufbauendes den Trümmerberg flankiert, ist ein besonderes Kennzeichen ihrer Melange aus Nichts-Tun und eruptiven Ausbrüchen, wenn sie sich getrieben sieht durch Umstände, die sie in ihrer Entwicklung keineswegs auf ihrer Agenda hatte, aber geschickt ausnutzte, um sich als Krisenmanager zu profilieren, ohne diese Krisen zu bewältigen. Außenpolitisch desaströs, Beziehungen zu den USA schwer gestört, Brexit mitverursacht, russisch-deutsche Beziehungen schwer beeinträchtigt im Vergleich zu der Kanzlerschaft Schröders, jetzt Verhältnis zu Frankreich auf dem Tiefpunkt usw. Deutschland als das Land in der Mitte Europas hat seine Mitte verloren dank der Politik der A. Merkel.“

Wäre dies ein Teil des Rätsels Lösung für die Zukunft? Iso meint: „Im Falle Merkel wird immer deutlicher, wie wichtig es für eine funktionierende Demokratie ist, Amtszeiten auf 8 Jahre zu begrenzen.“

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Kommentare ( 59 )

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59 Kommentare auf "Leserkommentare zu Angela Merkel: Zeit für eine Bilanz und eine Politikwende"

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Meine rechte Daume löst das Problem Merkel automatisch (leider nur oberflächlich).
Immer wenn das Bild dieser Frau auf dem Bildschirm erscheint, drückt diese Daume selbständig auf die Fernbedienung, bevor sie das Lügen anfängt und prompt ist sie weg!

Solange Merkel auch von ihren Kritikern hofiert wird, wird sich nichts ändern. Wolfgang Bosbach: Die AfD sei vor 2015 aufgrund von Personalquerelen gestrauchelt. „Dann kam die Flüchtlingspolitik“ „Das war aus Sicht der AfD ein Geschenk des Himmels.“ Hallo! Die AfD ist nicht verantwortlich für die „Flüchtlingspolitik“ = staatlich organisierte illegale Einwanderung unter dem Deckmantel des Asylrechts = Umvolkung unseres Landes (Der Begriff ist zutreffend). Kann H. Bosbach die verantwortlichen Personen nicht beim Namen nennen? Brauchen wir wieder einen Umweg über die (böse) AfD und die Drohung mit Bürgerkrieg? Kehrt endlich vor der eigenen Tür. Merkel und Groko sind allein verantwortlich… Mehr

Frau Merkel legt sich wie eine Grabplatte über Deutschland. Ich finde damit ist fast alles gesagt.
Ist nicht von mir, habe ich in einem anderen Kommentarbereich gefunden.

In der Schweiz gibt es tendenziell die Meinung, dass Merkel die ursprünglich konservativen Werte der CDU verraten hat und so die einstige (respektierte) CDU zerstört hat.
Wie drückte es ein Kabarettist vor zwei Wochen in der recht konservativen Schweiz aus?

„Mittlerweile küssen in Deutschland Linksextreme den Fernseher, wenn Merkel auftritt.“

„Eine uneinige Männerkohorte einer Partei auf der Suche nach neuer Führung, die in einer kurzen Regierungszeit einer Frau das probate Mittel sahen, eigene Nebenbuhler mit Machtanspruch loszuwerden. „:
Das ist ja durchaus der Klassiker (unabhängig von Mann-Frau): Sowohl bei den Nachfolgekämpfen der sowjetischen Führer als auch bei der Papstwahl kommt oft derjenige an die Macht, der als schwach angesehen wird. Bzw. derjenige, der angeblich schwächer ist, um einen anderen zu verhindern, der als stark und gefährlich gilt.

Im Voraus: ich bin Jahrgang 1954, politisch interessiert von klein auf, aktiv seit 1968, in die FDP eingetreten 1970, und das ist immer noch meine Partei, der ich nicht wegen irgendwelcher Leute oder der gerade aktuellen Programme angehöre, denn die wechseln auch. Ich kenne Sachsen aus familiären Gründen seit 1972. Der Merkel musste ich nie persönlich begegnen. Diese Frau mutet an wie begeistertes Blauhemd und Agitprop par excellence. In genügend Betrieben der DDR kamen auf 1000 Beschäftigte 100 Parteisekretäre, die nur theoretisch arbeiteten. In den Betrieben wurde gespitzelt und, wenn Material fehlte, nicht gearbeitet, sondern agitiert, geschwätzt und – gesoffen.… Mehr

Das größte Problem bei der Betrachtung der nun wohl langsam klarwerdenden Misere der Merkeldiktatur ist doch die Frage.: wie ist es möglich ,das in einer Demokratie,die von Vielfältigkeit gekennzeichnet sein sollte ,eine einzelne Person zu solcher Machtfülle gelangt . Sind wir vielleicht doch keine Demokratie ? Hängt unser Spiegel falsch und wir sind eine verschleierte Monarchie ? Darüber sollten die führenden Köpfe in den Parteien nachdenken . Und Allerschnellstens reagieren !

Diese Kanzlerin ist eine hervorragende Machtpolitikerin. Sie hat dieses Land in einen Friedhof verwandelt, die Demokratie abgeschafft und die Politik durch dreschen von Phrasen in einen Zustand der Lähmung zu versetzt. Sie hat keine Visionen, keine Pläne, lässt sich alles zu tragen und beschäftigt eine kleine Schar von Meinungsforschern, die ihr erklären, sollen, wie die Stimmung in der Bevölkerung ist, um dem Volk den passenden Sand in Augen streuen zu können. Ihre Fehlentscheidungen bringen dieses Land um die Zukunft der kommenden Jahrzehnte.

Ein Kanzler/Kanzlerin ist nur so stark, wie es der Wähler zulässt. Der Wähler hatte oft genug die Gelegenheit dazu diese Merkel abzuwählen…statt Union hätte man Mehrheitlich irgendeine andere Partei wählen können…
Merkel bezieht ihre Kraft und Macht aus dem Kanzleramt…und da kommt man nur als Kanzler/Kanlerin hinein.
So oder so…nichts ist auf ewig…diese Erfahrung wird auch Merkel machen.

Dieser Satz hat mich sehr beeindruckt.
Es ist nicht nur so, sondern man hat das Gefühl, das alles wird sogar ausgebremst und verhindert wird. Man muss sich einmal die Kommentare bei Zeit online durchlesen (nichts für schwache Nerven), da fragt man sich, in welchem Land man seit fast 60 Jahren lebt?!

Hatte eingegeben, wie das dann weggerutscht ist, ist mir nicht aufgefallen:
»Unter der Kanzlerin Merkel offenbarte sich, dass erstmals in der deutschen Geschichte das Zugehörigkeitsgefühl von immer größeren Teilen der (neuen) Bevölkerung Deutschlands zu einer deutschen Kulturnation mit all ihren weltbekannten musischen, künstlerischen, architektonischen, wissenschaftlichen, technologischen und philosophischen Errungenschaften als Ausdruck einer gewachsenen, hochgebildeten Werte- und Schicksalsgemeinschaft Frage gestellt, gar abgelehnt wird.

Sorry nich aufgepaßt, Zustände nach 9/15