Immer noch kein sicherer Covid-Impfstoff für die Alten

Die Überraschung des ablaufenden Jahres besteht darin, dass die Panik zwar stetig gestiegen ist, aber immer noch ein Impfstoff aussteht, dessen Erfolg ausschließlich an Menschen über 70 Jahren bewiesen wurde.

picture alliance / Eibner-Pressefoto | Fleig

Der Autor hatte sich im April 2020 vom Robert Koch-Institut gewünscht, die nationalen Todeszahlen wöchentlich oder doch wenigstens monatlich aufzulisten und ihnen die ausschließlich an Covid Verstorbenen gegenüberzustellen.

Wer das Umschlagen von Sorge in Panik verhindern will, ist mit einem solchen Vergleich auf gutem Wege. Wer das tatsächliche Ausmaß eines nationalen Notstands ermessen will, hat mit ihm ebenfalls ein unübertroffenes Instrument zur Verfügung. Eine solche Erhebung behindert in keiner Weise die Entwicklung von lebensrettenden Medikamenten für akut Erkrankte sowie von Impfstoffen für Menschen im fortgeschrittenen Alter.

Die Überraschung des ablaufenden Jahres besteht ja darin, dass die Panik zwar stetig gestiegen ist, aber immer noch ein Impfstoff aussteht, dessen Erfolg ausschließlich an Menschen über 70 Jahren bewiesen wurde. Aus dieser Altersgruppe kommen nun einmal die vorrangig Gefährdeten. Das Durchschnittsalter der Impfstoff-Testgruppen changiert um fünfzig Jahre. Die Untergruppe der 75- bis 90-Jährigen mit generell geringerer Immunstärke fällt dann so klein aus, dass zuverlässige Aussagen schwierig werden.

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Wer Panikausbrüche wirklich verringern will, muss aber gerade den 70- bis 90-Jährigen einen lebensrettenden Stoff offerieren. Das könnte sogar die Notwendigkeit von Zwangsimpfungen mit unbekannten Spätfolgen für die Jungen erledigen. Der Autor wird gegen Bakterien, die eine tödliche Lungenentzündung bewirken können, seit dem 65. Lebensjahr regelmäßig geimpft und spürt dabei immer auch Nebenwirkungen. Er würde auch einen gerade in seiner Altersgruppe wirksamen Virenentschärfer keineswegs ausschlagen.

Jenseits dieses eklatanten Mangels liegen immerhin die deutschen Todeszahlen für Januar bis Oktober 2019 und 2020 vor. Sie sind leicht zu ermitteln. Wenn sie hier nebeneinander gestellt werden, ist auch das als ein Mittel gegen Panik gedacht. Da das Virus in China spätestens im November 2019 nachgewiesen wird, ist der Januar 2020 ein passender Monat, um dem befürchteten Steigen von Sterbezahlen auf die Spur zu kommen.

Die Zunahme um 9.849 Fälle markiert ein 1,2-Prozent-Wachstum von 2019 auf 2020. Das ist kein Nullum. Abzuziehen wären von der Zahl allerdings die seinerzeit von Stephan Kohn in die Debatte gebrachten Kollateraltoten durch Nichtbehandlung von lebensgefährlich Erkrankten während des Lockdowns im April. Er wurde dafür diszipliniert. Der Autor hat Kohns Sorgen damals öffentlich geteilt, ist allerdings mit einer medialen Ächtung davongekommen.

Im Ergebnis bleiben die Notstandsmaßnahmen und Angstreaktionen zerstörerisch. Hingegen dringen ernüchternde Faktoren kaum durch. Und im Ernstfall können die ganz Alten von preiswerten Medikamenten à la Ivermectin mehr Sterbeschutz erwarten als von Massenimpfungen für die Jungen mit noch unbekannten Langfristfolgen.

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Kommentare ( 25 )

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caymansepp
8 Monate her

Wenn man sich die Mühe macht, aus
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html?nn=209016
die Zahlen heraus zu pflücken, kann man für 2020 sogar eine Untersterblichkeit Januar-Oktober von 9.518 Personen, also -1,0 % gegenüber dem schlimmsten Jahr 2018 im Zeitraum 2016-2019 ersehen.
Eine echte Pandemie sieht völlig anders aus.
Unser Land wurde und wird weiterhin dafür an die Wand gefahren.

n-jo
8 Monate her

Was meist vollkommen vergessen wird in der ganzen Debatte um „Übersterblichkeit“.
Es ist vollkommen normal dass in näherer Zukunft jedes Jahr immer ein paar mehr Menschen sterben werden. Auch normiert auf die Bevölkerungszahl, z.B. am 1.1. des jeweiligen Jahres. Denn der Bauch der Altersverteilung der Bevölkerung verschiebt sich jedes Jahr in Richtung der Älteren. Sprich, das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt, und zwar überproportional zur Lebenserwartung. Wem der Durchblick fehlt, diesen nicht ganz unentscheidenden Faktor zu berücksichtigen, der sollte gar nicht erst anfangen, mit dem Begriff „Übersterblichkeit“ um sich zu werfen.

Augustusburg
8 Monate her

Trotzdem ist der Kühlbereich im Chemnitzer Krematorium überfüllt und man stellt jetzt die Särge in andere geeignete Räume. Das war 2019/2018 nicht so.
Vielleicht könnte der werte Autor den Fernsprechapparat nutzen, um sich einen Frontbericht unmittelbar abzuholen? Schlimmstenfalls würde er ein genervtes „Freundchen, hier ist gerade die Hölle los“ und ein tut-tut-tut hören oder ein Dementi oder….
Einen Anruf könnte man als Recherche doch nicht als unzumutbaren Aufwand einorden.

Dunkelsachse
8 Monate her
Antworten an  Augustusburg

Kann es sein, dass die Transporte nach Tschechien zum Erliegen gekommen sind?

Gerro Medicus
8 Monate her

Das Referenzjahr 2019 ist eher untypisch, denn es berücksichtigt nicht den Harvesting-Effekt der 2017/2018 vorausgegangenen schweren Grippewelle. Dort gab es eine Übersterblichkeit von 25.000, auch überwiegend in der Alters-Kohorte 65+. Etliche dieser Patienten wären auch ohne Grippe in 2017/2018 „natürlich“ verstorben, zum Beispiel an Herz/Kreislaufversagen im Zuge der Hitzewelle im Sommer oder an Altersschwäche. Da man aber nur einmal sterben kann, fehlen diese Fälle natürlich 2019 und reduzieren die Gesamtsterblichkeit um ein paar tausend Todesopfer. Außerdem ist unsere Bevölkerung seit 2019 um mindestens weitere 200.000 Menschen angewachsen, die ihr Sterberisiko der Statistik hinzufügen. (Quelle: statista 2020 – Entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands). Die Zuwanderung… Mehr

Ratloser Waehler
8 Monate her

Ich hätte nicht die Sterbezahlen 2019 den Sterbezahlen 2020 gegenübergestellt, sondern die Sterbezahlen 2018 mit den Sterbezahlen 2020 verglichen.
2017/2018 gab es bekanntlich eine ziemlich schwere Influenzawelle, die kaum mediale Beachtung fand und schon gar keine gesellschaftlichen Maßnahmen nach sich zog.
Von den Sterbezahlen der jedes Jahr an Krankenhauskeimen Gestorbenen möchte ich erst gar nicht anfangen – hier könnte ganz ohne Lockdown mit (natürlich) zusätzlichen finanziellen lokalen (!) Mitteln/Maßnahmen in den KHs enorm viel erreicht werden. Die Niederlande ist da meines Wissens ziemlich vorbildlich.

Last edited 8 Monate her by Ratloser Waehler
November Man
8 Monate her

Würde diese linksgrün unterwanderte Regierung die tatsächlichen Zahlen der ausschließlich am Corona-Virus Verstorbenen zugeben und veröffentlichen, wäre sie geliefert. Selbst sogar die künstlich nach oben gepuschten Zahlen rechtfertigen niemals die Anordnung eines für Land und Menschen schwer schädlichen Pandemie plus Lockdown. Und schon gar nicht eine pandemische Notlage. Ich kann mich noch gut erinnern als Herr Wieler vom RKI im zeitigen Frühjahr von 60 bis 70% Ansteckungsrate und einer wahrscheinlichen Sterberate durch das Corona-Virus von 3,8% in Deutschland gesprochen hatte. Das wären bei einer Bevölkerungsdichte von ca. 83 Millionen Einwohner in Deutschland ca. 54 Millionen Erkrankte und über 3 Millionen… Mehr

Kassandra
8 Monate her
Antworten an  November Man

Es geht um Geld und Macht. Und um eine Impfung für die gesamte Weltbevölkerung, deren Sinn und Zweck nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit einem doch recht harmlosen Virus stehen muss.
Huxley nannte das Zeug, das die Menschen ruhig stellte, in „Schöne neue Welt“ Soma.

Enrico
8 Monate her
Antworten an  November Man

Corona wird gnadenlos als schwarzer Schwan missbraucht für Umwälzungen, die wohl schon länger in der Debattenpipeline der €liten stecken. Nach Definition (N. Taleb) ist diese Pandemie aber kein schwarzer Schwan (völlig unvorhergesehenes Ereignis mit tw. katastrophalen Auswirkungen), da z.B. Pandemiepläne in den Schubladen liegen (aber wohl verstauben). Die Corona Pandemie an sich, auch ohne die fatalen Maßnahmen und wirtschaftspolitischen Auswirkungen, ist aber nicht nichts! Und es ist ja nicht nur unser Land, in dem Leitmedien&Politik in trautem Miteinander sich gegenseitig die Bälle zuspielen und alle Hemmungen fallen lassen. Und 2021 wird m.E. nicht besser werden. Diese „Chance“ läßt man sich… Mehr

Last edited 8 Monate her by Enrico
November Man
8 Monate her

Gegen welche Mutation des Corona-Virus soll denn jetzt geimpft werden – gegen ein Virus das sich laufend verändert und mutiert? Sinnvoll ist zum Beispiel eine Impfung gegen Masern. Das Masernvirus ändert seine äußere Gestalt nicht, das Masernvirus ist stabil, weltweit gibt es nur einen einzigen Serotyp. Eine Immunität gegen einen bestimmte Virus kann auch erreicht werden wenn der Erkrankte die Viruserkrankung vollständig ausgeheilt hat. Dann ist er gegen diese eine Mutation des Virus in Zukunft immun, nicht aber gegen die nächste oder übernächste Mutation oder Generation des Virus. Und dabei ist es egal ob es sich um einen variablen Influenza-Virus… Mehr

Gerro Medicus
8 Monate her
Antworten an  November Man

Genau! Wäre es nämlich anders, dann hätte man schon längst ein Mittel gegen Schnupfen und Erkältungen gefunden. Von den Rhinoviren sind mittlerweile über 100 Serotypen beschrieben, daneben listet das NCBI (National Center for Biotechnology Information) noch etliche weitere unklassifizierte Rhinoviren. Übrigens: Am häufigsten lösen Rhinoviren Erkältungen aus. Sie führen meistens dazu, dass sich die Nasenschleimhaut entzündet (Rhinitis). Dann läuft die Nase, die Schleimhäute schwellen an und erschweren die Atmung. Mediziner kennen mehr als 100 unterschiedliche Typen von Rhinoviren. Ärgerlich: Mit ihnen kann man sich immer wieder neu anstecken. Coronaviren belegen den zweiten Platz der häufigsten Erkältungsviren. Jede fünfte Erkältung, so… Mehr

Max Anders
8 Monate her

Das Gleiche kann man auch für die einzelnen Bundesländer errechnen. In Sachsen z.B. starben im Schnitt der letzten 10 Jahre durchschnittlich 53.000 Menschen in der Spitze waren dies 2018 56.290 Verstorbene. Bis 22.11.2020 (bis dahin geht aktuell nur die Statistik) sind in Sachsen 49.998 Menschen verstorben. In den letzten 5 Wochen des Jahres müßten also mehr als 6.300 Verstorbene zu beklagen sein, um den Wert von 2018 zu erreichen. Bis auf den Kreis Görlitz bewegen sich (und daran wird sich auch nichts ändern) die Zahlen der Verstorbenen mit positivem C19 Test teils weit unter der Schwankungsbreite der Sterbezahlen der letzten… Mehr

fatherted
8 Monate her

In der Regel sinkt der Radius des Menschen je Älter er wird. Geht man mit 70 noch auf Kreuzfahrt, ist man mit 80 froh noch zur Kur fahren zu können. Je älter man wird desto kleiner wird der Radius. Zum „Schluss“ wird dann meist der Gang zum Essplatz oder zur Toilette zum letzten Radius….das heißt aber nicht, dass diese Menschen (ich pflege zwei Personen in diesem Alter) keine Lebenqualität mehr haben weil sie nicht mehr rauskommen oder unter Leute gehen können und darunter leiden. Dazu kommt ein erhöhtes Schlafbedürfnis und lange Pflegezeiten für Körperpflege, An- und Ausziehen, Toilettengang, Essen und… Mehr

Philokteta
8 Monate her
Antworten an  fatherted

Ganz genau, fathered, so ist es. Von Ausnahmen einmal abgesehen.

Landmichel
8 Monate her

Der Chemie-Nobelpreisträger Michael Levitt hat dazu in einem Interview gesagt, für ihn habe eine 3 oder 6-monatige Kontaktsperre bei statistisch verbleibender Lebenszeit von noch 6 Jahren eine ganz andere Bedeutung als für einen 40-Jährigen. Er möchte das Risiko selbst bewerten und entscheiden dürfen.

Mausi
8 Monate her
Antworten an  Landmichel

Herr Levitt so und Herr Ustinov anders. Und so soll es sein. Alle Regelungen müssten darauf ausgelegt sein, jedem ein möglichst hohes Mass an Freiheit gewähren. Aber das geschieht nicht. Wo werden die besten Möglichkeiten gesucht? Lernen unsere Politiker von Tübingen oder vom Lungenarzt, der sich zur Beatmung im Intensivbett äußert? Ich sehe nichts. Bei uns darf man sich nur für die Verlängerung des Lebens entscheiden. -alles andere ist indiskutabel. Sterbehilfe ja, aber Corona nein. Die Panik ist getrieben von Angstverbreitung über die Leitmedien und die ÖRR. Und von Ratsch-und-Tratsch-Sensationslust, habe ich festgestellt. Es ist immer wieder ein Aufreger, sich… Mehr

Last edited 8 Monate her by Mausi
Kassandra
8 Monate her
Antworten an  Mausi

Die fortwährende Fehlbehandlung durch Intubation gehört angezeigt, zumal sie seit Frühjahr dieses Jahres bereits bekannt ist und publik gemacht wurde. Um die 50% der künstlich beatmeten Kranken sollen sterben, in der Risikogruppe der sehr alten Menschen noch mehr: https://twitter.com/MarcBuergi/status/1341786491912151041 „Ich würde sagen mit Corona hat sich ein neuer Wirtschaftszweig aufgebaut, eine normale Behandlung ist schon Teuer aber kommt eine Beatmung hinzu wird der Rahmen gesprengt, die Barmer hat eine volle Behandlung mit 38.5K€ angegeben ohne Beatmung 10.5K€“ In dem Focus-Artikel findet man ein Bild von Spahn und Laschet, die sich beim Pneumologen Thomas Voshaar über das „Moerser Modell“ informieren. Da… Mehr

Enrico
8 Monate her
Antworten an  Kassandra

Werte Kassandra, vielleicht dann wenn der Krankenkassenbeitrag von heute 14,6% auf 25% ansteigt? Vielleicht dann aber immer noch nicht. Der Deutsche zahlt ja gerne weltweit höchste Steuern und Abgaben. Nehme ich doch stark an. Würde er denn sonst immer wieder die gleiche politische Abzocker-Klitsche wählen?