Der „Windkraft-Taliban“ des Grünen Oliver Krischer

Sprache verrät Denken. Je schwächer die eigenen Argumente, desto ausfälliger die Propaganda. Ein Blick auf grünes Hate-Speech.

imago images / Christian Spicker

Oliver Krischer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, sah sich jüngst veranlasst, politisch Andersdenkende als „Taliban“ zu bezeichnen. Was bewegt einen Grünen, Mitmenschen auf eine Stufe mit gewalttätigen Islam-Faschisten zu stellen?

Wer ist Krischer? Ein unvollendeter Student, wie viele seiner Art ohne Beruf, aber von früher Jugend an engagiert in der grünen Hierarchie. Der Aufstieg begann im Vorzimmer einer Bundestagsabgeordneten, als wissenschaftlicher Mitarbeiter ohne wissenschaftliche Qualifikation und späterer Kreistagsabgeordneter führte der Weg ins höchste Parlament des Landes. Dort fällt er insbesondere durch die Lautstärke seiner Reden auf, mit der er die Schwäche seiner Argumente zu übertönen versucht. Auch als häufiger und nervender Zwischenrufer. Dabei scheint es ihm weniger auf den Inhalt anzukommen als auf die Wirkung nach außen. „Ich finde es immer schade, wenn Zuschauer Plenardebatten beobachten, und – abgesehen vom Redner – im Geiste alle Anwesenden woanders sind und nicht zuhören“, schreibt er freimütig auf seiner Homepage.

Zum Thema Windkraft konnte er sich des Öfteren nicht beherrschen. Als er 2014 dem damaligen Wirtschaftsminister Gabriel in die Rede fuhr, musste er sich als Konter mangelnde Kenntnis der Grundrechenarten vorwerfen lassen und mangelnde wirtschaftliche Abwägung. Beides kennt man allerdings als Grundqualitäten der Grünen.

Nur Sprachliche Entgleisung?
Grünen-Politiker nennt Windkraft-Kritiker „Taliban“
Warum nun wählt Krischer mit dem Kampfbegriff des „Anti-Windkraft-Taliban“ einen solch beleidigenden Ausfall gegen Politiker und Menschen, die aus verschiedenen Gründen eine andere Einstellung zur Windkraft haben als er? Bundespräsident Steinmeier beklagte in seiner Rede am 17. Oktober ein „gefährliches Substrat aus verrohter Sprache, Hass und Hetze . . . “. Jeder, der Hass schüre, bereite den Boden für Gewalt. Was anderes als Hass kann es sein, das einen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Bundestag dazu bringt, Andersdenkende im politischen Spektrum mit Faschisten und Terroristen in direkten Zusammenhang zu bringen? Letzten Endes ist die krasse Wortwahl ein Zeichen dafür, dass die Windlobby und die Grünen als ihre politische Speerspitze derzeit mit dem Rücken zur Wand stehen.

Ihre gebetsmühlenartig vorgebrachten Argumente werden durch die Realitäten widerlegt. Ein bis jetzt windarmer November lässt die fast 30.000 Windkraftanlagen in Deutschland schwächeln. Die stehenden Rotoren ragen in den verhangenen Himmel und bilden, sichtbar auch entlang der Autobahnen, einen bedrückenden riesigen Friedhof geplatzter Illusionen. Am 20. November speisten sie um 12 Uhr ganze 607 Megawatt ins Netz ein – bei einer installierten Leistung von über 60.000 Megawatt und einem Bedarf von etwa 76.000 Megawatt zu dieser Stunde. Eine „Säule“ unserer Energieversorgung wird die Windkraft nie sein, völlig unabhängig davon, in welchen Abständen zur Wohnbebauung wie viele Windräder noch gebaut werden.

Verwehte Subventionen

Die Grünen verteidigen eine unfähige Technologie auf stockreaktionäre Weise. Würden sie nur den Funken eines Gedankens für das Gesamtsystem verwenden, wäre ihr Einsatz für den Netzausbau oder Stromspeicher ein anderer. So versuchen sie, der Branche die bisherigen Privilegien zu erhalten, müssen aber erkennen, dass mit dem Entfall der EEG-Umlage für mehr als 5.000 Windkraftanlagen ab 2021 eine neue Zeit beginnen wird. Mit der EEG-Novelle 2017 und der Einführung des Ausschreibungsverfahrens weht schon mal ein eisiger Hauch von Markt durch die Branche. Zum jüngsten Gebotstermin bei der Bundesnetzagentur am 1. November gab es nicht ein einziges Gebot für Windkraftkapazitäten.

Sicher ist der öffentliche Widerstand gewachsen seit immer größere Anlagen mit immer längeren Rotorblättern niedrigeren und energiereicheren Infraschall emittieren. Und sicher wird es nicht gelingen, durch Bürgerbeteiligung die Akzeptanz zu erhöhen, denn Gesundheit verkauft man nicht. Der eigentliche Grund ist das unternehmerische Risiko, dass die Investoren jetzt tragen müssen. Gab es früher 20 Jahre Cash, je nach Windaufkommen, wird jetzt deutlich, dass die Marktfähigkeit eben nicht gegeben ist – allen Thesen vom „billigen“ Windstrom zum Trotz.

Einseitige Berichterstattung
Tagesschau und ZDF unterschlagen Windkraft-Kritik
Jeder in die Enge Getriebene beginnt früher oder später zu Treten oder Schlagen, wenn Flucht nicht möglich ist. Dieses Stadium der Radikalisierung ist bei den Grünen nicht nur sprachlich erreicht. Sie sind die ideologischen Büchsenspanner für „Ende Gelände“, Extinction Rebellion und andere militante Fußtruppen, die in den Kohleregionen und anderswo Menschen und Polizei bedrängen. Bestehende Strukturen sollen unter dem Klimabanner möglichst schnell zerschlagen werden, um dann die Erneuerbaren als vermeintliche Retter in Position zu bringen, zu einem möglichst hohen Preis.

Oliver Krischer muss natürlich auch an seine Zweitverwendung denken und seine Prominenz steigern. Es gilt, einen gleitenden Übergang vorzubereiten, den andere vor ihm schon geschafft haben. Die frühere Vorsitzende Gundula Röstel landete im weichen Aufsichtsratssessel der EnBW, ihre spätere Nachfolgerin Simone Peter als Präsidentin beim Bundesverband erneuerbare Energien und Finanzexpertin Kerstin Andreae als Geschäftsführerin beim Lobbyverein BDEW.

Die Medien lassen Krischer den „Taliban“-Affront weitgehend ohne Echo durchgehen. Wenn Grüne pöbeln, geht das noch als Kritik durch, tut es ein anderer, ist es Hate-Speech. Hätte ein anderer Politiker, nehmen wir an von der AfD, Fraktionsmitglieder einer anderen Partei als „Taliban“ bezeichnet, wäre die öffentliche Empörung eine große gewesen.

Die Taliban-Bewegung entstand in religiösen Schulen für afghanische Flüchtlinge in Pakistan. Die Terroristen sind für ihre Rücksichtslosigkeit berüchtigt. Rücksichten nehmen auch die Grünen nicht mehr, wenn es um die Klimaweltrettung von deutschem Boden aus geht. So gesehen wäre die Bezeichnung von Oliver Krischer als „Windkraft-Taliban“ durchaus treffend.


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Kommentare ( 46 )

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46 Kommentare auf "Der „Windkraft-Taliban“ des Grünen Oliver Krischer"

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Moin, was ist das für ein Vogel?Nichts gelernt aber dumm schreien.der oberwitz ist aber,dass in seinem Lebenslauf steht das er wissenschaftlicher Mitarbeiter der grünen NRW Fraktion war.
Lieber Herr Krischer, um wissentlicher Mitarbeiter zu sein benötigt man ein wissenschaftliches Studium oder wenigstens eine abgeschlosseneBerufsausbild. Beides haben Sie nicht , **. Danke

Merkt ihr was jeder der Rechts steht ist ein Neonazi oder Rassist u. jeder der die Erneuerbaren kritisiert ist ein Taliban u. das kommt von der Partei deren Vorläufer mit SS Methoden in der RAF Zeit wahllos sogenannte Faschisten aus 50cm Entfernung in die Brust schoßen ganz wie es Che Guevara der große sozialistische Hero auch mit seine Feinden den bösen Faschisten getan hat. Natürlich waren aus Grüner SPD u. Merkel Sicht die Kommunisten niemals solche bösen Killer außer den hundert Millionen Toten Klassenfeinden aber die zählen ja nicht. Wenn Rußland u. China mal seine Archive öffnen würden u. wir… Mehr

Sie haben alles Notwendige zu dieser absolut unterirdischen Äußerung des „unvollendeten Studenten“ Krischer (einer von vielen) von den Grünen niedergeschrieben, Zustimmung in allen Punkten, lieber Herr Hennig!

Des unvollendeten Studenten Krischer find ich gut.

„Stockreaktionär“ das passt genau, denn kreativ ist das alles nicht, eher einfallslos.
Wie wäre es, die Aspiranten vor den Wahlen einen IQ-Test absolvieren zu lassen, verpflichtend? Und verpflichtend kein Zugang zu Parlamenten für Berufspolitiker ohne Beruf.
Frau Merkel was ist los mit ihrem Bundestag?

Ich finde er, dieser Krischer, paßt gut in die grüne Soße.
In der Pfalz gibt es den Begriff Krischer.
Höre ich nicht wenige aus der Soße, z.B. Hartmann, Hofreiter, Roth, z.B., dann fällt mir dieser Begriff ein.
Gerade wo man einen neuen Klima-Hysterie-Höhepunkt gewahr wird.
Da braucht es Krischer geradezu,

Also mir ringen solche Leute wie Herr Krischer schon fast etwas Erstaunen, Respekt wäre übertrieben, ab, wagen sie sich doch in Spären vorzudringen, für die ihnen jegliche fachliche Qualifikation fehlt, dennoch aber um sich keilen, als ob sie die Weißheit mit Schöpfkellen gefressen hätten. Das ist gerade so, als ob ein blutiger Fussballamateur mit der Bundesligamannschaft des 1. FC Bayern aufliefe und jeden Zuschauer bepöbelt, der an seiner schwachen Leistung etwas zu kritisieren wagt. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Krischer noch nicht einmal die grundlegendsten Gesetze der Elektrotechnik, geschweige denn Zusammenhänge in einem Energieversorgungsnetz kennt und dass er, einen… Mehr

Ein herrlich gemein formulierter, aber 100%ig zutreffender Artikel. Ich habe es mit Schadenfreude gelesen und es tat so richtig gut. Dankeschön!

Wie gut, dass wir das klargestellt haben: Windkraftgegner sind Taliban – dann sind die Leute, die sich in Afghanistan als Taliban bezeichnen, ja in Wirklichkeit überhaupt keine und können also in großen Mengen nach Alemaniyya geholt und masseneingebürgert werden!

Bitte werdet aktiv! Schreibt Eure Energieversorger an und protestiert gegen den Wahnsinn der Energiewende und gegen explodierende Preise! Ich habe es bereits getan, bei EnBW. Es gab eine automatische Antwort (Empfangsbestätigung) und noch eine weitere, dass man an einer Antwort arbeite… Wenn viele solcher Emails auf die Vorstände und Aufsichtsräte einprasseln, dann können wir etwas bewirken!

Bitte, schreibt E-Mails an Eure Versorger.

Diese grüne Luftpumpe ist eines der unzähligen Beispiel, von AnnA Lena der Kobold Bändigerin über Claudi Roth der studierten Drama Darstellerin oder der 5 Semester Theologin KGE, das grüne Biotop ist durchsetzt mit bildungsfernen Ideologen, die einzig im Dunst der eigenen Sekte ihr Dasein fristen können und sich über demokratische, dem Leistungsprinzip konträre Wege den Zugang zur Versorgung durch anderer Menschen Arbeit erschlichen haben. Erschreckend dabei ist leider, dass diesem ideologisiertem Schmarotzer-System immer mehr Leute ihre Zustimmung geben.

Sie sagen es! Aber Roth überstand, so war zu lesen, nur 1 oder eineinhalb Semester Germanistik, 1 Semester Theaterwissenschaft, 1 Praktikum, 1 In-den-Sand-Setzen einer Band. Seitdem demonstriert sie mit bei „Deutschland verrecke“! KGE überstand meiner Kenntnis nach 18 Semester Theologie, aber es reichte immer noch nicht. Ein anderer, Gefeierter, überstand nicht einmal die Schule, offensichtlich ein Tu-nicht-Gut, andere vollendeten tatsächlich ihr Studium, Hofreiter z. B., mit Promotion, logisches, an der Wirklichkeit orientiertes Denken fällt ihm sichtlich dennoch schwer! Damit ist gewiss nicht gesagt, dass ein herausgefallener Ex-Student nichts anderes fertigbringen kann, er kann ein begnadeter Handwerker, Künstler, auch Taxifahrer oder… Mehr