Warum CO2-Sparen das Gegenteil bewirkt

Wenn wir CO2 sparen und dadurch arm werden, wird weltweit noch mehr Treibhausgas in die Atmosphäre gepumpt. So leicht lässt sich ein soziales Dilemma nicht aushebeln. Wir müssen das schon schlauer angehen.

 

Die Klimapolitik der Bundesregierung mag ja gut gemeint sein – aber sie ist zum Scheitern verurteilt. Spieltheoretiker Christian Rieck erklärt, warum andere mehr CO2 produzieren, gerade weil wir sparen. Und er zeigt Auswege, wie es wirklich gehen könnte. So wie wir es jetzt anstellen, aber bewirkt die Klimapolitik das genaue Gegenteil – mehr CO2 und sinkenden Wohlstand. Denn ein Schnitzel weniger zu essen oder einen Strohhalm weniger zu verbrauchen, ist genau das falsche Signal.

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Kommentare ( 59 )

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59 Kommentare auf "Warum CO2-Sparen das Gegenteil bewirkt"

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Ein guter Artikel, keine Frage!
Nur verkennt der Autor, worum es bei der Energiewende wirklich geht.
Selbstverständlich geht es NICHT um das Einsparen von CO2:
Es geht darum, Steuern in Milliardenhöhe und Profite für Klimagewinnler (=eigene Wähler) in gleicher Höhe zu generieren.
Wenn man wirklich den CO2-Ausstoß senken wollte, müsste man z.B.
– Atomkraft ausbauen – man verbietet Atomkraft
– Diesel-Autos fördern – man verbietet Diesel
– Glyphosat fördern (vermeidet unnötiges Pflügen) – man verbietet Glyxphosat
usw. usf.

Sie meinen, sowas wie ein Frankfurter AWO-Skandal (siehe weiterer TE-Artikel) in ganz groß? Ich hoffe, Sie liegen da falsch, befürchte aber anderes.

Wir müssen endlich diesen CO2 Hoax loswerden! CO2- Vermeidung gegen Klimaveränderung ist so wirksam wie Haareschneiden gegen Grippe!!

Die Frage ist aber vielleicht nicht, was die Spieler freiwillig machen möchten, sondern wie viel Macht der übergeordnete Spielleiter hat.

der gewählte! übergeordnete Spielleiter 😉

Korrekt, man muss sich nur öffentliche Toiletten anschauen…., nach mir die Sintflut.
Das Unglaubliche ist, dass die „Entscheider“ das alles ganz genau wissen, dafür reichen vier Jahre Grundschule. Daher muss man ihnen Vorsatz unterstellen oder zumindest Duckmäusertum und Rückgratlosigkeit.
Als ob wir noch ein zweites Deutschland hätten. Am Ende will es wieder keiner gewesen sein, haben alle im Widerstand gekämpft, Verfolgte versteckt…Geschichte wiederholt sich nicht? Nein, aber sie reimt sich!

Herr Rieck geht richtigerweise von einem egoistischen Menschenbild aus, denkt es aber nicht zu Ende. Um sein Bild des Supermarktes zu benutzen: es gibt auch Ladendiebe am Gemeinwohl. Diese kappen im Moment gerade die Kabel des Notstromaggegates ( gemeint ist KKW Philippsburg ), um dafür auf das Dach Windräder stellen zu können. Nennt sich Exnovation und ist in der Theorie der „Großen Transformation“ detailliert beschrieben. Besonders gut funktioniert die Plünderung aller Supermärkte zugleich, wenn man sich den Geschäftsführer kauft. Der läßt dann schrittweise alle Notstromaggregate wegen angeblich unbeherrschbarer Brandgefahr entfernen ( Fukushima- Entscheidung Merkel 2011). Auch wenn die Beispiele etwas… Mehr

Die Klimapolitik der Bundesregierung ist insoweit „gut“ gemeint, als sich mit ihr vorzüglich neue Steuern, zu zahlen vom noch arbeitenden Pack, generieren lassen. Die „Verwerfungen“ gehen nun mal ins Geld…

Selbst wenn alle CO2 tunlichst vermeiden würden – Homo erectus verzichtete auf SUVs, Flüge, Kreuzfahrten und ist dennoch wegen eines Klimawandels vor etwas mehr als 100 Tsd. Jahren ausgestorben. Sicherlich nicht weil gerade Homo Sapiens geflogen sein sollte.

https://www.welt.de/wissenschaft/article204540160/Homo-erectus-Vor-gut-100-000-Jahren-lebte-er-auf-Java.html

https://www.xing.com/communities/posts/klimafragen-1018058139

Es lohnt sich einen Vortrag von Hans Werner Sinn zum Thema anzuhören, der unter anderem auf das „grüne Paradoxon“ eingeht, dass durch Einsparung von CO2 hier oder in Europa, falls es dazu käme, durch Verbilligung von Öl in Folge von geringerer Nachfrage in Europa das Öl woanders hingeht und mehr Verbräuche insgesamt stattfinden, falls die Ölproduzenten nicht die Fördermengen reduzieren, was sie nicht machen werden, da sie Geld verdienen wollen. Der gleichzeitige Ausstieg aus AKW´s und Braunkohle mit dem Effekt sich in der Lage zu sehen AKW-Strom aus Frankreich oder Kohle aus Polen zukaufen zu müssen korrespondiert mit dem Zwang… Mehr
Im Wesentlichen sehr gute Gedanken. Der Autor ist allerdings zu sehr Windenergie-fixiert. Selbst wenn wir, wie er fordert, jede Menge Energiespeicher gebaut hätten und durch die plötzliche Rentabilität einen Windrad-Bauboom auslösen könnten, würde das nichts nützen. Wie vom Autor Peter Heller auf TE schon dargestellt wurde, müsste man nämlich, um die gesamte Energieversorgung Deutschlands auf Wind umzustellen, landesweit auf fast jeden Quadratkilometer ein Windrad stellen. Wählt man Sonnenenergie, müsste man die Fläche Brandenburgs nahtlos mit Kollektoren zupflastern. Obendrein würden die Umwandlungsverluste bei der Energiespeicherung den Produktionsbedarf noch mal mehr als verdoppeln. Alles utopisch. Die einzige CO2-arme Energiequelle, die Deutschlands Versorgung… Mehr

Ihr Beitrag suggeriert, daß es letztlich möglich wäre, den Strombedarf mit Windmühlen zu decken. Das ist es nicht. Darüberhinaus ist Strom nur 20% dessen, was an Gesamtenergie verbraucht wird. Na sowas!

Herr Pflüger, inwiefern mein Beitrag «suggeriert, daß es letztlich möglich wäre, den Strombedarf mit Windmühlen zu decken», verstehe ich nicht. Ich schreibe dort unmissverständlich: «Alles utopisch.» Auch ist mein Thema nicht der heutige Stromanteil am Gesamtenergieverbrauch, sondern die Komplettumstellung der Energieversorgung auf Strom aus Wind und Sonne, wie es die grüne Ideologie verlangt (Auto, Heizen, Industrie usw., die wollen sogar mit Strom fliegen). Lesen Sie dazu noch mal den ausgezeichneten TE-Artikel von Peter Heller:
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/niko-paech-hat-recht-mit-seiner-postwachstumsoekonomie/

Als Staat in Sachen Klimaschutz den Vorreiter spielen zu wollen ist genauso, als würde man mit einer Menschengruppe an der Klippe stehen und sagen, wenn ich zuerst springe müsst ihr mir versprechen, dass ihr danach auch springt. hahaha

Man kann auch von Klippen oder Brücken springen, wenn man sich sicher ist und das Wasser auf ausreichende Tiefe geprüft hat. Nur bei der Energie Wende wird gesprungen, ohne zu Wissen was überhaupt kommt. Man weiss es einfach nicht. Die Energiewende ist so sinnvoll wie die eigene Heizung auszubauen und darauf zu hoffen, das andere einen mit Wärme versorgen. Und dieser Unsinn soll eine Vorbildfunktion haben. Masterplan wie man es richtig verbockt, ist das.