Ein polizeibekannter islamistischer Gefährder rast in den Berliner CSD. Zwei Tage später äußert man beim ZDF eine Theorie: Werden Anschläge vor Wahlen gesteuert, um der AfD zu helfen? Wie die Rumpelstilzchen vom Märchenberg dabei helfen, Staatsversagen in Verschwörungsgold zu spinnen:
Screenprint: ZDF/heute journal
Der Fahrer des Mordfahrzeugs war den Behörden bekannt. Ballout galt als islamistischer Gefährder, wollte zum IS. Er wurde observiert, die Überwachung jedoch zurückgefahren. Dann raste er mit einem Fahrzeug in den Berliner Christopher Street Day und griff Menschen an.
Das ZDF interessierte sich am Montagabend für ganz was feines anderes. Im „Heute Journal“ fragte Christian Sievers Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: „In Berlin wird bald gewählt: Die Abstände solcher Attentate und den jeweils nächsten Wahlterminen sind auch in der Vergangenheit häufig schon sehr kurz gewesen. Sehen Sie da einen Zusammenhang oder ist das ein völlig grundloser Verdacht?“
Welcher Zusammenhang gemeint war, blieb vorsichtig im Halbdunkel. In den sozialen Medien kursiert seit islamistischen Anschlägen vor der Bundestagswahl 2025 die Behauptung, fremde Mächte könnten solche Taten fördern oder steuern, um Deutschland zu destabilisieren und die AfD bei Wahlen zu stärken. Als mutmaßlicher Strippenzieher wird bevorzugt Russland eingesetzt. Aus dem islamistischen Attentäter wird auf diesem Umweg ein ferngesteuerter Wahlkampfhelfer der AfD.

Dobrindt wies die Spekulation zurück. Es gebe bislang keine erkennbaren Muster, die auf eine gezielte Steuerung hindeuteten. Gefühle und Verdachtsmomente reichten für eine solche Behauptung nicht aus. Der Innenminister blieb damit näher an den Fakten als sein öffentlich-rechtlicher Gesprächspartner.
Die Theorie wandert damit aus den einschlägigen Netzblasen in die Studios großer Sender. Dort wird sie mit dem journalistischen Fragezeichen dekontaminiert und einem Bundesminister vorgelegt. Die Redaktion behauptet ja nichts, sie fragt doch nur, ob dunkle Kräfte vielleicht Anschläge bestellen, damit die AfD ein paar Prozentpunkte gewinnt. So verwandelt sich politische Phantasie in eine angeblich offene Frage.
Beim ZDF besitzt diese Erzählung bereits Tradition. Im April 2025 präsentierte „Terra X History“ russische Internet-Suchanfragen, die vor den Anschlägen von Mannheim und weiteren Gewalttaten erfolgt sein sollen. Der Sender sprach von möglichem „Täterwissen“, verwies auf Suchbegriffe wie „Michael Stürzenberger erstochen“ und stellte die Frage nach russischer Einflussnahme. Beweise für eine russische Urheber- oder Mittäterschaft gab es ausdrücklich nicht. Das hielt das ZDF aber noch lange nicht davon ab, Putins Geheimdienste ausgiebig in die Kulisse zu stellen. Und es bleibt nicht nur bei den zuvor genannten Gelegenheiten. Der Chronist dieses galoppierenden ZDF-Wahnsinns, Florian Gallwitz, hält diese Bonmots immer wieder für die Nachwelt fest.
— Florian Gallwitz (@FlorianGallwitz) July 27, 2026
Die wirkliche Spurensuche wäre unangenehmer. Nach Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR wurde der spätere Attentäter noch rund eine Stunde vor der Tat beim Verlassen seines Hauses gefilmt. Die Behörden hatten die Haustür zuvor ständig überwacht. Nach zehn Tagen wurde die engmaschige Observation zurückgefahren, auch wegen fehlender Kräfte. Der Gefährder ging, der Staat sah zu und verlor ihn aus den Augen.
Dobrindt fordert nun elektronische Fußfesseln und Präventivhaft. Bei realen radikalislamischen Gefährdern solle zudem nicht mehr das Jugendstrafrecht angewandt werden. Ah so. Achtung, er fordert. Das bedeutet noch lange nicht, dass eine Umsetzung dann auch tatsächlich erfolgt. Zudem hat der Herr gerade mehr mit der Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes und der massiven Ausweitung des Verfassungsschutzes zu tun, der gegen jeden kritischen Bürger aka Regierungskritiker aka Brandmauergefährder in Stellung gebracht werden kann.
Der Bundesinnenminister entdeckt nach jeder Katastrophe die Instrumente, die vorher angeblich fehlten. Und nach jedem neuen Anschlag stellt man fest, dass davon nicht immer nichts umgesetzt wurde. Gott sei Dank gibt es die Onkel beim ZDF, die einen Politiker im Anschluss seltenst darauf festnageln, was dieser vor Wahlkämpfen mal versprochen – und dann wieder nicht gehalten hat. Die politische Routine ist inzwischen bekannt: Erst bewegt sich der Gefährder frei durch Deutschland, anschließend bewegt sich ein Minister mit Betroffenheitsmine vor die Kameras.
Auch beim ZDF folgt man nur den eingeübten Reflexen. Nur wenige Minuten vor dem Anschlag hatte Dunja Hayali im „Heute Journal“ über die Gefahren für Homosexuelle gesprochen. Als Bedrohung nannte sie den Anstieg der Queerfeindlichkeit und Rechtsextremisten. Der Islamismus kam in dem Beitrag als Gefahrenquelle nicht vor. Kurz darauf fuhr ein behördenbekannter Islamist in die CSD-Besucher.
Warum genau profitiert die AfD also von jedem neuen islamistischen Anschlag? Es ist dann doch etwas anders, als man am Märchenberg sich selbst und den Zuschauern klarmachen will. Es gelingt ihr deswegen von Terroranschlägen zu profitieren, weil die übrigen Parteien das Problem über Jahre geschaffen und verschärft haben und nun versuchen, die gesellschaftlichen Verwerfungen mithilfe von Hofstaatmedien zu verdrängen und vertuschen. Die AfD kann deshalb politisch von bekannten radikalislamischen Gefährdern profitieren, weil rotschwarzgrün unterwanderte Justiz es eben diesen radikalislamischen Gefährdern ermöglicht, sich in Deutschland auf freiem Fuß zu bewegen. Die AfD kann von einem kolossalen Behördenversagen und einer Politik profitieren, die nach jedem Ermordeten wieder einmal „lückenlose Aufklärung“ ankündigt, bei welcher dann fast immer rauskommt: dieser Mensch hätte gar nicht mehr im Land sein dürfen. Die AfD kann deswegen profitieren, weil die durchgepamperte Lieblingsklientel von Schwarzrotgrün (und ihre erhofften zukünftigen Wähler) nunmehr an jedem Tag unvermittelt jeden Menschen im Land angreifen und dabei immer öfter tödlich verletzen kann – und weil das bei sehr, sehr vielen auch genau die erklärte Absicht ist (die man ihnen dann auch noch, große, alte, weiße Kolonialmacht, die man einmal war, abspricht, indem man sie in die Klapse steckt). Die AfD kann darum profitieren, weil die gesellschaftlichen Verwerfungen jeden Tag sichtbarer werden und jeden Tag Schneisen der Verwüstungen durch Städte und Gemeinden ziehen. Größere, kleinere, die aber zum kontinuierlichen Grundrauschen geworden sind – und mitsamt aller ihrer Folgen auch in ihren Portemonnaies angekommen, da sie gezwungen sind, für diesen ganzen Bums zu bezahlen. Und die Leute haben die Fresse dick –––––> bis obenhin!
Waaaaaaahnsinn, oder? Und jetzt kommt’s: Dafür braucht es keinen russischen Einsatzplan. Es genügt das Handeln deutscher Regierungen gegen die klaren Interessen und Wünsche der eigenen Bevölkerung, Deutsche, Deutsche mit Migrationsgeschichte ebenso wie integrierte Zugewanderte.
Da die Massenmigration aber partout auch weiter aus mit unserer Gesellschaft völlig inkompatiblen Teilen der Welt kommen muss und hier große Gegengesellschaften bildet, steht Schwarzrotgrün jetzt bis Oberkante Unterlippe in der eigenen Scheiße, die sie selbst für alle Menschen im Land zusammengerührt hat.
Wer nach einem islamistischen Terroranschlag zuerst darüber nachdenkt, ob dieser der AfD nützen könnte, offenbart seine eigenen Prioritäten und wie der große Denker Wolfram Weimer es wohl nennen würde: Kopfpilz.
Das ZDF hebt Verschwörungstheorien nunmehr in die Hauptnachrichten. So es den Mächtigen genehm ist und glitzert. Der Gebührenzahler finanziert inzwischen sogar die Aluhüte des Märchenbergs.






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Apropos, der Macher des Films „Citizen Vigilante“ Uwe Boll schrieb gerade, dass 94 % der Zuschauer seinen Film über Migration gut fanden, aber nur 11% der Journalisten.
Noch Fragen?
… Wir brauchen einen neuen Geist der Aufklärung. Altparteien sind finsterstes Mittelalter.
Ja, Islamisten sind jetzt „rechtsextrem“ und deshalb können die Linken gar nicht genug Moslems aus Islamistan nach Europa holen… Finde den Denkfehler!
Beim ÖRR ist das DDR-Fernsehen ein Vorbild…
„Wie die Rumpelstilzchen vom Märchenberg dabei helfen, Staatsversagen in Verschwörungsgold zu spinnen:“ Frau Taxidis, Ihre Artikel sind wie immer zum Niederknien!
Ich bin wahrlich kein Mathe-Ass, aber wenn in 1460 Tagen (4 Jahren), 17 Landtags- und Bundestagswahlen stattfinden, dann liegen rein rechnerisch nur 86 Tage, oder weniger als 3 Monate, zwischen den Terminen. Es gilt also nach der Wahl ist vor der Wahl.
Jaaa, aber da sind Sie wieder bei dem MINT-Problem der allgem. Linken. DER Feind (natürlich neben allen normal Denkenden und der Realität) dieser Ideologie, so wie die vier Jahreszeiten bei der Bahn!
Wer kennt die engen Verflechtungen von AFD und IS nicht? Nun öffentlich. Guter Journalismus, ZDF. Beeindruckend.
Man kann nur hoffen, dass die oben genannten Journalisten die psychiatrische Hilfe bekommen, die sie ganz klar benoetigen.
Erhoffen Sie nichts – denn die Therapeuten sind ähnlich infiziert wie die ihnen überlassenen Patienten. Besonders hinsichtlich der Therapie der im Islam sozialisierten verspüren sie geradezu eine Allmachtsphantasie, die durch nichts gerechtfertigt werden kann.
Denn „austherapierte“ und dann „Apostaten“, auch „Abtrünnige“ genannte Schützlinge sind in der Ideologie des Todes: https://www.zukunft-ch.ch/wp-content/uploads//2019/04/Zukunft-CH-Infoblatt-Apostasie-im-Islam.pdf?pid=15774
Die sind nicht ganz richtig im Kopf! Pure Verzweiflung trieft da aus allen Poren! Was für Schwurbler!
Derweil sich auf Al Jazeera die Jubel Kommentare überschlagen.
https://report24.news/good-news-so-abartig-feiern-al-jazeera-leser-den-islamistischen-anschlag-auf-den-csd/
Eine Distanzierung zum Anschlag seitens moslemischer Organisationen ist mir bisher nicht aufgefallen.
Es ist wohl Krieg und wir haben es nicht bemerkt.
Und der sich in Thüringen inzwischen auch so was wie einen „Islamistenbart“ hat wachsen lassen bescheidet uns:
https://www.welt.de/regionales/thueringen/article6a67419eb5090c8e581ee0dd/verfassungsschuetzer-herkunft-kein-terror-gefahrenindikator.html
Genosse von Bas, oder?
Es gibt in Deutschland 16 Landtagswahlen, Bundestagswahl und Europawahlen.
Weil deshalb immer eine Wahl ansteht, ist das auch nicht auffällig, sondern liegt in der Natur der Sache.