Die Innenminister der Länder wollen sich für einen möglichen Wahlsieg der AfD im Herbst wappnen. „Offiziell“ soll die AfD bei der Konferenz jedoch kein Thema sein. Werden Pläne, einen möglichen AfD-Innenminister von wichtigen Informationen und Verfahren auszuschließen, dann also „inoffiziell“ bei der Kaminrunde im Hinterzimmer geschmiedet?
picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
Die Innenminister der Länder bereiten sich auf einen möglichen Wahlsieg der AfD bei den Landtagswahlen im Herbst vor. Sollte die Partei in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern künftig den Innenminister stellen, könnte die bisherige Einstimmigkeit in der Innenministerkonferenz abgeschafft werden. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Länderkreise.
Bislang trifft die Innenministerkonferenz ihre Entscheidungen einstimmig. Nach den Überlegungen mehrerer Länder soll diese Praxis geändert werden können, sobald ein AfD-Politiker an der Konferenz teilnimmt. Damit würde eine Regel zur Disposition gestellt, die bisher für sämtliche Landesinnenminister gleichermaßen gilt.
Darüber hinaus wird laut „FAZ“ erwogen, die bisherige Unterrichtung der Innenminister durch die Sicherheitsbehörden vollständig zu streichen oder einem AfD-Innenminister den Zugang zu diesen Informationen zu verweigern. Für die Bewertung sei entscheidend, ob der betreffende Minister als rechtsextrem einzustufen sei oder nicht, hieß es aus einem westdeutschen Bundesland.
Am Mittwoch beginnt die Innenministerkonferenz in Hamburg. Offiziell soll die AfD dort kein Thema sein. Der Sprecher des Hamburger Innensenators Andy Grote von der SPD erklärte, es seien dazu keine Beschlüsse geplant. Auch auf der Tagesordnung findet sich der mögliche Umgang mit einem AfD-Innenminister nicht.
Der hessische Innenminister Roman Poseck von der CDU sagte der „FAZ“: „Die AfD ist nicht unser ‚weißer Elefant‘ im Raum.“ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von der CSU wollte sich an den aus seiner Sicht spekulativen Szenarien ebenfalls nicht beteiligen. Eine Diskussion nach dem Muster „Was wäre, wenn“ halte er für völlig fehl am Platz, hieß es aus seinem Ministerium.
Andere Teilnehmer rechnen dagegen damit, dass der Umgang mit einem möglichen AfD-Wahlsieg durchaus zur Sprache kommen wird. Gelegenheit dazu könnte die Kaminrunde am Donnerstagabend bieten, bei der die Innenminister abseits der offiziellen Tagesordnung miteinander beraten.
Thematische Schwerpunkte der Konferenz sind die zivile Verteidigungsfähigkeit und die Abwehr hybrider Bedrohungen. Erstmals nimmt deshalb auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD an der Innenministerkonferenz teil.
Nach dem Willen der Innenminister soll Deutschland auch im zivilen Bereich abwehrbereit werden. Verabschiedet werden soll ein „Fahrplan Zivile Verteidigungsfähigkeit“. Dieser soll das Land bis 2029 widerstandsfähiger machen und gewährleisten, dass etwa die kritische Infrastruktur auch im Falle eines Konflikts weiter funktioniert.
Die Angst vor der AfD scheint immer mehr in Panik umzuschlagen. Es klingt widersprüchlich, wenn die AfD laut hessischem Innenminister Poseck kein „Elefant im Raum“ sei, sie aber offiziell bei der Innenministerkonferenz kein Thema sein soll. Gleichzeitig stehen fragwürdige Sonderregeln im Raum, wie etwa der Ausschluss eines AfD-Innenministers von relevanten Sicherheitsinformationen, wenn er als „rechtsextrem“ zu bewerten ist. Sollen solche Maßnahmen also inoffiziell beschlossen werden?
Zudem stellt sich wieder einmal die Frage: Wer soll nach welchen Kriterien bewerten oder entscheiden, ob „der betreffende Minister als rechtsextrem einzustufen“ ist? Und sollte man nicht davon ausgehen können, dass sich jemand, der es bis zum Innenminister geschafft hat, zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennt?
Einen ähnlichen Vorgang beschreibt TE-Autor Klaus-Rüdiger Mai in Bezug auf die Justiz: Justizministerin Hubig plant, die Wahl von Schöffen neu zu regeln: Weil angeblich die Gefahr einer Unterwanderung der Justiz durch Rechtsextreme besteht, sollen Schöffen stärker auf ihre Verfassungstreue hin überprüft werden. Eine „Schöffen-Stasi“, so Klaus-Rüdiger Mai, deren Einführung dem Grundgesetz fundamental widerspreche. Bürger wie Politiker werden unter Generalverdacht gestellt, systematische Überprüfung wird mit der „Gefahr von rechts“ legitimiert: Wird es analog auch eine „Landesminister-Stasi“ geben?
Dass derartige Pläne überhaupt diskutiert werden, beweist, dass das Demokratieverständnis in der Politik sichtlich abgenommen hat. Hier werden demokratische und freiheitliche Strukturen und Regelungen unterminiert und torpediert, ausgerechnet im Namen der Demokratie: Deutschland, ein Land auf dem Weg in die Demokratur?

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So richt verinnerlicht haben es wohl die dreutschen Politiker nicht, was man rein rechtlich unter „Demikratie“ versteht. Sie selbst sind nicht anderes als gutbezahlte Dienstleister der Bürger. Ihre zur Schau gestelle Gutherrenart steht ihnen nicht zu.
Ich weiß genau, was denen zusteht.
Da haben Sie unfreiwillig ein neues, treffendes Wort erfunden. „Demikratie“ – genau, das ist nur noch eine halbe Demokratie hier in Absurdistan…
Mit der Bitte um Entschuldigung. Ich habe es übersehen, da ich selten nachlese. Ihre Interpretation ist mit Abstand eine tolle Interpretation.
Mir war gestern der Tippfehler „Demikratie“ ebenfalls ins Auge gefallen, allerdings war mir der Bezug zu demi=halb gar nicht in den Sinn gekommen,ist aber eine wirklich interessante Auslegung! Ich hatte stattdessen geschrieben, es könne in absehbarer Zeit auch durchaus eine „Dhimmikratie“ daraus werden, nämlich bei einer Machtergreifung der Muslime, für die wir dann alle Dhimmis wären. Leider ist dieser Kommentar wieder einmal spurlos in den Weiten der Moderation verschwunden…. Vor dieser Art der Machtergreifung scheinen allerdings die Vertreter von “Unsere Demokratie”™ weit weniger Angst zu haben, als vor den Schwefligen und dem Leibhaftigen in Person von Björn Höcke. Auch hier in… Mehr
Panische Angst, Höllenangst, Todesangst steht diesen Politikern ins Gesicht geschrieben ❗
Was sie allerdings keineswegs hindern wird am Kamin – wie und wo auch immer – Absprachen/Regelungen zu vereinbaren die man nicht unbedingt als „streng demokratisch“ betrachten muss.
Vor allem sind die Innenminister verpflichtet, ein Protokoll über ihre Besprechungen und über gefaßte Beschlüsse zu führen. Mauscheleien am Kamin sind in einem Rechtsstaat unzulässig. – Wahrscheinlich sind diese Konferenzen so uninteressant, daß die Teilnahme sowieso nicht lohnt. „Die Zahl der Döp-Sänger hat zugenommen…“ Wen interessiert das Gesülze von Beton-Stalinisten?
Wenn man uns als Besatzungsgebiet betrachtete ist das mit dem Rechtsstaat hinfällig.
Was aber gilt dann?
Glauben sie etwa, dass die Damen und Herren und … sich haargenau an Protokollierungspflicht und Mauscheleiverbot halten werden???
Demokratur?
Was soll das sein?
Wir brauchen kein neues Wort, wir können es nennen, wie es ist:
DIKTATUR.
Da sind Wahlen nur noch eine Demonstration für eine nicht mehr existente Demokratie.
Demokratiesimulation oder Fassadendemokratie ?!. Beide Begriffe treffen ins Schwarze.
Wir ethnischen Deutschen befinden uns im Endkampf: Auf der einen Seite das Besatzerkonstrukt BRD (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25), das mittels physischer sowie psychischer Gewalt die sogenannte „Neue Weltordnung“ einführen möchte (https://www.epochtimes.de/politik/ausland/die-neue-weltordnung-ist-der-weltkommunismus-a2191312.html) sowie auf der anderen Seite unser Volk als Abstammungsgemeinschaft (symbolisiert durch die BRD-Partei AfD), das diese nachvollziehbar ablehnt (https://www.epochtimes.de/wissen/der-dunkle-ursprung-des-kommunismus-satanismus-illuminaten-und-ihr-hass-auf-die-welt-a2065872.html) und stattdessen die christliche Gesellschaftsordnung bewahren möchte – dass unser Volk in diesem Kampf obsiegen wird, weiß im Grunde auch das Besatzerkonstrukt BRD, das sich (noch) weigert, dessen Niederlage einzuräumen!
Schon der linksextremistische Sozialist Adolf Hitler hat mit seiner NSDAP immer wieder Sonderregelungen angeordnet um jegliche Opposition kaltzustellen.
„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
Bertolt Brecht
Interessanter Hinweis zu diesem Zitat: kirchen-im-dorf-lassen.de/gottesdienste/test/03-04-22-wo-recht-zu-unrecht-wird/ „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber zu Verbrechen.“Predigt vom 3.4.2022 Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da sein wird. Wir sind heute in Lützerath, weil das Oberverwaltungsgericht Münster am Montag sein Urteil verkündet hat. Die „vorzeitige Inbesitznahme“ durch RWE, und damit die Erlaubnis für RWE, zu roden, zu räumen, Häuser abzureißen, entspricht dem Urteil nach den Gesetzen. Die Richter haben „Recht“ gesprochen – ein Recht, das wir zutiefst als Unrecht empfinden. „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Diese… Mehr
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott!“
Theodor Körner
Wahrlich , wahrlich , ich sage euch :
Das wird nicht gut gehen !
Niemals !
Es wird richtig böse enden !
> Hier werden demokratische und freiheitliche Strukturen und Regelungen unterminiert und torpediert, ausgerechnet im Namen der Demokratie: Deutschland, ein Land auf dem Weg in die Demokratur?
Mit soviel Unserer Demokratie müsste man das Land künftig als Deutsche Demokratische Republik bezeichnen? Gab es da nicht was?
Sonderregelung gegen die funktionierende Demokratie
Ja, mit „Sonder“ haben es die Halbdemokraten besonders. Damit sichern sie „Unsere Demokratie“ gegen den politischen Wechsel ab.
Und solange die CDU bei den linksgrünen Semidemokraten mitläuft und mitmacht, haben die Linksgrünen das politische Geschehen im Griff. Das außerparlamentarische Geschehen mit Hilfe von NGOs, der sogenannten Zivilgesellschaft und dem ÖRR sowieso.
Es wird schwer für die AfD, diese verfestigten Machtsrukturen aufzubrechen und unser Land wieder zur funktionierenden Demokratie zurückzuführen.
Wenn ich durch demokratische Wahlen nichts mehr aendern kann, dann heisst das doch im Umkehrschluss man muss die Verantwortlichen aus ihrem Elfenbeinturm herauspruegeln oder ?