Sachsen hat seine Schulkinder durchgetestet und eine Positivenquote von ganzen 0,02 Prozent gefunden. Dennoch werden die Regeln jetzt bundesweit angezogen. Dem Berliner Senat unterläuft dabei ein mindestens peinlicher Fehler.
IMAGO / Photopress Müller
Berlin steht immer an der Spitze des Fortschritts – meistens an der Spitze des Fortschreitens in Absurditäten. Und so ist der Hauptstadtstaat das erste Bundesland, welches eine harte 2G-Regelung einführt. Während andere Länder wie Hamburg, Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz 2G-Regelungen eingeführt haben oder planen, enthalten diese eine Reihe von Ausnahmen. Nicht so in Berlin. Dort soll für mehr als drei Millionen Menschen gelten können: geimpft, genesen – oder geächtet. Veranstalter sollen vor allem Ungeimpfte gezielt ausschließen dürfen. Was man damit anrichtet, merkt man in Berlin natürlich erst, wenn es zu spät ist. Kurz nachdem der Senat die 2G-Regelung einführt, kommt bereits Kritik aus den dortigen Regierungsparteien auf. Rot-Rot-Grün bemerkt: Sie haben die Kinder vergessen.
Mal wieder tragen die Kinder also eine besonders schwere Last in der Pandemiepolitik – und müssen unter harten Maßnahmen gegen ein Virus leiden, welches sie kaum selbst betrifft, geschweige denn gefährdet. Wie wenig Kinder überhaupt von Corona betroffen sind, zeigt dieser Tage der Freistaat Sachsen. Um das Covid-Risiko für Schüler zu verringern, hat Sachsen zu Schulbeginn eine Million Tests durchgeführt.



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