Merz reist in die Golfregion, die darauf wartet, was Trump gegen den Iran tut

Gestern hielt Kanzler Merz in Eschborn beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse eine Rede zu Europas Wettbewerbsfähigkeit und Geopolitik. Heute empfängt er ab 11:11 Uhr Karnevalisten im Bundeskanzleramt. Morgen tagt das Bundeskabinett, bevor Merz nachmittagsin die Golfregion startet.

TOR. Die Mehrheit der Bundesbürger ist für die Teilnahme der Nationalmannschaft im Sommer. 71 Prozent sind laut Forsa (für Stern und RTL) gegen einen Straf-Boykott von Trump, 24 Prozent dafür. Zieht man von den 24 jene ab, die gegen das Fußballgeschäft sind oder denen Fußball egal ist, ohne dass sie es sagen, dürfte die verbleibende Zahl von etwas über oder unter 20 Prozent die Zahl der bedingungslos Gehorsamen in Deutschland sein. Die Ablehnung des Boykotts ist in Ost und West und über alle Altersgruppen hinweg ähnlich niedrig. Anhänger von Union, SPD und AfD sind mehrheitlich dagegen. Grüne und SED-Die Linke Wählenwollende sind zu 44 und 48 Prozent – also je fast zur Hälfte – für Boykott.

Wann darf die Bundesversammlung genannte Funktionärszusammenkunft des Parteienstaats die von ihm bestimmte Person als Bundespräsident abnicken? Bundestagspräsidentin Klöckner wird „bis Mitte März ein Datum benennen, zu dem sie die Bundesversammlung im Jahr 2027 einberuft“. Sagte ein Bundestags-Sprecher (Bild). Der Termin liege im Regelfall „in einem Zeitraum von 30 Tagen bis acht Wochen vor Ablauf der Amtszeit des Bundespräsidenten“. – Na, dann auf zur Klöckner-Ausrufung.

In D nichts Neues. Gestern hielt Kanzler Merz in Eschborn beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse eine Rede zu Europas Wettbewerbsfähigkeit und Geopolitik. Heute empfängt er ab 11:11 Uhr Karnevalisten im Bundeskanzleramt. Morgen tagt das Bundeskabinett, bevor Merz nachmittags in die Golfregion startet.

Wie es steht. Gerhard Mey sagt es Ihnen: »„Wer nicht am Tisch sitzt, steht auf der Speisekarte.“ Deutschland steht auf der Speisekarte. Und ist selbst dabei, sich in mundgerechte Häppchen zu schneiden. Letzte Woche in Davos zeigte sich diese Wahrheit erneut. Während die USA und China knallharte Realpolitik betreiben, spielt Deutschland weiter brav „Regelpolitik“. Glaubt tatsächlich noch, dass sich alle an Spielregeln halten. Die Amerikaner machen, was sie wollen. Die Chinesen dominieren den Weltmarkt – und wurden vom Kunden zur Konkurrenz Und D? Diskutiert über Lieferkettengesetze und Verbote für alles, was nicht bei DREI auf den Bäumen ist.“«

Kemfern statt Fringsen. In klirrender Kälte nach dem Krieg mussten die Leute in ihrer Not Kohlen aus Transportzügen klauen. Fringsen hieß das, weil der volksnahe Kölner Kardinal Frings solchen Notdiebstahl für moralisch erlaubt erklärte. In diesen Tagen ruft Energiepäpstin Kemfert (DIW) wegen der niedrigen Füllstände deutscher Gasspeicher das Volk zum Gassparen auf.

Mehr Kohle, nicht weniger. Die weltweite Kohlenachfrage 2025 hat laut Internationaler Energieagentur (IAE) einen neuen Höchststand erreicht. Der Gesamtverbrauch belief sich auf über 8,8 Milliarden Tonnen, ein Anstieg von 0,5 % gegenüber 2024. Die USA verbrauchten mehr Kohle zur Stromerzeugung, China, weltweit größter Kohleverbraucher, stellte ebenfalls einen neuen Rekord auf. Die IAE wertet 2025 als Höhepunkt der Kohlenutzung, doch das tat sie wiederholt und lag jedes Mal falsch. Kohle wird nicht schrittweise abgeschafft, ganz im Gegenteil: Der weltweite Verbrauch steigt weiter.

Kälte-Periode. »Zivilisationen und Reiche blühten in der milden Welt der heutigen Holozän-Warmzeit über 11.700 Jahre hinweg. Die Temperaturen waren in diesen Jahrtausenden so hoch oder sogar höher wie heute (z. B. in der römischen und mittelalterlichen Warmzeit). Die heutigen kühleren Temperaturen bedeuten keine „Klimakrise“. Die Erde befindet sich in einer der kältesten Perioden ihrer 4,6 Milliarden Jahre alten Geschichte.«

Die Ausdehnung des Antarktis-Meereises liegt seit 1979 über dem Durchschnitt und hat seit  Al Gore’s Apokalypse-Botschaft in seinem Science-Fiction-Film vor 20 Jahren um 23 Prozent zugenommen.

»Seit 2023 ist das antarktische Meereis um 1,2 Millionen Quadratkilometer gewachsen – ein Zuwachs von 50 % innerhalb von nur drei Jahren. „Experten“ können diese erstaunliche Erholung nicht erklären, da Modelle lediglich einen Rückgang vorhersagen.«

Nehmen die Klimamodellierer für ihre Katastrophenbilder nur die Daten aus dicht besiedelten urbanen Zonen? Den Wohngebieten der grünen Bobos und Wokos?

Hans-Werner Sinn: »Die schlimmste Entscheidung war die Ideologisierung der Umweltpolitik, mit dem Ziel den fossilen Energieverbrauch auf Null zu reduzieren, was eine Politik der erzwungenen Deindustrialisierung ist.«

Wo gewählt wird, geht es gegen die Woken aus. Laura Fernández gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Costa Rica – ihr Wahlprogramm ähnelt dem des salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele. Sie versprach, ein eigenes Gefängnis (CECOT) zu errichten, um unzählige Kriminelle einzusperren, wie es Bukele getan hatte.

Iran. Die Stimmen werden mehr und lauter, die fragen, President Trump, worauf warten Sie im Iran? »Menschenrechtsgruppen warnen vor einem stillen Massaker in iranischen Haftanstalten, wo Gefangene Berichten zufolge mit tödlichen Injektionen unbekannter Chemikalien getötet werden, während verwundete Demonstranten in Krankenhausbetten hingerichtet werden.«

»Die gewaltsame Niederschlagung der landesweiten Massenproteste durch das Mullah-Regime ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe. Sie ist eine nationale Sicherheitsbedrohung, die Washington nicht länger ignorieren kann. Wenn ein Staat Massengewalt und Informationsblockaden einsetzt, um sich selbst zu erhalten, wird er dadurch nicht stabiler, sondern gefährlicher … Wenn ein Regime Massenzensur durchsetzen, groß angelegte Repressionen durchführen kann und dabei nur geringe Konsequenzen befürchten muss, lernen andere autoritäre Akteure, dass Brutalität geht. Dies untergräbt die Abschreckung in der gesamten Region und schwächt die Glaubwürdigkeit westlicher Verpflichtungen. Die USA sollten mit einer integrierten Strategie reagieren, nicht mit vereinzelten Erklärungen.« 

Tousi TV: »Drohnen der Islamischen Republik verfolgen aktiv die USS Abraham Lincoln im Golf von Oman und im Arabischen Meer. Offiziell sind ihre Absichten unklar. Inoffiziell versuchen sie, US-Militäreinrichtungen aufzuspüren, angeblich mit Unterstützung aus Peking, unter anderem durch den Einsatz eines chinesischen Spionageschiffs im selben Gebiet.«

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