27 EU-Kommissare reichen der Führungsspitze in Brüssel offenbar nicht: Nun soll auch Nicht-EU-Mitgliedern zugestanden werden, Kommissars-Posten zu besetzen - weitere Kommissar-Posten für Albanien und Montenegro sind in Planung. Die monatlichen Kosten pro Kommissar-Kabinett: bis zu 250.000 Euro.
Imago Anadolu Agency
Etwas mehr als 29.000 Euro erhalten die EU-Kommissare monatlich und dürfen diesen Bezug auch noch zu ausgezeichneten Bedingungen versteuern: Deutschland stellt keinen EU-Kommissar, weil Ursula von der Leyen als Präsidentin die Kommission leitet, Österreichs Ex-Finanzminister Magnus Brunner ist EU-Kommissar für Inneres und Migration, der Däne Dan Jørgensen ist etwa für Energie und Wohnbau zuständig – die weiteren Kommissare finden Sie am Ende dieses Berichts.
Jeder EU-Kommissar hat dann auch Dutzende Mitarbeiter, deren Bezüge lassen das Budget für ein Kabinett auf bis zu 250.000 Euro im Monat steigen, im Jahr verursacht also ein Kommissars-Kabinett dann mehr als drei Millionen Euro. Bei 27 derartigen Abteilungen entstehen Jahreskosten von 81 Millionen Euro für die europäischen Steuerzahler – allein für dieses Führungsteam der Europäischen Union.
Zwei EU-Kommissare zusätzlich
Jetzt sollen noch zwei Kommissar-Jobs dazukommen, zitiert das Brüsseler Portal Rapporteur aus internen Entwürfen der Kommission: Beitrittskandidaten wie Albanien und Montenegro sollen schon vor der förmlichen Mitgliedschaft enger in die Institutionen der Union eingebunden werden und jeweils einen Kommissars-Job erhalten – also kommen nochmals etwa 500.000 Euro monatlich für deren neue Kabinette dazu.
Und das wäre ein historischer Bruch mit der bisherigen Praxis: Bislang haben ausschließlich Vollmitglieder das Recht, einen Kommissar zu stellen. Nach den von Rapporteur zitierten Dokumenten könnte ein solcher Kommissar an Sitzungen des Kollegiums teilnehmen und an der Ausarbeitung von Rechtsakten mitwirken, soweit die Sache den Beitrittsstaat betrifft. Autonomie, Kollegialität und kollektive Verantwortung der Kommission sollen unangetastet bleiben. „Die Kommission hält es für angemessen zu prüfen, ob ein Staat im Beitrittsprozess in diesem Zeitraum ebenfalls einen Kommissar benennen könnte“, heißt es in diesem internen Papier. Parallel dazu könnten die beiden Kandidaten Albanien und Montenegro, wie schon bei früheren Erweiterungen, nach der Vertragsunterzeichnung Beobachter ins Europäische Parlament entsenden.
EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos sprach bereits von einem „Herbst der Erweiterung“ und nannte 2026 ein Erweiterungsjahr: In den ersten neun Monaten seien mehr Verhandlungskapitel eröffnet oder geschlossen worden als in jedem anderen Jahr der vergangenen 25 Jahre. Montenegro könne die Verhandlungen bald abschließen und bei politischem Willen der Mitgliedstaaten 2028 beitreten, Albanien wäre in diesem Prozess am weitesten.
Kritik an den Mehrkosten
Die Patrioten und die österreichische FPÖ reagierten bereits auf die aufgedeckten Planungen für noch mehr Führungspersonal in Brüssel. So schrieb der österreichische EU-Parlamentarier Harald Vilimsky dazu in einer Aussendung: „Dieser Plan ist völlig absurd. Ein EU-Kommissar ist Teil der politischen Führung der Europäischen Union. Wer nicht Mitglied der Europäischen Union ist, hat dort auch keinen Kommissar zu stellen. Alles andere wäre eine Mitgliedschaft durch die Hintertür und eine weitere Aufweichung klarer Regeln. Der Plan muss genau in die andere Richtung gehen: WENIGER EU-Kommissare, keinen einzigen mehr als notwendig. Und schon gar keine Kommissare aus Ländern, die noch gar nicht Mitglied der Europäischen Union sind.“
Die meisten dieser 27 EU-Kommissare sind nicht ganz so bekannt – hier die aktuelle Namensliste: Teresa Ribera, Spanien, für „Sauberen, gerechten und wettbewerbsfähigen Umgang“, Henna Virkkunen, Finnland für „Tech-Souveränität, Sicherheit und Demokratie“, Stéphane Séjourne, Frankreich, für „Wohlstand und Industriestrategie“, Kaja Kallas, Estland, Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Roxana Mînzatu, Rumänien, „Soziale Rechte, Kompetenzen, gute Arbeit und Vorsorge“, Raffaele Fitto, Italien, „Kohäsion und Reformen“, Maroš Šefčovič, Slowakei, für „Handel und wirtschaftliche Sicherheit, interinstitutionelle Beziehungen und Transparenz“, Valdis Dombrovskis, Lettland für „Wirtschaft und Produktivität, Umsetzung und Vereinfachung“, Dubravka Šuica, Kroatien, für „Mittelmeer-Agenden“, Olivér Várhelyi, Ungarn, für „Gesundheit und Tierschutz“, Wopke Hoekstra, Niederlande, „Klima, Netto-Null und sauberes Wachstum“, Andrius Kubilius, Litauen, für „Verteidigung und Raumfahrt“, Marta Kos, Slowenien, „Erweiterung der EU“, Jozef Síkela, Tschechien, „Internationale Partnerschaften“, Costas Kadis, Zypern, für „Fischerei und Ozeane“, Maria Luís Albuquerque, Portugal, für „Finanzdienstleistungen und Spar- und Investitionsunion“, Hadja Lahbib, Belgien, für „Gleichstellung, Vorsorge und Krisenmanagement“, Magnus Brunner, Österreich, für „Inneres und Migration“, Dessika Roswall, Schweden, für „Umwelt, Wasserresilienz und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft“, Piotr Serafin, Polen, für „Haushalt, Betrugsbekämpfung und öffentliche Verwaltung“, Dan Jørgensen, Dänemark, für „Energie und Wohnen“, Ekaterina Zaharieva, Bulgarien, „Start-ups, Forschung und Innovation“, Michael McGrath, Irland, für „Demokratie, Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Verbraucherschutz“, Apostolos Tzitzikostas, Griechenland, für „Nachhaltigen Verkehr und Tourismus“, Christophe Hansen, Luxemburg, für „Landwirtschaft und Ernährung“ und Glenn Micallef, Malta, für „Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport“.


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Vorsicht! Das darf man doch nicht kritisieren. Vor zwei Jahren sollten die Bundestagsdiäten erhöht werden. Da hatte doch jemand von der AfD im Bundestag in der Rede gesagt, dass die schon genug Geld kriegen und es der Bevölkerung immer mehr weggenommen wird. Deshalb sollen die Diäten nicht erhöht werden. Und sofort kam dort im Bundestag (Namen habe ich vergessen) von der SPD: „Hört auf mit der Heuchelei. Demokratie kostet Geld“.
Da oben im Bundestag und bei der EU sitzen somit nur noch Fürsten und Adel. Das hatte ich mir danach gedacht.
Ich bin Pensionär und hätte Zeit. Sollte Brüssel Interesse haben, bitte bei TE meine Rufnummer eu revoirrfragen. 29 000.-€, da wäre sogar ein neues E- Auto interessant und möglich. Damit wäre ich voll auf der Brüsseler Linie.
Mein Problem ist, ich habe bis zu einem Abschluss studiert. Brüssel, ich weiß, dies ist bei euch ein Makel.Ansonsten, ich war bei einer Behörde, ich bin es gewohnt, Sachen vor mir herzuschieben. Ich denke, damit müsste ich euch gewonnen haben. Au revoir, Bruxelles !
Stimmt. Hatte ich fast vergessen. Die Schweiz will ja auch EU-Mitglied werden wie die Ukraine.
Das Einrichten von fetten Pfründeposten für Ernannte aus den Staats- und Parteieliten der Mitglieder war immer schon ein Instrument um Länder für die Mitgliedschaft zu begeisten. Dies ist nicht von den Pfründeinhabern von heute so konstruiert worden, sonden von den Gestaltern der 70er und 80 Jahre. Seitdem wurde dies nur sehr konsequent weitergeführt. Da es nie einen demokratisch legitimierten Konsensus der Mitgliedsländer und deren Bevölkerung für einen EU-Zentralstaat gegeben hat, ist das institutionelle Organisationskonzept – Parlament, Kommission – für die Fiktion eingerichtet worden, dass es zu “ Vereinigte Staaten von Europa “ kommen soll. Es war immer schon parasitär für… Mehr
Wo kann ich mich denn bewerben?
Da kann doch sicherlich auch noch ein Pöstchen für Deutschland rausspringen, oder?
Ich habe nämlich auch keine Lust mehr, hier immer weiter ins Existenzminimum gezwungen werden – ich möchte auch mal ein leistungsloses Einkommen haben, dass andere finanzieren.
Ich verspreche auch hoch und heilig, niemals aktiv zu werden bzw. Sand ins Getriebe zu werfen. (Naja, zumindest, bis ich den Posten und eine entsprechende Altersversorgung sicher habe.)
Also: Adresse?
Demnächst: Selenskyj wird EU-Kommissar für Russlandfragen (irgendwohin müssen sie ihn ja entsorgen, wenn es die Ukraine als eigentständigen Staat nicht mehr gibt), und Biden EU-Kommissar für transatlantische Koordination (Trump will ihm ja keinen Job geben, also muss auch er in die EU entsorgt werden).
Wenn all diese Kommissare für Gedöns und dazu noch die Urschel am arbeiten sind, dann wundert mich der Niedergang der EU-Staaten nicht mehr.
Das hat monarchische Züge: Eine exklusive Aristorkratie, die sich aus einem Selbstbedienungstopf spreist und alle drei Jahre die EU- Beiträge zu verdoppeln wünscht. Als Dank wird das Volk unter Totalkontrolle gestellt und mit Ideologieprojekte und zusätzicher Büroratie terrorisiert
Weg mit diesem Wasserkopf, zurück zu schlanken Strukturen. Eine Regierung für den Staat reicht vollkommen. Brüssel ist die ideale Anlaufstelle für korrupte Länder und deren Polit-Eliten.
Ich entsinne mich an meine Jugendzeit. Damals gab es in politischer Verantwortung keine „Kommissare“ in westlichen Regierungen.
Ungewählte „Kommissare“ gab es damals aber in der Sowjetunion. Warum also heute ungewählte „Kommissare“ in der demokratischen EU? Irgendwie seltsam, oder?
Haben Sie die Portfolios verstanden? Früher hiess es Generaldirektion I – Aussenbeziehungen, II Volkswirtschaftliche Analyse, III Binnenmarkt, IV, Wettebwerb,…
Erfunden wurde dies unter Juncker (Kabinettschef der Bertelsmann Selmayr – CDU), perfektioniert durch vdL. Mit diesen blumigen Bezeichnungen wird alles Chefin-Sache. Das Weber/Metsola-Parlament schaut zu.
Brüssel, liebe Leser, ist Berlin. Green Deal, Verbrennerverbot, Lieferkettengesetz, Bremsen von Massnahmen gegen illegale Migration – Made in Germany…
Une initiative lancée par la CDU et le SPD – au profit de la France et de tout le reste de l’Europe ! L’objectif : déposer l’Allemagne au vestiaire à Bruxelles, sans ticket de consigne! La vestiairiste, c’est Ursula : toujours prête et bon marché, qui plus est ! Mais pour l’Allemagne, c’est la pièce la plus coûteuse ! Von CDU und SPD auf den Weg gebracht – zugunsten Frankreichs und des gesamten übrigen Europas! Ziel Deutschland an der Garderobe in Brüssel abzugeben, ohne Pfand! Die Garderobenfrau ist die Ursula, immer willig und auch billig! Doch für Deutschland das teuerste… Mehr