Der DGB präsentiert ein Steuerkonzept, das sich nahtlos in die politische Debatte des Landes einfügt. Mit den Mitteln der Linkspartei soll ein fiskalischer Raubzug die strukturellen Probleme der Ökonomie beseitigen. Substantielle Kritik an den Krisenursachen gibt es keine, der Verein führt sich selbst ad absurdum.
picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Was tut man nicht alles für ein wenig Medienpräsenz? Im Falle des Deutschen Gewerkschaftsbunds stellt sich die Sache relativ simpel dar: Aus den unterschiedlichen Debattenbeiträgen linker und ganz linker Parteien zur Steuerpolitik hat der DGB die größten Sünden gegen Leistungsgerechtigkeit und Standortpflege zusammengetragen und präsentiert eine flüchtige Stichpunktsammlung steuerpolitischer Abzocke.
Zur besseren Vermarktung wurde dieses Pamphlet der Grausamkeiten in die bekannte ressentimentgeladene Umverteilungsprosa getaucht – et voilà, das nächste deutsche Wirtschaftswunder, verwurstet aus Umverteilungslogik und Funktionärssprech, steht schon vor der Tür.
Selbstverständlich soll der Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent angehoben werden – eine immer leicht verkaufte Forderung: Starke Schultern sollen endlich ihren Anteil zur Finanzierung des Staates leisten. Dass die oberen 10 Prozent der Einkommensbezieher bereits etwa 55 Prozent des Einkommensteueraufkommens beitragen, verschweigt selbstverständlich auch der DGB auf seinem strammen Linkskurs.
Es spielt bei den fiskalischen Planspielen des DGB auch keine Rolle, dass die groteske Steuerprogression in Verbindung mit den immer weiter steigenden Sozialabgaben bereits die Bezieher normaler Einkommen zu Opfern ihrer eigenen Gewerkschaftsfunktionäre machen würde.
Das Konzept des DGB ist so simpel wie naiv. Vor allen Dingen ist es ökonomisch zerstörerisch: Weder fehlen dem Staatsapparat finanzielle Mittel noch könnte eine Umsteuerung der Ressourcen innerhalb des privaten Sektors, gefiltert durch die Umverteilungsmaschine des Staates, auf irgendeine erdenkliche Art und Weise neuen Wohlstand erzeugen.
In den deutschen Funktionärsetagen haben sie schlichtweg vergessen, was die tatsächlichen Bedingungen für Wachstum und Wohlstand sind: eine hohe Sparleistung der Menschen, stabiles Geld und die Umwandlung realer Sparguthaben in tatsächliche Investitionen der privaten Wirtschaft, gesteuert über den Preismechanismus auf freien Märkten. Dieses hier kondensiert dargestellte Grundprinzip erfolgreicher Ökonomien wird vom Staat und seinen willfährigen ideologischen Mittätern sämtlicher Funktionärsebenen quer durch das Wirtschaftsleben mit einer Konsequenz beschädigt, die einem den Atem raubt.
Der DGB führt, wie auch die anderen Gewerkschaften, einen Kampf gegen Gespenster der Vergangenheit – geistig bleiben sie verstrickt in einen Klassenkampf zwischen ausbeuterischen Unternehmern und Industriebelegschaften, die es am Standort Deutschland in dieser Form seit Mitte des 20. Jahrhunderts gar nicht mehr gibt. Es ist der wachsende Staat, der mit seiner Klimaideologie und den hohen Abgaben einen Kampf gegen die Privatwirtschaft führt und so die Deindustrialisierung vorantreibt, gegen die sich der DGB eigentlich massiv zur Wehr setzen sollte, um seine eigene Existenzberechtigung nicht zu verlieren.
Allerdings leidet auch der DGB darunter, dass man zunehmend in den parteipolitischen Betrieb integriert wurde, dass der Drehtüreffekt zwischen Mandatsträgern und Funktionärsebene die eigene Unabhängigkeit völlig zerrieben hat. Immer seltener trifft man in diesen Zirkeln noch auf klassische Berufslaufbahnen, auf Menschen, die auf die Wirtschaft mit dem gesunden Blick langjähriger Berufserfahrung schauen und sich ihren politischen Reflex verkneifen können, wenn es um Fragen von Wohlstand und Wachstum geht.
Es wäre interessant, von der DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi zu erfahren, wie genau eine Erhöhung der Körperschaftsteuer von derzeit 15 auf 25 Prozent dazu beitragen soll, den drastischen Stellenabbau in der deutschen Wirtschaft zu bremsen. Eine halbe Million verlorene Arbeitsplätze allein im ersten Quartal dieses Jahres – dass sich der DGB in eine radikalisierte Variante des Steuerkonzepts von SED/Die Linke flüchtet, zeigt, dass es für diese Funktionäre wohl kaum etwas gibt, für das sie sich weniger interessieren als für das Schicksal der Arbeitnehmer am Standort Deutschland.






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„Selbstverständlich soll der Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent angehoben werden …“
Ja, liebe Kinder, da ich bei einer der größeren Steuerberatungs- und Wirtschaftskanzleien bin, zahle ich faktisch nur 29%. Der Rest ist mein Geheimnis. Was ich aber sagen kann, es gibt da weltweit Möglichkeiten, von denen fällt euch nicht mal was im Traum ein.
Also: Diese Gerede über den Spitzensteuersatz ist bei uns nur Gegenstand einer ganzen Reihe von Witzen,wenn wir in unserer Location einen netten Abend verbringen, der das Doppelte kostet, was ihr im Monat verdient.
Die DGB und insbesondere die beiden Damen auf dem Bild wissen doch nicht einmal, was Vermögen ist. Die glauben z.B. dass nur weil jemand z.B. eine Firma besitzt und vllt. 100 Angestellte hat, reich ist, weil z.B. der Firmenwagen vllt. etwas besser ausfällt als der ökosozialistische Einheitstrabant mit Option auf DGB-Goldkante, des sich dem DGB und seinen sozialistischen Damen vorschwebenden „Wirtschaft“modells. Wollen sie doch trotz nachweislich null Fähigkeiten, im Gegenteil sogar negativen Fähigkeiten, ganz oben über allem/allen stehen und ökosozialistischen/kommunistisch über alle/s schalten und walten wie es ihnen beliebt. Auch dass ein Firmeninhaber nicht nur Vermögen, sondern z.B. auch Schulden… Mehr
Das Programm des Liberalismus mit einem Wort ist: Eigentum (Ludwig von Mises) – alles andere ist Sozialismus. Steuern sind Raub.
Rührend, wie sich der Herr Kolbe um die deutschen Arbeitnehmer sorgt. Wie genau eine hohe Sparleistung, also das Nicht-Ausgeben von Geld, für Wachstum sorgt, bleibt leider wieder ein Geheimnis des Autors. Immerhin hat er aber inzwischen offenbar verstanden, dass das privat Ersparte über die Unternehmen zurück in die Wirtschaft fliessen muss. Und dies nolens volens, Achtung, ganz, ganz böse Sache, durch Verschuldung, d.h. Kreditaufnahme eben dieser Wirtschaft. Die private Sparleistung liegt in Deutschland derzeit bei ca. 300 Milliarden jährlich. Geld wäre also da. Dummerweise sind die Unternehmen per Saldo aber mit ca. 40 Milliarden jährlich ebenfalls Nettosparer. Die nehmen also… Mehr
Sehe ich diese Y.F., denke ich unwillkürlich-reflexhaft an einen Aasgeier!
„Was unterscheidet den modernen Aasgeier in der heutigen Gewerkschaft von seinem tierischen Namensvetter? Der Letztere wartet, bis sein Opfer gestorben ist, bevor er es frisst.“
–leicht angepaßtes Zitat von Frank Wisniewski, (*1957), Informatiker, Technischer Redakteur und Systemanalytiker
Eine typische, von der Frauenquote hochgespülte Quotze. Frau und Mihigru reichte völlig aus. Liebermann>Fressen>Kotzen>dankeschön.
Wann fangen Dier Linken Plitikfunktionäre an und passen Ihre eigenen Bezüge z.B. dem Durchschnittslohn an? Zahlen Ihr mehr z.B. bedingungslos in die Rentenkasse ein?
Die heutigen Ökosozialisten/Kommunisten in Politik und bei den Gewerkschaften, mit dem Hang zur Selbsterhöhung und der Neigung eines devoten Hundes, seinem politischen Herrn stets zu Diensten sein und dabei die eigene Klientel über Jahre übersehen haben und allenfalls das jährliche Ritual stattfindet für einen Lohnausgleich durch die Inflation zu verhandeln, was sowohl die Unternehmer als auch die Politiker vorher schon in Bewegung gesetzt haben und nun Flickwerk betreiben müssen, weil sie den Untergang nahen sehen. Dabei werden sie mit ihren Forderungen die Rechnung ohne den Wirt machen, denn Geld ist ein scheues Reh und wird im Gebüsch verschwinden und die… Mehr
Hosenanzüge bei der Arbeit ….
Sie verunglimpfen die Definition von Arbeit
„weiter maximalen Schaden anrichten“ trifft es besser.
Ohne Industrie keine Industriegewerkschaften mehr, ohne Industriegewerkschaften kein DGB mehr. Aber dafür müsste man denken können…
Sie glauben nicht wozu dumme Menschen mit Geld und Macht in der Lage sind!
Obwohl, seid Merkel wird das immer offensichtlicher; aber z.B. auch Argentinen hat viele Jahrzehnte an Enticklung und Wohlstand duch solch dumme(linke, sozialistische, kommunistische) Menschen in Fühungsverantwortung verloren.
Und die Quote setzt hier bei uns noch einen drauf.
Was für eine Katastrophe!
Und wenn der DGB nur noch aus Verdi besteht, ist ja nichts passiert. Und bei steigenden Beschäftigungszahlen im öffentlichen Dienst und damit verbundener Zwangsmitgliedschaft im Stile des DDR-FDGBs bleibt uns der Laden bis zum Untergang erhalten.
Bei diesem Spitzenpersonal ist nicht`s anderes zu erwarten. Die in der Politik gescheiterte Fahimi, die unfähige Benner und wie sie alle heißen. Die höchsten Ämter bei Gewerkschaften sind nur noch ein Abschiebebahnhof für in Ungnade gefallene Politiker. Dazu gesellt sich dann die unfähige Hochmoral aus dem linken Lager. Kann nix, tut nix, will alles. Keiner braucht mehr Gewerkschaften! Sie sind gewaltiges Teil des Problems und absolut nicht mehr Teil der Lösung. Weg damit.