Medien: Haltung statt Wahrheitssuche

Die Fake News beim SPIEGEL sind kein Einzelfall: Statt zu versuchen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, ersetzen Journalisten Recherche durch Haltung. Diese Einstellung droht den Journalismus in Verruf zu bringen - und Fake News als Instrument der Denunziation fällt auf die Erfinder zurück.

 

Was ist Wahrheit? Weil wir sie nicht einfach erkennen können, gibt es Systeme der Wahrheitsfindung: Recherche, Überprüfung, Revision, Faktencheck. Immer mehr Journalisten verzichten darauf und nehmen für die Wahrheit, was ihrer Meinung entspricht. Und andere Blätter drucken ungeprüft nach, was die von Hamburg verbreiten. Blinder Glaube statt Fakten-Checken:

Nicht nur beim SPIEGEL sind die Folgen verheerend. Insbesondere weil andere Meinungen als Fake News denunziert werden. so entsteht der Medien-Einheitsbrei.

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Kommentare ( 59 )

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Bei allem Respekt, Herr Tichy, diesen Unfug vom „Exekutionsjournalismus“ glauben Sie doch nicht wirklich? Ein paar Belege für Ihre Behauptung, der Fall Relotius habe System, wären gut.

Natürlich gibt es „Exekutionsjournalismus“. Und alleine die latente Bedrohung dadurch sorgt dafür, dass Menschen, die im öffentlichen Leben stehen, nicht mehr aus der politisch korrekten Deckung herausgekommen.

Es ist eher umgekehrt, Menschen haben Angst vor Schmutzkampagnien von der Rechten und unterlassen deswegen oft den Schritt in die Öffentlichkeit.

Özogus/Gauland. die Entsorgung einer deutschen Staatsbürgerin in Anatolien, an Schäbigkeit nur schwer zu übertreffen.

Um hier aufzuräumen wir es unschöne Blder geben…
Wie man in den Wald hinein ruft schallt es heraus. Die Passdeutsche Türkin Özogus die die Deutschen hasst, ist von Steinmeier installiert worden um die Wählerstimmen der Doppeltpässler zu sichern! Ich hoffe, dass Steinmeier für diesen Verrat an Deutschland bald zur Rechenschaft gezogen wird!

Gibt’s dazu ein Beispiel?

Özogus/Gauland. die Entsorgung einer deutschen Staatsbürgerin in Anatolien, an Schäbigkeit nur schwer zu übertreffen.

Was soll das denn für ein Beispiel sein? Das passt doch hinten und vorne nicht.

Nein, mein Name ist nicht Tichy, trotzdem möchte ich Ihnen eine Antwort geben. Geht das Alles an Ihnen vorbei? Sind „die“ schon so weit in Ihre Gedanken eingedrungen, daß Sie Hilfestellung benötigen um festzustellen, was in der Medienwelt um Sie herum vorgeht? War Kachelmann ein typischer Fall von „Exekutionsjournalismus“? War Wulff ein typischer Fall von „Exekutionsjournalismus“? War die Berichterstattung zu Chemnitz nicht ein einziger, medienübergreifender Anfall von „Exekutionsjournalismus“? Ist die Konsensberichterstattung zu Amerika und Donald Trump nicht ein medienübergreifender „Exekutionsjournalismus“? Haben Sie seit 2013 einen, nur einen einzigen, positiven Artikel zur/über die AfD gelesen? Ob sich an der AfD der… Mehr
Also selbsternannter Tichysprecher, auch gut. Journalismus wird von Menschen gemacht, also wird es immer auch schlechten Journalismus, Falschmeldungen oder auch Betrug geben, hiervor ist niemand gefeit, im Übrigen auch die rechte Seite des politischen Spektrums nicht. Was natürlich trotzdem Unfug ist und bleibt ist eine Systematik, einen Plan, also eine Verschwörung zu Lasten der wahrheitsliebenden Rechten zu unterstellen. Hierfür liefern weder Herr Tichy noch Sie überzeugende Belege. Positive Berichterstattung über Stalin und Hitler wird es sich in irgendwelchenAluhutgruppen auf Facebook geben, im seriösen Journalismus mitnichten. Der Grund: das Wirken dieser Herren war nun einmal vollständig negativ. Die AfD ist sicher… Mehr

@ NB
Sag ich ja: Ganze Arbeit geleistet. 😉

Der nächste Fall von Relotiusitis ist heute u.a. in der Welt zu finden: „Der Schriftsteller Robert Menasse hat in Essays und Reden Zitate des Politikers Walter Hallstein über die Auflösung der Nationen in Europa erfunden. Seine Verteidigung: Als Dichter dürfe er das.“ https://www.welt.de/kultur/article186002284/Robert-Menasse-hat-Zitate-erfunden-Was-kuemmert-mich-das-Woertliche.html#Comments.
S. dazu die Rede von Mnasse vor dem Europäischen Parlament: https://www.suhrkamp.de/download/Sonstiges/Rede-Robert-Menasse.pdf

Kein Wunder, dass die Journaille geschlossen mehr „Haltung“ als Liebe zur Wahrheit kennt, wenn ein Branchenprimus wie Georg Restle twittert:
„Journalismus im Neutralitätswahn – Warum wir endlich damit auhören sollten, nur abbilden zu wollen, „was ist“. Mein Plädoyer für einen werteorientierten Journalismus in der aktuellen Ausgabe von „WDR Print“.“

„Haltung“, „werteorientierter Journalismus“: Willkommen beim 1984´er Neusprech!

Sehr geehrte Herr Tichy, leider bin ich nicht ihre Meinug und ihren Optimismus, dass sich dadurch was ändern wird. Die Leser des Spiegels und anderen linken Medien interesieren sich schon lange nicht für Fakten, denn sie sind ideologisch verblendet und diese Medien werden weiterhin Gehirnwäsche betreiben, den ihre Leser brauchen das. Bei diesen Medien und ihren Leser ist es wie beim Pawlowschen Hund, beim allen was nicht in ihren Gesinnug passt, bekommen sie Schaum um Mund, es wird nicht nachgefragt, es wird nicht nachgedacht, es wird nur denunziert und diffamiert. Die Wahrheit interesieret niemanden, wenn sie nicht ins deren Weltbild… Mehr

Das ist ein „Spiegel-Affäre 2.0“. Der Nachhall wird ähnlich der ersten sein. Der Spiegel hat seine Unantastbarkeit verloren. Und für mich auch seinen Nimbus und seinen Ruf.

Wer in Zukunft der Marke „Spiegel“ vertraut, der muss sich erst mal mit dem Vorwurf der „Schummel-Presse“ gefallen lassen. Das senkt den Markenwert deutlich…

das ist alles richtig. Wichtiger aber ist, den zweifelnden, die ihren Augen nicht trauen ob der Vorgänge im Land, aber weiter aus Gewohnheit Spiegel etc. konsumieren, die Augen zu öffnen und sie wissen zu lassen: Du bist nicht verrückt, Dein. Unbehagen ist berechtigt

ach, der Fortschritt ist eine Schnecke. Aber manchmal rennt sie wie ein Windhund…

Wie macht sie das nur, die Schnecke, wenn sie anfängt wie ein Windhund zu rennen. Ganz einfach, sie zieht sich in ihr Haus zurück und bekommt einen Stoß von außen, der sie ganz woanders hin befördert, da wo sie noch nie war.
Ruhe, Rückzug ins Allerinnerste des Eigenen und plötzlich macht der „Fortschritt“ einen Schritt ins Unbehauste, ganz und gar Unvorhergesehene, katapulkartig.
So wird die Schnecke zum Windhund.

Ihr Wort in Gottes Ohr.

Die allerschönste Märchenstunde werden wir wieder bei der Ansprache der Kanzler-Darstellerin AD Merkel erleben. Hallelujah.

Sahne Filet Walter nicht zu vergessen:-)

…nur, weil es so schön ist. Heutige FAZ. Rubrik „DER „SPIEGEL“ UND RELOTIUS“. Artikel „Er spielte Schicksal“:

„So betreibt man Journalismus; was es dafür braucht, ist, außer Haltung, Intelligenz und Sachverstand, vor allem Geistesgegenwart; dass es dafür keine Reportagepreise gibt, versteht sich fast von selbst.“

Die Haltung ist also immer noch! 🙂

Die „göttliche Linke“ samt Publikum hatte sich doch schon längst aus der Realität verabschiedet und wartet nur noch auf eine bessere Welt. Ohne Autos, ohne Atomstrom und mit netten Menschen aus aller Herren Länder. Man sollte sie vielleicht gar nicht aufwecken, sondern ihr weiterhin schöne Märchen erzählen. Man könnte eine Agentur nur für diesen Zweck gründen…

Man stelle sich mal vor, der Spiegel-Autor hätte über unbequeme Wahrheiten Deutschlands oder der EU berichtet – sie wären nie gedruckt worden. Themen gäbe es genug, sie kommen vor allem aus der Opposition. Der bautechnische Zerfall der Republik, die Armut, die Bankenrettung die Euro-Rettung genannt worden ist, der rechtlich nicht aufgearbeitete Dieselbetrug, die Rolle der Gerichte innerhalb einer durch angebliche Gewaltenteilung versehenen Demokratie, warum die Regierung als Exekutive überhaupt in der Legislative, also dem Bundestag, ein Stimmrecht hat, warum ein Ministerpräsident als Exekutivpolitiker überhaupt im Bundesrat in der Legislative Gesetze verabschieden darf, warum das EU-Parlament keine Entscheidungsgewalt hat, warum die… Mehr

Wichtige, richtige und fundamentale Fragen, liebe/r beat 126. Daumen hoch von mir, Gruß von Montesquieu selig (er spricht täglich mit mir, im Wahn …).

Am besten der Spiegel nennt sich im Untertitel künftig Märchenzeitschrift. Dann kann ihn nie mehr jemand als Lügenblatt bezeichnen und die Faktencheck-Abteilung kann er auch einsparen.

Allenfalls Märchen für all jene, die der deutschen Sprache noch nicht, nicht oder nicht mehr mächtig sind.

Schön, dass sich auch Deutschlehrerinnen der Kommentarspalte annehmen.

Indoktrinative Propaganda unter anderem mit Zuhilfenahme von Falschinformationen als die „richtige Haltung“ eines Journalisten zu bezeichnen, ist, was Schönfärberei betrifft, zumindest ambitioniert!