Markus Krall: Wie sichert man sein Geld vor dem Banken-Crash?

Wenn es auch nur zu einer geringen Abschwächung der Wirtschaft kommt, krachen zuerst die Banken - und dann bricht die Krise mit voller Wucht über die gesamte Wirtschaft herein. Das Kartenhaus stürzt ein. Das ist in Kurzform die Analyse von Markus Krall, die er in einem Video bei TE im Juni analysiert hat.

 
Er scheint Recht zu behalten: Nachdem bekannt wurde, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal um magere 0,1 Prozent schrumpft, stürzten zeitgleich mit Bekanntwerden der Zahlen die Aktie der Deutschen Bank um 7,8% und am Tag danach um weitere 6,5% ab. Die Commerzbank-Aktie stürzte auf ein neues Allzeit-Tief von 4,81 Euro – wobei die Wahrheit ist: Nur weil die Commerzbank 10 Aktien zu einer zusammengelegt hat, stehen da überhaupt noch Euros und nicht Cent. Aus Sicht von Langfristanlegern ist die Commerzbank nur noch ein Penny-Stock: gerade noch 40 Cent für eine Aktie, die vor 12 Jahren noch 220 € wert war. Sie verdient damit den Namen Globuli-Aktie – die wahre Substanz Vermögen ist nur noch in homöpathischer Verdünnung enthalten, und die Verdünnung nimmt mit jedem Tag zu.

Aber die beiden früheren Großbanken stehen nicht alleine da, was die Sache allerdings nicht besser macht:

Der Index der Bankaktien der Eurozone stürzte seit Ende April um minus 26% ab und liegt jetzt nahe dem Niveau, das er auf dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise hatte (73 Punkte). Klar ist: Wenn die Wirtschaft eine Erkältung hat, kriegen die Banken Lungenentzündung. Denn dann können Unternehmen ihre Kredite nicht mehr bedienen; dann geht es nicht mehr um Prozente, sondern ums Eingemachte.
Im neuen Interview erläutert Markus Krall noch einmal, in welchen Schritten der Crash abläuft, wie schnell Sie handeln sollten um ihr Vermögen zu schützen.

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Kommentare ( 174 )

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174 Kommentare auf "Markus Krall: Wie sichert man sein Geld vor dem Banken-Crash?"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Diversifiziert bin ich, allerdings ist es mir bislang nicht gelungen einen Online-Broker im EU-Ausland zu finden der sich wirklich auf den klassischen Privatkunden eingelassen hat. Viele der EU-Ausland-Broker kommen mit sehr komplexen Trading-Oberflächen daher die für mich als klassicher Wertpapiersparer absolut oversized sind. Eine schlichte Bankoberfläche wie bei der Sparkasse, DKB , Comdirect würde mir völlig reichen. Gibt es einen Broker auf den sowas zutrifft und bei dem man als deutscher Staatsbürger ohne großen Bürokratischen Aufwand ein Auslandsdepot außerhalb der EU anlegen kann?

Keine Ahnung ob die spezielle Anforderungen an Ausländer stellen, aber wenn nicht Swissquote oder cash.ch

Interactive Brokers?

Versuchen Sie ihr Glück mal bei der UBS.

Vorsicht UBS – Vertrauen hin Geld weg.

Nein danke, die sind ungeeignet!

10% in Gold, 90% in Silber, ist wahrscheinlich ein guter Ansatz. In der großen Depression schoß erst Silber durch die Decke, ehe man begann Silber in Gold zu tauschen. Weil es einfach und besser zu transportieren ist, war Gold am Ende teurer und wertvoller. Das hat auch Logik. Mit Aktienkäufen kann man bis nach der Krise warten, und muss dann sowieso erstmal schauen, wer dann noch da ist. Dann konzentriert man sich auf Versorger. Konsum und Teck-Aktien spielen noch keine Rolle. Und denken sie immer daran, große Vermögen entstehen in schweren Krisen. Das wird eine tolle Zeit.

Was sie beschreiben ist Market-Timing. Dies ist statistisch bereits seit zig Jahren valide erforscht bzw. eben als nicht umsetzbar für Privatpersonen abgestempelt. Sie werden außer mit Glück weder den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg noch den Ausstieg aus Aktien finden. Deshalb sollte die gesamte Asset-Allokation vorher gesetzt und über Krisen hinweg durchgezogen werden. z.B. 10% Edelmetalle, 50% Aktien, 20% Staatsanleihen Ausland usw. Ich habe auch in der Finanzkrise 2008 weiterhin meine Aktiensparpläne weiterlaufen lassen und bin sehr gut damit gefahren. Herr Krall sagt es ja auch im Video, wer die Volatilität aussitzen kann, sollte dies einfach tun. Ich bin jetzt… Mehr
Natürlich gibt es niemanden der stets den optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkt erwischt. Das Problem ist nur, dass Herr Krall vom Zusammenbruch des Euro spricht, und da tue ich mich schwer hier irgendwas aussitzen zu wollen. Ob man jetzt noch bei den letzten Prozenten möglicher Kursteigerungen dabei sein muss, um hinterher große Verluste einzustecken, muss jeder für sich entscheiden. Selbst tue ich mich damit schwer, und vertraue weder auf Aktien, oder Staatsanleihen, und schon gar nicht auf Fonds. Und wenn es so kommt wie Herr Krall sagt, dass die Zentralbanken Billionen von Euro neu schaffen, sind Edelmetallen besser als jede Bank.

Toller Beitrag, bitte unbedingt die nächsten drei Jahre dranbleiben, Herr Tichy!

Ich habe mal eine blöde Frage: Es wird empfohlen, ein Konto bei einer Bank in GB anzulegen. Um dort z.B. Staatsanleihen zu halten. Nach meiner Kenntnis muss man dafür einen Wohnsitz in GB haben. Oder was sehe ich falsch?

Danke, Herr Krall, dass Sie so formulieren, dass eine Otto-Normal-Bürgerin wie ich das alles kapiert.

Ein interessantes Gespräch mit Andreas Clauss.

https://youtu.be/CDllanRU4no

Schon klar: TE mit Dr. Krall ist keine Vermögensberatung und schon lange nicht für Kleinanleger. Schon nach dem letzten Interview hab´ich mein Aktiendepot (Sondervermögen bei der Deutschen Bank / maxblue) radikal umgeschichtet mit Verlusten in Aktienfonds laufend auf AUD, Britisches Pfund, SFR, USDollar, China und Russland. Es gibt eine Position mit – 70 @, aber die hab´ich schon aufgegeben, heißt, jetzt brauch ich sie auch nicht mehr verkaufen. Aber habe anscheinend immer noch das Problem an der Backe des Depots in Deutschland. Fragen nach .., die blieben: Was ist mit meiner Rente, mit meiner LV – Auszahlung 2022 – zur… Mehr

Viele Aktienfonds haben eine traurige Performance. Schauen Sie sich auch ETFs an. Gibt es auch für Immobilien. zb iShares.

Mit Aktien aus dem Dow-Jones machen Sie nichts falsch. Apple, JNJ, DIS usw…

Die fachlich seriösen und denkerisch zwingenden Ausführungen von Herrn Dr. Krall schätze ich sehr. Er lehnt sich mit seiner Prognose zweite Hälfte 2020 ja ziemlich gewagt aus dem Fenster. Angesichts der Ertragserosion der Banken werden EU und EZB in konzertierter politischer und geldpolitischer Aktion dann noch einige Abwiegelungs- und Verzögerungsstrategien auf Lager haben, um die tatsächliche Lage noch eine geraume Zeit zu verschleiern. Sollte Herr Krall mit seiner Prognose falsch liegen und sich alles in Wohlgefallen auflösen, würde ich mit ihm gerne –wie er in anderen Darstellungen bemerkt hat – eine Flasche Schampus leeren. Dem wird aber so leider nicht… Mehr

Am Ende – nach dem Crash – wird man versuchen, alles Trump in die Schuhe zu schieben. Aber Schuld trägt vor allem die EZB, welche eben nicht mit der FED mitgezogen ist und die Zinsen wieder langsam erhöht (normalisiert) hat. So wollte man sich einen Vorteil im Export verschaffen. Nicht gerade Fair-Play! Natürlich ist das ständige Gerede betreffs der niedrigen Inflation im Euroraum nur Mittel zum Zweck….

Der Deutsche ist zwar nominell weit gereist, bekommt aber offenbar trotzdem nicht viel von der Welt mit.

Die ultimative Versicherung gegen eine unberechenbare Regierung ist eine zweite Staatsangehörigkeit. Millionen Chinesen, Koreaner, sogar Japaner, machen es seit Jahrzehnten vor und gründen für die Familie eine „Zweigstelle“ in den USA, Kanada, Neuseeland, Australien, Singapore. Sprich zweite Staatsangehörigkeit, Haus in der neuen Heimat, vielleicht ein oder zwei Kinder dort studieren schicken.

Man kann von anderen auch ab und zu etwas lernen.