Überraschende Zeitenwende: Der linke Zeitgeist in der Defensive

Der Zeitgeist, noch vor Kurzem dominiert von einer gesellschaftlich spaltenden Identitätspolitik, einer Klima-Hysterie mit Gewaltphantasien, einem Sprache gefährdenden Genderfuror, dieser „woke“ Zeitgeist ist urplötzlich herausgefordert – ausgelöst von Putins Krieg gegen die Ukraine.

IMAGO / Future Image

Schon seit Jahrzehnten sind die Zeiten für den aufgeklärten Bürger immer schwerer geworden. Wer die abendländische Kultur und ihre Werte hochschätzt, auf die Rationalität setzt, der Blüte der Wissenschaften vertraut, die Freiheit liebt und ein realistisches Bild vom Menschen und seiner Geschichte hat, musste mit den Jahren angesichts der Erfolge neuer und alter Feinde von Freiheit, Vernunft und Augenmaß immer pessimistischer werden. Plötzlich aber gibt es mehr als nur einen Lichtblick, in der Luft liegt der irritierend-belebende Geruch einer Zeitenwende – tragischerweise ausgelöst vom russischen Krieg gegen die Ukraine. Beschert er dem Westen einen Frühling für die Ideale der Freiheit?

Ausgerechnet der Schrecken eines mörderischen Krieges könnte der Auslöser für einen ungemein aufrüttelnden, heilsamen Schock in der westlichen Welt sein. Auf eine höchst irritierende Weise kann man Wladimir Putin dankbar sein. Sein blutiger Feldzug ist durch nichts zu rechtfertigen – aber die ermutigenden Zeichen für ein Umdenken in Deutschland und der westlichen Welt sind unübersehbar.

Lehren aus dem Ukraine-Krieg
Die „Zeitenwende“ kommt nicht, solange Christine Lambrecht Verteidigungsministerin bleibt
Nicht nur stimmt eine überwältigende Mehrheit des Bundestags für massive Erhöhungen des Militärhaushalts, auch in der Bevölkerung gibt es einen rapiden Meinungsumschwung zugunsten von mehr Waffen, Panzern und Raketen. Ohne große Diskussion werden inzwischen Waffen an die Ukraine geliefert. Sogar die bislang tabuisierte Debatte über die Zukunft der Kernkraft und die Restlaufzeit der Braunkohlewerke wurde zeitweise erstaunlich ergebnisoffen diskutiert – inzwischen hoffen die Grünen allerdings, mit dem Verweis auf die fatalen Folgen der Energie-Abhängigkeit von Russland nun mit aller Macht ihre höchst fragwürdigen Pläne für den Ausbau der erneuerbaren Energien durchzusetzen.

Das Böse lebt – Feinde gibt es

Auch wenn inzwischen die versammelte Linke in Deutschland nach dem ersten Realitätsschock eines russischen Angriffskriegs mit ihrer Initiative „Der Appell“ gegen die „Aufrüstungspläne der Regierung“ zu mobilisieren versucht, ist der Stimmungswandel allerorten spürbar. Der blutige Feldzug der russischen Streitkräfte erschüttert massiv die pazifistischen Illusionen der Nachkriegsgenerationen, die den Frieden, die Freiheit und den Wohlstand in ihrem Leben für selbstverständlich hielten. Der imperiale Krieg Putins gegen ein europäisches Land mit zumindest formal demokratischen Strukturen entlarvt das blinde Vertrauen in Verhandlungen und Diplomatie als gefährlichen Irrweg. Der Krieg beweist letztendlich die Existenz des „Bösen“ und die von wirklichen Feinden.

Auch wenn manche Linke derzeit einer Kapitulation der Ukraine das Wort reden, um „weiteres, sinnloses Blutvergießen“ in dem „Kampf gegen den übermächtigen Gegner zu vermeiden“, auch wenn die guten Menschen in der evangelischen Kirche oder bei der Grünen Jugend unbeirrt an pazifistischen Träumereien festhalten, sind Arroganz, Selbstgewissheit und Überlegenheitsgefühl in der Welt links von der Mitte deutlich geschwunden. Wer will denn noch ernsthaft mit dem Argument „Frieden schaffen ohne Waffen“ werben, wer glaubt denn noch, es sei nicht wichtig, dass Deutschland eine verteidigungsfähige, funktionierende und vernünftig ausgestattete Bundeswehr habe? In Deutschland kehrt eine bis vor Kurzem nicht für möglich gehaltene Nüchternheit ein.

Was Moral ist, bestimmen die Grünen
Habeck erntet für Katar Hohn, Spott und Verachtung
Selbst die grüne Außenministerin Annalena Baerbock spricht in einer überraschenden Klarheit über den Krieg, Wirtschaftsminister Robert Habeck demonstriert mit seiner Reise in bislang verpönte Golfstaaten einen erstaunlichen Pragmatismus. Große pro-ukrainische Demonstrationen in vielen Städten, sogar ein spürbar veränderter Ton in den Kommentaren und Berichten vieler Leitmedien belegen, dass im Land eine erstaunliche Nüchternheit eingekehrt ist. Eigentlich müssten Konservative und Liberale, die auf allen politischen Feldern stets vor einer Ideologie-getriebenen Politik, vor Phantasten und Verrückten aller Art gewarnt haben, nun in der Offensive sein – sehr laut vernimmt man ihre Stimmen allerdings nicht.

Es gibt wieder Helden

Der Zeitgeist, noch vor Kurzem dominiert von einer gesellschaftlich aufwühlenden und spaltenden Identitätspolitik, einer Klima-Hysterie mit Gewaltphantasien und Dystopien, von einem Sprache und menschliche Beziehungen gefährdenden Genderfuror, dieser woke, oft Männer- und Weißen-feindliche Zeitgeist ist urplötzlich und heftig herausgefordert. Zum Beispiel von einem mannhaften und mutigen Präsidenten der Ukraine, der sich und Millionen wehrfähiger Männer zu Kampf und Heldentum auffordert, während so, wie es immer war und richtig ist, die allermeisten Frauen und Kinder fliehen oder sich sonst wie schützen sollen.

Natürlich gibt es inzwischen wieder lästerliche, hochemotionale Stimmen, die vor einer „gefährlichen Kriegstreiberei“ und dem Glauben an die Gewalt warnen – um selbst in diesen krassen Zeiten, wo sich das Finstere und das Böse in der menschlichen Natur zum tausendsten Mal Bahn bricht, die Illusion aufrechtzuerhalten, der Mensch sei im Grunde seines Herzens gut und friedfertig. Ist er eben oft genug nicht.

Vorwort zum Sonntag
Die Bruchlandung der pazifistischen Kirchenideologie
Der Ukraine-Krieg bedeutet eine bittere Schlappe und einen dramatischen Rückschlag für die erfolgsverwöhnten Linken weltweit; erstmals seit Jahrzehnten befinden sie sich plötzlich und überraschend in der Defensive und mit ihr alle weltfremden Friedens-Beschwörer und Pazifisten der Kirchen und Kinder-Bewegungen, der woken Kultur, der Dekadenz und der Gutmenschen aller Art, der Feinde des Westens und der Russland-, China und Iran-Versteher.

In Deutschland und anderswo üben Linke – die ja in Deutschland bis weit in die Union hinein reicht – teilweise sichtlich aufgewühlt Selbstkritik, in den Parteien der Linken und der Grünen fliegen teilweise die Fetzen zwischen den ganz vorsichtigen Russland-Kritikern und jenen, die wie Sahra Wagenknecht, ziemlich fassungslos die für sie unerwartete Entwicklung als Völkerrechtsverstoß anprangert.

Damit erhält auch der weit verbreitete Antiamerikanismus in Deutschland eine Breitseite vor den Bug. Offensichtlich wird die Schutzfunktion der Supermacht, kaum noch bestreitbar wird die Sinnhaftigkeit des Nato-Verteidigungsbündnisses deutlich. Schwer vorstellbar, dass die aufrüttelnden Ereignisse in der Ukraine rasch vergessen werden, selbst wenn es unerwartet eine baldige Beruhigung der Lage gäbe.

Auch der Blick auf die EU-Außenseiter Polen und Ungarn wird sich wohl ändern, ist doch offensichtlich, mit welch ungeheurer Bereitschaft die Flüchtlinge dort empfangen werden. Wobei viele dann doch nicht mehr darüber hinwegsehen können, dass es sich hier ohne jeden Zweifel um Frauen, Kinder und Alte, um die Schwachen handelt, die tatsächlich vor einem blutigen Krieg fliehen – während die Männer bleiben und kämpfen.

Alles scheint ganz anders zu sein, als es bei den Millionen Afrikanern und Arabern war, die nach Europa und vor allem Deutschland gekommen sind oder kommen wollen. Auch hier gibt es vermutlich ein Erwachen. Es gibt eben erhebliche Unterschiede zwischen den Menschen, die sich Flüchtlinge nennen. Zwar bezeichnen verrückte Blogger die große Bereitschaft zur Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge als voll „Nazi“, weil die Flüchtlinge aus Asien und Afrika die spontane Hilfsbereitschaft jetzt als Kränkung empfinden müssten; offensichtlich seien sie längst nicht so willkommen. Das sei ja wohl wieder mal Rassismus in Deutschland.

Der Irrsinn wird nicht so schnell aus dem Westen entweichen, aber er könnte deutlich geschwächt sein. Indirekt werden der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Aspekte der Flüchtlinge auch den Blick auf die Kompatibilität europäischer Gesellschaften mit islamischen Traditionen und Strukturen verändern – die Einschätzungen könnten deutlich realitätstüchtiger werden.

Heilsame Schockwirkungen allerorten

Der russische Krieg wird vermutlich auch das Misstrauen gegenüber der Diktatur in Peking und den Mullahs im Iran nähren. Drohungen nach außen und Repressionen gegen innere Gegner können erwiesenermaßen auch Vorbereitungen sein für noch weitaus aggressivere Aktionen bis hin zum Waffengang und Eroberungen.

Selbst der Klima-Wahn, vor allem in Wohlstandsländern als brennendes Welt-Problem wahrgenommen, wird deutlich relativiert. Denn zum einen geht es in einem Land wie der Ukraine nun ums nackte Überleben. Zum anderen sitzen die wahren Herren über das Ausmaß der Treibhausgase eben nicht in gesprächsbereiten, selbstkritischen und veränderungsfähigen Demokratien, sondern in den Machtzentralen von Diktaturen wie Peking und Moskau, darüber hinaus in Staaten wie Indien, Brasilien oder Indonesien, in denen es recht wenig Anhänger von Greta Thunberg oder von Fridays for Future gibt, Länder, in denen es für Hunderte von Millionen Menschen auch meist ums Überleben im Hier und jetzt geht.

Was also soll eine Landschaftsverschandelnde, technisch fragwürdige Energie-Revolution in dem relativ kleinen Deutschland, die massive Gefahren für die Wirtschaft und die allgemeine Energieversorgung mit sich bringt, angesichts der brutalen Realitäten in der Welt? Geht es nicht, wie beispielsweise der US-Autor Jonathan Franzen seit Langem fordert, in erster Linie um das möglichst smarte Management des unabwendbaren Klimawandels?

Feministische Außenpolitik
Baerbock: „Zusammenhang zwischen Genderfragen und Klimakrise umfassend thematisieren“
Der dramatische Wandel im Bewusstsein des Westens erfasst sogar die vom Genderwahn solange schon gebeutelte Sprache und die Wahrnehmung der Geschlechter: Binnen Tagen veränderte sich die Konnotation von Begriffen wie Helden, Tapferkeit, Mut, ja überhaupt erscheint das bislang als „toxisch“ diffamierte Männliche nicht mehr bedrohlich, sondern dank der Worte eines mutigen Präsidenten oder verteidigungswilliger einfacher Bürger in der Ukraine sehr viel sympathischer. Das allerdings veranlasste die TAZ zu einem aberwitzigen Kommentar über das „männliche“ Russland und die „weibliche“ Ukraine, in der „phallische“ Panzer in das ukrainische Weibchen eindringen. Rettung verspreche letztendlich nur eine „feministische Außenpolitik“, von der selbst Annalena Baerbocks kaum noch spricht. Die Russen „zeigen ihre Eier, ihre Kampfbereitschaft, ihr Gemächt. Das ist, was Russland tut. Seine Eier sind aus Stahl. Sein Sperma ist Schwarzpulver.“ Soweit der TAZ-Text. Gott behüte, unsere Sicherheit würde einmal von solch feministischem Irrsinn abhängen.

Der Teufel lebt

Der Teufel in der Geschichte der Menschheit ist trotz allen Wunschdenkens und der Illusionen, die in 75 Jahren Frieden und Wohlstand in fast ganz Europa blühten, noch lange nicht tot. Das Teuflische ist höchst lebendig, alle sehen es, dass es so etwas gibt wie Feinde und finstere Mächte, Machtgier und Bösartigkeit.

Das Weltenschicksal entscheidet sich eben nicht in unseren Köpfen und Herzen, unsere Zukunft kann auch in den Händen skrupelloser Machthaber und eroberungswilliger Nationen liegen. Das Böse ist wahrnehmbar zurück und das macht jenen Hoffnung, die das Gute so gerne wollen, aber Aberglauben, Beschwörungen und Wunschdenken nicht vertrauen wollen.

Kriege sind immer schrecklich. Dennoch durfte die Welt aufatmen, als die USA sich nach langem Zögern auf den Krieg gegen Hitler-Deutschland vorbereiteten und dann 1941 aktiv in den Weltkrieg eingriffen. Womit Hitlers Schicksal besiegelt war. In einem ähnlich paradoxen Sinn müssten wir auch Putin für seinen Aggressionskrieg dankbar sein. Er ist der Bösewicht – aber indirekt zwingt er erfrischende Rationalität in eine irr gewordene Welt, die immer irrer zu werden drohte.

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Kommentare ( 65 )

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Bad Sponzer
1 Monat her

Das Böse (der links-grüne Zeitgeist) ist immer noch da. Er versteckt sich hinter der Sonnenblume und ist allgegenwärtig. Er wird auch nicht verschwinden, weil er sich durch alle Institutionen gefressen hat und Besitz tief im Bewußtsein des deutschen Volkes ergriffen hat. Auch wenn es schwerfällt, es ist nicht vorbei. Jetzt geht es erst los. Es wird einer ungeheueren Kraftanstrengung bedürfen, diese Bande wieder aus den Institutionen zu entfernen. Es wird wohl wieder eines großen Opfers bedürfen, um wieder einigermassen normal zu werden. Wir hätten es gar nicht so weit kommen lassen dürfen!!!

Atheist46
1 Monat her

Ich wiederhole es gerne noch einmal: „Wenn Ideologie gegen Realität steht, gewinnt am Ende die Realität. Immer“ (Dushan Wegner). Nun scheint also die Realität langsam die Oberhand über die diversen linksgrünen Träumereien zu gewinnen. Dass das Erwachen ein böses sein könnte, damit war angesichts der atemberaubenden ideologischen Höhenflüge des Zeitgeistes zu rechnen: Wer hoch steigt, riskiert eben einen tiefen Fall. Ob allerdings die Einsichten von Dauer sein werden, dessen bin ich mir noch nicht so sicher. Ich glaube nicht, dass sich Politik und MS-Medien die bereits sicher geglaubte Beute „demokratischer Rechtsstaat“ so ohne weiteres wieder entreißen lassen, im Gegenteil: Sie… Mehr

Andreas A.
1 Monat her

Da der Herr Verfasser im Geschichtsunterricht wohl gefehlt hat, hier eine kleine freundschaftliche Nachhilfe:
1.) Nicht die USA haben sich entschlossen, „aktiv“ in den 2. WK einzugreifen. Vielmehr haben am 08.12.1941 Japan und am 11.12.1041 Deutschland den USA den Krieg erklärt.
2.) Hätten sich die USA nicht am 06.04.1917 mit fadenscheiniger Begründung (die danach zu einem Muster der amerikanischen Außenpolitik wurde) in einen Krieg eingemischt. der sie nicht das Geringste anging, hätte es diesen 2. WK wohl nie gegeben und die Geschichte hätte einen anderen, mutmaßlich deutlich positiveren Verlauf genommen

Trankovits
1 Monat her
Antworten an  Andreas A.

Meine Güte, was eine oberlehrerhafte Attitüde und formalistische Argumentation, nur um sich dann zu einer grotesken These über die „wahren“ Ursachen des Zweiten Weltkriegs auszulassen. Die Fakten: 7. Dezember 1941 Japans Angriff auf Pearl Harbour. Am 8. Dezember 1941 sagte Roosevelt in einer Radioansprache, dass Deutschland und Japan einem gemeinsamen Kriegsplan folgten und deshalb seien Deutschland und Italien als Mächte zu betrachten, die sich als im Kriege mit den USA befinden. Damit war der Stimmungsumschwung in den USA von einer zunächst isolationistischen Position endgültig vollzogen. Kurz nach der Ansprache Roosevelts erklärte der Kongress fast einstimmig zunächst Japan offiziell den Krieg.… Mehr

Andreas A.
1 Monat her
Antworten an  Trankovits

Es ist selbstveständlich jedemanns Recht, historische Fakten als „befremdlich“ anzusehen.

ramseshelge
1 Monat her
Antworten an  Trankovits

Nun,im Geschichtsunterricht der DDR lernten auch wir, die Ergebnisse des 1.Weltkrieges ermöglichten den 2. Es war kein echter Friedensvertrag von Versailles, sondern ein Diktatfrieden. Alle Länder bis auf die USA hatten gewaltige wirtschaftliche Schäden, dafür brauchte man einen Schuldigen. Und wer konnte das anderes sein außer das Kaiserreich. Österreich/Ungarn war zerfallen und Italien hatte die Seiten gewechselt. Es blieb nur das Kaiserreich. Und vae Victis! Die BRD hat, glaube ich, die letzte Rate der Kriegsschuld erst 2010 bezahlt, mehrere hundert Millionen Euro…

Demokratius
1 Monat her

„Das Böse ist wahrnehmbar zurück und das macht jenen Hoffnung, die das Gute so gerne wollen, aber Aberglauben, Beschwörungen und Wunschdenken nicht vertrauen wollen.“ – was für eine Schwurbelei!
Das Böse war tatsächlich nie weg! Das Ende des 2. Weltkrieges brachte zwar das Ende der Kriege in Mitteleuropa (mit Ausnahme des Jugoslawienkrieges), aber weltweit wurde dennoch – meist ausgehend von den USA und dem Wunsch, „demokratische Verhältnisse und Menschenrechte“ über die ganze Erde auszuschütten, eifrig weitergebomt. Natürlich gab es von uns im Westen nichts daran auszusetzen, denn nach dem St.-Florians-Prinzip war man froh, dass es uns nicht selber getroffen hat.

Rene Meyer
1 Monat her

Schon wieder so ein seltsamer Text. Nun, selbstverständlich ist nicht alles falsch. Doch geradezu grotesk ist die Einteilung in Gut und Böse. Nein, so einfach ist es eben nicht. Und ebenso wenig wird sich das einstellen, was der Autor meint zu erkennen: die „Zeitenwende“ weg von Klima-Hysterie, Wokeness, Gender-Mainstreaming etc. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Alle Welt glotzt in die Ukraine und schimpft auf Russland, während das „Mainstream-Paket“ mit der Überschrift „Trans-Humanismus“ weitgehend unbemerkt massiv vorangetrieben wird. Lasst Euch nicht täuschen! Lasst Euch keinesfalls ablenken. Bleibt weiterhin wachsam. Versucht, die Wahrheit hinter den Täuschungen, Lügen und Manipulationen zu erkennen.… Mehr

H. Priess
1 Monat her

Das Teuflische ist höchst lebendig, alle sehen es, dass es so etwas gibt wie Feinde und finstere Mächte, Machtgier und Bösartigkeit. Oh ja, also diesen Satz unterschreibe ich sofort denn mir fallen automatisch viele viele Namen ein auf die das zutrifft. Das Weltenschicksal entscheidet sich eben nicht in unseren Köpfen und Herzen, unsere Zukunft kann auch in den Händen skrupelloser Machthaber und eroberungswilliger Nationen liegen. Also der Satz übertrifft in seiner Aussage den ersten noch viel mehr. Alles eine Frage der politischen Bildung, des Standpunktes und der Präferenzen die man hat. Nun zur Frage ob und vor allem was sich… Mehr

Dissident
1 Monat her

Heilsamer Schock? Von wegen, hierzulande wird der Ukraine-Krieg von den üblichen Verdächtigen für die beschleunigte Durchsetzung ihrer Agenda (ungedrosselte, unkontrollierte Massenimmigration, „Energiewende“, Massenverarmung der Mittelschichten) instrumentalisiert.

Alexis de Tocqueville
1 Monat her

Na so was. Da war ich jahrzehntelang ein ewig gestriger Rechter und jetzt erklärt TE mich kurzerhand zum ewig gestrigen Linken. Wir haben in der Ukraine (und Georgien) nämlich nichts zu suchen. Das ist Russlands Vorhof, und da sollten wir uns genausowenig einmischen wie die Russkis in Kuba oder Mexico. Das kann nur zu Krieg führen, ist also tatsächlichlich Kriegstreiberei. Das ganze Moralgeschwafel, dass wir „schon länger hier Lebenden“, die wir nicht mal ohne weiteres in ein Restaurant dürfen, für die Freiheit des unkrainischen Volkes kämpfen müssten, gegen den finsteren Darth Putin… Ja, nee, is klar. Wer sowas erzählt ist… Mehr

Judith Panther
1 Monat her

Bisher war´s einfach nur ärgerlich und ätzend.
Ab jetzt wird´s lustig.