Eierbrickets zu Überraschungseiern: Der Klima-Aktivismus

Spannung, Spiel … nur die Schokolade fehlt.

David Speier/NurPhoto via Getty Images

Man kann beim Betrachten der Bilder aus Garzweiler ein bisschen dem Ehepaar nachfühlen, das nichts Böses ahnend nach Hause kommt und feststellen muss, dass der Kindergeburtstag dem Babysitter entglitten, zu einer Zerstörungsorgie mutiert und das halbe Haus in Trümmer gelegt ist.

Eigentlich beeindruckt die jugendliche Aufwallung ja, in ihrer urwüchsigen Ungeduld, mit dieser durch nichts zu trübenden Entschlossenheit – und in ihrer unverschämten Beschränktheit. So eine Mischung aus dem naiven Entdeckerglück der gerade geschlüpften „Biene Maja“ und dem beharrlichen Kampf junger, unerschrockener Helden in den „Tributen von Panem“. Man glaubt, dieses Pathos schon mal erlebt, diese weißen, uniformen Overalls gesehen und diese Phrasen schon irgendwo gehört zu haben: „Wir haben die Maschinen mit unseren eigenen Körpern gestoppt…“, betrachtet die jungen „Klimaaktivisten“ mit mitleidigem Verstehen, durchsetzt von bittersüßen Rückblicken auf die eigene Jugend.

An auf der Suche nach irgendeinem Hirngespinst bis zur Erschöpfung sinnlos vergeudete Energien. An den verbissenen Straßenkampf gegen irgendeinen Alltagsbösewicht in Gestalt eines Fußball konfiszierenden Hausmeisters oder einer lästigen Lehrerin … ein besonderer Spaß, wenn der ehedem Gefürchtete dabeistehen und zuschauen muss, wie das von ihm sorgsam Gehegte Gepflegte verwüstet, und sogar aus der dritten und vierten Reihe heraus geklatscht wird.

Nur Sandkastenspiele, Bruchkantenrutschen und Hasch-Mich mit der Polizei im Tagebau?

Gleich nach diesen romantischen Relativierungen kann man sie aber deutlich erkennen: Hinter den meisten dieser jungen, an Idealismus trunkenen Jugendlichen stehen abgekochte politische Scharfmacher, denen der Wald, die Bienchen und die angeblich vom Untergang bedrohten Dörfer der Unterdrückten von Vanuatu bis Erkelenz-Keyenberg im Grunde völlig Schnuppe sind. Die sich auf das hohe Ross der Klimarettung eigentlich nur gesetzt haben, um es als ausgehöhlten trojanischen Gaul gegen das eigentliche Ziel in Stellung zu bringen: den Kapitalismus, die Industrie und das neoliberale „Schweinesystem“.

Zitat von der Website der „Interventionistischen Linken“:

„Wir lassen nicht zu, dass das Klima weiter aufgeheizt wird, dass Inseln im Meer versinken und weitere Dörfer für die dreckige Braunkohle abgebaggert werden. Alle Dörfer bleiben – im Rheinland und weltweit.“ (1)

Interview mit Nike Malhaus von „Ende Gelände“ mit dem Netzwerk „Marx21“:

„man könne … dauerhaft nur mit erneuerbaren Energien leben, wenn man den Kapitalismus überwinde …“ (2)

Entlarvend, wie den klimatischen Aktivisten ihre rein politischen Motive immer wieder einmal herausrutschen und eine eierlegende Wollmilchsau für Alle“innen“ zusammengeklont wird (aus der Website von Endegelände):

Presseaussendung vom 24. Juni 2019

„Ohne eine Abkehr vom fossilen Kapitalismus ist weder eine ernstzunehmende Bekämpfung der Klimakrise noch globale soziale Gerechtigkeit möglich. Ein tiefgreifender, sozial-ökologischer Wandel ist nötig, um ein gutes Leben für alle zu erreichen.“ (3)

Sie wissen nicht, wie weit gestrig sie eigentlich sind

Und ewig gleichen sich die Bilder: zottelige Alternative zimmern sich Unterstände im Gehölz zusammen, kraxeln auf Bäume, schießen mit primitiven Schleudern auf behelmte Gegner, werfen mit Steinen und kämpfen gegen die Unterdrückung. Man wird nicht müde, der Deutschen Liebste Landschaft für bedroht zu erklären: den Wald, von Teutoburg bis Hambach und von Wackersdorf bis Flörsbach (Startbahn West).

Erinnerungen an teils längst versunkene Schlachtfelder werden wach. Ausgrabungen werden später statt Pfeilspitzen naiv betextetes, verrottungsbeständiges „Mobi-Material“ (4) von der Website von Ende Gelände (7cm x10 cm, Plastik) sein.


Quellen:

(1) https://aschaffenburg.interventionistische-linke.org/termin/infoveranstaltung-ende-gelaende-0

(2) https://www.marx21.de/ende-gelaende-2019-klimawandel-stoppen/

(3) https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/presseaussendung-vom-24-juni-2019/

(4) https://www.ende-gelaende.org/de/mobi-material/

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Kommentare ( 14 )

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14 Kommentare auf "Eierbrickets zu Überraschungseiern: Der Klima-Aktivismus"

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Dazu drei Zitate des Schriftstellers Curt Goetz:

Keine Dummheit ist so groß, als dass sie nicht durch Beharrlichkeit noch größer werden könnte (gilt auch für Merkels Politik)

Wenn die Menschheit nur schlecht wäre – sie war es immer -, aber dass sie so dumm geworden ist, ist verdächtig! Sollte das Ende der Welt so nahe sein?

Als Trottel dazustehen, wäre heutzutage nicht weiter auffallend. Denn wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er von Dummköpfen umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht.

Sozialistische Umweltzerstörung: Verdienter Dreck des Volkes… Es hat kaum 30 Jahre gedauert, und es sieht so aus, als wäre in Vergessenheit geraten, was Sozialismus bedeutet: Ein Leben in Armut, ohne Bananen, ohne Reisefreiheit, ohne Strom (in Venezuela), ohne Motivation, etwas aus sich zu machen, ein Leben unter Überwachung durch die Partei und ihre Spitzel, ein Leben im Gefängnis, wenn man die falsche Meinung hat, Tod, wenn man das Pech hat, auf einen Grenzschützer oder eine Selbstschussanlage an der innerdeutschen Grenze zu treffen oder unter Stalin in einen Gulag gesäubert zu werden. Sozialismus meint Unfreiheit, Zwang und Elend, Auswanderung, Flucht und… Mehr

irgendwie klingt das alles für mich so wie vor 40 Jahren die RAF herum getöst hat. Der Unterschied die hatten keine „Umfrageergebnisse“ von 30% oder was auch immer. oh oh oh…da kommt was ganz Übles zum 4x in 150 Jahren auf uns zu…

Nur dass der real existierende bzw. existiert habende Sozialismus immer ökologische Notstandsgebiete zurück lässt bzw. ließ

+

..und ich frag´ mich völlig hitzefrei aber allen ernstes:

„Was machte mancher Schornlischt –

gäbe es diesen Sommer kein Klima?“ – ! –

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Angeblicher Umweltschutz wird da zum Event gemacht.
Und wie bei jedem Event bleibt am Ende nur Zerstörung der Umwelt und ein Haufen Müll übrig.
Konkretes wird üblicherweise mit keiner einzigen Demo erreicht. Bestes Beispiel die jahrzehntelangen Demos gegen die Atomenergie. Keine hat etwas konkretes bewirkt, sondern die Fantasie einer naturwissenschaftlich ungebildeten Frau hat das Ede eingeläutet wegen eines Erdbebens am anderen Ende der Welt.

Lesen und Schreiben nach Gehör, dann Abi machen…und dann in Mathe versumpfen und wissen, dass das Klima gar förchterbarrr ist. Abschließend auf Uni, und ein paar Nervenzusammenbrüche von Profs später …exmatrikuliert man sich, beantragt AlgII und wird Profi-Antikapitalist.
Auch’n Beruf.

Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Klingelt’s bei Euch, Ihr Lehrerinnen und Lehrer?

Schneckchen Baerbock, Antikapitalistin solange die Diäten nicht gekürzt werden und Antikapitalist, und Grün-Guru…wie heisst der doch gleich….na egal, jedenfalls Baerbock und dieser Guru freuen sich, weil wieder jemand bekehrt ist.

Ach…Habeck heißt der Mann mit den medial bewunderten Socken (mit Löchern).

Diese Aktivisten sind diejenigen, welche zu früheren Zeiten, als es geburtenüberschußbedingt noch wesentlich mehr von ihnen gab, leidenschaftlich in die Kriege gezogen sind. Für Führer, Volk und Vaterland – und Lebensraum im Osten.
Oder um unliebsame wirtschaftliche Mitbewerber auszuschalten.
Oder um neue Kolonien zu erobern.
So ziemlich jedes Land auf dieser Erde hat diesen Typus von Mensch.
Sie müssen ihren Willen durchsetzen – und sei es mit Gewalt.

Aha. Schau an.

Soll ich jetzt auf meine vorangegangenen Kommentare an die Retter der Mohrrüben verweisen?

Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Diese „Aktivisten“ sind heute schon eine aussterbende Rasse, sie wissen es nur noch nicht. Spätestens wenn die ihr eigenes Geld verdienen müssen und das werden sie müssen, denn der Sozialstaat wird sich das Alimentieren irgendwann definitiv nicht mehr leisten können, dann werden sie sehen, was ihr ach so geliebtes neues System ihnen an Kosten abverlangt. Sie werden sich fragen, ob das doch so gut war, alles in die Steinzeit zu befördern und zu verändern, was auch nur annähernd in den Verdacht geriet, kapitalistisch zu sein. Unsere Aufgabe sollte nur sein, dafür zu sorgen, dass nicht zuviele solcher „Aktivisten“ nachwachsen. Und… Mehr