Frankreich: „Realität der islamistischen Radikalisierung“

Die Realität der islamistischen Radikalisierung: Ein aktuelles Dokument des französischen Senats unterbreitet 44 Empfehlungen, um gegen die Radikalisierung der französischen Gesellschaft zu kämpfen.

imago images / IP3press
Am Donnerstag hat die französische Untersuchungskommission über die islamistische Radikalisierung und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung einen alarmierenden Bericht vorgelegt. Fazit: „Der radikale Islamismus ist vielgestaltig und setzt sich allmählich in allen Erscheinungsformen des gesellschaftlichen Lebens fest, indem er sich auf die individuelle Freiheit beruft“. Der Bericht, der der französischen Zeitung Le Figaro vorliegt und aus dem diese zitiert, verweist auf die „Realität der islamistischen Radikalisierung“ in Frankreich und auf seine Auswirkungen auf die Gestaltung der Gesellschaft. Ganz Frankreich, bis auf den Westen, sei von einem radikalen Islam betroffen, warnt die Senatorin Jacqueline Eustache-Brinio von der konservativen Partei Les Républicains: „Jetzt oder nie muss reagiert werden“.

Aufbau eines islamistischen Ökosystems

Die im November 2019 auf Initiative der Republikaner im Senat eingesetzte Kommission, die sich aus etwa 30 Senatoren zusammensetzt, hat Behördenvertreter, Verbandsmitglieder, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger angehört, um sich ein möglichst vollständiges Bild von den Bedrohungen zu machen, die auf der Republik lasten. Die Kommission sei beunruhigt über „die Verbreitung von Verhaltensweisen, die das Zusammenleben infrage stellen und unmittelbar gegen die Gewissensfreiheit, gegen die Gleichheit von Männern und Frauen und die Rechte von Homosexuellen verstoßen“. Vor allem wohne man „außerhalb der Kulturstandorte in bestimmten Vierteln dem Aufbau eines islamistischen Ökosystems bei, wo man unter sich lebt“, hebt Jacqueline Eustache-Brinio hervor.

Damit sich die Republik den Bedrohungen stellen könne, formulierten die Parlamentarier 44 Empfehlungen für die Bereiche der Wirtschaft, der Bildung, des Sozialen und der Kultur. Darin plädieren sie für eine bessere Fortbildung der Kommunalpolitiker wie auch der Bediensteten in der öffentlichen Verwaltung in Bezug auf den radikalen Islam und den Laizismus. Um zu verhindern, dass „die Islamisten einen Teil der französischen Bevölkerung kontrollieren könnten“, fordert die Untersuchungskommission darüber hinaus die „Wiedereinführung“ des „interministeriellen Ausschusses zur Überwachung und Bekämpfung sektiererischer Auswüchse“ („mission interministérielle de vigilance et de lutte contre les dérives sectaires“ – „Miviludes“) sowie die Reaktivierung der „Religionspolizei“ („police des cultes“), um insbesondere Angriffe auf die Gewissensfreiheit zu ahnden.

Religiöse Verbände sollen Vermögensquellen transparent machen

Neben dem Verbot der Prediger der Muslimbrüder forderten die Senatoren zudem die Verpflichtung religiöser Verbände, ihre – insbesondere die aus dem Ausland stammenden – Vermögensquellen transparent zu machen. Jeder Verband, der von lokalen Subventionen profitieren möchte, müsste sich ferner dazu verpflichten, „eine Satzung zu unterzeichnen, in der die Beachtung der Werte der Republik enthalten ist“.


Dieser Beitrag erschien zuerst in Die Tagespost. Katholische Wochenzeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir danken für die freundliche Genehmigung zur Übernahme.

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Kommentare ( 83 )

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83 Kommentare auf "Frankreich: „Realität der islamistischen Radikalisierung“"

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Unter dem Rubrum „Religionsfreiheit“ läßt sich viel machen.
Ein jeder sollte individuelle Glaubensfreiheit haben. Jeder andere Unsinn ist nicht erlaubt. Ohne Laizismus wird es nicht gehen. Jede Religion hat sich daran zu halten. Keine Steuern, keine staatliche Förderung, Individuen tragen ihre Glaubensgemeinschaft.
Anderes ist nicht erlaubt. Basta (G. Schröder)!

Tja, dies wird auch uns eines Tages bevorstehen.

Nach einem Artikel aus dem Welt können wir es sogar kaum noch erwarten.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article211469111/Umfrage-von-WELT-AM-SONNTAG-Mehrheit-der-Deutschen-will-mehr-Fluechtlinge-aus-Krisenregionen-einfliegen.html

Wir sind so ein dämliches Volk.

achja – ich habe einen Kniff dieser Seriösitätsverweigerer vergessen:

Meldungen, die man bei Welt Online nicht gerne bringt, weil sie nicht zur linientreuen Gesinnung passen, werden spät abends oder früh morgens in denkbar knappster Weise gebracht. Wenn der „Traffic“ auf der Seite dann zunimmt, sind diese Artikel grundsätzlich schon irgendwo ganz weit unten gelandet bzw. ganz verschwunden.

So kann Welt Online (die anderen machen das auch) immer darauf verweisen, man habe berichtet – die Suchfunktion wird es beweisen.

Auch so geht Manipulation.

Der Bayerische Rundfunk machts genauso: Meldungen um sechs Uhr früh sind schon um sieben aussortiert.

Welt-Online – das „Bento“ der „Konservativen“: Da läuft es wie folgt (anderswo übrigens auch!): Überschrift, Bildauswahl und Anreissertext sind eine Zur-Schaustellung der regime-konformen Haltung und dienen der Manipulation derjenigen Leser, die den folgenden „Artikel“ nicht mehr lesen (vermutlich die Mehrzahl der Seitenbesucher). Die Niedertracht bei Welt Online reicht dabei von sinn-entstellenden Auslassungen bis zur bewußten Lüge über die im Artikel folgenden Tatsachen. Im Artikel wird dann in der Regel eine Agenturmeldung (dpa, reuters et.alt. – es lohnt sich, deren politische Agenda nachzuvollziehen; dort sitzen die gefährlichsten Kulturmarxisten der Medienlandschaft) von einem Praktikanten leicht umformuliert und im Umfang etwas angedickt –… Mehr

Weiter im verlinkten Artikel liest man:

„… Das künftige EU-Asylsystem soll nach dem Willen von 59 Prozent der Befragten die unerlaubte Einreise von Asylsuchenden nahezu beenden. …“

Die Überschrift passt vorne und hinten nicht dazu, was auch in einigen Kommentaren bemerkt wurde. Noch ein Beispiel des linken medialen Framings.

Es ist längst so weit, in Deutschland werden darüber nur keine Berichte veröffentlicht.

Frankreich ist ein failed State
Belgien ist ein failed State
Schweden ist ein failed State
Holland ist ein failed State
BRD ist kurz vor failed State

Herr Erdogan wird’s wohl richten und KGE freut sich drauf

Die Zahnpasta ist aus der Tube

Vor dem Hintergrund des Gedankens, dass die politischen Kader nicht völlig verblödet sind, bleibt nur folgender Schluss: Die Etablierung der muslimischen Gegengesellschaften in Europa erfolgt evtl. mit dem Ziel der Destabilisierung der bislang weitgehend homogenen europäischen nationalen Bevölkerungen sowie deren prosperierender Entwicklung. Egal, ob mir Leser der SZ oder des Spiegels erzählen, dass die Araber (aka „Muslime“) die Medzin, den Kaffee und die Zahlen und Halma „erfunden“ haben: Islam bedeutet bestenfalls Steinzeit, in jeder zivilisatorischen Hinsicht; in Konfrontation mit einer Zivilsation, die gerade überall dritte Toiletten installiert und sich fragt, ob weißes Klopapier evtl. nicht-weisse Personen diskriminiert, ist der totale… Mehr

Tja, selbst wenn beide Seiten instrumentalisiert werden, wer hat am Ende weniger Probleme auf dem Niveau der dritten Welt zu leben? Wir oder die Umma?

Da sich der orthodoxe Islam auf dem Niveau der Dritten Welt wohl fühlt, die westliche Zivilisation jedoch nicht, gehe ich davon aus, dass „die“ weiterhin ihr Steinzeit-Reenacment durchziehen, während „wir“ zügig die Trümmer aufräumen und mit die Wiederaufstieg anfangen.

Die Spanier brauchten 800 Jahre (von 711 bis 1492), um ihr Land aus den Fängen des Islam zu befreien, und dann nochmal 100 Jahre, um die im Land verbliebenen Nachfahren auszuschaffen, nachdem diese zur Verteidigung ihres Glaubens die Osmanen zu Hilfe rufen wollten. Also Frankreich und Deutschland sollten wissen, worauf sie sich einlassen.

Ich stellte mir gerade den Aufschrei unserer Kommunisten, Öko-Nazis im Bundestag vor, wenn eine deutsche Regierung solch eine Studie machte und Kommunalpolitiker um ihre Meinung befragt und das Ergebnis nicht den üblichen weichgespülten Erwartungen entspricht.

Die Fremdenlegion wird wohl bald in der Heimat kämpfen dürfen. Die Feinde von früher kommen nun nach Frankreich.

Belgien, Frankreich, Deutschland, dann unter Ausnutzung der EU der Rest Europas: So ist die Islamisierung geplant.
Bisherige Gegenwehr in Westeuropa: Genau NULL.
„Ohne den Islam wäre es in Deutschland ganz schön langweilig“ (KGE)

Nein, niemand (außer den Moslems) plant eine Islamisierung; gewünscht ist nur die Spaltung der „Bevölkerung“ in heterogene Gruppen, die man nach Bedarf gegeneinander auspielen kann. Das BRD-Regime ist boshaft, aber nicht dumm.

Es ist nicht dumm, sondern (größen)wahnsinnig! Interessanterweise durch die Bank alle. Wie sonst könnte Spahn Gesundheitsminister, Altmeyer Wirtschaftsminister, Seehofer Innenminister sein. Von den Weibern schweigt des Sängers Höflichkeit.

Der Islam ist der Archetyp aller Erziehungsdiktaturen. Deshalb ist er bei Altnazis und Neostalinisten gleichermaßen beliebt.

Schon Sarkozy und Hollande versprachen Änderungen, Engagement z.B. in den Banlieuls (Vorstädten), in die sich nicht mal Aufzugreparaturdienste trauen und die ein gefundenes Fressen für Islamisten und Extremisten sind.

Nixxx passiert. Hollande machte kurz vor seinem Amtsende einen kurzen Besuch. Auch Marcron versprach viel – nichts gehalten bislang.

Man sollte mal die Tausenden von Juden befragen, warum und weshalb sie aus Frankreich ausgewandert sind.
Interessant, dass das bislang wohl niemand gemacht hat.
Von vielen Rechtsextremen in Frankreich habe ich bislang nichts gehört.

Ich möchtee mich wieder auf das Buch „das Heerlager der Heiligen“ beziehen. 1973 geschrieben, zeigt es genau die Gesellschaften, Politik, Kirchen, Gewerkschaften und vor allem die Medien wie sie heute, im Jahre 2020, in den westlichen Staaten bestehen. Sehr beängstigend. Sehr prophetisch von Herrn Raspail.