Niedersächsische Richter: Kuschelangebote für Messerstecher

Bürgern mit hoch entwickelten gesellschaftlichen Normen sehen sich einer Justiz gegenüber, die sich mehr um ihr eigenes Wohlergehen sorgt denn um die stringente Erfüllung ihres Auftrages mit eindeutigem Feedback an die Regierenden.

© Jeff J Mitchell/Getty Images

Klar, auch Richter müssen sich organisieren dürfen, wenn sie gemeinsame Interessen gegenüber Außenstehenden formulieren oder Forderungen in eigener Sache aufstellen wollen. Inwieweit sie politisch agieren oder gesellschaftliche Problemfelder kommentieren sollten, bleibt ihnen ebenfalls ein stückweit selbst überlassen. Richter sind tagtäglich mit den Verwerfungen unserer Gesellschaft konfrontiert. Der Blick ist also notwendigerweise intensiver als dort, wo man sich wegducken kann: in den Privathäusern der Bürger oder in den Parlamenten, wo nur theoretisch verhandelt wird, wo Gesetze beschlossen werden, die dann vor Gericht Maßstab von Strafe und Sanktionen sein sollen, so sie übertreten wurden.

Was nun allerdings aus Niedersachsen vom Vorsitzenden des dortigen Richterbundes, einem Berufsverband, der die Interessen von über 1.700 Richtern und Staatsanwälten in Niedersachsen vertritt, öffentlich geäußert wurde, macht sprach- und ratlos. Frank Bornemann heißt der Vorsitzende. Und der hatte sich gerade erst mit einer Forderung bei der großen Koalition des Landes durchgesetzt, flächendeckend Einlasskontrollen an allen Gerichten einzuführen. Die eigene Sicherheit hat also höchste Priorität. Verständlich für einen Interessenverband. Nun aber macht der Verband in Gestalt seines Vorsitzenden damit Schlagzeilen, einen abscheulichen Messerangriff durch einen syrischen, mutmaßlich minderjährigen Täter, gegen eine Frau, die gerade aus dem künstlichen Koma erwacht ist, der unter anderem die Milz sowie ein Teil der Bauchspeicheldrüse entfernt wurden, die Rippenbrüche erlitt, damit zu beantworten, das Bornemann gegenüber der hannoverischen Neuen Pressemehr Integrationsangebote für Flüchtlinge“ fordert.

Augen zu ist keine Strategie
Von der Staatsverwahrlosung in die Verfassungskrise
Was soll dass sein? Etwa ein verbales Dankeschön an die Landesregierung für die geforderten und nun gewährten erhöhten Sicherheitsmaßnahmen für Richter und für eine Personalaufstockung um 250 weitere Mitarbeiter? Der Bürger jedenfalls wird sich schwer tun mit Äußerungen und Forderungen, ausgerechnet von solchen Instanzen, die doch mit strengem Sanktionskatalog dafür Sorge tragen sollten, Kriminalität einzudämmen, indem potentiellen Tätern klar gemacht wird, was ihre Taten für sie persönlich für gravierende Folgen haben werden. Prävention durch Abschreckung. Bornemann äußerte sich hier allerdings zur Vorbeugung von Straftaten. Seine Aufgabe und die seiner Kollegen im Verband allerdings ist die Feststellung und die Sanktionierung solcher Straftaten.

Richter Bornemann meint nun, es müsse mehr Anstrengungen für die Integration von jugendlichen Flüchtlingen geben. Dies sei notwendig, bis alle Flüchtlinge verinnerlicht hätten, dass man in Deutschland zum Beispiel nicht mit dem Messer aufeinander losgeht. „Wir müssen da ehrlich bleiben, es dauert seine Zeit, bis die Normen einer neuen Gesellschaft verinnerlicht sind“, sagte Bornemann gegenüber der Neuen Presse.

Was soll das bedeuten? Beschäftigungstherapien, Bastelkreise und Abenteuerurlaub, die davon abhalten sollen, mit Messern auf Frauen loszugehen und sie lebensgefährlich zu verletzen, weil die Messerträger die Norm der deutschen Gesellschaft noch nicht verinnerlicht hätten? In welcher Gesellschaft ist es die Norm, Frauen mit Messern zu attackieren? Was weiß Bornemann über die Gepflogenheiten in Syrien, von denen wir nichts wissen?

Nein, hier muss einzig ein offensichtlich wirkungsloser Sanktionskatalog diskutiert werden. Hier geht es um Haftstrafzeiten, die wie Urlaubsaufenthalte gestaltet werden oder gleich in einen Freigängermodus übergehen. Hier fehlt es nicht an Wissen um irgendwelche Normen, sondern hier fehlt Angst. Angst, empfindlich seiner Freiheit beraubt zu werden, die bestimmte Einwanderer hier auf rechtsbrecherische und kriminelle Art und Weise, in vollen Zügen und staatlich subventioniert genießen. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden. Und es muss verschärfte Kontrollen dieser Klientel auf der Straße geben. Wenn am Anfang der Straftat der Besitz eines Messers steht, dann müssen diese Messer eben gesucht und gefunden werden, bevor sie zustechen können. Das, härtere Strafen und ein Strafvollzug am Limit des Zulässigen, das ist Prävention – und nichts anders.

Dann müssen Streifenpolizisten eben mit mobilen Metallsuchgeräten ausgestattet werden, die es an jedem Flughafen in großer Zahl gibt, anstatt Beamte nur mit Stichschutz-Halskragen auszustatten. Und wenn sich ein zartes Gemüt dann über anlasslose regelmäßige Kontrollen auf Sicht, also nach Aussehen und mutmaßlich erkennbarer Ethnie erregt und „Rassismus!“ schreit, dann muss eben auch das ausgehalten werden. Das jedenfalls ist weitaus erträglicher als die bald tägliche Meldung des Messerangriffs von jungen Einwanderern auf Frauen und Männer.

An Bürgern mit hoch entwickelten gesellschaftlichen Normen, aber offensichtlich mit einer Justiz, die sich mehr um ihr eigenes Wohlergehen sorgt denn um die stringente Erfüllung ihres Auftrages mit entsprechend strengem und eindeutigem Feedback an die Regierenden.

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Kommentare ( 114 )

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114 Kommentare auf "Niedersächsische Richter: Kuschelangebote für Messerstecher"

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Einige halten Messer für folkloristisches Beiwerk, von Männern aus bestimmten Kulturkreisen, als Attribut ihrer Männlichkeit. Nein, die sie tragen und benutzen, sind Schwerkriminelle. Auch in Syrien. Und sie sind schlau genug, die „Normen unserer Gesellschaft“ zu kennen. Ob sie sie jemals „verinnerlichen“, steht zu bezweifeln. Aber versucht es ruhig weiter mit Mal- und Bastelkursen. Hauptsache den Glauben an die eigene Weltsicht nicht verlieren.

„Es wird keine anlasslose Überprüfung geben“ sagte der Herr der Misere. Erst ist man verletzt oder sogar tot, dann darf die Polizei ausströmen um den Täter zu suchen. Ist sie erfolgreich und der Kriminelle Zugewanderte steht vor Gericht, hält der Richter ihm zu Gute, dass er sich mit den hiesigen Gepflogenheiten noch nicht so gut auskennt. Was zu tun bleibt, ist dem Herrn Richter die hiesigen Gepflogenheiten beizubringen. Notfalls mit Haftstrafe, da er pardu das deutsche Recht nicht zur Anwendung bringen will. Die einzige Frage die sich noch stellt, bringen wir erst rechtsuntreue Politiker in den Knast oder erst die… Mehr
Die Forderung nach mehr Integrationsbemühungen beruht wahrscheinlich auch darauf, dass Ausweisungen so hohe Anforderungen stellen und vor allem kaum noch umsetzbar sind. Wen es interessiert, der möge sich die §§ 53, 54 AufenthG zu Gemüte führen und wird erkennen, wie hoch die Anforderungen (Stichwort „Interessenabwägung“) dafür sind, das ein Ausländer überhaupt ausreisepflichtig wird. Anschließend lese man sich die diversen Presseberichte über gescheiterte Ausweisungen aufgrund fehlender Ausweispapiere, medizinischer Vorbehalte, Verfolgung im Herkunftsland und nicht zuletzt mangelnder Kapazitäten durch. Nach alle dem kann sich jeder selbst ausmalen, wie realistisch es ist, dass kriminelle Ausländer ausreisepflichtig werden und auch tatsächlich abgeschoben werden können.… Mehr

Richterkorps gehört ausgetauscht. Paragraph 339 in der judikativer Praxis aktiviert. Die Gewalttäter sollen grundsätzlich keine Bewältigung genießen. Punkt

Danke für diesen Artikel, Herr Wallasch! Das einzige, was sich in der Praxis gegen muslimische Straftäter bewährt, ist eine knallharte Null-Toleranz-Strategie. Die islamische Welt respektiert nur und ausschließlich den Stärkeren. Wenn man Straftätern aus diesem Kulturkreis permanent entgegenkommt und ihnen, anstatt drakonische Sanktionen zu verhängen, noch etwas Gutes tut, indem man die Familienzusammenführung ermöglicht und sie an der langen Leine laufen lässt, erzielt man die gegenteilige Wirkung dessen, was man beabsichtigt. Es ist ein grundlegender Fehler, Menschen aus dem islamischen Kulturkreis wie kleine Kinder zu behandeln, die den Weg noch nicht gefunden haben. Sie haben den Weg bereits gefunden. Und… Mehr

Wieso haben die immer Messer bei sich griffbereit? Laut Waffengesetz sind Springmesser und Messer mit Klingen größer 12 cm verboten, oder gilt für die Flüchtlinge das deutsche Waffengesetz nicht? Mich würde das Mal interessieren.

Das Waffengesetz gilt natürlich genauso für „Flüchtlinge“. Die „Flüchtlinge“ interessieren sich in der Breite nur nicht für deutsche Gesetze. Und so lange das Brechen deutscher Gesetze für „Flüchtlinge“ keinerlei drakonische Strafen nach sich zieht, wird dies so bleiben.

Grundsätzlich gibt es beim Tragen von verbotenen Messern schon angedachte harte Strafen. http://www.ra-strafrecht-stuttgart.de/welche-messer-sind-verboten/ Vermutlich wird aber unsereins eine höhere Strafe bekommen, wenn wir mit dem gerade gekauften Küchenmesser, dessen klinge länger als 12cm ist, nach Hause laufen, als ein Flüchtling, der sein Messer bei sich trägt und es sicherlich nicht im entferntesten zum Bratenscheiden benutzen möchte. Recht haben und Recht bekommen, sind zweierlei. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Grundsätzlich reichen aber auch schon 12 cm Klinge aus, um zu morden und zu meucheln. Grundsätzlich finde ich, sollte das mitführen von Messern – für Personen… Mehr

Am besten wohl, man lässt Messer einfach nicht so dicht an sich heran. Im Zweifel hilft es vielleicht auch, sich eine Speckschicht von mehr als 10 cm anzufressen. Unsere Regierung kann schließlich ein bisschen Einsatz von den „hier schon länger Aufhältlichen“ verlangen! Die „Neuankömmlinge“ sind ja bis auf weiteres einfach zu dumm, ungebildet und gewalttätig – wenn ich den Richter B. richtig verstanden habe. Hinter einem Gerichtswachtmeister hervorguckend lässt sich scheinbar gelassen über „Integration“ reden.

Mein Vorschlag: „Jeder, der erregt „Rassismus“ schreit“, wird selbst zu mindestens drei Jahren zum Dienst auf Streife verpflichtet.

Die Böcke als Gärtner, die wir schon haben (siehe Artikel) reichen Ihnen wohl nicht?

Man könnte den gordischen Knoten auch einfach durchhauen und die genau entgegengesetzte Richtung gehen: wer hierher gekommen ist, um Schutz zu suchen, dabei von Anfang an und ohne Begrenzung die sozialen Wohltaten eines Landes in Anspruch nehmen kann, sollte diesen Anspruch inkl. Aufenthaltsrecht automatisch verlieren, wenn er sich brutaler Gewaltdelikte schuldig macht. Die Aussicht auf ein Jahr hinter Gittern zu deutschen Konditionen hat für eine bestimmte Klientel weder abschreckende noch sonderliche Sanktionswirkung. Dem Vernehmen nach gilt ein Knastaufenthalt sogar als eine Art „Ritterschlag“. Doch dazu wäre ein grundsätzliches Umdenken notwendig, eine andere Politik und, wie es aussieht, auch eine andere… Mehr
Lieber Herr Wallasch, ich muss Ihnen in einigen Punkten widersprechen: Die Eingangskontrollen an deutschen Gerichten dienen ebenso der Sicherheit von Angeklagten, Opfern, Zeugen und der Besucher wie dem Schutze von Richtern, Anwälten und Rechtspflegern. Häufig sind gerade Zeugen einem höheren Risiko ausgesetzt als Richter oder Anwälte. Der Schutz dieser Personen ist dort, wo er dem Einfluss der Justiz unterliegt (im Normalfall Sache der Polizei!), so gut es geht zu gewährleisten. Daran gibt es nichts Schlechtes, selbst wenn die Initiative auf einen Interessenverband zurückgeht. Der in der Presse viel zitierte Satz von Herrn Bornemann ist halb so wichtig wie ein anderer… Mehr
Na, dann geht ja dieser Bericht in der WZ in ihre Richtung, oder? http://www.wz.de/home/panorama/warum-die-kuschel-justiz-keine-ist-1.2183868 Natürlich kann man das so sehen wie Richter Menke. Man kann es aber durchaus, insbesondere nach der Silvesternacht in Köln, auch anders sehen. Die Begründung des Thomas Menke, er wolle kein „dem Pöbel gefälliges Urteil“ fällen, sehe ich (überflüssiges) aggressives Ausgrenzen anderer Meinungen, wenn auch vielleicht von Nichtjuristen, an. Ob sich der junge Richter da angesichts dieses Klimas in NRW für höhere Aufgaben empfehlen will? Im Übrigen: Dass Ereignisse in Hamburg (Plünderungen, versuchte Mordanschläge auf Polizisten etc), aber auch die bei den EZB-Krawallen in Frankfurt als… Mehr
Er übt mit dem Satz „Es ist nicht Aufgabe der Strafjustiz, Versäumnisse von Innenministern und Verwaltungsbehörden aufzufangen.“ doch sehr starke Kritik am Regierungshandeln und der massenhaften rechtswidrigen Zuwanderung. Es gilt zwischen dem Urteil, der mündlichen Eröffnung der Urteilsgründe und den Urteilsgründen selbst zu unterscheiden. (Laut Gesetz geschieht die Eröffnung der Urteilsgründe durch Verlesung oder durch mündliche Mitteilung ihres wesentlichen Inhalts. Die Urteilsgründe können erst Wochen oder sogar Monate nach der Urteilsverkündung zu den Akten kommen. Die inhaltliche Ausgestaltung der im Normalfall mündlichen Eröffnung der Urteilsgründe ist nicht näher geregelt und obliegt der Fähigkeit und dem Ermessen des vorsitzenden Richters. In… Mehr

Wir sind schon längst im Off, weiß nicht, ob Sie das noch lesen. Aber allein die Tatsache, dass dies in Hamburg vor einem AG verhandelt wird mit maximaler Strafgewalt bis zu vier Jahre Haft (soweit ich weiß) ließ mich offengestanden etwas stolpern.

Na ja, vielleicht mahlen die Mühlen der Justiz in Hamburg tatsächlich nur langsam.

@Demokrat89 Ich arbeite im Sicherheitsbereich und habe sehr häufig direkten Kontakt mit Zugewanderten. Meiner persönliche Erfahrung ist folgende: Wenn Sie Fehlverhalten nicht direkt ansprechen und bei Widerstand der Forderung nach Anpassung keine Taten folgen lassen, werden Sie 1. als Autoritätsperson nicht mehr ernst genommen 2. Das Fehlverhalten des Zugewanderten verfestigt sich 3. Das Fehlverhalten schlägt auf andere Zugewanderte durch, da Punkt 1, Wir müssen klar zeigen, dass wir hier in Deutschland Herr in unserem Hause sind und wir die Regeln definieren. Tun wir das nicht, setzt kein Anpassungs- und Lerneffekt ein und die Zuwanderer leben weiter nach ihren eigenen Regeln.… Mehr
Ich stimme Ihnen in weiten Teilen zu, denke aber, dass staatliche Autorität nicht erst auf der Anklagebank erlebbar sein darf. Die muss an den nationalen und europäischen Grenzen, im Umgang mit Behörden und durch eine klare, die Rechtsordnung achtende und bewahrende Politik erfahrbar werden. > Wir müssen klar zeigen, dass wir hier in Deutschland Herr in unserem Hause sind und wir die Regeln definieren. Tun wir das nicht, setzt kein Anpassungs- und Lerneffekt ein und die Zuwanderer leben weiter nach ihren eigenen Regeln. Einzelne Richter können mit einzelnen Urteilen hier nicht viel erreichen. Wenn wir in diesem Ansinnen dann in… Mehr
@Demokrat89 Ich stimme ihnen zu, dass es die Justiz allein nicht richten kann. Es muss, wie Sie sagen, die ganze Kette durchgehend funktionieren. Darum mein Einwand: Ich bekomme einen längeren und differenzierteren Blick auf die Zuwanderer, als üblicherweise die Polizei oder Justiz, die mit den Zuwanderern erst dann in Kontakt kommen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Ich sehe die Menschen in ihrer Persönlichkeit und in ihrer Entwicklung über einen längeren Zeitraum Auge in Auge und nicht nur über ein schriftliches Protokoll oder ein Vorstrafenregister. Man kann Fehlentwicklungen abklemmen, wenn man früh eingreift und das System von… Mehr
So ganz verstehe ich die vielen „Daumen runter“ hier nicht. Der „Demokrat89“ bringt meines Erachtens das zum Ausdruck, was bei durchaus berechtigter Kritik an der Auschöpfung ihres Ermesssensspielraums durch die Justizorgane nicht vergessen werden darf: Die Verantwortung für die kritikwürdige Situation, in der sich Deutschland befindet liegt uneingeschränkt und nicht übertragbar bei den zwar veranwortlichen aber dessen ungeachtet verantwortungslos handelnden Politikern mit „M“ ander Spitze. Das diese Verantworlichen die Folgen ihres Versagens auf ganzer Linie allzugerne auf Polizei, Justiz, Militär und nicht zuletzt auf die Bürger abwälzen, ist mir persönlich nicht erst seit 2015 bewusst. Für den Unwillen der Regierenden,… Mehr
Ihre andauernde Klugschei… geht mir gehörig auf den …. Letzten Sommer gab es die Meldung das irgendwelche Ausländer eine alte Frau in ihrer Wohnung vergewaltigt haben sollen. War natürlich Fake news. Diese Woche in der Welt zu lesen: Der Täter stand vor Gericht. Kam nach nächtlicher Sauftour nicht in die Wohnung seiner Freundin. Just da öffnete eine 82jährige ihre Balkontür, morgens um 8.00. Bei seinem Eintreffen bekam die alte Dame einen Asthmaanfall. Fürsorglich reichte er ihr das Asthmaspray. Anschließend hat er die arme Frau in jedem Zimmer der Wohnung also insgesamt 5 mal vergewaltigt. Für mich ist das Krieg. Der… Mehr

Wenden Sie sich mit Ihrem Vorwurf an die Autoren, die solche Besserwisserei infolge inhaltlicher Schwachpunkte erst möglich machen.

@Demokrat89: „Die abschreckende Wirkung höherer Strafrahmen und ihre angebliche präventive Wirkung wurde mehrfach widerlegt.“ Haben Sie da etwa Bertelsmann-Studien im Visier? OK, mal im Ernst: Wenn der Strafrahmen keinen Einfluss auf das Verhalten hat, wozu dann – Ihrer Logik entsprechend – überhaupt bestrafen? Ich bin jetzt mal brutal ehrlich. Ich plädiere bei Rohheitsdelikten für eine Einführung des Grundsatzes „three strikes and you are out“. Auf dieser Basis werden Wiederholungstäter in einigen US-Bundesstaaten automatisch zur Höchststrafe des jeweiligen Delikts verurteilt. Hat die juristische Misere in D nicht an Fahrt gewonnen, als man in der StPO die Prioritäten änderte? Von „Maßnahmen zur… Mehr
@Johann-Doe @Demokrat89 Die Studien die sie anführen betrafen Menschen aus unserem Kuturkreis. Da gehts schon los mit der Vergleichbarkeit. Der Trend weniger restriktiv zu werden war stark in den 80ern vertreten. Dazu gehörten Soziologen und Kriminologen z.B. Herr Pfeiffer. Ich fand das damals auch angemessen. Heute haben wir eine ganz andere Situation. Auch in der Erziehung allgemein hat man sich stark vom laissez faire abgewandt, nicht weil es grundsätzlich falsch ist, sondern es viele andere Einflussgrößen gibt die zusätzliche nicht steuerbare Probleme verursachten. Es gibt viele Gesetze, aber wenn ich mich darum kümmern soll einen Schulverweigerer dazu zu bringen in… Mehr
Strafen beeindrucken tatsächlich nur Täter, die noch ein Gewissen haben und die sich von so etwas beeindrucken lassen. Also Menschen, die im Grunde ihres Wesens doch rechtstreu und zivilisiert sind. Das trifft aber nicht auf Menschen zu, die unsere Strafen und die viel zu häufigen laschen Richtersprüche als lachhaft ansehen, weil sie aus Ländern kommen, in denen Körperstrafen und Haft unter extrem menschenunwürdigen Bedingungen üblich sind. Nur können wir keine unterschiedlichen Strafen für unterschiedliche Ethnien einführen. Wir haben das Problem, daß unzivilisierte Barbaren auf eine ausgesprochen rechtstreue, friedliche und zivilisatorisch hochstehende Gesellschaft losgelassen werden. Nur – schöpft man das Strafmaß… Mehr

Sehe ich auch so. Die Strafrechtsreform-Wellen seit den 1970er Jahren hatten auch zum Ziel, den Aspekt der Buße und der Genugtuung zurückzunehmen und der Resozialisierbarkeit, also der Läuterung, in der Vordergrund zu stellen. Das war ein Fehler, meine ich. Insofern sind die Richter „zu entlasten“. Allerdings: es muss festgestellt werden, dass es bei der Strafzumessung schon auffällige Unterschiede gibt. Kommt immer auch darauf an, wer was gemacht hat.

Aha hohe Strafen schrecken nicht ab. Aber milde Strafen schrecken eher ab ? Oder ist keine Strafe besonders abschreckend?

Wer Menschen zerschneiden oder durchlöchern kann hat ein Empathie-Defizit. Und Empathie ist nicht erlernbar. Hier Milde walten zu lassen ist fatal.

Zu vernünftig, was Sie schreiben, daher die Minuspunkte. Von mir ein Pluspunkt, zur Entschärfung.
Und klar muss sein, was Sie sagen: Die Politik ist gefragt, nicht die Justiz oder gar einzelne Richter. Die genannten Strafrahmen muss jeder Richter einhalten, will er sich nicht selbst in die Bredouille bringen oder sich seine Karriere* versauen.

* kömmt von französisch „la carrière“, der Steinbruch, wohl wegen der Stufen.
Kein leichter Job, hab‘ das selbst mal gemacht, bei Patentsachen, nicht Strafrecht, Alhämdulliläh.

Danke, frohe Ostertage.

„Infolge der genannten Phänomene fallen diese häufig niedriger aus, als von der eregten Öffentlichkeit gefordert. Dieses Phänomen ist auch lange bekannt – unabhängig vom Strafmaß wird dieses grundsätzlich als zu niedrig empfunden.“ Wenn selbst Vergewaltiger zu Bewährungsstrafen verurteilt werden/ die Haftstrafe nicht direkt antreten müssen und sich ins Ausland absetzen können, dann ist die „Erregung“ nicht Ursache einer vermuteten Wahrnehmungsverzerrung, sondern die natürliche Folge eines zynischen Richterspruchs. Die persönliche Meinung des Richters ist nicht logisch: Wenn es zu schwierig ist, das Denken eines Menschen diesem Land anzupassen, sollte dieser Mensch unser Land wieder verlassen müssen.

… besser gleich gar nicht hereingelassen werden.

So ist es! Und ich möchte noch ergänzen, dass bei Minderjährigen das Jugendgerichtsgesetz gilt, das den Erziehungsaspekt in den Vordergrung stellt. Je nach Entwicklungsreife des Täters kann das JGG auch für Heranwachsenden bis zum 21. Lj. (Alter bei Tat) herangezogen werden. Auch kulturelle Kenntnisse sind ein Aspekt bei der Reifeeinschätzung, und da die Verhältnisse in den Herkunftsländern sich teilweise doch sehr von unseren unterscheiden (wg. der teilweise jahrzehntelangen Kriege, dem damit nur rudimentärem Justizsystem, sind die Menschen es dort gewohnt, ihre Probleme selbst, auch mit Gewalt, zu lösen), hat der Richter recht, wenn er mehr Integrationsleistungen fordert. Erstens kann das… Mehr
Im Prinzip sicher richtig, das Problem müsste von der Politik gelöst werden. Die täterfreundliche Justiz trägt aber schon einen großen Teil dazu bei, dass gerade die Jungmänner aus dem Orient sich in ihrer Verhaltensweise bestätigt fühlen – Bewährungsstrafen bis zum Abwinken, die wie ein Freispruch wirken – ist ja auch nichts anderes. Und immer werden Gründe gesucht, die armen traumatisierten Täter aus bildungsfernem Hause ja nicht zu hart zu bestrafen. Keiner interessiert sich für die traumatisierten Opfer. Als potenzielles Opfer fühle ich mich hilflos und wenn schon klar ist, dass der Täter nicht bestraft wird, werde ich langsam wütend. Das… Mehr

„Was soll das bedeuten? Beschäftigungstherapien, Bastelkreise und Abenteuerurlaub, die davon abhalten sollen, mit Messern auf Frauen loszugehen …“
Ja, das bedeutet das. Erklären Sie das jemandem, der wegen 0,6 Promille ohne eingetretenen Schaden Lappen, Job, Frau und Kinder verloren hat, aber gehen Sie vorher sicher, daß der kein Messer hat.
Noch Fragen, Wallasch?

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Merkel weg muss.