Der Fall Dieter Wedel – Thomas Fischer und Die ZEIT

Kritik hat sich dort zurückzuhalten, wo sie in Verdacht steht, chauvinistisch und frauenfeindlich zu sein? Nein, sie hat sogar dort ganz auszubleiben, wo sie von alten weißen Männern formuliert wird. Ein Musterbeispiel für den neuen, femininen Elendsjournalismus.

© Adam Berry/Getty Images

Der Jurist, Rechtswissenschaftler und ehemalige Vorsitzende des Bundesgerichtshofes, Thomas Fischer, ist ein interessanter Zeitgenosse. Seine Biografie ist zunächst gekennzeichnet von Brüchen wie erfolgreichen Neuanfängen. Der heute über 60jährige war in ganz frühen Jahren, was man im positiven Sinne umtriebig nennen würde. Neben seiner richterlichen Tätigkeit schrieb Fischer von Januar 2015 bis Mai 2017 die wöchentliche Kolumne „Fischer im Recht“ für die ZEIT. Hunderttausende folgten ihm insgesamt 118. Mal. Fischer erreichte eine Leserschaft, von der die allermeisten Kolumnisten nur träumen können. Und das mit einer Kolumne über Rechtsfragen, die auch in der Zeilenlänge regelmäßig das Format Kolumne sprengte.

Nun war Fischer als Kolumnist freier Mitarbeiter. Nach Beendigung seiner Kolumne, veröffentlichte er noch knapp zwanzig weitere Artikel bei ZEIT. Die hat ihm nun gekündigt, wo es ja streng genommen nichts zu kündigen gibt. Texte, welche die Redaktionen nicht veröffentlichen wollen, werden „Freien“ einfach abgesagt. Wie schwer das der ZEIT auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten bei ihrem erfolgreichen Ex-Kolumnisten Thomas Fischer gefallen sein mag, kann man nur erahnen. Jedenfalls lehnte das Blatt eine Replik des Juristen zu einer Artikelserie in der ZEIT ab, die dann eben bei Meedia erschien.

So weit, so wenig ungewöhnlich zunächst. Wäre dieser Artikel nicht eine umfassende wie grundsätzliche Kritik an der Arbeitsweise der ZEIT gewesen, bei der man sich überhaupt die Frage stellen muss, wie Thomas Fischer auf die Idee kommen konnte, die ZEIT wäre bereit gewesen, sie jemals abzudrucken. Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hängt so eine Selbstkritik bis heute nach, als er seinem Blatt Anfang 2017 bescheinigte, in der so genannten Flüchtlingskrise wäre ihr „(d)ie Fähigkeit zur Differenzierung (…) verkümmert.“

Nun ist di Lorenzo Chefredakteur und nicht „nur“ freier Mitarbeiter. Diese nämlich sind, schon was ihre Bezahlung angeht, die Hartz-4-ler unter den journalistisch Tätigen. Die Aufstocker. Jene, die, wenn ohne Zubrot, wie es Fischer hatte, nicht existieren könnten. Mit einem Unterschied zu den Hartz-4-lern: Sie haben keine Lobby, niemanden, der etwa fordern würde, gleiche Arbeit auch gleich zu vergüten. Die Differenz ist sogar auf eine Weise eklatant, dass man bei den meisten freien Mitarbeiten von „Ruhm und Ehre“-Arbeit versus Lebensunterhalt sprechen müsste.

Wenn also die ZEIT berichtet, „(v)iele Deutsche haben von Hartz IV gelebt“, dann wird das auch auf den einen oder anderen freien Mitarbeiter zutreffen. Der Spiegel war einmal so kühn, in einer Medienkritik von katastrophal unterbezahlten freien Mitarbeitern zu schreiben. Ihre Motivation war mutmaßlich allerdings die Sorge um die eigenen festen Arbeitsplätze: „Redaktionen werden immer mehr ausgedünnt.“

Der freie Mitarbeiter Fischer wurde also gekündigt, wo es nichts zu kündigen gab: Eine öffentliche Distanzierung und möglicherweise auch ein Hinweisgeber für andere freie Mitarbeiter, in möglicher Kritik an der ZEIT nicht zu weit zu gehen. Ein Loyalitätsappell ohne echte Gegenleistung? Interessant an diese Debatte ist die Funktion der „Freien“ in Redaktionen. Wer jemals Kritik an der Kritiklosigkeit etablierter Medien übt, der sollte obendrauf einmal die Artikel der freien Mitarbeiter herausrechnen. Ihre Aufgabe besteht nämlich oft genug darin, jene Gratwanderung vorzunehmen, den Ritt auf der Rasierklinge zu wagen, den feste Mitarbeiter längst nicht mehr vollziehen mögen.

Aber zurück zu Thomas Fischers bei Meedia veröffentlichter Kritik, die nun zur Aufkündigung eines offiziell überhaupt nicht vorhandenen Agreements führte. Diese galt der Berichterstattung des ZEIT-Magazins zum „Fall Dieter Wedel“, geschrieben von den fest angestellten Autorinnen Jana Simon und Annabel Wahba. Simon war u.a. einmal „Freie“ für die taz mit einer Handvoll Artikel und Wahba ebenfalls mit noch weniger Veröffentlichungen.

Ihre Headline im ZEIT-Magazin zu Dieter Wedel lautete nebulös „Im Zwielicht“. Das Intro ging so: „Mehrere Frauen beschuldigen den Regisseur Dieter Wedel. Es geht um Übergriffe bis hin zur sexuellen Nötigung und um Machtstrukturen in der Filmbranche. Wedel weist alle Vorwürfe zurück.“

Fischer las – und las auch die Folgeartikel. Bei Meedia schrieb er dazu von einem „Tribunal gegen Dieter Wedel“. Die ZEIT selbst folge einem „System“, welches sie zu entlarven behaupte. „Unstreitig dürfte sein, dass (die ZEIT) einen öffentlichen Prozess ungewöhnlicher Breite und Intensität gegen den Beschuldigten Wedel führt.“ Für Fischer erledigte die Zeitung Dieter Wedel in mehren Veröffentlichungswellen.

Anhand eines Interviews der Autorin Annabel Wahba zur Kritik an ihrem Text über Wedel, attestiert ihr Fischer, es würde ihr jeder Ansatz zu professionell-kritischer Distanz fehlen, ihre Aussagen würden sich sogar widersprechen. Und er macht sich die Mühe, diese Behauptung schlüssig zu belegen. Fischer geht es dann im Verlaufe seiner Kritik nicht mehr nur um eine solche an besagtem Artikel, seine Replik gerät zu einer vernichtenden Abrechnung mit der journalistischen Arbeit der ZEIT, wenn er attestiert: „Die Medien haben die Erniedrigungs-Maschine erfunden, genutzt und aktiv betrieben.“

Fischer referiert in einer für die ZEIT ätzenden Ausführlichkeit darüber, warum sich diese journalistische Arbeit so hoffnungslos verheddert hat, warum sie ihre eigentliche Aufgabe so sehr aus dem Auge verlor, weil sie Tribunal sein wollte: „Die Autoren wechseln immer wieder zwischen der Rolle der Berichterstatter über Behauptungen und der von Berichterstattern über Wahrheiten. Das führt zu einer zirkelschlüssigen, suggestiven Geschlossenheit der Darstellung.“ Beispielsweise genannte Zirkelschlüssigkeit fände sich auch im genannten späteren Interview von Wahba. Fischer hebt hervor, dass die Autorinnen von einer erdrückenden Beweislage gegen Wedel als Rechtfertigung für ihre Form der Berichterstattung sprechen würden: „Die Notwendigkeit einer kritischen Distanz zwischen der Beschuldigung durch Auskunftspersonen und ihrer Tätigkeit als Journalistin ist hier gar nicht mehr präsent; die Distanz bricht zusammen angesichts der Evidenz der „Überzeugung“.“

Für Fischer sind die Redakteurinnen furchtbar gescheitert. Aber nicht nur am Thema, sondern gleich an ihrer Berufung. Das ist die Höchststrafe. Und er scheut sich auch nicht, journalistische Fehler für Fehler aufzuführen. Die Nüchternheit, mit der er das macht, muss doppelt schmerzhaft sein, wenn er beispielsweise ein als „Arztbrief“ in der ZEIT eingeführtes Dokument als das bezeichnet, was es in Wahrheit ist: „die erste Seite des Antwortschreibens auf eine Anfrage des Rechtsanwalts der Zeugin, in der dieser offenbar gebeten hatte, irgendetwas zu bestätigen.“

Ja, so etwas ist richtiggehend peinlich – wirkmächtig bis hinauf in die Chefetagen des Blattes. Entsprechend dünnhäutig dann auch die Verteidigungsreden des ZEIT- Magazin-Chefredakteurs Christoph Amend, der sich zum Artikel seiner Autorinnen – oder besser: zum Pranger gegen Dieter Wedel – bei Plasbergs Hart aber Fair rechtfertigen musste. Fischer war nicht geladen, aber die Strafrechtlerin Monika Frommel fällt in Gegenwart Amends ebenfalls ein vernichtendes Urteil: „Das ist ein digitaler Pranger und ein historischer Rückschritt, den ich unfassbar finde.“

Berechtigte Kritik? Oder doch ein zu strikter juristischer Standpunkt? Entsprechend warnt Amend: „Schließlich bedeute dieser, dass etwa auch über den sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule nicht hätte berichtet werden dürfen, so lange die Staatsanwaltschaft nicht aktiv war. „Wollen Sie denn wirklich, dass wir erst berichten können, wenn die Fälle vor Gericht sind?““ Nun ist Berichterstattung nicht gleich Berichterstattung. Aber eben das bemängelt Fischer. Und wenn Amend argumentiert, die „Anschuldigungen seien sorgfältig recherchiert und dokumentiert worden“, dann ist es genau das, was ihm Fischer via Meedia auf fast schon erbarmungslose Art und Weise und in einer atemberaubenden Ausführlichkeit widerlegt hatte.

Kommen wir noch zu einer weiteren ehemaligen freien taz-Autorin. Zu Silke Burmester. Sie hatte 2016 nach sieben Jahren Stahlhelm-Kolumne (ihr Foto zeigte sie mit einem solchen, ihr dazugehöriger Twitter-Account hieß @medienfront) verkündet: „Ich mag einfach nicht mehr.“ Begründet hatte sie diesen Schritt damit, dass sie nun auch mal was „Schönes“ machen wollte, etwas über „Blumen und Häkeln.“ Oder nein, besser „was mit Tieren. Oder alten Leuten.“ Burmester hat leider nicht Wort gehalten, sondern schreibt nun Kolumnen – nein, nicht für die ZEIT sondern – für den Deutschlandfunk und aktuell über den Fall Wedel/Fischer/ZEIT.

Nun war es leider ausgerechnet die taz, die eine fulminante Verteidigungsrede für Thomas Fischers Kritik an der ZEIT schrieb und mit „Unrecht für Fischer“ betitelte . Burmester entscheidet sich aber für das Gegenteil. Nicht für den ehemaligen Arbeitgeber, sondern für einen zukünftigen?

Zunächst folgt sie also der Linie Amands, Fischer hätte den „Journalisten die Fähigkeit zur Berichterstattung aberkannt, so sie denn nicht wie Juristen vorgingen und ein Sachverhalt nicht bereits durch ein Gericht bestätigt sei.“ Das aber würde das Ende der „investigativen Recherche bedeuten“. Und weiter: „So klug Thomas Fischer ist, sein Text war ein Griff ins Klo.“

Wenn das aber ein Griff ins Klo war, dann befindet sich Burmester nun allerdings bereits auf großer Fahrt in der örtlichen Kläranlage. Denn eben die schlampige investigative Recherche war ein Hauptargument Fischers. Ach was, nicht eines, ein ganzer – um im Bild zu bleiben – brutal großer Haufen von Belegen für eine eklatante Schlechtleistung wurde von ihm dargelegt.

Burmester entzieht sich hier aber aus gutem Grund, denn ihr geht es um etwas ganz anderes: Fischer hätte „in einer überwunden gehofften chauvinistischen Verachtung, die möglichen Opfer“ in Frage gestellt. Burmester hat auch mit Sabine Rückert gesprochen, der verantwortlichen stellvertretenden Chefredakteurin der ZEIT. Die gibt ihr zunächst zu Protokoll, sie „habe den auch im Haus zum Teil sehr umstrittenen Fischer immer verteidigt“. Aber an diesem Punkt hätte sie sich „nun aber nicht nur vor die Kollegen, sondern auch vor die Frauen stellen müssen, die der „Zeit“ zum Teil unter großem persönlichen Risiko ihre Erlebnisse mit Wedel erzählt hatten.“ So etwas darf man dreckige Argumentation nennen, wenn Rückert zunächst erklärt, sie hätte Fischer verteidigt, also suggeriert, da wären schon oft Gründe gewesen es nicht zu tun, um dann zu sagen: aber nicht weiter mit mir. Das ist schmutzig.

Dennoch wird ein Schuh daraus, auch bei Burmester: Kritik hat sich dort zurückzuhalten, wo sie in Verdacht steht, chauvinistisch und frauenfeindlich zu sein. Nein, sie hat sogar dort ganz auszubleiben, wo sie von alten weißen Männern formuliert wird, wenn Burmester weiter schreibt: „Es fällt ja auf, dass es vor allem alternde Herren sind, die im Journalismus auf einmal ausschlagen. Die ihre liberale oder linke Haltung aufgeben, die die weibliche Emanzipationsbewegung nicht länger aushalten, schräges Zeug schreiben und destruktiv werden. Vielleicht steht dies in Relation zu abnehmender Potenz, das weiß ich nicht.“

Wie bitte? So stehen lassen und hier enden? Ach was, nutzen wir doch einmal diese schöne Einladung und begeben uns für den Moment und exemplarisch auf das Niveau der Kollegin, die ungefähr im Alter des Autors hier ist. Also schon alt. Eine alte weiße Frau. Und machen wir es wie Burmester und philosophieren. Nur eben hier über alte weiße Frauen wie Burmester. Über eine freie Journalistin, die, obwohl quantitativ viel mehr taz auf dem Buckel als die genannten Wedel-Artikel-Kolleginnen der ZEIT, dann doch nicht den Sprung schaffte, hin zu di Lorenzo und Amend.

Hin zu zwei – na ja – alten weißen Männern. Wie fühlt sich so eine Niederlage an, mit über 50, wenn man beim Deutschlandfunk Kolumne schreiben muss für einen anzunehmenden Hartz-4-Niveau-Lohn als „Freie“? Wenn der Lack ab ist, der immer so vorteilhaft glänzte, wenn man in der Redaktionssitzung die Beine in Zeitlupe übereinander schlug, wenn man argumentativ nicht weiter kam? Wenn das verlebte Gesicht heute eben nicht mehr attraktiver Hinweis für die männlichen Kollegen sein kann für eine durchlebte wilde Nacht, wenn auch der dritte Bauch-Beine-Po-Durchgang von der Tastatur weg in der Billigmietwohnung nicht mehr die erwünschte Straffheit zur Folge hat? Mit einem Wort: Wenn die alten weißen Männer nicht mehr diese dankbar anzunehmenden Reflexe zeigen und zudem auch noch zunehmend Texte immer kritischer begutachten, die man sonst noch mit den schönen blauen – heute trüben – Augen durchklimpern konnte?

Ok, Stopp: Wir wollen das hier nur deshalb dieses einzige Mal so böse aufgeschrieben haben, um der Kollegin einmal zu verdeutlichen, wie traurig ihre Geschichte eigentlich ist, die doch so wütend, so engagiert daher kommen wollte und sich doch nur liest, wie ein weiterer böser Abschiedsbrief einer Verlassenen, die nun schon immer öfter zittrige Knie bekommt, wenn sie realisiert, dass es nicht besser wird. Dass wohl später auch die Rente staatlich aufgestockt werden muss. Das alles so prekär bleiben wird, wie es klingt. Wenn … wenn da nicht noch ein alter weißer Verwandter das Zeitliche segnet, der ein paar Groschen aufgespart hat – na klar, auf Kosten der Frauen, die er mit dem Ellbogen weggeschubst hat.

Da darf man dann gerne nach dem Erbe greifen, ist ja nur gerecht, oder? Aber halt, stopp! Was ein Glück. Springer hat gerade angeklopft bei Burmester. Die alte weiße Kolumnendame hat auf den letzten Metern noch den Jackpot gezogen: Sie soll jetzt die Redaktionsleitung der DAME übernehmen, die im Axel Springer Mediahouse Berlin erscheint. Eine Wiederbelebung einer Illustrierten Modezeitschrift von 1912, die sich damals an die „extravagante und emanzipierte Frauen vor allem im pulsierenden Berlin“ richtete. Was für ein Spagat in dem hohen Alter für Burmester. Na, wenn das mal nicht in die Hose geht. Oder den neuen Hosenanzug.

Ach so: Silke Burmester orakelte dann noch beim Deutschlandfunk, Thomas Fischer würde sich nun auch einem reaktionären Spektrum zuwenden: „Rausgeworfen aus der Gemeinschaft“. Aktuell wandte sich Fischer allerdings Stefan Niggemeiers Übermedien zu. Hin zu einem reaktionären alten weißen Mann?

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Kommentare ( 73 )

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Der scharfsinnige Autor Thomas Fischer unterstellt Silke Burmeister zwar eine Affinität zu totalitärem Denken („Das ist der Sound, aus dem der Totalitarismus kommt (…) zeigt eine Verachtung für Diskurs und eine Totalisierung der Ideologie. Es offenbart Unfähigkeit und Unwilligkeit, das Eigene überhaupt noch in Frage zu stellen“) vermeidet es aber, sie direkt eine Ideologin des Totalitarismus zu nennen. In Kenntnis des am 13.08.2016 von Burmester in der taz veröffentlichten Artikels „Zu Besuch in idyllischem Nazidorf. Der Kuchen schmeckt nicht“ wäre der vorsichtig abwägende Jurist vermutlich zu einer – mit Recht – wesentlich schärferen Aussage gekommen. Jener Artikel wurde von der taz kommentarlos… Mehr
Der scharfsinnige Autor unterstellt Silke Burmeister zwar eine Affinität zu totalitärem Denken („Das ist der Sound, aus dem der Totalitarismus kommt (…) zeigt eine Verachtung für Diskurs und eine Totalisierung der Ideologie. Es offenbart Unfähigkeit und Unwilligkeit, das Eigene überhaupt noch in Frage zu stellen“) vermeidet es aber, sie direkt eine Ideologin des Totalitarismus zu nennen. In Kenntnis des am 13.08.2016 von Burmester in der taz veröffentlichten Artikels „Zu Besuch in idyllischem Nazidorf. Der Kuchen schmeckt nicht“ wäre der vorsichtig abwägende Jurist vermutlich zu einer – mit Recht – wesentlich schärferen Aussage gekommen. Jener Artikel wurde von der taz kommentarlos aus dem… Mehr

Die letzten vier Absätze waren so wundervoll böse … Kusshand!

Herr Fischer war Vorsitzender des 2. Strafsenats am BGH (von insgesamt 5 Strafsenaten und 12 Zivilsenaten), nicht „Vorsitzender des BGH“.

Habe mir noch einmal den Wikipedia Eintrag zu Wedel angesehen, da er mir eben ansonsten nie untergekommen ist. Zumindest den Journalistinnen hätte klar sein müssen, dass man sich nicht auf die metoo-Debatte wird zurückziehen können, wenn es um einen Herrn Wedel geht. Er hat ja auch in Bezug auf Frauen eine Art Standing, neben den Vorwürfen. So soll er der Vater des Sohnes von Hannelore Elsner sein, die ich persönlich für eine der schönsten Schauspielerinnen Deutschlands halte, soll mit Ingrid Steeger liiert gewesen sein usw. Verheiratet ist er aber wohl mit einer Tochter eines ehmaligen Senators der Hansestadt Bremen. Vielleicht… Mehr

Die nächste aus den USA abgeschriebene Form des Wahnsinns („metoo#“). Wie entsetzlich langweilig und entsetzlich ärgerlich mitanzusehen. Eine billige 1-Groschen-Aufführung über den angeblichen Kampf für Frauenrechte. Und der Schlusssatz: „Gib mir einen Schein und ich bin Dein“. Weniger Anstand als Burmester (und „Zeit“) geht nicht. Dass man klamm ist, entschuldigt nicht alles. Manchen hat es geholfen, schon eher als mit 50 darüber nachzudenken, wie man seinen Lebensunterhalt verdient und trotzdem einigermaßen Anstand behält.

Eigentlich darf man auf Kommentarebene so einem Artikel nicht antworten. Dazu wirkt er auf mich von einer solchen Wut getragen, die Schreiben eher abkömmlich ist, wenn man mich fragt. Also persönlich weiter. Ich kann nur daneben setzen. Die metoo-debatte empfand ich als problematisch und evtl. vor allem gehypt, um es irgendwann in den USA Donald Trump heimzuzahlen. Das wäre nun aber nicht ganz die Art, wie ich mir politische Auseinandersetzungen vorstelle. Herrn Fischer fand ich problematisch, soweit ich ihn las, Tagesspiegel, ich kann mir bei ihm vorstellen, dass das Wort über dem Geist, der Botschaft, des die Worte Verbindenden steht.… Mehr

Ich lach mich weg. Kaum ist der Don weg, scheibt Herr Wallasch in bester Don Alphonso Manier. Bravo

Ein so guter Alexander Wallasch, dass man ihn gleich noch einmal lesen muss.

….tststs….

So mag ich ihn, den Wallasch 🤗