Angekommen

Ein "Bundi" erzählt von seiner Vereidigung im historischen Bendlerblock, dem Familien- und Verwandetenbesuch danach, vom Studium, dem Leben am Studienort und, was einem "Bundi" so begegnet. Berliner Republik live.

Bundeswehr
Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, schreiten die Front der Rekruten anläßlich des Feierlichen Gelöbnisses auf dem Paradeplatz am Bendlerblock in Berlin ab, am 20.07.2015.

Seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ist klar, dass die Globalisierung neu verhandelt wird. „Amerika first“ ist nur der Aufschlag zu einem neuen Interessenausgleich – wirtschaftlich, politisch und auch kulturell. Das bedeutet: Jeder ist gefragt, was er will, was er bringt, was er ist. Für die Deutschen heißt das: Sprecht für euch – nicht für weniger und auch nicht für mehr. Eine Reihe von Beiträgen stellt die Frage nach „diesem unserem Land“, wie es Helmut Kohl nannte. Heute lautet die Frage, was Deutschland ausmacht, was seine Begabungen, seine Interessen und seine errungenen Rechte sind. Auch die Bundeskanzlerin hat sich in diese Debatte eingeschaltet: Ihr Volk – das sind diejenigen, die hier leben. Wer also sind die Deutschen, wer ist dieses Volk? Hier erzählt ein angehender Offizier der Bundeswehr von Berlin.

Die Welt steht still. Das ist nicht richtig, aber sie steht still für uns und wir stehen still. Sehr still sogar. Und ganz freiwillig. Der Ort lässt einem keine Wahl, er nimmt einen mit und mich besonders, denn ich habe in der Schule darüber geschrieben, vor Jahren. Aber ich werde das Gefühl meiner jugendlichen Betroffenheit nicht los, wenn ich an den 20. Juli 1944 denke.

Vereidigung

Es ist wirklich berührend, hier im Sonnenlicht mit Ministerin und den Obersten der Soldaten, mit Bischof und so vielen Ehrengästen. Meine Familie ist auch da, aber ich sehe sie nicht. Ich sehe sowieso nichts, denn die Sonne blendet mich und bin ganz in mir. Ich frage mich, was wird aus diesem Land – und was aus mir. Ich bin ganz mit dem Stillstehen beschäftigt, um bei diesem feierlichen Anlass nicht die Fasson zu verlieren.

Die Demonstranten draußen vor dem Bendlerblock höre ich nicht einmal mehr.

Meine Eltern waren allerdings sehr sauer über so viel Ungehorsam, so viel Unerzogenheit und Respektlosigkeit. Doch wir bilden uns ein, die Demonstranten meinen nur die Koryphäen und weniger uns und noch viel weniger diejenigen, derentwegen wir hier sind.

Danach

Wir sind in einem guten Restaurant. Ich kenne es und mag es sehr. Einmal über die Spree und man isst da, in der „Ständigen Vertretung“. Hier gehen wirklich wichtige Leute ein und aus, wenn sie gelegentlich vom einfachen Volk gesehen werden wollen.

Meine Freundin hat lange geschleimt, um an diesem erlauchten Ort für heute einen Platz zu bekommen. Unsere erste Idee, das „Café Einstein“ Unter den Linden, war genauso illusorisch wie ein Versuch in der Kurfürstenstraße. Ich dachte doch, ich hätte gute Kontakte hier in Spree-Athen. Die Tatsachen zeigten mir zum ersten Mal so richtig, wo ich gesellschaftlich in dieser Stadt tatsächlich stehe.

Da hilft auch meine gute Ausgehuniform nicht darüber hinweg, die ich doch mit so viel Stolz trage. Ja, es ist urig hier. Perfekt zum Wohlfühlen, und es scheint alles in bester Ordnung zu sein. Und doch fühle ich mich nicht richtig wohl. Irgendwie scheine ich nicht hierher zu passen. Nicht so, in dieser Uniform. Obwohl ich die Bedienung so gut kenne wie die Speisekarte, ist heute alles sehr merkwürdig distanziert.

Mein Vater strahlt und strahlt. Meine Mutter nicht. Sie bleibt ruhig. Diesen Gesichtsausdruck kenne ich aus meiner Kindheit. Er kam immer dann, wenn sie zuhause gute Miene zum bösen Spiel machte. Wenn ich oder meine Geschwister etwas ausgefressen hatten und sie sich vor uns wie eine Löwin vor Vater oder sonst wen warf.

Meine Freundin spricht viel und fleißig mit meiner Mutter. Sie sprechen über alles. Doch eigentlich spricht sie nur für meinen Vater, der noch weniger sagt als seine Frau und der mehr und mehr strahlt, während er sehr höfliche Belanglosigkeiten von sich gibt.

Zuhause

Das Essen ist überstanden. Nein, es war ja alles gut und sehr nett. Ich freue mich, nach Hause zu kommen. Oh ja, das ist jetzt für mich eine sehr besondere Sache.
Es ist nicht weit von meiner neuen Uni. Das ist die Technische Universität Berlin. Mächtig hebt sie sich aus der alten Charlottenburger Chaussee, aus Speers 40er-Jahre-Chick am Prospekt der sogenannten Ost-West-Achse. Mir ist das egal – aber das ist jetzt meine neue Heimat.

Studium

Als sogenannter „Bundi“ hast du sofort dein Etikett weg. Überall. Ich weiß ja nicht warum, aber ich hatte es höchstens zwei, drei Freunden abends beim Bier erzählt. Ich bin „Zivilstudent“, also jemand, der in einem zivilen Fach studiert, das die Bundeswehrunis in Hamburg und München nicht abdecken. Natürlich bin ich an der Uni in Zivil. Ich falle also eigentlich gar nicht auf. Dachte ich. Tue ich aber irgendwie doch. Dazu bedarf es keiner Akteneinsicht. Das geben schon die ersten Gespräche her.

Konnte ich noch in meiner Penne die meisten Gespräche für mich entscheiden, weil ich nicht auf den Kopf gefallen und gut informiert bin, läuft das hier ganz anders.

Du bringst ein Argument, das plastisch, klar und eindeutig ist – und sofort fallen alle möglichen und verqueren Positionen über dich her. Nein, nicht die Positionen, sondern die Leute selbst. Da kann es ziemlich hart hergehen und manchmal möchte ich einfach nur noch reinhauen. Es ist schwer, sich zurück zu halten, bei all dem Unsinn, der einem präsentiert wird. Außerdem redet hier jeder wie er will, selbst in den Vorlesungen oder Seminaren. Völlig undiszipliniert, rücksichtslos. Das kannte ich bisher so nicht. Weder von Zuhause noch von der Oberschule.

Als ich zum Bund kam, war das einfacher. Gewöhnungsbedürftig zwar, aber gerade. Das kannte ich von Daheim und von der Schule. Jetzt fürchte ich, dass ich mich an einiges neu gewöhnen muss. Es wird sich hier nichts ändern, erst einmal alles so bleiben, wie ich es vorfinde.

Ich habe nicht die Freiheit, wie die Kommilitonen in der vorlesungsfreien Zeit auf Freizeit zu machen, irgendwohin zu fahren. Bei mir steht dann Dienst an, weil ich für meinen Sold arbeiten muss und in der Pflicht stehe. Manchmal beneide ich die anderen um ihr unbekümmertes, zielloses Leben.

Natürlich gibt es auch Freunde. Oder nennen wir sie besser gute Bekannte. Ich habe dank meines Solds die Möglichkeit, ihnen etwas auszugeben. Oft und immer öfter, während alle anderen ständig in Geldnöten zu schwimmen scheinen, gleich welcher Herkunft sie sind. Das ist mein Preis für die Freiheit, die ich nicht habe. Ich erlebe sie nur als Probeabo.

Überall ist es gleich. In der Vorlesung, im Seminar, in den Kneipen und selbst in der Wohnung. Als „Bundi“ bin ich ein Fremdkörper. Überall. Obwohl sie doch alle, wie sie beteuern, aus richtigen deutschen, bürgerlichen Bildungshaushalten kommen und selbstverständlich alle mit mir reden und ausgehen. Schließlich ist man tolerant und will sich nichts vorwerfen lassen.

Meine erste Wohnung

Hier in der Wohngemeinschaft ist es auch nicht anders als an der Uni. Klar, man kocht und trinkt zusammen und man redet miteinander. Oder vielleicht doch aneinander vorbei. Eigentlich bin ich froh, dass wir anfangs nicht so viel miteinander geredet hatten, sonst hätte ich hier vermutlich nicht einziehen können. Jetzt bin ich glücklich, dass ich diese Wohnung habe. Doch nichts ist hier wirklich einfach. Ja, sie sind nett und gebildet – und manchmal unerträglich. Wie der Hausmeister.

Bin ich angekommen? Ein zauberhaftes Berliner Bürgerhaus im Stil der Gründerzeit. Und nicht weit weg von der Uni. Mit dem Fahrrad geht alles, ohne dass ich das im Studentenpass enthaltene Umweltticket benutzen muss. Cool ist diese Lösung trotzdem. Vor allem dann, wenn man Berlin auch nachts erleben will. Diese Stadt ist genial. Ich war sofort wie in Tausendundeinenacht in die große Unbekannte verliebt.

Draußen, vor dem Haus, steht ein handgeschmiedeter Zaun um einen Vorgarten, der nichts davon hat, so genannt zu werden. Aber die geschwungenen, kaiserzeitlichen Stilelemente wirken wie die Räume mit 3,60 Metern Deckenhöhe sehr feudal. Das waren sie bestimmt irgendwann einmal auch, und ich denke an meine Heizkosten und das Leben damals – an beides ziemlich wehmütig, wenn ich meine aktuelle Lage bedenke.

Die aber ist dann doch für Berliner Verhältnisse und für einen Studenten recht komfortabel. Dank Bundeswehr bin ich ja durchfinanziert. Allerdings bleiben mir von den feudalen 180 Quadratmetern Wohnung nur ein 36stel. Und das blickt nicht einmal nach vorn heraus.

Besuch

Aber das macht nichts und es hat jetzt sowieso nichts zu bedeuten, denn es kommt Besuch. Meine Mitbewohner haben sich vorsorglich verabschiedet. Sie wollten nicht stören.

Es klingelt. Die Eltern kommen. Und ihre Freunde und Verwandten. Das, was aussieht wie eine lange schwarze Raupe, sind diese Freunde. Es sind die Freunde meines Vaters. Gern würde ich mich fragen, was er eigentlich genommen hat, denn in all seiner Würde scheint er immer noch „high“ zu sein. Doch er ist einfach nur glücklich. So glücklich, wie ich ihn selten erlebt habe.

Die Wohnung ist voll und die schnell herbeigeborgten Stühle sind alle schnell besetzt. Aber wo ist meine Mutter? Ich höre sie und Ihre Freundinnen aus der Küche.

Vater sagt: „Komm Junge, zu uns!“  und fragt entsetzt: „Wo, Junge, ist Deine Uniform?“

„Ich muss sie schonen“, versuche ich mich rauszureden.

„Ja, ja, ja. aber einmal kannst Du sie kurz anziehen! Sie sehen Dich doch so nicht wieder…“.

Gut. Also ziehe ich sie an und muss sogar die Mütze aufsetzen.

Vater ist so stolz, dass er bald platzt.

„Seht ihr, seht ihr, seht ihr? Bald ist er Offizier!“ Und er freut sich über den spontan entstandenen Reim. Die anderen nicken anerkennend.

„Weißt du, als ich war so alt wie du, ich hatte Gefängnis“, sagt Vater.

Die anderen protestieren und sagen: „Da warst Du viel, viel älter!“

„Ich hatte gar kein Geld und alles für Freiheit!“ unterstreicht Vater wieder und wieder.

Die anderen nicken.

Fragen

Meine Freundin kommt vorbei, schaut kurz rein.

„Du, ich habe noch Seminar, bin vielleicht um zehn abends wieder da – und tschüss allerseits“, sagt sie noch mit einem Winken. Und schnell noch leise zu mir: „Vergiss nicht, Abwasch und Küche und Bad ordentlich zu hinterlassen, sonst beschweren sich die anderen.“

Ein kurzer Kuss, nicht ohne Grinsen, weil ich immer noch die Kluft anhabe. Dann ist sie verschwunden.

„Was war das?“ fragt ein Onkel.

„Nun sie hat zu tun“, meine ich und versuche etwas zu erklären, das niemanden interessiert.

„Aber das in eigene Wohnung!“, bemerkt ein anderer.

„Oh nein,“ sagt Vater „sie hat eigene Wohnung“. Er meint, mich verteidigen zu müssen.

Missbilligende Blicke.

„Aber es ist doch keine Hochzeit noch nicht“, sagt Vater.

Die Gesichter werden lichter.

„Aber ja, natürlich, so muss sein, sehr schön“, sagt irgendein anderer Onkel.

„Egal, er wird gut versorgen können, Frau und Familie“, befindet noch ein anderer Onkel. Einer von denen, die ich noch nie gesehen habe.

Ich komme mir reichlich komisch vor. Als Mutter und ihre Freundinnen das Essen bringen, kommen noch mehr Fragen.

Komische Fragen, für meine Verhältnisse – und für mein Verständnis. Das ist kein Wunder, denn mein Türkisch ist grottenschlecht. Eigentlich kann ich gar nichts.

„Aber Du liebst sie? Ja, sehr schön, sehr, sehr schön!“ sagt noch jemand, den ich nicht kenne. „Oh gut, dann besucht Ihr auch Moschee!“.

„Nein, ganz bestimmt nicht. Xara ist Kurdin“, erkläre ich. „Und Êzîdin auch noch.“

„Ja, aber wie wollt ihr dann leben?“, fragt noch ein anderer Onkel.

„Ganz gut“, sage ich kurz.

Vater meint: „Ich glaube auch, er braucht starke Hand, dann wird er Wohnung kaufen und wir haben viele glückliche Enkel!“ Sein Stolz überstrahlt wieder jeden möglichen Widerspruch.

Alle wirken nachher wirklich glücklich. Nur meine Mutter bleibt nachdenklich. Sie weiß, dass ein Soldat der Bundeswehr keiner aus der Spielzeugkiste ist.

Da teilt sie ihre Sorgen mit Xara. Beide lieben mich. Dabei weiß ich selbst noch nicht einmal so richtig, was mein Beruf für mich bedeutet. Was das Soldat-sein wirklich für mich heißt. Mutter aber brauche ich sowieso nichts zu erzählen. Sie kommt aus Süd-Anatolien. Sie kennt Krieg und Soldaten.

Danach

Als endlich alle gegangen sind, habe ich natürlich nicht abgewaschen und nicht aufgeräumt oder etwas anderes Sinnvolles gemacht.

Vor dem nächsten Morgen an der Uni schaudert mich und ich fühle mich so unendlich allein.

Ich könnte heulen, ohne zu wissen warum.

Hakki B.

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