EU – weg mit knusprigen Pommes!

Pommes und Chips dürfen nicht mehr braun und knusprig werden. Lebensmittelhersteller, Restaurants und Backstuben werden mit neuen Regeln traktiert, wie sie zu arbeiten haben.

Der Spiegel zeigt immer wieder: Gründliche Recherche ist die Tugend – »Virtus« – allen Journalismus‘. Wir haben dies auch getan und sind auf ein erschreckendes Komplott gestoßen.

Auch die EU kämpft gegen „rechts“. Mit allen Mitteln. Gefunden hat sie gerade ein „rechtes“ Nest ungeheuren Ausmaßes, das der Öffentlichkeit bislang verborgen blieb. Da war noch dieser Widerstand gegen geltenden Geist, hinten in den Küchen der Kneipen. Hinterfotzige Köche bekundeten ihren Protest: Sie ließen Pommes frites oder Bratkartoffeln knusprig braun werden. Braun!

Je brauner die Bratkartoffeln desto „rechter“ die Küche. Heimliche aus der Küche gesandte Botschaften sollten die Gäste zu „Rechts“-Wählern machen: Hm, schmeckt ja gut! Besser als das blasse, halbgare pampige Zeug, das die Roten und Grünen anbieten. Gut, dass die EU nicht auf solche Fallstricke reinfällt. Die Funktionäre rochen den Braten und beschlossen: Weg damit! Niemand darf jetzt mehr braune Pommes Frites oder Bratkartoffeln futtern! Keine Indoktrination!

Eine andere Erklärung kann es nicht geben. Anders kann ich mir den jüngsten Wahnsinn nicht mehr begründen, der da aus Brüssel über Europa schwappt: Weg mit knusprigen, wohl frittierten, gut schmeckenden Pommes frites. Völker, hört die Signale, ihr dürft nur noch patschige, pampige Pommes Frites futtern, halbgar wie die EU.

Verantwortlich dafür ist Vytenis Povilas Andriukaitis. Den muss niemand kennen, der kommt aus Litauen, hat den Traumjob EU-Gesundheitskommissar ergattert, schleppt jeden Monat  rund 25.000 Euro nach Hause und beglückt die Völker Europas mit Weisheiten wie: »Heute haben wir einen wichtigen Schritt zum Schutz von Gesundheit und Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger getan!«

Und wie?

»Wir haben braune Pommes frites verboten!«

Nochmal!

Pommes und Chips dürfen nicht mehr braun und knusprig werden. Lebensmittelhersteller, Restaurants und Backstuben werden mit neuen Regeln traktiert, wie sie zu arbeiten haben.

Zurück nach 1900
Von der Energie- zur Ernährungswende
Hersteller von Pommes frites für den Backofen müssen genau angeben, bei welcher Temperatur sie fertig gebacken werden sollen und dass sie nur bis zu einer »goldgelben Farbe« gegart und dazu noch alle zehn Minuten gewendet werden sollen. Pommes Frites Hersteller dürfen nur noch Sorten von Erdäpfeln mit wenig Stärke verwenden, müssen sie zudem einweichen, damit die Stärke herausgespült wird. Die Dinger sollen möglichst wenig gebräunt werden. Die Industrie kann zur Orientierung dankbar »Bräunungstabellen« entgegennehmen, die EU-Experten entwickelt haben. Entfrittet sozusagen.

Zwar irgendwie verständlich, als frisch gebackener Kommissar nach langen Jahren der Entbehrung im Ostblock unter der Volksdroge Wodka endlich mal Europa zeigen zu wollen, wo der Hammer hängt. Ein Fingerschnipp – zack, alle springen auf mein Kommando. Ein zweiter Fingerschnipp – zack, alle futtern nur noch das, was ich anordne! So muss man sich Gedankengänge eines EU-Kommissars vorstellen.

Der rechtfertigt das mit dem Mittel, gegen das kaum Widerspruch möglich ist: Wir wollen das Beste für dich! Wir wollen dich schützen! Dich armer Wicht, der du nicht weißt, wie dir geschieht! Du futtertest bisher nichtsahnend Deine Pommes – dabei sind so tödliche Stoffe wie Acrylamid drin. Gut, die sind da drin, seitdem der Mensch das Feuer ge- und erfunden hat und seine Nahrung erhitzt.

Nicht überliefert ist, dass er das nicht überlebt hat. Er hat sich einfach angepasst. Denn beim Zubereiten von Speisen entstehen ungeheuer viele sehr unterschiedliche Substanzen. Die sorgen einerseits für den guten Geschmack, andererseits dafür, dass wir bestimmte Nahrungsmittel zu uns nehmen und verdauen können. Darunter sind Substanzen, die kritisch sein können, andere wiederum neutralisieren diese Gefahren.

Eine sehr komplizierte Geschichte.

Jetzt hat der schlaue Kommissar auf seine Berater gehört. Die haben gesagt, wenn man Ratten und Mäusen die 1.000-fache Menge an acrylamidhaltigem Futter verpasst, die man normalerweise zu sich nimmt, sterben die an Krebs.

Tatsächlich: In sehr hohen Mengen bekommt das den Tieren nicht gut. Vermutlich auch nicht den Menschen. Aber das hat niemand ausprobiert. Und noch einen Unterschied gibt es: Der Mensch hat sich an die Stoffe angepasst, die beim Erhitzen von Speisen entstehen. Da gibt es gute und weniger gute Substanzen.

Nagetiere hatten eher weniger die Gelegenheit dazu. Sie pflegen ihr Futter nicht zu kochen oder braten, vertragen also zum Beispiel Substanzen wie Acrylamid nicht so gut.

Vor zehn Jahren schlug das Thema schon einmal Wellen. US-Forscher auf der Suche nach Giften in Nahrungsmitteln und Forschungsetats hatten verzweifelt danach gesucht, ob sich nicht doch ein Zusammenhang zwischen dem verdammten Acrylamid und Krebs finden ließe. Gefunden haben sie nichts. Es gibt kein erhöhtes Risiko. In keiner Studie dazu findet man einen Nachweis! Eine Studie ergab sogar ein geringeres Risiko an Darmkrebs bei viel Acrylamid im Organismus.

Es brauchte schon ein paar Zeitungsheinis. Erst die konnten die Geschichte so kräftig drehen und quetschen, dass eine erschütternde Nummer über tödliche Pommes herauskam. Es gibt zwar keinerlei Beleg, keine Grundlage für eine Gefährlichkeit von Acrylamiden – so ist das scheinbar, jedenfalls solange sich die Traktierten nicht weiter wehren.

Wohl erschrocken über die negative Resonanz legt die EU nach: »Klarstellung: EU will weder Pommes noch knuspriges Brot verbieten.« Sie tut dies natürlich doch. Sie verkündet zwar: »Niemand hat die Absicht, Pommes frites zu verbieten!« Sie will aber, dass die nicht mehr schmecken.

»Es ist jedoch nachgewiesen«, schreibt sie wider wissenschaftliche Erkenntnisse, »dass Kartoffelprodukte, Getreideprodukte und Kaffee bei zu großer Hitze besonders hohe Werte von Acrylamid aufweisen. Daher verpflichten die neuen Maßnahmen Lebensmittelunternehmen, Verfahrensregeln anzuwenden, um das krebserregende Acrylamid zu senken.«

Das bedeutet, weg mit braunen Pommes, her mit Schlabberkram, mit patschigen Pommes, so geschmacklos wie die EU. Belege aber gibt es immer noch keine. Und die, die belegt sind, irritieren einigermaßen:

Der Körper selbst produziert auch Acrylamid. Eine Erkenntnis, die auch von der amerikanischen Food and Drug Administration gestützt wird.

Eine umfangreiche europäische Studie hat herausgefunden, wie man den Gehalt an Acrylamid im Organismus senken kann: Alkohol trinken. Je mehr, desto weniger Acrylamid und Glycidamid. Und noch ein Ergebnis der Studie: Je dicker, desto weniger Acrylamid.

Aha, die EU will mehr Dicke. Sagt’s doch gleich.

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Kommentare ( 11 )

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Prima Idee; bitte aber gendergerecht…;-)

Googlen: Udo Pollmer (Lebensmittelchemiker) und Acrylamid.

Die geben sich ja schon Mühe, Rückhalt in der Bevölkerung für die EUdSSR zu generieren, muss ich sagen.

„Nagetiere hatten eher weniger die Gelegenheit dazu. Sie pflegen ihr Futter nicht zu kochen oder braten,“
Herr Douglas das kann jetzt nicht stimmen. Ich hab letztens bei Tom & Jerry, Jerry mit einer Bratpfanne gesehen. Kann auch sein, dass er diese Tom nur über die Rübe gezogen hat, weil der ihm vorschreiben wollte, wie lange er seinen Käse grillen darf.

Ich wäre für 100 % .

Braune Äcker, braune Erde, braune Kartoffeln, braune Herbstblätter, braune Tiere – alles muss verboten werden, dann nähern wir uns dem EU – Paradies! Was ist mit braunhaarigen Menschen, braune Augen? Ach ja, unsere Verdauungsreste dürfen auch nicht mehr braun sein. Es gibt also für die EU noch viel zu tun. … Wo führen uns diese Schwachmaten noch hin?

Idioten in Brüssel?
in Berlin dto.!

Sauerei! Es gibt noch mehr zubereitete Lebensmittel, die gebräunt verkauft und gegessen werden: Pizzen, Brotsorten, Braten usw. Die einseitige Ausrichtung auf Kartoffelprodukte richtet sich eindeutig gegen die Kartoffelfresser oder Kartoffelbäuche, wie die Deutschen (gemeint sind die früheren Biodeutschen) manchmal genannt werden. Ist das jetzt eine Art Rassismus?

Hinter vorgehaltener Hand
wurde mir erzählt von Jemandem der Jemanden bei der EU kennt : Auf Verlangen des EU Rates werden seit geraumer Zeit Naturwissenschaftler in einem Stuhlkreis gefangen gehalten . Die Aufgabe der Wissenschaftler ist es , die Braunfärbung des Herbstlaubes zu verhindern. Diese Leute müssen in einem stark abgedunkelten UV-Strahlungsfreien Raum ihre Arbeit tun ! Der geneigte Leser weiß schon warum…. Genau , die Braunfärbung !!

Stufe 2 ist ein Gerät in der Küche, dass den Kochvorgang überwacht. Anschaffen muss er der Verbraucher auf eigene Kosten…..

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