Wegen AstraZeneca-Debakel: Bund und Länder überlegen Lockerungen wieder auszusetzen

Unfassbar: Weil die Regierung ein ums andere mal ihre Aufgaben nicht erledigt, sollen die Bürger weiter eingesperrt bleiben. Medienberichten zufolge überlegt man im Kanzleramt, die ab Montag geplanten Lockerungen auszusetzen.

IMAGO / Christian Thiel

Beim letzten Corona-Gipfel beschlossen Bund und Länder nach langem Ringen einen komplizierten Öffnungsplan, der aber tatsächlich zumindest teilweise echte Lockerungen vorsah. Ab 22. März sollen demnach weitere Lockerungen, u.a. von Außengastronomie, fällig werden. Die Bundesregierung begründete das damals u.a. mit der fortschreitenden Impfkampagne. Doch jetzt, nachdem die weitere Impfung mit AstraZeneca in Deutschland ausgesetzt wurde, nimmt man das im Bundeskanzleramt zum Anlass, die Öffnungen wieder in Frage zu stellen – das berichtet Business Insider.

Eine wirklich brillante Logik: Die Regierung versagt wieder, wieder und wieder, aber die Konsequenzen soll die Bevölkerung tragen. Schon beim letzten Corona-Gipfel verhinderte die langsame Schnelltestbeschaffung schnellere Öffnungen – und jetzt das AstraZeneca-Debakel. Bis vor kurzem galt der Impfstoff noch als so sicher, dass man sich keinerlei Gedanken machte und die Impfstrategie munter allein auf diese Vakzine konzentrierte – und von heute auf morgen ist das alles ein viel zu hohes Risiko?

Tatsächlich sinken die Zahlen der Corona-Toten, Intensivpatienten und infizierten Risikopatienten weiter deutlich gegen den Trend. Das beweist, dass wohl durch Schnelltests und (BionTech-)Impfungen in Altersheimen endlich die Infektionsketten gebrochen werden konnten – viel zu spät, aber immerhin. Auch für die Wirksamkeit des Lockdowns gibt es bisher wenig Hinweise – Untersuchungen verschiedener renommierter Wissenschaftler zeigten zuletzt, dass stark restriktive Maßnahmen wenig erfolgreich sind. In Schweden liegt die Zahl der Corona-Toten gemessen an der Bevölkerung in der zweiten Welle ganz ohne Lockdown unter den Zahlen in Deutschland. Dass das Kanzleramt dennoch nicht lockern will, ist der Gipfel vom Gipfel vom Gipfel vom Gipfel der Unverschämtheit.

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