Politisches Schweigen, nachdem ein Somalier in Ludwigshafen zwei Männer erstach

Nach dem Doppelmord von Ludwigshafen herrscht in der Politik erneut brüllendes Schweigen. Der Täter stammt aus Somalia und soll laut Zeugen "Allahu Akbar" gerufen haben.

IMAGO / rheinmainfoto
Einsatzkräfte am Tatort in der Philipp-Scheidemann-Straße in Ludwigshafen, 18.10.2022

Wieder! Schon wieder ist es ein Messer, diesmal sogar eine Machete, mit der Unbeteiligte von einem „Mann“ (wie es oft vernebelnd heißt) getötet oder schwer verletzt wurden. Am Dienstag, 18. Oktober, gegen 13 Uhr, tötet ein 2015 nach Deutschland gekommener Somalier (25) in Ludwigshafen zwei junge Maler (20 und 25) und verletzt einen weiteren Mann (27). Laut Zeugen habe er dabei „Allahu Akbar“ gerufen, heißt es in Presseberichten unter anderem im Spiegel. Vor der Tat habe der Somalier versucht, seine bei seiner Ex-Freundin lebenden Kinder zu besuchen. Als ihm das nicht gelang, sei er ausgerastet und hat laut Bild-Zeitung vor der Wohnung mit einer Machete gedroht und herumgeschrien.

Die Polizei stellte den Täter, verletzte ihn mit einem Schuss, so dass er in eine Klinik eingeliefert werden muss. Über kurz oder lang wird man diskutieren, ob der Täter schuldfähig sei. Dann geht er in die Psychiatrie. Falls nicht, geht er ins Gefängnis, wird nach zehn bis 15 Jahren entlassen und bleibt in Deutschland. 

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Unmittelbar nach der Tat folgen dann die üblichen Rituale bzw. Ignoranz-Rituale. Die örtliche Politprominenz zeigt sich betroffen und erschüttert. Aus Berlin hört man nichts – weder von einem Bundeskanzler noch von einer Innenministerin. Bloß nichts aufbauschen, das wäre ja ein gefundenes Fressen für die „Rechten“, die solche „Vorkommnisse“ gerne instrumentalisieren würden. Die linke Blase ereifert sich auf Twitter, dass man doch die Nationalität des Täters nicht hätte nennen sollen.

Aber da gibt es nichts aufzubauschen oder zu verstecken, denn die Realitäten sind deutlich genug. Gewalttaten mit Messern sind zur erschreckenden Wirklichkeit geworden. Nicht monatlich, nicht wöchentlich, sondern täglich. Und oft genug gibt es Tote und Schwerverletzte. Man denke allein an die drei Frauen, die ebenfalls ein Somalier im Juni 2021 mitten in Würzburg mit einem Messer umbrachte. Oder an die Ehrenmorde, die nicht selten mit zig Messerstichen ausgeführt werden. Oder an die Messerattacken in Zügen bei Aachen oder bei Nürnberg. Und … und … und …

Beispiel Nordrhein-Westfalen

Zwischen Anfang Januar 2021 und Ende Juni 2022 hat allein die Polizei in NRW 7371 Straftaten mit dem Tatmittel „Stichwaffe“ registriert. Zum Vergleich: 2019 gab es 6827 Fälle. Und: Die Brutalität nimmt zu. Während 2019 noch fast ein Drittel der Angegriffenen unverletzt blieb und in der Statistik keine Todesopfer genannt werden, starben im folgenden Jahr 37 Menschen bei Messerattacken, 338 wurden schwer verletzt. Im Jahr 2021 starben 30 Menschen durch Messerangriffe. 

Der Anteil der ermittelten Tatverdächtigen ohne einen deutschen Pass lag 2021 laut NRW-Innenministerium bei 39,8 Prozent, im ersten Halbjahr 2022 bei 41,7 Prozent. Zur Einordnung: Knapp 16 Prozent der NRW-Bevölkerung hat keine deutsche Staatsangehörigkeit. Und: Die Mehrzahl dieser Täter ist mit den Grenzöffnungen 2015 ff. nach Deutschland gekommen.

Biedermännisch: Das hat nichts mit dem Islam zu tun

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Das Islamismus-Problem der Bundesregierung
Den Normalbürger müsste ohnmächtige Wut ob solcher Morde erfassen. Aber er wird rasch sediert. Politik und traditionelle Medien sind schnell bei der Hand, oft unter Berufung auf schlaue Sozialwissenschaftler, die Gemüter zu beruhigen: Es seien dies Einzelfälle. Die Täter seien psychisch Verwirrte, also Schuldunfähige. Die Mehrheitsgesellschaft habe nicht genug unternommen, um die Täter zu integrieren. Und die Täter kämen nun einmal aus einer Kultur, in der archaisches Männlichkeitsgehabe vorherrsche. Vor allem hat das alles nichts mit dem Islam zu tun …. Dass nicht wenige Täter vor ihrer Tat „Allahu Akbar“ gerufen haben, habe nichts zu bedeuten. Wie wir ja längst wissen, dass der Islam nichts mit dem Islam zu tun hat. Oder so ähnlich?

Falls der Normalbürger überhaupt von solchen Taten erfährt! In den „großen“ Medien jenseits des Boulevard finden solche Gewalttaten nicht oder kaum statt. Die Öffentlich-Rechtlichen begründen ihr Schweigen zu solchen Taten nicht selten damit: Diese Gewalttat habe nur regionale Bedeutung.

Und die große Politik verhält sich wie Max Frischs fiktiver Biedermann gegenüber fiktiven Brandstiftern. In diesem Einakter „Biedermann und die Brandstifter“ von 1958 nisten sich beim Haarwasserfabrikanten Jakob Biedermann der Ringer Josef Schmitz und der Kellner Eisenring im Dachboden ein. Biedermann will die Gefahr der Brandstiftung selbst dann nicht wahrhaben, als Schmitz und Eisenring Benzinfässer und Zündschnüre in den Speicher schleppen und bereits Nachbarhäuser brennen. Biedermann bietet sogar Streichholzer an. Er will die Realität nicht wahrhaben: “Blinder als blind ist der Ängstliche, / Zitternd vor Hoffnung, es sei nicht das Böse, / Freundlich empfangt er’s, / Wehrlos, ach, müde der Angst, / Hoffend das Beste … / Bis es zu spät ist.“ So könnte man die missratende bundesdeutsche Zuwanderungspolitik seit Jahr und Tag beschreiben.

Der renommierte Migrationsforscher Ruud Koopmans hat jedenfalls Recht, wenn er die ablenkenden Attribuierungen der Messertaten betrachtet und sagt: „Die ideologischen Grundlagen dieser Gewalt werden nicht ernst genommen.“ Koopmans zieht einen Vergleich: „Im Bereich Islamismus müssen wir zu einer ähnlichen Analyse kommen wie im Rechtsextremismus.“ Hier würde niemand auf die Idee kommen zu sagen, rechtsextreme Gewalt habe mit politischen Ideologien nichts zu tun. Gerade bei geistig labilen Menschen verfange die islamistische Ideologie und bereite oftmals den Nährboden für Gewalt.


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Kommentare ( 71 )

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Kassandra
1 Monat her

Sie heißen Sascha (35) und Jonas (20).
Sascha eilte Jonas zur Hilfe, als dieser vom Töter angegriffen wurde. Sascha hinterlässt seine Frau und seine kleine Tochter.
Jonas Vater fand seinen Sohn blutüberströmt auf der Straße. Der Täter trennte ihm den Unterarm ab: https://twitter.com/ainyrockstar/status/1583523142445649920/photo/1

Helfen.heilen.80
1 Monat her

Haben wir uns in dieser Gesellschaft nicht darauf geeinigt, dass alle Menschen gleich sind? Wo bleiben dann die Betroffenheitsrituale, die diese Gesellschaft zu aktivieren fähig ist? Schweigeminute, Trauerflor, Lichterkette, Glockenläuten, Aufstand der Anständigen, eine „vielfältige Reaktion der bunten Zivilgesellschaft“, Thematisierung in Schulkassen mit 16-jährigen Kindern, Schul-Aufklärungscomics von der Zentralstelle für politische Bildung, Stolpersteine, Wandtafel, Mahnmal, Ansprache des Bundespräsidenten mit Grundsatzrede? Nein? Nichts? Nicht mal einzelne Elemente? Treten diese „Empörungsschnipsel“ denn naturgemäss immer nur in der Gruppe auf? Gibt es da einen Knopf dafür? Also entweder es sind alle Menschen gleich oder nicht. Menschliches Leid lässt sich nicht gegeneinander aufwiegen, aber… Mehr

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Helfen.heilen.80

Wir kämen aus der Betroffenheit gar nicht mehr heraus. Hier der nächste „Fall“. 2 mit einem Messer wie auch immer schwer verletzte Frauen: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/mann-sticht-mutter-und-tochter-nieder-100.html Auch das: Dreyerland. In den Pressemeldungen der Polizei wimmelt es nur von Bedrohungen und Verletzungen mit Schneidwerkzeugen. Die Suche nach „Messer“ ergibt 29.210, nach „Machete“ weitere 797 Treffer: https://www.presseportal.de/suche/messer/blaulicht Und dort ist das, was im Osten des Landes wie in Bayern stattfindet, nicht mal gelistet – und insgesamt längst nicht alles, was wirklich in unserem Land inzwischen an Straftaten gegen „den Souverän“ geschieht! . Während sie uns „das Klima“ als Feind politisch-medial aufbauen und sich auch… Mehr

Manfred_Hbg
1 Monat her

Zitat 1: „Laut Zeugen habe er dabei „Allahu Akbar“ gerufen, heißt es in Presseberichten unter anderem im Spiegel“ > Also soweit ich zu diesen Fall bei ntv und WELT mitbekommen habe, wurde von denen nur von einen „Täter oder „Mann“ und nix von „Somalier“ geschweige dann von „Allahu Akbar“ berichtet. Da zumindest ich zum Beispiel auch einfach nur das bewußte Weglassen von Fakten und Details als Lüge sehe und bezeichne, bleibt mir auch hier nichts anderes als zu sagen: Lügen-Presse ist und bleibt Lügen-Presse. Deren Hofberichterstatter lernen es eben nie!!! – – – – Zitat 2: „Aus Berlin hört man… Mehr

Der Person
1 Monat her

„Politisches Schweigen“ Besser: „Linkes Schweigen„. Dass Empathie bei Linken besonders ausgeprägt wäre, ist nur eine von den Linken selbst verbreitete Lüge. Die Geschichte zeigt uns, dass in allen kommunistischen Systeme das Individuum nichts wert war (Parteigenossen ausgenommen) und jederzeit bereitwillig der Ideologie geopfert wurde, sei es im Gulag (Russland), in den Hungersnöten (China) oder auf den Killing Fields (Kambodscha). Der einzelne Mensch galt nichts, Millionen Menschen galten nichts. Dass diese Entmenschlichung sich auf die eigenen Bürger und das eigene Volk bezieht, ist m.E. eine den Linken inhärente Besonderheit. Und bei der deutschen Linksregierung ist das genauso, die interessiert es nicht,… Mehr

CrimsonDiva
1 Monat her

Tja, leider wird es keine öffentliche Empörung oder jahrelange Aufarbeitung geben wie in Hanau zum Beispiel. Das geht ja nach so langer Zeit immer noch täglich über die Medien. Mit immer neuen Anklagen der Familien gegenüber Polizeiarbeit, Schmerzensgeld in hoher Summe und jetzt sogar noch eine Ausstellung im Rathaus dort im nächsten Jahr. Auf dass man nicht vergessen darf.Vielleicht noch ein Mahnmal oder einen Straßennamen? Tja, leider sind obige Opfer auf der falschen Seite, so wie in Würzburg oder dem Breidscheidplatz. Da wird man bald nichts mehr von hören. Und dann immer die völlig unklaren Hintergründe, da könnte der Täter… Mehr

Kaiser Franz
1 Monat her

Dieselbe Gesellschaft, die aus Angst vor einer Grippe jeden Ungeimpften oder Maskenverweigerer hysterisch ausgrenzt, duldet diese Messermänner seelenruhig in ihrer Mitte. Was stimmt mit uns Deutschen nicht?

Aljoschu
1 Monat her

Wo bleibt der Aufschrei der ansonsten so vorlauten Nänzi? Ist das auf unseren Straßen und Plätzen grassierende Messer- und Machetenmorden nicht eine Folge der völlig durchgedrehten Einwanderungspolitik von CDU, SPD und Grünen? Gut, dass die Bürger von Großstädten jetzt mit dem Mordruf „Allahu Akbar“ zum Gebet aufgerufen werden. Das muss ja ungemein beruhigen!

Leroy
1 Monat her

Wird der Platz jetzt nach dem angeschossenen Somalier benannt, der Opfer der ausufernden Polizeibrutalität wurde? Warum wurde kein Mitglied des Migrationsrates hinzugezogen um die Festnahme mit dem Somalier auszuhandeln.Die sofortige Hinzuziehung von 3 Rechtsanwälten, 5 Integrationhelfern, 2 Sozialrbeitern und einem Psychologen wurde ebenfalls nicht durchgeführt. Wieder einmal sind die Deutschen unfähig eine verfolgte und traumatisierte Person of Colour zu integrieren.

Renz
1 Monat her
Antworten an  Leroy

Es sind einfach zu viele. Dieser Somalier hat Eltern und Geschwister nachgeholt. Insgesamt 8 Personen. Die sind nun alle doppelt traumatisiert,,,,
Wie viele Somalier haben wir im Land?

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Renz

Gute Frage.
Ich glaube nicht, dass das jemand statistisch darlegen kann. Auf jeden Fall mehr, als auf den Ämtern erfasst sind!
Du musst verstehn!
Aus eins mach Zehn,
Und Zwei lass gehn,
Und Drei mach gleich,
So bist du reich.
Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs,
So sagt die Hex,
Mach Sieben und Acht,
So ist´s vollbracht;
Und neun ist Eins,
Und Zehn ist keins,
Das ist das Hexen-Einmaleins!

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
Wobei der Meister beim Verfassen sicher anderes dachte.

Last edited 1 Monat her by Kassandra
Hilde Stede
1 Monat her

Umso mehr ertönt die Dauerbeschallung durch linksgrüne Politiker nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft , freilich ohne dass es bislang irgendwelche Einzelheiten zum Geschehenshergang gibt, ebenso wenig wie es einen Personenschaden gab. Diese reflexartige, nur als widerlich zu bezeichnende Präsenz der Politiker im Verhältnis zur völligen Gleichgültigkeit bei abgestochenen deutschen Opfern erzeugt einen Brechreiz. Man kann dieses dumme Gefasel nicht mehr ertragen. Bei Politikversagen kann man sich ein Bild der täglichen Einzelfälle machen und das ist auch nur ein kleiner Teil dessen, was das beste Deutschland aller Zeiten inzwischen ausmacht. Man wendet sich ab mit Grausen.

Ho.mann
1 Monat her

Die illegale Massenzuwanderung nach Deutschland, die auch ohne Zustimmung der Bevölkerung zur Neubildung von Parallelgesellschaften und zur Zerstörung der nationalen Identität bewusst in Kauf genommen wird, ist Teil einer planmäßigen Zerstörung von Staat und Gesellschaft. Da werden auch „massenhafte Einzelfälle“, wie von Herrn Kraus zuvor angeprangert, nichts daran ändern. Die Zuwanderung ist zurzeit fast so hoch wie 2015, sie wird sogar noch bewusst forciert, da sind weitere Einzelfälle, wie sich jeder denken kann, mit Sicherheit schon vorprogrammiert. Ein Kurswechsel ist weit und breit nicht in Sicht.

Avus
1 Monat her
Antworten an  Ho.mann

Inzwischen tendiere ich auch mit ziemlicher Gewissheit zu der Ansicht, dass die Zerstörung geplant ist. Nutznießer können nur noch diejenigen sein, die in der Flüchtlingsversorgung und -administration tätig sind. Und natürlich unsere gutbezahlten Abgeordneten. Für die meisten anderen ist es eine Belastung (keine Wohnungen, leere Regale, Stress mit aggressiven Neubürgern usw.). Täglich kommen Provokationen dazu, sei es das dumme Geschwätz von Transoder Klima-„aktivisten“, welches medial multipliziert wird, oder die Einführung des Muezzin-Rufes. Die Beeinflussung der Medien ist inzwischen erwiesen (https://www.nachdenkseiten.de/?p=89213), die Verschwendung von Geldern bei gleichzeitiger Schwächung der Bundeswehr ebenfalls. Die Energieversorgung haben sie ebenfalls gefährdet. Wahlen in Berlin wurden… Mehr

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Avus

Tja. Damals, in der NS-Zeit, zogen sie mit Armeen in alle Welt, um zu erobern. Jetzt holen sie alle Welt ins Land, um sich selbst zu vernichten.
Beides hat wohl totalitären Ursprung.
Und die Masse wird genutzt wie vor Zeiten. Und solche wie Hannah Arendt kommen nicht zu Wort.