Lilly Blaudszun, das Covergirl der Pro-Asyl-Linken, illustriert alte SPD-Bande zu einer ganz bestimmten Firmengruppe. Wie im Bund so auch in Mecklenburg-Vorpommern bevorzugt man offenbar ungeniert bestimmte PR-Agenturen, deren Mitarbeiter man dann auch gerne für die Partei engagiert.
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Konservative haben schon einmal Amigo-Affären, die SPD hat den NGO-Sumpf. Jetzt darf man fragen, was die höheren Kosten für das Gemeinwesen verursacht. Vetternwirtschaft und Nepotismus sollte man in jedem Fall vermeiden, soweit irgend möglich. Aber SPD und Grüne haben das Modell in den letzten Jahren vervollkommnet – durch „Demokratiefördertöpfe“ für befreundete gescheiterte Existenzen in den Kommunen und für das gewaltaffine Antifa-Umfeld, durch Förderung der Schlepperwirtschaft im Mittelmeer und durch den ganzen Asylindustrie-Komplex, der Unmengen von Geld verschlingt, von den menschlichen Kosten ganz zu schweigen.
In dieses Kapitel gehört offenbar auch Lilly Blaudszun, politische Influencerin, Politikberaterin, SPD-Mitglied und seit Januar Sprecherin der „Leitung Kommunikation SPD MV, Sprecherin der Landesvorsitzenden“. So steht es in ihrem X-Profil. Diese Landesvorsitzende ist allerdings Manuela Schwesig und damit auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Und obwohl diese beiden Ämter angeblich klar zu trennen sein sollen, wie ein Sprecher der Staatskanzlei meint, ergeben sich daraus einige Fragen.
Denn schon zuvor hatte die Beratungsfirma, in der Blaudszun als „Senior Associate“ geführt wird, jede Menge Regierungsaufträge aus Schwerin erhalten. Das Ganze ist mindestens eine „lukrative Grauzone“, wie der Landeschef des Steuerzahlerbunds Sascha Mummenhoff zusammenfasst.
Einmal Wagenburg, einmal Nachwuchspflege
Seit 2022 flossen so rund 60.000 Euro an die Firma „365 Sherpas“, wie die Ostsee-Zeitung erfragte. An die ressourcenmangel Integral GmbH, ein Schwesterunternehmen im selben Konzern, gingen sogar 330.000 Euro für den Aufbau einer Landes-Website. Beide Firmen gehören zur Hamburger Hirschen Group, einem reichlich trendy anmutenden Unternehmens- und Politikberatungskonzern mit zwei „Executive Chairmen“ und zahlreichen „Senior Directors“. Angeblich war der Auftrag für die Website damals „europaweit ausgeschrieben“ worden – am Ende lag das Gute so nah im traditionell sozialdemokratisch regierten Hamburg.
Letztlich wird so aber eben nicht sauber zwischen Partei und Landesregierung unterschieden. Die Agenturen, mit denen man sich „als Landesregierung“ gut versteht, scheinen auch die zu sein, aus deren Reihen man Wahlkampfmanager wie Lilly Blaudszun rekrutiert. Ein Unternehmen, das vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit sechsstelligen Summen am Leben gehalten wird, nährt den ideologisch geschulten Nachwuchs für SPD-Chefin und Ministerpräsidentin Schwesig.
Derartige Netzwerke zwischen Parteien, öffentlichen Ausgaben für PR und Beratungsfirmen hat TE schon früher aufgedeckt, namentlich am Beispiel des Bundeshaushalts. Und im kleinen, provinziellen Meck-Pomm macht Schwesig es eben genauso. Und schon in den tausend PR-Posten der Ampelregierung tauchten zahlreiche Untergliederungen der Hirschen Group – darunter auch 365 Sherpas und verschiedene ressourcenmangel-GmbHs – auf, die auch in diesem Fall von der regierungsamtlichen Bewässerung durch rot-grüne Satrapen profitiert haben. Die Agentur „Zum goldenen Hirschen“ aus der Hirschen Group warb übrigens ganz offensiv mit ihrem engen Verhältnis zum Bundespresseamt über alle Regierungswechsel hinweg (Merkel – Scholz – Merz?). Man kann es auch „Medienpflege“ nennen wie der Kollege Josef Kraus.
Die AfD in Sachsen-Anhalt macht die Wagenburg der Etablierten und mögliche Unterwanderung durch V-Leute verantwortlich für die Beschäftigung von Verwandten. Außerdem gehe es nur um die relativ unbedeutenden Mitarbeiter von Abgeordneten, nicht um Staatskanzleien oder die Fraktionsführung. Welche Argumente hat die SPD Meck-Pomm für sich und ihren PR-NGO-Sumpf?
Lupenreine Vorfeld-Poesie zwischen SPD und Pro Asyl
Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Insofern kann es auch Manuela Schwesig nicht egal sein, dass sie in diesen Skandal mehr als nur verwickelt ist. Schwesig ist die Haupt- und Zentralfigur, der Drehpunkt dieser Konnexion: Weil sie als SPD-Landeschefin argumentative Unterstützung brauchte, vermutlich im Kampf gegen die bösen „Rechten“. Und darin ist Lilly Blaudszun wirklich gut. Laut eigenem Tweet ist Blaudszun „pro Asyl“, womit sie direkt auf den gleichnamigen Lobbyistenverein verweist. Sie schreibt: „Ich bin @ProAsyl, weil eine Demokratie sich daran misst, wie sie mit den Schwächsten umgeht. Weil es nicht radikal ist, Schutz zu gewähren – sondern ihn zu verweigern. Und weil Menschenrechte nicht vom Pass abhängen dürfen.“
Das ist hochinteressante Vorfeld-Poesie, der natürlich in der Sache an so vielen Stellen zu widersprechen wäre. Vor allem ist es natürlich schon radikal, wenn nicht extremistisch, weil die Gesetze des Landes tatsächlich etwas anderes vorsehen und es gar nicht um „Schutz“ geht, sondern um illegale Einwanderung zur wirtschaftlichen Verbesserung.
Blaudszun will nun die Wahl nicht „alleine drehen“, glaubt auch nicht, dass sie es kann. Das könnte das tröstliche Ende von dem Lied sein.
Und was sagen die „365 Sherpas“, offenbar Blaudszuns Immer-noch-Arbeitgeber, über sich selbst? Zum Beispiel so etwas: „365 Sherpas vereint gesellschaftspolitische Kompetenz mit strategischer Kommunikationsberatung – eine Kombination, die in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist.“ Man freue sich darauf, „Organisationen und Führungspersönlichkeiten dabei zu unterstützen, in Transformationsprozessen Orientierung zu geben und Wirkung zu entfalten“. Also alles klar, Hauptsache „gesellschaftspolitische Kompetenz“ und Überblick bei Transformationsprozessen. Dann läuft der Laden.


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