Rammstein will dem Konzert in München nie zugestimmt haben

Der Münchener Stadtrat hat einem Konzert der Band Rammstein an Silvester zugestimmt, die Grünen sind dagegen Sturm gelaufen. Nun sagt Sänger Till Lindemann, er hatte dem Konzert gar nicht zugesagt.

IMAGO / Gonzales Photo
Sänger Till Lindemann bei einem Konzert der Band Rammstein im Juni 2022 in Aarhus, Dänemark

Der Rummel um das Konzert der Band Rammstein in München geht in eine neue Runde. Sänger Till Lindemann sagt, es habe nie eine feste Zusage gegeben: „Richtig ist, dass der Band eine grundsätzliche Anfrage hierzu vorlag, nicht für die Theresienwiese, sondern für das Messegelände München“, wie die Süddeutsche Zeitung die Nachrichtenagentur DPA zitiert: Zu dem Konzert habe es aber weder eine „finale Zusage“ noch einen Vertrag gegeben.

Diese Aussage ist ein Politikum. Die Leutgeb Entertainment Group hatte dieses Konzert beantragt – mit einer erwarteten Zuschauermenge von 145.000 Zuschauern. Der Münchener Stadtrat hat in seinem Ferienparlament zugestimmt. Daraufhin organisierten die Grünen eine Kampagne, weil sie das Konzert trotz dieser Zustimmung verhindern wollten. Sie sorgten sich um die Polizei, lautete die Argumentation. Mittlerweile hat der Veranstalter den Antrag zurückgezogen und beantwortet auch Anfragen der Presse nicht mehr.

Nun artet das verhinderte Konzert zur Provinzposse aus. Die Grünen werfen der CSU-Stadtregierung vor, sie hätten den Antrag auf ein Konzert nicht in den Stadtrat einbringen dürfen. Es hätten Informationen gefehlt. Die Band sagt, sie sei über den Verlauf der Debatte „unglücklich“.

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