Sozialer Druck auf Ungeimpfte steigt – Münchner Tafel bedient nur noch Geimpfte

Während Berlin und mehrere Bundesländer die Weichen für eine Verlängerung der 3G/2G-Beschränkungen bis in den Frühling stellen, zeigt eine Münchner Tafel nun was die neue Taktik des sozialen Drucks bedeutet.

IMAGO / Future Image

Für Ungeimpfte wird das Leben auch ohne formale Impfpflicht schwieriger. Die Politik setzt auf gesellschaftlichen Impfdruck. Karl Lauterbach drückte es nun im Interview mit der Rheinischen Post so aus: „Ungeimpfte werden bis 21. März 2022 entweder geimpft, genesen oder leider verstorben sein.“

Vergangenen Mittwoch wurde das Eckpunktpapier der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP zum Vorgehen in der Pandemie veröffentlicht. Das Papier sieht vor, das Infektionsschutzgesetz so zu verändern, dass Maßnahmen wie die Maskenpflicht, 3G/2G-Regeln und das Abstandsgebot auch über das Ende der epidemischen Lage, Ende November, fortbestehen können – bis in das nächste Frühjahr hinein. Es sei „ein guter Kompromiss“ und würde der Bekämpfung der Corona-Pandemie gerecht, findet Lauterbach dazu. Im Frühjahr müsse sich dann aber erst noch zeigen, ob man dann tatsächlich die restlichen Maßnahmen aufheben könnte.

Das bedeutet einen weiteren Ausschluss von Ungeimpften über Monate. Markus Söder will in Bayern die 3G-Regel auf PCR-Tests beschränken – der Zutritt zu weiten Teilen des öffentlichen Lebens ist damit für die meisten Ungeimpften kaum noch bezahlbar.

In München zeigt eine Tafel nun, was sozialer Druck auf Ungeimpfte bedeuten kann. Die Einrichtung von Ex-Fußball-Weltmeister Paul Breitner bedient seit Kurzem nur noch Geimpfte, wie die Bild berichtet. 18 von den 160 Bedürftigen, die hier den Dienst regelmäßig in Anspruch nehmen, können die Tafel seitdem nicht mehr besuchen. Der Schritt wird mit dem Schutz der ehrenamtlichen Helfer begründet.

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