Erschossen und erstochen: Ein Wochenende im neuen Deutschland

Vandalismus, Messer- und Schusswaffengewalt werden in Deutschland zunehmend Teil einer neuen Realität, die von einem hohen Aggressions- und Gewaltlevel geprägt ist.

picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

„Deutschland wird sich verändern und ich freue mich darauf“. Diese Aussage der Grünenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt hat sich in rasendem Tempo bewahrheitet. Messerstechereien mit Schwerverletzten und Toten sind mittlerweile an der Tagesordnung in Deutschland. Auch zu Schießereien kommt es vermehrt. Die von der Politik ergriffenen Maßnahmen gegen die von der Politik selbst geschaffenen Zustände sind wirkungslos. Auch die angedachte schärfere Kontrolle von legalen Schusswaffen etwa wird schließlich nicht dazu beitragen, dass weniger illegale Schusswaffen im Umlauf sind.

Die neue Normalität in Deutschland hat auch am vergangenen Wochenende zugeschlagen. Eine unvollständige Auflistung von Gewalttaten:

Freitag, 20. Februar

In Hannover schützt ein Mann ein Mädchen und wird mit einem Messer niedergestochen. Der 32-Jährige beobachtete an einer Haltestelle eine gewalttätige Attacke auf eine Schülerin. Er geht dazwischen. Seine Zivilcourage bezahlt er teuer: Er liegt mit schweren Stichverletzungen im Krankenhaus.

Glimpflich endet ein vandalistischer Vorfall in Altenburg in Thüringen. Hier zerlegt ein Randalierer einen Supermarkt. Der Afghane wütet durch das Geschäft, flutet den Boden, indem er Paletten mit Sektflaschen umwirft, und leert ganze Regalreihen. Erst als zwei Kunden zupacken, endet die Randale.

Samstag, 21. Februar

Gleich am nächsten Tag ereignet sich in Hannover die nächste Messerattacke, wieder an einer Straßenbahnhaltestelle. Täter (41) und Opfer (21) waren sich im Laufe des Tages schon einmal begegnet und aneinandergeraten. Die Polizei bestätigt: „Es gab zuvor eine körperliche Auseinandersetzung, die von den Beamten aufgenommen wurde.“ Am Abend trafen die beiden Kontrahenten wohl zufällig an einem Kiosk an der Endhaltestelle Sandstraße nochmals aufeinander. Im Verlauf der Konfrontation zog der 41-Jährige ein Messer und attackierte den 21-Jährigen. Das Opfer wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Ebenfalls am Samstagabend nimmt die Polizei in Dortmund einen 24-Jährigen fest: Gegen 20 Uhr war ein Mann in einem Wohnviertel auf offener Straße niedergeschossen worden. Reanimierungsversuche scheiterten, der Mann verstarb noch vor Ort. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass er mit zehn Schüssen geradezu hingerichtet worden ist. Beim Opfer handelt es sich um den 26-jährigen Jimmy N. Das Tatmotiv ist unklar.

In Hagen kommt es am gleichen Tag zu einer weiteren brutalen Gewalttat: Eine fünffache Mutter wird von ihrem 41-jährigen Partner mit zahlreichen Messerstichen erstochen, ebenfalls auf offener Straße. Der Syrer sitzt in Untersuchungshaft. Wahrscheinlich war der Auslöser der Tat, dass sich das Opfer von dem Mann trennen wollte.

Diese Taten bieten nur einen unvollständigen Einblick in das Ausmaß der Gewalt, das zunehmend als neue Normalität wahrgenommen wird.

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Kommentare ( 6 )

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Waehler 21
23 Minuten her

Nun, in diesem Artikel fehlt die immer mehr umsichgreifende Brüskierung von Politikern. Das geht gar nicht! Wähler gibt es genug und zu viele im falschen Lager.
Man sollte darüber nachdenken, Hausdurchsuchungen, im Falle der Politiker-
kritik, mit Ideen aus dem Schariarecht zu ergänzen.

Thomas
25 Minuten her

Erst als zwei Kunden zupacken, endet die Randale.
Die Zupackenden müssen mit einer Anzeige wegen Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung rechnen.
Es würde mich auch nicht wundern wenn auch der Supermarkt die Zupackenden zusätzlich verklagt zB wegen Hausfriedensbruch.

Last edited 25 Minuten her by Thomas
Werner Meier
28 Minuten her

Der Applaus der CDU für Merkel und ihre fürchterliche Politik hallt nach, täglich!

fatherted
28 Minuten her

Ganz ehrlich…solange die sich untereinander zu Tode bringen…ist mir das herzlich egal. Trotzdem wirft es natürlich einen Schatten auf das „Stadtbild“.

Rob Roy
43 Minuten her

Das war ein Ausschnitt aus den Ereignissen des Wochenendes. Und der Montag beginnt gleich mit einem Messerangriff am Würzburger Bahnhof, bei dem ein Afghane drei Zeugen Jehovas verletzt.

Endlich Frei
43 Minuten her

Wieviele waren es an diesem Wochenende ? Man kommt mit dem Zählen ja gar nicht mehr hinterher, es geht ja schon zu wie im Wilden Oriente !
Und immer wieder „Haltestellen“, ob Bushaltestelle, Straßenbahnhaltestelle, U-Bahn oder S-Bahnhaltestelle oder Bahnsteig der Bundesbahn.
Um Autofahren geht meines Erachtens im Jahr 2026 kein Weg mehr vorbei – vor allem für junge Frauen wird dies immer lebenswichtiger !