Clan-Kriminalität: „Eine Paralleljustiz ist entstanden“

In mehreren deutschen Städten würden arabische Clans mit Raub, Drogenhandel und Prostitution Millionen verdienen, so der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban. Dem Staat wirft er Untätigkeit vor.

Sean Gallup/Getty Images
Der Islamwissenschaftler und Publizist Ralph Ghadban warnt vor den Gefahren der Clan-Kriminalität in Deutschland. Arabische Clans hätten sich längst in Richtung von kriminellen Vereinigungen entwickelt, meint Ghadban im Gespräch mit der „Tagespost“. „Man kommt bei ihnen nicht durch, und die Polizei kann sie auch nicht unterwandern.“ Mit Raub, Drogenhandel und Prostitution würden die Clans, die meist aus dem Libanon oder der Südost-Türkei stammten, in Deutschland Millionen verdienen.

„Sie führen sich wie die Herren auf
und können es nicht fassen, dass man das
in einem der modernsten Staaten der Welt zulässt“

Außer in Berlin hätten sich inzwischen auch kriminelle Vereinigungen in anderen Teilen Deutschlands gebildet, etwa in Bremen oder im Ruhrgebiet. „Sie führen sich wie die Herren auf und können es nicht fassen, dass man das in einem der modernsten Staaten der Welt zulässt“, so Ghadban.

Gegenüber dem Staat pflegten Clans ein Abschottungsverhältnis, meint der 70-Jährige weiter. Der Staat werde „als Hindernis für ihre Beutezüge betrachtet und muss deshalb umgangen werden“. Gegenüber den Instanzen des Staates herrsche eine Schweigepflicht, die Arbeit der Justiz werde behindert, Zeugen würden systematisch eingeschüchtert. „Eine Paralleljustiz ist entstanden.“

Probleme anpacken statt ideologisch zu denken

Etabliert habe sich die Clan-Kriminalität in Deutschland seit Ende der 90er Jahre. „Ein Clan ist reich geworden, und es setzte ein Wettbewerb unter den Clans um Reichtum und Macht ein.“ Die Waffe der Clans sei die Rudelbildung: „Wer einen Konflikt mit einem hat, der hat gleich die ganze Sippe am Hals.“ Geheiratet werde „zu 100 Prozent endogam“, also innerhalb der eigenen Familie. Zwangsehen und Ehen von Minderjährigen seien keine Ausnahme.

Auf die Frage, wie man gegen das Phänomen der Clans vorgehen könne, meint Ghadban, der Schlüssel sei die Stellung der Frau. „Wenn man sie emanzipiert, zerfällt der Clan.“ Hier sei man jahrzehntelang nicht entschieden genug vorgegangen. Die Politik habe immer wieder Ausreden gebraucht, um nichts unternehmen zu müssen. Zudem erhebt er den Vorwurf, dass ideologisches Denken zu verbreitet sei. Stattdessen müsse man „endlich die Probleme anpacken“, etwa indem unbesetzten Stellen bei Justiz und Polizei besetzt würden. „Wenn man vernünftig und entschlossen handelt, ist alles möglich.“


Dieser Beitrag ist zuerst bei Die Tagespost – Katholische Wochenzeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur erschienen. Die kommende e-Paper Ausgabe finden Sie hier.


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Kommentare ( 72 )

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72 Comments
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Schwabenwilli
9 Monate her

„Clan-Kriminalität: „Eine Paralleljustiz ist entstanden““

Nochmal, Parallel hieße ja nebenher, diese Leute interessiert unsere Justiz aber einen feuchten Kehricht. Deshalb, Gegenjustiz.

country boy
9 Monate her

Solange Islam-Lover wie Habeck und Merkel bei uns den Ton angeben, werden wir das Problem nicht in den Griff kriegen.

Farbauti
9 Monate her

Die Schlüsselstellung sei die Frau, alter Käse. Das Theater haben wir hier schon ewig. Die Vorhut der Muslimischen Clans waren die Sinti und Roma. also Zigeuner, wie wir sie ja nicht mehr nennen dürfen. Da werden tagtäglich die Mädels von der Straße in schwarze BMW`s gezerrt und ab gehts nach Köln auf den Strich.
Selbst diese Eltern die in ganz Deutschland gut vernetzt sind, können sich kaum wehren. Den Mohammedaner hat der Staat gar nichts mehr entgegenzusetzen.
Gute Nacht Deutschland

Mein Onkel
9 Monate her

Höchste Zeit für „Law and Order“ – ohne Ansage!

Gaartz
9 Monate her

Bitte vergessen Sie bei der Aufzählung der kriminellen Clan-Kriminalität niemals den Sozialbetrug, denn erst mit dem Sozialbetrug erhält man das komplette verheerende Bild der Asozialität in diesem Land. Für die meisten Clan-Kriminellen ist es nämlich sportlicher Ehrgeiz und „Ehrensache“, neben „Raub, Drogenhandel und Prostitution“ auch noch den deutschen Sozialstaat auszuplündern. Warum Clan-Kriminelle das tun, obwohl die meisten sich auch so ein süßes Luxusleben leisten könnten? Weil die meisten Clan-Kriminellen die Deutschen und den deutschen Staat zutiefst verachten. Diese Verachtung ist aber keinesfalls das Produkt schlechter Integration, wie vermutlich Grünen-Populist Robert Habeck sagen würde, sondern das Produkt jahrzehntelanger windelweicher Multikulti-Wegschau-„Toleranz“. Und… Mehr

Haedenkamp
9 Monate her

Hier im Revier laufen schon ein paar „Austeigerprogramme“. Und für die Grünen und Linken ist die Stigmatisierung „all dieser Clan-Mitglieder….gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Sind doch auch viele Gute darunter. Nein, in D wird sich nichts zum besseren ändern. Außer für die Clans – lachen jetzt über die Sicherung unserer Museen.

Winni
9 Monate her

Um das „Clan-Problem“ mal deutlich zu benennen und zu verorten. Clans sind kriminelle Vereinigungen. Weithin bekannte Vertreter dieser Gattung heißen in Italien Mafia, Camorra oder Ndrangheta. Unsere Clans stammen aus dem Libanon oder dem südosten der Türkei. Heißt konkret: Erstere sind Palästinenser, d.h. Araber und die anderen Kurden.

Majous
9 Monate her
Antworten an  Winni

Ihre Kurzschlüssigkeit in allen Ehren, aber die ethnographische Topographie des Orients, erscheint wohl nur dem Laien als dichtomisch.
Falls ernsthaftes Interesse einer umpolemischen Weiterbildung der Mitforisten besteht, empfiehlt sich auch immer Wikipedia als gemeine Startlektüre:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mhallami

Waehler 21
9 Monate her

Mir stellt sich eine ganz andere Frage! Sind die Politiker, die uns diese Leute eingebrockt haben in der Lage die Probleme zu Lösen? Sie sind ja noch nicht einmal bereit diese Probleme zu realisieren! Sollte einer von ihnen das doch tun ( Problemwahrnehmung ), droht ihm ein Parteiausschlussverfahren , wie Herrn Sarrazin.

Paul Pimmel - der Herr des Kosmos
9 Monate her

„Wenn man sie emanzipiert, zerfällt der Clan.“ Auf die Vorstellung, dass die Frauen aus den gleichen Motiven mit dabei sind wie die Männer, nämlich wegen der Stärke im Rudel, der sicheren Versorgung und auch deswegen, weil das primitive Treiben der Herren ihren ebenso primitiven Vorstellungen von Männlichkeit entspricht, kommt man als Islamwissenschaftler wohl nicht?
Das einzige, was hier hilft, ist die Politik der eisernen Faust mit sehr weitreichender Auslegung der Rechtsnormen betreffend Bildung krimineller Vereinigungen, Verschwörung, Strafvereitlung usw. in Verbindung mit entsprechend großen und gut gesicherten Gefängnissen.

Cubus
9 Monate her

Wenn man sie emanzipiert? Das hat seit 1500 Jahren nicht geklappt.
Viele emanzipierte muslimische Frauen brauchen Polizeischutz, siehe seyran Ates, tolle Frau.

Majous
9 Monate her
Antworten an  Cubus

Man fragt sich jedoch, wie ein diese unerschrockene Kämpferin der islamischen Moderne, ein solch vertrautes Verhältnis zur Rotlichtwelt Berlins aufbauen konnte. Insbesondere wenn man deren Affinität zu den Clan-Strukturen bedenkt.
https://www.google.com/amp/s/amp.welt.de/vermischtes/article204615688/Seyran-Ates-ueber-Bordellkredit-Ich-schaeme-mich-in-Grund-und-Boden.html