Auch Söders CSU ist im freien Fall: Sieben Prozentpunkte weniger

Nach Merkel und der CDU wird auch CSU-Chef Söder, der exponierteste Vertreter der scharfen Lockdown-Politik, mit dem wachsenden Unmut in der Bevölkerung konfrontiert.

IMAGO / Sammy Minkoff

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder versucht gerade im Bund der lachende Dritte zwischen Laschet und Merkel zu sein. Der CSU-Vorsitzende findet es „sehr seltsam, wenn der CDU-Vorsitzende mit der CDU-Kanzlerin ein halbes Jahr vor der Wahl streitet“. Offenkundig versucht er sich in Stellung zu bringen, um das zu erreichen, was zuvor weder Franz-Josef Strauß noch Edmund Stoiber gelungen ist: Der erste CSU-Kanzler der Bundesrepublik zu werden.

Doch der einstige Hoffnungsträger der Union wird im eigenen Bundesland Bayern immer unbeliebter. Seine Werte und die Zustimmung zu seiner Regierung fallen seit Wochen. Eine neue Wahlumfrage von GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ zeigt den dramatischen Abschwung: In den letzten sechs Wochen verlor die CSU satte sieben Prozentpunkte und kommt damit nur noch auf 40 Prozent. Von der absoluten Mehrheit – einst für die CSU in Bayern fast selbstverständlich – weit entfernt.

Die Grünen haben im Sechs-Wochen-Vergleich von 18 auf 20 Prozent zugelegt und die FDP von 4 auf 6 Prozent. Unverändert niedrig bleibt der Anteil derjenigen, die SPD wählen würden (8 Prozent), die AfD steigt leicht von 8 auf 9 Prozent, die Freien Wähler liegen ebenfalls bei 9 und die Linke unter der Fünf-Prozent-Hürde bei 3 Prozent.

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