In Berlin wurde richtig gezählt und dennoch das falsche Ergebnis verkündet: Wegen einer fehlerhaften telefonischen Übermittlung fällt ein Spandauer Direktmandat an die AfD statt an die CDU. Das Abgeordnetenhaus schrumpft um fünf Sitze.
picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Eine Wahlpanne in Spandau verändert nachträglich die Zusammensetzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Wie der RBB unter Berufung auf die Spandauer Bezirkswahlleiterin Katrin Zickert berichtet, wurde bei der regulären Überprüfung des vorläufigen Wahlergebnisses ein Fehler entdeckt.
Demnach hat im Spandauer Wahlkreis 1 offenbar nicht die CDU-Kandidatin Bettina Meißner das Direktmandat gewonnen, sondern der AfD-Kandidat Tommy Tabor. Ausgezählt worden war am Wahlabend zwar korrekt – doch bei der telefonischen Übermittlung soll das Ergebnis falsch weitergegeben worden sein.
Der Fehler bleibt nicht auf den Austausch zweier Kandidaten beschränkt. Weil sich mit dem Direktmandat auch die Berechnung der Überhang- und Ausgleichsmandate ändert, wird das neue Abgeordnetenhaus deutlich kleiner als zunächst angenommen.
Nach Angaben von Landeswahlleiter Stephan Bröchler wird das Parlament nicht 158, sondern nur 153 Abgeordnete umfassen. Fünf Politiker, die bislang davon ausgingen, künftig im Abgeordnetenhaus zu sitzen, verlieren damit noch vor dessen Zusammentritt ihren vermeintlichen Sitz. Wen die Folgen der Wahlpanne konkret treffen, wird derzeit noch berechnet.
Das ist ein interessantes Ergebnis, der aufmerksame Beobachter fragt sich nicht zum ersten Mal: Wie viele telefonische Meldungen der Zählergebnisse stimmen bei jeder Wahl nicht mit diesen überein? Und welche Zählfehler – absichtliche wie auch unabsichtliche – werden nie entdeckt? Weil das Tempo für die Berichterstattung der Medien wichtiger ist als Genauigkeit? Oder weil … der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt.


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Was tun 158 Abgeordnete im Beriner Parlament? 58 wären schon zu viel, 30 ausreichend. Das Geld wird rausgeblasen ohne Sinn und Verstand.
„In Berlin wurde richtig gezählt und dennoch das falsche Ergebnis verkündet“
Ob das erste stimmt werden wir wohl nie erfahren.
Gibt es Informationen, wieviele Abgeordnete sich die einzelnen Landesparlamente pro Einwohner leisten?
Haftet jetzt der Falschmelder oder Nachfrager dafür, dass sich fünf arme Seelen unverschuldet ehrliche Arbeit zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes suchen müssen?
Meine Rede seit langem: wenn Manipulation in größerem Stil stattfindet, dann nicht in den Wahlbüros und auch nicht bei der Briefwahl. Wie der vermeintliche Fehler zeigt, ist keine Absicht nachweisbar, das Risiko derartiger Versuche also begrenzt.
Wegen einer fehlerhaften telefonischen Übermittlung… – komisch, dass das immer zum Nachteil einer bestimmten Partei passiert.
Ich hoffe einige Medien bleiben dran und recherchieren genau was für ein Hauen und Stechen in der Berliner CDU beginnt. Wer „freiwillig“ auf sein Mandat verzichtet um es dann denjenigen den Einzug zu ermöglichen der von der Neuauszählung betroffen ist. Aber gut das es schonmal 3 weniger sind von denen.
Trau, schau, wem. Nicht aber denen die sich ganz wichtig nehmen in unserem Bürokratenstaat.
Richtig gezählt , falsch weiter gegeben ?… mal sehen ob es auffällt ? Und dann doch , na sowas aber auch.
Siegmund sollte noch mal nachzählen lassen.
„lustig“ ist,das zuerst vermeldet wurde,das die CDUlerin 80 Stimmen mehr hatte,aber nach Korrektur der AFDler nur 35 mehr haben soll.
wäre das nur vertauscht worden,müssten die Zahlen identisch sein,also ist da noch mehr „schief“ gezählt worden,ein reiner Übertragungsfehler war das nicht
Korrekt, BSW hat auch deutlich an Stimmen dazugewonnen, als man die Zweitauszählung im Bezirk gemacht hat.
Ach, und das war ein Zufall? War das der einzige Fehler? Und kommen solche Abweichungen zu Lasten der AfD auch bei anderen Wahlen vor?