Markus Lanz wird keine Post von der Landesmedienanstalt bekommen. Zwar verbreitet Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Fake News, die der ZDF-Moderator nicht korrigiert. Doch die Zensurbehörde ist nur für private und alternative Medien zuständig – der Staatsfunk darf Fake News unkontrolliert senden.
Screenshot ZDF / Markus Lanz
Es geht schon durchwachsen los für den ungewählten Ministerpräsidenten. Schulze, im Januar vom zurückgetretenen Reiner Haseloff ins Amt geschoben, sitzt bei Lanz und muss sich von der Journalistin Sabine Rennefanz (Spiegel) als Erstes anhören, er habe ja eigentlich hauptsächlich durch die Übernahme von AfD-Themen etwas Profil erlangt.
Dagegen wehrt Schulze sich nach Kräften. Doch die sind dürftig. So sehr er sich auch die ganze Sendung über im Sessel nach vorn stemmt, er wirkt doch kraftlos und blutleer. Schulze hadert, verliert sich in Floskeln – und wann immer es geht, malt er den Teufel AfD an die Wand, statt sich selbst und die Pläne seiner CDU zu präsentieren.
Doch Handfestes ist aus Schulze einfach nicht herauszuholen. Stattdessen wirft er seinem AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund vor, der habe, als er vergangene Woche bei Lanz zu Gast war, „keine Antworten auf die Fragen gegeben“. Wer die Sendung gesehen hat, weiß, das stimmt nicht. Auch Lanz kontert diese erste Fake News zunächst noch vorschriftsmäßig, wie es die neu eingesetzte, oberste Zensurbehörde namens Landesmedienanstalt fordert. Er zählt all die konkreten Vorschläge auf, die Siegmund in der Sendung genannt hatte: Unterstützung für junge Familien etwa oder kostenlose Kitas und Schulverpflegung.
Für Schulze sind das Luftschlösser. „Realismus muss einkehren“, sagt er
Lanz will ihn kitzeln: „Ist Realismus die Übersetzung von ‚Wir haben nix‘?“ Schulze gibt zu, sein Ziel sei „nicht so ambitioniert“ wie das der AfD: „Mein Ziel ist, dass ich im ländlichen Raum die Kindergärten, die Kinderkrippen erhalten kann.“ Auch für den Arbeitsmarkt setzt er auf das altbekannte grün-linke CDU-Rezept: „Wir brauchen einen Zuzug in den Arbeitsmarkt“, sagt Schulze. „Nicht ins Sozialsystem, das haben wir gestoppt.“ Gestoppt? Die zweite Falschbehauptung, doch diesmal reagiert Lanz nicht.
Der belesene Lanz erzählt, er habe weiland einmal dem Wall Street Journal entnommen, Deutschland habe eine Rekordzuwanderung und trotzdem Fachkräftemangel. Warum er für diese Erkenntnis eine amerikanische Zeitung braucht, verrät er nicht. Außerdem habe „jeder Zweite im Bürgergeld keinen deutschen Pass“, so Lanz. Wie das denn angehen könne, will er wissen. Schulze winkt ab: Das sei kein Landesthema, sondern Sache des Bundes. Überhaupt gefällt er sich im Wegbügeln. Mal erzählt er, was er alles als ehemaliger Wirtschaftsminister bereits geschafft habe, und dann, was er alles leider, leider noch nicht schaffe, weil er ja erst so kurz Ministerpräsident sei.
Lanz versucht es nochmal: „Seit 24 Jahren regiert die CDU und ist offenbar nicht in der Lage, den Optimismus zu verströmen, der dazu führt, dass Menschen Kinder kriegen. Das ist doch der Punkt.“ Schulze zieht den Geopolitk-Joker: Das sei doch überall in Europa genauso. „Was ist Ihr Plan?“, fragt Lanz. Schulze weicht aus, verliert sich in Allgemeinplätzen und Parteiparolen.
Greive stochert noch ein bisschen in der Wunde herum: Im Bildungssektor investiere Sachsen-Anhalt bereits jetzt überdurchschnittlich, aber ohne irgendwelche nennenswerten Resultate: „Sie nehmen relativ viel Geld in die Hand, und es kommt relativ wenig raus.“
Lanz möchte endlich mal Konkretes hören und nicht immer nur „darüber reden, was die Anderen machen“. Der Moderator wird ungeduldig: „Was Sie gerade übersetzt sagen, ist: Wir haben keinen Plan, außer den Plan, alles im Grunde so zu lassen, wie es ist.“ Schulze hat plötzlich ein Flehen in der Stimme: „Herr Lanz, das stimmt wirklich so nicht.“
Er berichtet von bezahlten Berufspraktika. Schüler bekämen 120 Euro pro Woche. In Zukunft wolle man das komplette Schulsystem mehr auf den Arbeitsmarkt ausrichten: nur noch vier Tage Schule, danach ein Tag im Unternehmen. Das sei bereits erfolgreich getestet worden. „Wir geben richtig Gas da, wo wir’s machen können.“ Aber er wolle nichts versprechen, was er später nicht halten könne. So wie nämlich die AfD.
Rennefanz sieht trotzdem schwarz für Schulze. Die AfD habe „etwas, was die CDU nicht so hat. Die haben es geschafft, so eine Bewegung aufzubauen.“ Sie habe Frustgefühle und Verlustgefühle in einen gewissen Stolz umgewandelt. Auch Greive sieht die CDU im Abseits: „Was mir fehlt, ist eine positive Zukunftserzählung für das Land.“
Schulze hingegen wirft der AfD vor, Sachsen-Anhalt als Untergangsland darzustellen. „Die reden alles schlecht“, stöhnt er. Lanz kontert: „Dafür hat Herr Siegmund aber erstaunlich gute Laune.“
Das ergebe unterm Strich eine Erleichterung von 60 Euro im Jahr, rechnet die Runde ihm vor. „Das kann man den Wählern doch nicht als großen Wurf verkaufen“, empört sich Lanz, und Greive sagt, das Ganze „verdient den Namen Steuerreform nicht. Die Bundesregierung macht sogar noch weniger als die Regierungen der vergangenen zehn Jahre.“ Rennefanz nennt es „ein Radikalisierungsprogramm für die arbeitende Mitte“.
Noch eine Frage, die ins Nirvana führt: Würde sich Schulze notfalls von Linken oder der AfD zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Lanz startet mehrere Versuche, aber Schulze kann sich zu keinem klaren Nein durchringen. Er werde „nicht hinlaufen“ und um Stimmen betteln, und er werde sich auch „nicht abhängig machen von links oder rechts“. Semantisches Mikado. Schulze auf den Spuren des Merz.
Zum Schluss noch eine weitere Falschbehauptung: Schulze erinnert voller Empörung an den „Hitlergruß“, den AfD-Landeschef Martin Reichardt 2020 gezeigt haben soll und der in den vergangenen Tagen durchs mediale Dorf getrieben wurde. Dass der angebliche Gruß mit dem linken Arm ausgeführt wurde und dass Reichardt selbst es als einen humoristischen „Ritterschlag“ auf einer privaten Feier erklärte, das alles unterschlägt Schulze. Lanz versäumt ebenfalls jegliche „Einordnung“.
Die Landesmedienanstalt dürfte sich deshalb in Kürze bei ihm melden. Ganz sicher – nicht. Denn praktischerweise werden nur private Sender und alternative Medien zensiert. ARD und ZDF dagegen sind ja der Staat an sich.





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Der nachgerückte Ministerpräsident Schulze verkörpert für mich die Inkarnation eines langgedienten SED- Funktionärs; eines Apparatschiks, der stets ohne eine Spur von Charisma, völlig ohne jegliche Empathie stets belehrend und stets oberlehrerhaft auftritt! Natürlich wird Schulze mit den Linken paktieren; da hat sich anscheinend viel zu viel Dreck unter den Teppichen des CDU- Dauerministerpräsidenten Haseloff angesammelt, der anscheinend um jeden Preis der Öffentlichkeit verborgen bleiben muss! Warum schlagen sonst die CDU und der famose Herr Schulze vogelwild mit abstrusen Argumenten gegen die AfD um sich?! Der famose Herr Schulze dreht hemmungslos an der Diffamierungsschraube; jetzt soll die AfD anscheinend auch noch… Mehr
2 % Wählerstimmen wären für diesen Mann noch zu viel. Die CDU in Sachsen-Anhalt sollte unter den „Sonstigen Parteien“ landen.
Dieser konturlose Typ weiß doch genau, daß er der Verlierer ist. Das hat der Haseloff wirklich sauber eingefädelt – sich als Ungeschlagener vom Acker machen, eine vollkommen überforderte Figur nachschieben und dem beim Untergang zugucken. Schulze weiß, daß er sein Stühlchen nur mit unlauteren Methoden bzw. Koalitionen retten kann. Dann ist es natürlich blöd, wenn man Inhalte präsentieren soll, die man nicht hat. Svenys Programm lautet exakt so, wie das des Kanzlerdarstellers: „Ich will im Amt bleiben – egal wie.“
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Es ist erstaunlich , dass die SPD sich alles erlauben kann und konnte . Von der AfD folgt diesem Spruch gleich die Anzeige und eine Bestrafung . Würden die CDU/CSU sich einmal auf ihre Gründerväter , Adenauer und Strauss besinnen , oder der AfD folgen , dann wären wir nicht Schlusslicht in NATO und EU !
Lanz , der Allwissende, Moderator,Richtigsteller und Zensor in Person , wozu braucht er noch noch Gäste ? Kann er doch gleich Selbstgespräche führen .
Dass eine solche blasse Vorstellung – mit den üblichen Diffamierungen der AfD – zu 20% führen könnte, erschreckt mich!!
Naja, man weiss dass die überwiegende Mehrheit AfD wählen wird… die einzige Möglichkeit eine Alleinregierung zu verhindern ist eizig mit massiver Wahlfälschung wie bereits in „Bärlin“ erprobt!
Nun müssen aber die Umfragen diese „Wahlfälschung“ auch plausibel erscheinen lassen, darum wird die AfD vor der Wahl niemals auf „Alleinherrschen“ steigen und die CDU niemals unter die magische Alleinherrschungsverhinderungsmarke sinken!
Das ist alles pure Manipulation!
„Und täglich lügt das Murmeltier…“ Und hier die politisch korrekte KI Zusammenfassung: Text 1: Die öffentliche Wahrnehmung von Ulrich Siegmund Ulrich Siegmund (AfD) punktet in der Öffentlichkeit vor allem durch seine mediale Reichweite und populistische Rhetorik. Er gilt auf Social-Media-Plattformen wie TikTok als hochkompetent im Erreichen junger Zielgruppen. Seine politische Stärke zieht er aus der Rolle des emotionalen Oppositionsführers, der den Unmut der Bevölkerung kanalisiert und als „Anti-Establishment“-Figur auftritt, während ihm die breite Bevölkerung jedoch oft die nötige Seriosität abspricht. Text 2: Das Interview von Sven Schulze bei Markus Lanz Sven Schulze (CDU) versucht im Interview, sich als solider, verantwortungsbewusster… Mehr
Sie versuchen allen Ernstes, Herrn Schulzes ängstliche Bräsigkeit als Seriösität zu verkaufen? Lieber Gott! Es ist höchste Zeit, dass die Union den Weg alles Irdischen beschreitet. Zu bieten hat sie nun wirklich nichts mehr. Schade, dass Sie hier noch eine längst zerbrochene Standarte hochhalten wollen.
Hr. Greive und Handelsblatt sind Dummschwätzer, weil auch sie den BEDARF an Zuwanderern für die die Volkswirtschaft nie vorgerechnet haben. (Das könnte man, Branche für Branche, mit der Bevölkerungspyramide machen.) Fehlt noch auszurechnen, ob es volkswirtschaftlich ein sinnvoller Gewinn ist.
Leider ist das entgleist zu einem Konjunkturprogramm, das nirgendwohin führt: Subvention einer Einwanderungsindustrie, in der zweitklassige Akademiker ihr Auskommen finden.
WER schaut sich diesen geframten Mist überhaupt noch an?
Laut KI sind das im Schnitt ca. 1,5 Millionen (statistisch ermittelt)
Davon sind 5-10% zwischen 14 und 29 Jahre, 20-25% zwischen 30 und 49 Jahre, 25-30% zwischen 50 und 64Jahre und 40-50% 65+ Jahre alt.
Dass heißt rund zwei Drittel der Zuschauer verschlafen das um diese Uhrzeit.
Also völlig überbewertet! Das sollte man einfach nicht mehr kommentieren.
Diese Abfolge: erst Siegmunds schwungvoller, überaus gelungener Auftritt bei Lanz und danach eine Woche später dort dieser reichlich armselige Auftritt Schulzes wird vermutlich die fehlenden Prozente für den Machtwechsel in Magdeburg liefern. Danach steht das Lager der Brandmauer-Parteien lichterloh in Flammen.