Deutsche EU-Parlamentarierin: Gruppenvergewaltigungen gibt es nicht

In Deutschland gibt es keine Gruppenvergewaltigungen. Das behauptet Birgit Sippel während einer Debatte im EU-Parlament. Ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, und neuerlicher Beleg für die suizidale Selbsthypnose, die in linken Milieus betrieben wird.

In Deutschland gibt es keine Gruppenvergewaltigungen. Das behauptete Birgit Sippel, SPD-Politikerin und EU-Parlamentarierin, in einer Plenarsitzung am 10. Februar in Straßburg. Sie stieß sich an den Worten ihrer Vorrednerin Christine Anderson. Die AfD-Politikerin hatte vor „marodierenden“ illegalen Einwanderern gewarnt und deutlich gemacht, welche Folgen illegale Einwanderung mit sich bringt. Sippel forderte daraufhin den Vorsitzenden auf, zu intervenieren, aufgrund der ihrer Ansicht nach unangemessenen Wortwahl und der angeblich unwahren Aussagen.

Dumm nur, dass hier selbst die Bundesregierung widerspricht. Die wies für 2024 ganze 788 solcher Taten aus. 51 Prozent der Tatverdächtigen waren Nichtdeutsche, vor allem aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und der Türkei. Bei einem Ausländeranteil von knapp 15 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Mehr als zwei Gruppenvergewaltigungen am Tag. Hinzu kommen die „gewöhnlichen“ Vergewaltigungen, die Frauenmorde. Sippels Behauptung ist ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, die Opfer eines solchen Verbrechens geworden sind. „Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten“, davon können nun also auch Frauen ein Lied singen: Um an Migrationsromantik festzuhalten, werden die Sicherheit und die Interessen von Frauen mit Füßen getreten – von einer Frau, die vor lauter Privilegien jeden Kontakt zur Realität zahlloser Frauen in Europa und Deutschland verloren hat.

Aus der Brüsseler und Straßburger Blase heraus lässt sich trefflich leugnen, was Mädchen und Frauen durchmachen, die den öffentlichen Raum nicht meiden können. Oder wollen – denn schließlich sollten Frauen mitnichten auf das Recht verzichten müssen, sich sicher und frei bewegen zu können. Tagsüber ebenso wie nachts, im Szeneviertel, im Park.

Derzeit aber sind es ausschließlich die Frauen, die Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Im Zweifel kommt selbst ein verurteilter Vergewaltiger frei – weil der zuständige Richter eine Frist verschläft. Ein Hohn also, was Birgit Sippel da verlauten lässt.

Sippels Auftritt ist beispielhaft für einen bestimmten linken Frauentypus: Oberlehrerhaft und zeternd, beseelt von Selbstgewissheit und dabei maximal unreif: Sie beklagt sich über Anderson wie ein Kindergartenkind, das von der Betreuerin verlangt, einzugreifen, weil der Spielkamerad den Turm aus Bauklötzen umgeworfen hat. Dabei bringen nicht einmal offizielle Zahlen den Elfenbeinturm zum Einsturz, in dem sich Menschen wie Sippel eingemauert haben. Dass man europaweit noch nicht gar so zuverlässig konditioniert ist wie in Deutschland und vom Vorwurf des Rechtsextremismus einigermaßen unbeeindruckt bleibt, ficht sie nicht an.

​https://twitter.com/M_Ostermann/status/2021676999102943466?s=20​

Abgesehen von der Infantilität der Beschwerde sticht hervor, dass nicht Gewalt gegen Frauen, sondern lediglich eine missliebige Wortwahl Entrüstung hervorruft. Auch das ist typisch: Wie bereitwillig sprechen Teile des linken Milieus von „Gewalt“, wenn Menschen Widerspruch äußern? Da gelten ein paar scharfe Kommentare unter einem Tweet als „Hass“ und „Angriff“. Reale Gewalt aber wird geleugnet und bagatellisiert – wenn etwa der Vorschlag gemacht wird, Vergewaltigungsopfer sollten doch lieber als „Erlebende“ bezeichnet werden. Zum Teil schlägt dies in völlige Selbstaufgabe um, wie etwa bei der Linkenpolitikerin Selin Gören, die von Migranten vergewaltigt wurde, aber die Polizei belog, um die von ihr konstruierten Illusionen nicht aufgeben zu müssen.

Kleinlich, provinziell und brandgefährlich ist diese Weigerung, sich der Wirklichkeit zu stellen: Ausgangspunkt der Debatte war das Vorhaben Spaniens, Hunderttausenden illegalen Migranten einen legalen Aufenthaltsstatus zuzusprechen. Dies ist angesichts der Verwundbarkeit des Schengenraums schlicht verantwortungslos, nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass hier neuerlich ein Pullfaktor kreiert wird, wie die EPP-Politikerin Dolores Montserrat in der selbigen Debatte klarstellte.

Wir erinnern uns: Anfang Februar erschlug ein in Luxemburg ansässiger Grieche – bislang haben sich Gerüchte, dass es sich nicht um einen gebürtigen Griechen handle, nicht erhärtet – in Rheinland-Pfalz einen Schaffner. Dies ist geradezu die Verdichtung der Kehrseite europäischer Freizügigkeit. Nun ist allerdings der Anteil von Verbrechern und Gewalttätern unter Europäern im Vergleich zu Migranten deutlich geringer. Es ist nicht Hysterie, sondern Erfahrungswerten geschuldet, dass sofort der Verdacht aufkam, beim Tatverdächtigen handle es sich um einen Migranten, der lediglich mit einem griechischen Pass ausgestattet war. Auch wenn diese Intuition im Einzelfall falsch liegen kann – sie steht im Einklang mit den Zahlen.

Das Vorhaben Spaniens gefährdet also die innere Sicherheit nicht weniger als die deutsche Grenzöffnung 2015. Illegale Einwanderer werden damit ermächtigt, sich frei im Schengenraum zu bewegen – Schätzungen reichen von einer halben Million bis zu 800.000 Menschen.

​https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/spanien-sozialisten-legalisierung-illegaler-einwanderer/

Auch wenn ein signifikanter Teil dieser Menschen nicht aus dem muslimischen, sondern historisch bedingt aus dem lateinamerikanischen Kulturraum stammt: Mit den beiden nordafrikanischen Exklaven Ceuta und Melilla und teils nur durch wenige Kilometer Seeweg von Afrika getrennt, ist Spanien ein Einfallstor für illegale Migration. Mit Peruanern und Kolumbianern gemeinsam werden auch jene Migranten aus dem Maghreb und Schwarzafrika legalisiert, die häufig ein Frauenbild mitbringen, das Vergewaltigung nicht einmal als Verbrechen betrachtet – von organisierter und Clan-Kriminalität und Terrorgefahr noch gar nicht zu reden; ebenso wenig vom Sozialbetrug, der zu erwarten ist, wenn sich die Aufenthaltsberechtigten in andere Länder Europas aufmachen.

Auch angesichts dessen machen Sippels Bemerkungen sprachlos: Man möge, wie sie es angeregt habe, „Migrations‑ und Integrationspolitik doch mal positiv und proaktiv [zu] gestalten“. Die spanische Regierung gehe mit gutem Beispiel voran, ein Sicherheitsrisiko stelle die Regularisierung nicht dar.

Die suizidale Selbsthypnose, die hier betrieben wird, ist, das beweist nicht nur Spanien, nicht auf deutsche Politiker – und vor allem Politikerinnen – beschränkt; wenn sie auch nach wie vor in ihnen die treuesten und fanatischsten Anhänger findet.

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Kommentare ( 1 )

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Kassandra
1 Stunde her

„Derzeit aber sind es ausschließlich die Frauen, die Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.“
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Das ist beileibe nicht so.
Kinder sind betroffen, sowohl Jungs als auch Mädchen, auch Männer, die die Messer am Hals spüren wie Greisinnen und Greise.
Kommt halt in den Medien nicht so vor.
.
Und dass Spanien mehr Migration aus Südamerika beherbergte als aus dem Islam – auch das müsst überprüft werden.