Ölhahn zu, Versorgung wackelt: Ostdeutschland steuert auf den nächsten Treibstoffschock zu. Schwedt droht der Engpass, weil politische Selbstüberschätzung Risiken bewusst in Kauf nahm und neue Abhängigkeiten geschaffen hat.
picture alliance / dts, dpa | Patrick Pleul - Collage: TE
Man kann davon ausgehen, dass der Sauerländer Merz kein Freund Ostdeutschlands ist, genauso kann man davon ausgehen, dass die Ostdeutschen im Herbst Friedrich Merz und der CDU die Quittung bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern präsentieren werden.
Jetzt spielt Putin mit Merz, was eine Reaktion auf die Gespräche zwischen Merz und Selenskyj sein könnte, denn die technischen Voraussetzungen für den Transport von kasachischem Öl seien plötzlich nicht mehr gegeben. Wann die technischen Voraussetzungen für den Transport von kasachischem Öl gegeben sind und wann nicht, entscheidet allein der Kreml. Möglich wäre, Öl über andere Routen, zum Beispiel über das Kaspische Pipeline-Konsortium (KPC) und dann via Schiff nach Schwedt zu transportieren. Nur dann ist Deutschland von Polen, vom polnischen Ölhafen Danzig abhängig – und das hat ja schon einmal nicht recht geklappt. Besorgt sollte allerdings stimmen, dass die Kasachen offensichtlich darüber nachdenken, dass die Öl-Lieferungen auch nach China umgeleitet werden könnten. Der Flughafen Berlin-Brandenburg ist vom PCK bezüglich Kerosins abhängig und 9 von 10 Autos fahren in Berlin und Brandenburg mit Benzin und Diesel vom PCK.
Als Annalena Baerbock in Riga im Frühjahr 2022 großspurig verkündete, dass Deutschland nie wieder russisches Erdöl, nie wieder russisches Erdgas haben wolle und in diesem Moment und auch später nicht wusste, woher der Ersatz kommen sollte, hat sie dem Kreml signalisiert, sich umzuorientieren. Als Habeck und Kellner die Anteile von Rosneft am PCK Schwedt im Herbst 2022 unter Treuhandverwaltung nahmen, geriet das PCK in eine schwere Krise. Habeck und Kellner schwadronierten darüber, dass die Notleitung, die von Rostock nach Schwedt führt, ertüchtigt wird, weil sie nur etwa 50 Prozent des Bedarfs des PCK decken konnte. Doch bis heute ist die Notleitung nicht ertüchtigt, auch weil Habeck davon träumte, aus der Erdölleitung eine Wasserstoffpipeline zu machen.
Hinzu kam, dass der Rostocker Hafen zu klein für die großen Tanker ist, die deshalb auf dem Meer entladen werden müssen von kleineren Tankern, was die Kosten in die Höhe treibt. Habeck, der gute alte Kinderbuchautor, schwadronierte darüber, dass im Danziger Erdölhafen auch Tanker für Deutschland entladen werden könnten, weil eine Pipeline von Danzig zur Druschba herunter führte. Die Polen hätten ihm das versprochen, meinte der gute alte Kinderbuchautor. Nur entluden dann die Polen die Schiffe Anfang 2023 nicht. Sie benötigten die Pipeline für ihr Erdöl für die Raffinerie Plock. Es war dann der Brandenburger Regierung zu verdanken, dass ein Abkommen mit Kasachstan über die Lieferung von Erdöl via Druschba geschlossen wurde.
Ganz gleich, welche Lösung nun gefunden wird, sie unterscheidet sich vor allem für die Bürger von Berlin und Brandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns nur darin, ob sie teuer oder noch teurer wird. Wenn das so ist, dürfen die Deutschen, besonders die Brandenburger und die Berliner, sich bei einem so weitsichtigen Staatsmann wie Friedrich Merz bedanken.
Schweigen spart manchmal nicht nur Worte, sondern auch Geld. Aber es ist ja nicht sein Geld. Nur das Geld der Ostdeutschen. Den Finanzminister dürfte es hingegen freuen. Noch mehr Einnahmen.




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Jeden Tag in den Medien: „Die AfD ist böse!“
Jeden Tag im Fernsehen: „Habt Angst vor der AfD!“
Jeden Tag von allen Parteien: „Passt auf , Hitler wird wiedergeboren“
Die Leute sind so verdummt worden, dass sie sich nicht mehr trauen, AfD zu wählen, selbst wenn sie es eigentlich wollen.
Bei der nächsten Wahl machen sie ihr Kreuz wieder bei den alten Parteien, insbesondere die Mehrheit der Rentner.
Aus Angst. Nicht aus Überzeugung.
So funktioniert Manipulation, Indoktrination.
So stirbt die Demokratie❗
Das dürfte eine russische Warnung sein. Berlin sollte es mit seinem Engagement für Kiew nicht übertreiben. Eine gemeinsame Produktion von Waffen mit ukrainischen Unternehmen auf deutschem Boden wird als Kriegseintritt gewertet und die entsprechenden Produktionsstätten könnten damit legitime Ziele für Russland werden.
Ähnliches gilt für osteuropäische Länder, die den Überflug ukrainischer Drohnen dulden, welche dann in der Region St. Petersburg angreifen.
Der russische Bär ist geduldig, aber man sollte ihn nicht zu sehr provozieren.
Es stellt sich die Frage, warum Berlin, Brüssel und Andere solche Risiken eingehen. An einer Eskalation des Ukrainekriegs kann doch eigentlich niemand gelegen sein.
Ich kann da wirklich nur größte Schadenfreude empfinden.
Die Regierung einschließlich Merz‘ CDU fordert seit Jahrzehnten Klimaneutralität und weg vom Öl. Russland ist jetzt so nett und hilft dabei. Die Grünen springen vor Freude bestimmt im Dreieck.
Verlorene Arbeitsplätze sind doch nur eine Statistik für die Regierung. Bei dem was Deutschland sonst so durchmacht ist der Shutdown des Öls eine Randnotiz.
Ich bin schon fast der Meinung, die Merzel-Nulpe ist noch schlimmer als Exwumms-Olaf…
Merz riskiert nicht die Versorgung, er sabotiert sie.
Das passt zur Agendapolitik seit Merkel.
Was er riskiert, ist noch mehr Zulauf für die AfD – es sei denn, man hat vor, über die Verhänging von Kriegsrecht die Wahlen auszusetzen.
Das Verstummen der Forderungen nach dem Verbot der AfD scheint mir in dem Kontext verdächtig.
Die Sperrung dieser Ölleitung aus Kasachstan über Russland nach Schwedt (Nähe Ostsee) hat natürlich auch mit der unglaublichen Hetze und persönlichen Beleidigung des russischen Präsidenten durch Merz zu tun.
Zumindest indirekt. Der Diktator in Kiew fordert übrigens schon lange diesen Ölfluss zu stoppen. Was jetzt nun der direkte Auslöser war geht aus den russischen Nachrichten im Internet nicht hervor.
„ Rosneft Deutschland hat die Bundesnetzagentur unter dem Grünen Klaus Müller informiert, dass ab 1. Mai kein kasachisches Erdöl durch die Druschba weitergeleitet wird“. Ey lass mich raten….. In der Bundesnetzagentur knallten daraufhin die Sektkorken…..nee, Schampannjer…..
Das erinnert mich an die absurden Behauptungen, Russland hätte damals die Nordstream-Pipelines gesprengt. Dabei mussten die ja immer nur den Hahn zudrehen, genau wie sie das jetzt tun.
„Die“ haben nichts riskiert, das ist Teil des Spiels. Es handelt sich auch nicht um Unvermögen oder Naivität, das ist Vorsatz – oder in einschlägigen Kreisen auch Hochverrat genannt.
Hauptsache, das Sauerland hat noch Sauerbier.
Berlin und Brandenburg dürfen gern mit der Kutsche fahren.
Die brauchen kein Auto.
Wadephul:
Russland wird auf ewig unser Feind sein.
Warum sollten die nach Deutschland liefern,
wenn China besser zahlt?