Patrick Schnieder ist Christdemokrat. Ein Kind der Ära Angela Merkel und Friedrich Merz. Nach ihm ist nun ein Effekt benannt: Der „Schnieder-Effekt“ steht für einen massiven, staatlich verschuldeten Einbruch der Wirtschaft. Ein Kind der Ära Merzkel halt.
picture alliance / Geisler-Fotopress | Bernd Elmenthaler/Geisler-Fotopr
Die Regierung von Friedrich Merz (CDU) handelt nach einem erkennbaren Muster: Erst kündigt sie ganz groß Besserungen an, dann tut sie entweder gar nichts – oder das Gegenteil: Sie setzt Verschlechterungen um.
Merz’ Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) ist es jetzt gelungen, beides miteinander zu verknüpfen. Er verkündete, der Staat werde den Führerschein billiger machen, aber im „Deutschland-Tempo“, also frühestens in ein paar Jahren und das auch nur vielleicht.
Schnieder hatte die schnelle Schlagzeile. Das reicht Christdemokraten völlig. So ist das in der Ära Merzkel. Dafür geht in der Folge die Wirtschaft zugrunde. So wie jetzt die deutschen Fahrschulen. So ist das in der Ära Merzkel. Um 70 Prozent ist die Zahl der Anmeldungen bei Fahrschulen eingebrochen. Die Fahrlehrer sprechen vom „Schnieder-Effekt“.
Was ist passiert: Am 16. Oktober verkündete Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) in einer Pressekonferenz, dass der Staat den Führerschein billiger machen werde. Nicht durch niedrigere Steuern und Abgaben und auch nicht durch geringere Energiepreise. Die Folgen staatlicher Eingriffe müssen laut Schnieder durch weitere staatliche Eingriffe wettgemacht werden. So haben Sozialisten schon immer gedacht – so denken Christdemokraten seit Angela Merkel und Friedrich Merz. Die Merzkel-Ära.
Vier Monate nach Schnieders Versprechen, der Staat rette die Wirtschaft, bilanziert DPA die verheerenden Folgen des „Schnieder-Effekts“ für die Wirtschaft. Die Anmeldungen bei Fahrschulen seien seitdem um 70 Prozent eingebrochen, hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur ergeben.
Sie zitiert Verbandsfunktionäre der Fahrlehrer. Die warnen – wenig überraschend – vor „hochproblematischen“ Folgen. Der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Nordrhein, Kurt Bartels, gibt dem ganzen Vorgang den Namen „Schnieder-Effekt“. Ein passendes Urteil, das über das Zeug dazu verfügt, die Karriere des Merzkel-Mannes zu überleben.
Schon vor DPA hatte der Verband „Moving International Road Safety Association“ Zahlen erhoben. Demnach betrug der Rückgang im Januar 84 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahrs. Im November, also unmittelbar nach Einsetzen des „Schnieder-Effekts“, waren es demnach 54 Prozent. Wobei die Zahlen auf dem Land weniger dramatisch ausfallen als in der Stadt. Dort können die Jugendlichen nicht aufs Auto verzichten, egal welcher Merzkel-Minister gerade seine Effekte im Leben der Bundesrepublik hinterlässt.
Gleich nach der schnellen Schlagzeile ruderte Schnieder sofort wieder zurück. Da ist er ganz ein Mann von Friedrich Merz. So ein staatlicher Eingriff sei ja doch kompliziert. Die Christ- und Sozialdemokraten im Bund müssten sich auch erst mit den Christ- und Sozialdemokraten in den Ländern einigen. Das sei noch komplizierter. Also vor 2027 werde nichts passieren und danach auch nur vielleicht. Aber für Christdemokraten gilt ohnehin, dass Versprechen von heute schon morgen das Geschwätz von gestern sind.
Ob die Vorschläge überhaupt etwas taugen, daran hat die Bundesvereinigung der Fahrerverbände eh ihre Zweifel. Als Beispiel nennt sie Schnieders Vorschlag, die Ausbildung günstiger zu machen, indem die Schüler nicht mehr unter Aufsicht auf der Straße sondern am Simulator üben. Nur kosteten die billigsten Simulatoren halt schon 30.000 Euro, bevor Schnieder mit seiner Ankündigung die Nachfrage in die Höhe stiegen ließ – was sich wiederum die Preise erhöht. Christdemokraten wussten das, vor Merzkel. Nach Zeiten der Schnieder-Dürre sollen Fahrschulen nun groß investieren.
Der „Schnieder-Effekt“ beschreibt die rückläufige Zahl von Anmeldungen als Folge eines ebenso vollmundigen wie leeren Versprechens. Der „Schnieder“ könnte bald auch zur Einheitszahl werden. In dieser Einheit zählen künftige Archäologen der untergegangenen deutschen Wirtschaft die Zahl der Pleiten, die in der Ära Merzkel zwischen einem leeren Versprechen und irgendeiner Umsetzung zustandekommen sind.



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Juhu! die Generation Play-Station macht Ihren Lappen am Fahrsimulator. Mal schauen was passiert, wenn ich mit 130 durch eine 30iger Zoge kachel. Ist ja nur ein Spiel. Passiert ja nix. Bis die dann den echten Autoschlüssel in den Händen halten. Gott bewahre. Wenn ich mir aktuelle Fahranfänger anschaue, wird einem schon Angst und Bange. Die Qualität der Ausbildung (oder der Fahrschüler?) ist schlechter geworden. Ja, wir haben alle mal angefangen. Aber nicht wenige der absoluten Fahranfänger dürften auf den öffentlichen Straßenverkehr noch nicht losgelassen werden.
In GB benötigt man gar keine Fahrschule, um den Autoführerschein zu machen:
Ab 17 Jahren darf man dort im Privatfahrzeug (z.B. der Eltern) fahren, wenn eine Begleitperson dabei ist, die mindestens 21 Jahre alt ist und mindestens seit 3 Jahren ihren Autoführerschein besitzt. Außerdem muss das Fahrzeug hinten und vorne mit einem „L“-Aufkleber (für „Learner“) gekennzeichnet sein.
Wenn der Fahrschüler sich ausreichend sicher fühlt, kann er sich zu den staatlichen theoretischen und praktischen Fahrprüfungen anmelden.
Das Ganze kostet also nur etwa 300 € und hat sich dort seit Urzeiten bewährt.
Zur Entlastung des Straßenverkehrs ist dringend eine Führerscheinreform nötig. Im Ausland sind täglich Millionen von Menschen insbesondere in den Städten mit motorisierten Zweiräder bzw. Motorrollern unterwegs und entlasten dadurch die Straßen sowie den Parkraum. In Deutschland darf man mit einem neuen Autoführerschein aber nur solche mit max. 50 ccm und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren, die dann nur etwa 2 bis 4 PS haben. Damit wird man meist zum Verkehrshindernis. In Italien und vielen anderen Ländern darf man dagegen auch Zweiräder mit max. 125 ccm und max. 15 PS fahren, die deshalb genauso gut wie Autos beschleunigen und zwischen 70 und… Mehr
Warum im Simulator Autofahren lernen wenn man das auch problemlos in echt kann? Bietet der Simulator irgendwelche Vorteile?
Und wie Teuer ist ein Simulator der das Autofahren realistisch Simuliert, der das gleiche Erlebnis und Feedback gibt, wie das in einem echten Auto der Fall ist, also Vibrationen, Druckpunkt der Pedale, Straßenbelag, Verkehrsgeräusche, echtes Rutschen bei Nässe und Glätte, Wettereinflüße oder beschlagene Scheiben?
Beim Flugzeug ist ein Simulator Sinnvoll aber beim Auto… ich glaube nicht.
Wozu Führerscheine?
Einfach mal bei https://www.presseportal.de/blaulicht/ vorbeigucken. Ständig Autofahrer ohne Lappen. Fast jeden Tag werden da locker ein Dutzend oder mehr Autofahrer ohne Führerschein erwischt. Und das sind nur die, die sich besanders blöd anstellen.
Wenn Fahrschulen jammern ist das genauso absurd als wenn Apotheken jammern. Es sind die Krokodilstränen von Abzockern.
Auch die Durchfallquoten sprechen eher für Unfähigkeit der Lehrer und nicht der Schüler.
Bei der Ausbildung von Tieren wie z.B. Schutzhunden, Reitpferden käme nie jemand auf die Idee die Schüler für Versagen verantwortlich zu machen.
Ist es nicht so, dass ein Fahrlehrer mehr an einem Schüler verdient der durchfällt als an einem der besteht?
Hier, an dieser Motivation in die falsche Richtung muss gearbeitet werden.
Inkompetenznetzwerke streben natürlicherweise dem Kompetenznullpunkt entgegen.
Ein Kind der Merkel-Ära, was so nicht ganz richtig ist, denn unter Ära versteht man eine beendete Abhandlung und Zeit, während sie immer noch dem Sinne nach in „Margots Büro“ sitzt, üppig ausgestattet und von dort aus die Puppen tanzen läßt. So sind nun die neuen Weicheier und Volkszerstörer im Auftrag der Majestät unterwegs um ihr Werk weder zu gefährden noch zu behindern, im Gegenteil, es muß zur Vollendung geführt werden, denn nach ihrer gesundheitlichen Angeschlagenheit, der der Grund ihres Verzichtes war, fühlt sie sich zwischenzeitlich wieder bereit, neue und zugleich altbekannte Ufer zu betreten und da sind ihr treu… Mehr
Böses Medium berichtete heute aus dem Verkehrsministerium-Dunstkreis: > „… Das Landesarbeitsgericht in Hamburg entschied am Donnerstag wie die erste Instanz – die Kündigung einer 43-jährigen Chemikerin, weil sie eine Strahlenschutzanweisung nicht genderte, ist unwirksam. … Die Frau arbeitet im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und ist dort Strahlenschutzbeauftragte. …“ Der Zusammenhang mit dem Ministerium: > „… Das Bundesamt wolle sicherstellen, dass in seinen Dokumenten gegendert werde. Diese Aussage ist vor dem Hintergrund interessant, dass das BSH dem Bundesministerium für Verkehr untersteht, das vom CDU-Politiker Patrick Schnieder geführt wird, dessen Partei einen Zwang zum Gendern eigentlich ablehnt und deren Minister… Mehr
So ist das eben in „deren Demokratie“: Die Politik vergibt gegen teures Geld Lizenzen für Freiheiten, die jedem zustehen. Und wenn Du nicht bezahlen kannst, dann bleibst du draußen und hast weniger Rechte als der, der genug Geld hat. Das ist die Gerechtigkeit in „deren Demokratie“.
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