So wird Europa zum Albtraum

Juncker, Präsident der EU-Kommission, hat unter dem Beifall von Grünen und SPD seine Ziele offengelegt: Rumänien und Bulgarien im Euro, die Grenzen beider Länder sofort öffnen – und noch mehr Planwirtschaft in Europa.

© Patrick Hertzog/AFP/Getty Images
European Commission President Jean-Claude Juncker delivers his State of the Union speech at the European Parliament in Strasbourg, eastern France, on September 13, 2017

Cem Özedmir von den Grünen freut sich über Junckers mutige Visionen und meint, auf solche Signale habe man gewartet. SPD-Gabriel meint: „Juncker weist den richtigen Weg“. Was den beiden so sehr gefallen hat, war eine Grundsatzrede, in der der Präsident der EU-Kommission forderte:

  • Die Grenzen von Rumänien und Bulgarien sofort zu öffnen – so als ob wir nicht schon genug mit Zuwanderung in die Sozialsysteme zu tun hätten.
  • Rumänien und Bulgarien in den Euro aufzunehmen – so als ob wir mit Griechenland und Italien nicht schon genug Probleme hätten.
  • Einführung weiterer Behörden wie etwa einer EU-Arbeitsmarktbehörde – so als ob wir nicht schon mehr als genug Regulierung des Arbeitsmarktes in Europa hätten.
  • Europaweite Investitionsvorgaben für die Autoindustrie, so als ob wir nicht schon mehr als genug Planwirtschaft in Europa hätten.
  • Europäischer Finanzminister – als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass mit Mario Draghi die Geldpolitik bereits von den Südländern diktiert wird.

Juncker agiert wie immer
Europäische Verteilungskämpfe nach der Bundestagswahl?
Eine schlimme Utopie, formuliert von einem Mann, der für mich schon immer einer der unsympathischsten Politiker Europas war. Früher waren die schlimmsten und gefährlichsten Utopisten Sozialisten und Grüne. Heute kommen sie aus dem angeblich „bürgerlichen“ Lager – wie Merkel und Juncker zeigen.

Drei entlarvende Zitate

Drei ältere Zitate, in denen Juncker in seiner ganzen Unverfrorenheit formuliert hat, wie er sich Politik vorstellt:

  • „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine  Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ Das ist seine Auffassung von Demokratie.
  • Seine Auffassung von Ehrlichkeit, die er in der Eurokrise formuliert hat: „Wenn es ernst wird, muss man lügen“.
  • Michael Gorbatschow nannte Juncker voller Verachtung einen „großen Zerstörer“, weil er die Sowjetunion zerstört habe. Millionen Menschen in Russland, der Ukraine, den baltischen Ländern und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken, die vom kommunistischen Joch befreit wurden, haben sich über diese Zerstörung riesig gefreut.

Nein, diese Zitate stammen nicht von Donald Trump, sondern von Juncker. Männer wie Juncker sind es, die den europäischen Traum zerstören, weil sie aus Europa einen Zentralstaat machen. So wird aus dem Traum ein Albtraum.

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Kommentare ( 49 )

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Exakt so ist es. Und Merkel ist voll und ganz auf seiner Linie. Man kann gar nicht begreifen, wie jemand aus dem denkenden Teil des bürgerlichen Lagers nächste Woche überhaupt sein Kreuzchen bei dieser Frau machen kann.

Und die gesamte „Stasi“. Den Friedensnobelpreis dürfen sie behalten, ihre Volkszertreter ebenfalls. Wir wollen unsere Kultur und Freiheit wieder haben. Auf dem Reichstag-Gebäude steht : Dem Deutschen Volke. Eingebürgerte und „echte Asylanten, dürfen, nach Überprüfung bleiben“. Getreu unserem GG. Das sind wir uns und unseren Mitbürgern aus Ostdeutschland selbstverständlich schuldig. Wir sind das Volk.

Hinweis auf Amnesty Intern, auf.

EU-Bürger= 511,8 Mio. (Wikipedia – steht ne Menge drin)

Wenn Leute wie Gabriel oder Özdemir beistehen, würde ich mir Gedanken machen, ob ich nicht irgendwas falsch gemacht habe. Sowas merkt Juncker natürlich nicht mehr in seiner alkoholschwangeren Umnachtung. Sein Weinkeller im Brüsseler EU Parlament soll legendär bestückt sein.

Das ist kein Problem, da Vertragsbrüche folgenlos bleiben, die EU hat keine Macht ohne direkte Unterstützung der Nationalstaaten. Und letzteres ist ihr gerade abhanden gekommen. Ohne die Notwendigkeit für die PIGS-Staaten sich über die EZB stützen zu lassen, wäre Brüssel jeden Einflusses beraubt. Das ist m.e. der Grund, warum Juncker nun eine Ausweitung des Euro auf weitere schwache Staaten fordert. Wie die Medien das besprechen, ist die eine Sache. Die Verantwortlichen in den jeweiligen nationalen Regierungen wissen ganz genau, was dieses Manöver bwirken soll und werden es verhindern. Die einen, weil sie die Zuwendungen nicht teilen wollen, die anderen, weil… Mehr

„Schnapsidee“?

Laut den Globalisten gehört Deutschland allen auf der Welt, alles gehört zu Deutschland, jeder kann Deutschland haben. Im Unterschied zu einer Prostituierten machts Deutschland sogar umsonst.

Ich hoffe, dass Juncker damit sowohl der SPD als auch den Grünen einen Bärendienst erwiesen hat, weil beide so dumm waren, sich durch ihre jubelnde Zustimmung zu outen..

Und hoffentlich haben die deutschen Wähler auch nicht vergessen, durch wen Juncker bei der Europawahl unterstützt wurde: Angela Merkel und die CDU!