Analphabetismus und Gewalttätigkeit werden frei Haus importiert

Wenige Zeitungen berichten über die ausgeuferte Randale an einer Berliner Schule, die breite Medienlandschaft möchte davon eher nichts wissen. Man weiß ja: „Einzelfälle“, „hat nur regionale Bedeutung“, „wird instrumentalisiert“. Und doch sind es keine Einzelfälle mehr, sondern in vielen Ballungsgebieten zunehmend Alltag.

IMAGO

Wer nach dem katastrophalen Abschneiden der Schüler an Deutschlands Schulen beim jüngst veröffentlichten Pisa-Test alle Ratschläge zur Verbesserung der Lage Revue passieren lässt, der kommt sich vor wie auf einem Trip durch die bildungsideologische Abfallwirtschaft.

So heißt es dann vom „Bildungsforscher“ XY über den „Generalsekretär“ einer sogenannten Bundesschülerkonferenz bis hin zu SPD, Grünen, Linken, linken Gewerkschaften unisono: Das angeblich ach so „selektive“ gegliederte, leistungs- und begabungsorientierte Schulwesen müsse abgeschafft werden. Dafür solle eine einheitliche Gemeinschaftsschule bis mindestens Klasse 10 her. Der Bund müsse jetzt die Schulkompetenz bekommen. Es müssten bundesweite einheitliche Anforderungen her. Die Unterrichtsforschung müsse forciert werden, damit man endlich wisse, wie guter Unterricht in „heterogenen“ Klassen funktioniere. Zum Beispiel mit viel mehr Gruppenarbeit, Freiarbeit, Projektarbeit, Digitalisierung usw. Lehrer müssten auch sozialpädagogische Tausendsassas sein und dafür qualifiziert werden. Und so weiter und so fort.

Migrantenquote an Schulen?
Pisa-Debakel: Ein Großteil der Bildungsprobleme ist importiert
Alles Kalauer, die sich immer wieder als die Probleme erwiesen haben, als deren Lösung sie angedacht waren. Die Crux ist: Das Leistungsprinzip gilt seit mindestens vier Jahrzehnten für die Schulen als Tabu. Das ist das erste, hausgemachte Problem. Denn was nicht alle können, darf offenbar keiner können. Und Schule soll ja Spaß machen, „Lebensraum“ sein. Fast alle bekommen dann für abgesenkte Leistungsansprüche immer bessere Noten. Durchschnitte bei den Abschlussprüfungen an Gymnasien, Realschulen, Gesamtschulen, Hauptschulen von 1,9 sind längst keine Seltenheit. Begründung: Gute Noten würden motivieren, würden Kinder mit Migrationshintergrund inkludieren, statt sie auszugrenzen.

Die Defizite freilich werden verlagert: in die Hochschulen, in die Berufsschulen, in die betriebliche Ausbildung, die nachholen müssen, was die Schulen zu leisten hätten. Denn das Leistungsprinzip sei so was von unsozial, selektiv, fördere das Recht der Stärkeren, sei ja faschistoid, damit könne man ja auch ein KZ leiten, wie es in den 1980er Jahren im Entwurf eines SPD-Bildungsprogramms hieß; SPD-Vorsitzender war damals ein gewisser Lafontaine.

Bildungsprobleme werden importiert und hier weiter gepflegt

All diese ideologischen Verirrungen und Folgen konnten Deutschlands Schulen nicht kompensieren, da kam ab den 1990er Jahren, verschärft 2015 und getoppt nun 2022/2023 ein anschwellendes, importiertes Problem dazu: Wir importieren keine Fachkräfte, sondern einen massenhaften Analphabetismus beziehungsweise lassen zu, dass dieser in der bereits hier ansässigen ersten und zweiten Migrantengeneration um sich greift.

Die Schulen kriegen das nicht in den Griff, sind machtlos, und sie senken die Ansprüche, um über die Runde zu kommen und um Ruhe zu haben. Dass Schüler an deutschen Schulen (die immer weniger deutsche Schüler sind) bei Pisa noch nie so schlecht abgeschnitten haben wie bei der Testung 2022, korreliert mit dem Migrantenanteil in den Klassen. Und dieser hat sich binnen einer Schülergeneration verdoppelt.

Dazu der Import an Gewalttätigkeit und Machogehabe

Aber das sinkende Lern- und Leistungsniveau unter kaum der Unterrichtssprache mächtigen Schülern ist beileibe nicht das einzige Problem. In vielen Fällen ist es ihre Haltung: Von „Kartoffeln“ lasse ich mir nichts sagen. Von Kartoffelfrauen (Lehrerinnen) schon gleich gar nicht. Lernen, etwas leisten, sich einfügen? Nein, ich mache auf Bürgergeld.

Und die deutsche Sprache erwerben? Quatsch, die ist auf unserem Schulhof längst eine Sprache einer Minderheit. Bereits 2018 klagte eine Schulleiterin aus Neukölln: „Nur eins von 103 Kindern spricht zu Hause deutsch …. Wir werden arabisiert.“ Das war vor fünf Jahren, heute ist es an noch mehr „deutschen“ Schulen so. Zudem bekommen Lehrer zu hören: In dreißig Jahren haben ohnehin wir das Sagen hier. Apropos in dreißig Jahren: Im Hochsommer in manchen großstädtischen Freibädern ist dies jetzt schon der Fall.

Randale und Gewalttaten an einer Schule in Neukölln

Nun berichten wenige Zeitungen aktuell über die ausgeuferte Randale an einer Berliner Schule. Die breite Medienlandschaft will davon nichts wissen. Man weiß ja: „Einzelfälle“, „hat nur regionale Bedeutung“, „wird islamophob instrumentalisiert“ usw. Und doch sind es keine Einzelfälle, sondern in vielen Ballungsgebieten Alltag.

Bild berichtet am 12. Dezember: „Teenager greifen Lehrer und Polizisten an. 49 Verletzte an Schule!“ Geschehen am Montag, 11. Dezember, um 10.30 Uhr, verletzt durch Pfefferspray, das randalierende Schüler wegen eines Fußballstreits einsetzten. Unter den Verletzten Lehrer, ein Polizist und die Schulleiterin. Die Schläger: Schüler einer 8. Klasse, also etwa 14-Jährige. Mitten in Berlin, mitten in Neukölln. An der Gemeinschaftsschule in Gropiusstadt, Campus Efeuweg.

Dann das Übliche: Streifenwagen eilen heran, ein Krisenteam kommt, Schulpsychologen werden hinzugezogen. Die (CDU-geführte) Bildungsverwaltung verteilt weiße Salbe: „Wir bleiben weiterhin im Austausch, um die bestmögliche Unterstützung für die Schule sicherzustellen.“ Ach ja, nur so am Rande: Der Anteil der Jugendlichen nicht-deutscher Herkunftssprache lag an dieser Schule laut „Tagesspiegel“ im Jahr 2022 bei 81,3 Prozent. Nach „Bild“-Informationen haben alle bei der Schlägerei beteiligten Jugendliche Migrationshintergrund. Im Jahr 2022 gab es bereits einen Wachschutz dort. Er wurde aus Kostengründen eingestellt; jetzt muss er wieder ran.

Schule Pisa-tauglich machen? An solchen Schulen wird das nicht gelingen. Und von dieser Art gibt es Hunderte in Deutschland. Müssen viele unserer Schulen nun Hochsicherheitstrakte werden, um ein Minimum an Bildung vermitteln zu können?

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Kommentare ( 105 )

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Hans Bendix
2 Monate her

Nun, was für ein Unsinn: „Die Schulen senken das Bildungsniveau um Ruhe zu haben“. Die Schulen senken gar nichts. Seit den 70er Jahren senkt eine sozialistisch durchseuchte Politik die Prüfungsanforderungen für sämtliche Schulabschlüsse. Wenn ich „Erfolgsmeldungen“ in der Presse lese, daß im Bundelsland X die Anzahl der Abiturienten mit 1,0 einen neuen Höchststand erreicht hat, frage ich mich reflexhaft, welche Anforderungen schon wieder gesenkt worden sind. Aber mit „sozialistisch“ tue ich echten Sozialisten tatsächlich unrecht, denn das „sozialistische“ Schulsystem der DDR war ganz klar auf erweisliche Leistung ausgerichtet – auch wenn Leistung allein bei „falscher gesellschaftlicher Ausrichtung“ auch nichts genutzt… Mehr

Der-Michel
2 Monate her

Heute, 13.12.2023 um 18:45 findet dazu im Bundestag eine Debatte statt:

Bundestag

Da kann man dann wieder alle Heuchler und Dummschwätzer in Sachen Bildungspolitik live erleben.

Chris Groll
2 Monate her

Tut mir leid, wir können hier lamentieren und schreiben so viel wir wollen. Es ändert sich nichts. Der Menschen nehmen es alles hin.
Habe es schon so oft geschrieben. Die Bürger kriegen ihren A*** nicht hoch, um gegen diese gewollte Politik zu demonstrieren. Die Bürger sind zufrieden, selbst wenn sie aus ihren Wohnungen, Altenheimen geworfen werden. Die Bürger wählen zu mind. 70% weiter die Verursacher allen Übels.
Das ist das eigentliche Drama.

Manfred_Hbg
2 Monate her

Nun ja, wenn man sich mal die Bildungshintergründe unserer vor allem grünwoken „Altparteien- und Regierungselite“ anschaunt, dann komme ich bezüglich der Absenkung der Bildungsqualität zu den Schluß, dass diese grünwoke „Politelite“ diese Absenkungen besonders auch deshalb will, damit es dem nun heranwachsenen und späteren erwachsenen Wahlvolk immer weniger auffallen wird/soll, daß unsere „Politelite“ in Wirklichkeit dumm wie Stroh ist und sie auch weiterhin so tun können als wären sie die intellektuelle Elite.

Naja, aber vielleicht ist unsere grünwoke „Altparteienelite“ auch einfach nur tatsächlich so verblödet das sie wirklich gar nix mehr merken….. 😙

spindoctor
2 Monate her

Problem(e) klar erkannt, nur sitzen die Problem(e) längst in Parteien und Parlamenten – in führenden Positionen.

IbinsderNeue
2 Monate her

Welches Land würde denn eine fremde, feindselige Armee in sein eigenes Land einladen und dann noch Vollverpflegung und Wohnung mit üppigen Taschengeld drauflegen?
Na, wer weiss das?

cernunnos
2 Monate her
Antworten an  IbinsderNeue

Da gibt es nicht nur eins. Gemein ist allen, dass es einmal Länder waren die durch Europäer aufgebaut und bewohnt wurden.

HMSMUC
2 Monate her

Neuster Vorschlag für unsere Bildungspolitiker, wenn jeder Schüler 5x die 1te Klasse wiederholt und 5x die 2te hat er auch 10 Klassen absolviert und kann Politiker werden.

Mausi
2 Monate her

„Der Bund müsse jetzt die Schulkompetenz bekommen. Es müssten bundesweite einheitliche Anforderungen her.“
Und schon wieder: Das rrg Projekt „neues Bildungssystem“ ist im Kleinen gescheitert und sei es nur wegen der Zugereisten. Andere meinen, es sei bereits vorher gescheitert, und das werde durch die Zugereisten verschleiert. Jetzt soll das Projekt auf die höhere Ebene zum Bund verlegt werden. Das Murmeltier lässt grüßen.

bfwied
2 Monate her

Wir können wählen zw. bürgerkriegsähnlicher Situation, bei der diese Einwanderer zurückgebracht werden, von wo sie kommen, oder D. wird zwangsläufig zu einem Land wie Nigeria oder eher Jemen, auf jeden Fall ohne intellektuelle Spitzen, wie sie z. B. Pakistan hat. Das ist das Ergebnis von geistig Deformierten, die sich in den bekannten linken Parteien zusammengefunden haben. Der Lehrermangel wird sich ganz sicher erheblich verschärfen, denn wer will schon in Schulen arbeiten, in denen ein babylonisches Sprachen- und Kulturgewirr mit Dominanz des völlig unaufgeklärten Islam herrscht?! Mit Quereinsteigern lässt sich keine Schule führen, und in vielen Schulen, in den Haupt- und… Mehr

MichaelR
2 Monate her

Grundsätzlich haben wir ein ganz andere und weitaus größeres Problem; nämlich Eltern, die sich nicht wirklich damit beschäftigen, was an Schulen gelehrt wird und insbesondere, wie. Fakt ist, dass sowohl Schulen als auch Universitäten seit mehr als 30 Jahren an den Anforderungen des zukünftigen Arbeitslebens komplett vorbei ausbilden. In den 70ern war beispielsweise der Werkunterricht noch auf Praxis ausgelegt, wo man Schülern eine Aufgabe stellte, die sie dann selbst lösen mussten. Zu meiner Schulzeit hat unser Werklehrer z. B. einen alten Pkw Motor vom Schrottplatz beschafft, den wir dann mit viel Geduld und Schweiß wieder zum Laufen gebracht hatten. Selbst derjenige,… Mehr