Die Liebe der Rotrotgrünen zur Diktatur

Die Mauer wurde von ihren Erbauern Antifaschistischer Schutzwall genannt und die Abschaffung der Freiheit wurde nicht zum ersten Mal unter dem Begriff des Antifaschismus im Kampf gegen rechts, gegen „die Hetzer“ und „Faschisten“ in Bonn geführt.

IMAGO / Christian Spicker

Wenn man sich fragt, wozu die 1,1 Milliarden Euro im Kampf gegen „rechts“ gebraucht werden oder wozu ein Demokratieförderungsgesetz dienen soll, dann ist die Antwort, die Tag für Tag im öffentlichen Leben gegeben wird, einfach zu beantworten, nämlich zur Abschaffung der Freiheit und der Demokratie, dazu, NGOs und linksextreme Gruppen als Grüne oder Rote Garden der „progressiven“ Parteien zu finanzieren. Das hat eine historische Tradition und liegt in der Ideologie der beiden linken Parteien, Grüne und Die Linke, begründet, zu denen sich trotz ihres scheinliberalen Aushängeschilds in Gestalt von Olaf Scholz die SPD gesellt hat, die inzwischen die Partei von Kevin Kühnert und Saskia Esken, nicht mehr die von Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer oder Helmut Schmidt ist. Die Zeit, in der man in der SPD die Worte Bildung, Freiheit und Sozialität wenigstens noch zu buchstabieren verstand, ist leider vorüber, ich fürchte endgültig.

Jüngstes Beispiel für den neudeutschen Geist des Totalitarismus, der wieder einmal von links kommt, findet sich in Potsdam, wo massenhaft und systematisch Plakate der FDP beschmiert wurden. Brandenburgs FDP-Chefin, Linda Teuteberg, schätzt ein, dass im ganzen Stadtgebiet von Potsdam Großflächenplakate „systematisch und konzentriert“ beschädigt worden sind. Es wundert nicht, dass das Wort Freiheit durchgestrichen wurde, denn die Freiheit hassen die Linken am meisten.

Erwartungsgemäß hat Gregor Gysi gerade rhetorisch nachgefragt: „Warum können wir nicht auch gegenüber den Taliban Hilfen anbieten …“, die er natürlich an Bedingungen knüpfen will. Welche sollen das sein? Kein Rechtsruck in Afghanistan, vielleicht? Gysi verwies in diesem Zusammenhang auf die Hilfe der DDR gegenüber Syrien. Bedenkt man, dass Syrien als Argument benutzt wird, um die Masseneinwanderung der Syrer aller Länder der Erde in das deutsche Sozialsystem zu rechtfertigen, dann erweist sich, wie erfolgreich die Hilfe der DDR in Syrien war und wozu sie geführt hat. Es gibt wohl kein noch so sinistres Regime auf der Welt, dass die Freiheit und Menschenrechte mit Füßen tritt, dem sich die Linke nicht solidarisch verbünden fühlt, etwa in Venezuela oder auf Kuba. Aber auch die Grünen, die sich gern in dieser Frage einen schlanken Fuß machen, sind nicht besser. Denn der Tweet, der ein beschmiertes Plakat der FDP in Potsdam zeigt, wurde auf Twitter inzwischen über 5.000 mal geliked, und nicht nur von dem linken Bundestagsabgeordneten Lorenz Gösta Beutin, sondern laut Teuteberg auch von der grünen Bürgermeisterin von Berlin-Kreuzberg, Monika Herrmann.

Natürlich verwundert diese Haltung von grünen Mandatsträgern in einer Stadt nicht, in der besetzte Häuser geheiligte Zonen sind und die Demonstrationen von Linksextremisten quasi unter Polizeischutz stehen, während Querdenker mit einer Brutalität von derselben Polizei attackiert werden, dass sich sogar der Folterbeauftragte der UN einschalten musste, was man bisher nur aus Diktaturen kennt. Aber vielleicht wünscht Berlin ja auch, von Tag zu Tag mehr Kuba zu werden, auch wirtschaftlich übrigens.

Allerdings muss sich die FDP nicht wundern, dass sie ausgerechnet von den Kräften angegriffen wird, vor denen die Partei in Erfurt gekuscht hat. Wer den Linken und den Grünen soweit entgegen kommt, plakatiert lieber die Freiheit, als dass er für sie kämpft.

Im Grunde kann man den Rotrotgrünen diesen Hang zum Totalitären nicht vorwerfen, er gehört nun mal zur Natur linken Denkens, zum Freund-Feind-Schema, zur Dialektik von Strategie und Taktik, zum – anthropologisch gesehen – abgrundtiefen Misstrauen zum Menschen, zur felsenfesten Gesinnung, das Gute zu wissen, das Gute zu wollen und für das Gute alles zu dürfen.

Welche Gefahr von links für die Freiheit und für die Demokratie ausgeht, daran sollte man sich gerade am 13. August erinnern, denn vor 60 Jahren raubte eine linke Diktatur 17 Millionen Menschen die Freiheit und mauerte sie ein. Man sollte sich auch daran erinnern, dass diese Mauer von ihren Erbauern Antifaschistischer Schutzwall genannt wurde und dass nicht zum ersten Mal die Abschaffung der Freiheit unter dem Begriff des Antifaschismus im Kampf gegen rechts, gegen „die Hetzer“ und „Faschisten“ in Bonn geführt wurde.


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Kommentare ( 24 )

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Alrik
1 Monat her

ich mag die Linke nicht, ich mag die Taliban nicht, aber wenn Deutschland den Taliban Entwicklungshilfe zahlt könnten die sich im Gegenzug dazu bereit erklären ausgewiesene Afghanen aufzunehmen.

Teiresias
1 Monat her

Bei diesem jakobinischen Puritanismus, der hier freiheitseinschränkend linksgrün wuchert, muss ich immer an den Satz eines amerikanischen Journalisten denken, dessen Name mir leider enfallen ist: „Puritanismus ist nichts weiter als die tiefsitzende Angst, irgendjemand könnte Spaß haben!“ Mallorcareisen ja, aber nur, um das tolle Hinterland zu erkunden und AUTHENTISCHE (ganz wichtig!)Kultur zu erleben. Den edlen, wilden Mallorciner eben. Nicht um einfach Spaß zu haben. Man empört sich über „Billig-Tourismus“, „Billig-Fleisch“, überhaupt ist alles zu billig, weil unmoralisch, klimaschädlich, tierquälerisch, et.c.. Hinter diesen aufgesetzten moralischen Imperativen sehe ich dekadent-übersättigte Wohlstandsbürger, denen schon lange jegliche Lebensfreude abhanden gekommen ist. Sie können die… Mehr

Hannibal Murkle
1 Monat her

Beim Thema der totalitären Klimaindustrie-Werbepartei versagt die Vierte Macht: „Journalisten kommen gar nicht auf den Gedanken, ihm Schwierigkeiten zu machen“ https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus233118683/Einer-von-den-Guten-der-zahme-Umgang-der-Medien-mit-Robert-Habeck.html „… Seit Robert Habeck 2018 Parteichef wurde, sind sich viele Medien einig: Er sei anders, interessanter, besser als andere Politiker. Vor allem Journalistinnen schreiben enthusiastische Porträts, kritische Fragen an ihn sind selten. Dahinter spürt man ein bestimmtes Weltbild …“ Und später wird jahrzehntelang gefragt – wie hätte dazu bloß kommen können? Zum Ausgleich: https://gruener-mist.de/personenregister „… Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin verwechselt er mit dem Finanzamt, das die Buchhaltung von Mittelständlern kontrolliert, und unter der Pendlerpauschale stellt er sich eine Autofahrer-Subvention vor.… Mehr

Gisela Fimiani
1 Monat her

Wer, wie die FDP, seine freiheitlichen Werte aus Feigheit und Opportunismus zur Disposition stellt, liefert sich der Verachtung durch die Linke aus. Wer sich einer menschenverachtenden Diktion hingibt – Sozialschädlinge – kann es mit der Freiheit, die eng mit der Menschenwürde verbunden ist, nicht ernst meinen. Damit sollen die beschriebenen Antifa Aktionen keineswegs gerechtfertigt werden. Mögen sie der FDP aber dazu dienen, einen geistigen Kassensturz vorzunehmen hinsichtlich ihrer, nur noch rhetorisch angepriesenen klassischen freiheitlich demokratischen Werte. Leider fehlen inzwischen die menschlichen Träger, die diesen Geist ver-Körpern könnten.

Last edited 1 Monat her by Gisela Fimiani
H. Priess
1 Monat her

Heerscharen von Mitarbeitern bei den NGOs, die vielen mit irgendwas Beauftragten, Tausende wenn nicht zigtausende in irgendwelchen Instituten Beschäftigte wollen bezahlt werden. Da diese natürlich die wählen von denen sie abhängig sind kann man auch von Wählerstimmenkauf sprechen. Keine Ahnung ob das so legal ist. An den Reaktionen auf die „grüner Mist“ Kampagne kann man sehen, daß alles was nicht linksgrün ist einfach rechts sein muß. Da sind CDU und FDP mit einbegriffen die sich ja mit denen solidarisieren. Wer jetzt noch nicht gemerkt hat, daß wir keine unterschiedlichen Parteien, mit unterschiedlichen Zielen, mit unterschiedlichen Prioritäten haben sondern sich eine… Mehr

Fui Fujicato
1 Monat her
Antworten an  H. Priess

Irgendwelche durch ihre Vereine + Fans überversorgten Flitzpiepen interessiert doch nicht die Lebensrealität des sie alimentierenden Pöbels !
Sondern nur die Frage, ob sie sich einen Bugatti, Rolls Royce, Aston Martin, Lamborghini und/oder Ferrari von ihren Einkünften leisten Könnten + sollten !
Bringt diese gehirnamputierten Idioten mal auf NN !
Mal sehen, wie sie damit klarkommen !!!

Dozoern
1 Monat her

Nun, Deutschland ist seit 1919 eine Linke Gesellschaft. Mit der Unterbrechung durch die Adenauer-Jahre nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg. Links war schon immer im Trend in diesem Land. Erst waren es die Roten Linken, dann die Braunen Linken und in der DDR wieder die Roten Linken, die sich zwar heftig bekämpften, aber immer links waren und der Republik das Leben schwer machten. Gleichheit ist das große Ideal in dieser Gesellschaft. Freiheit interessiert keinen. Es soll bloß keiner mehr haben, oder hervorstechen. Eliten, geistige oder materielle werden geduldet, weil auch der Linke weiß, dass es ohne sie nicht geht. Alle Linken… Mehr

Biskaborn
1 Monat her

Die FDP hat sich längst dem Links-Grünen Zeitgeist in jeder Form unterworfen. Dafür werden nun ihre Plakate genau von diesen Leuten beschmiert, geschieht ihnen Recht. Ein Umdenken in der FDP wird aber nicht stattfinden, im Gegenteil, man wird sich noch mehr anbiedern, erbärmlich diese Partei!

Carrera73
1 Monat her

… und CDU/CSU sowie FDP. Beide hemaligen bürgerlichen Parteien versuchen RotRotGrün noch links zu überholen.

Rob Roy
1 Monat her

Links und islamistisch passt schon zusammen. Im Iran hatten sich die Glaubensfanatiker Ende der 70er auch mit den linken Studenten verbündet, die für Kommunismus waren. Natürlich waren diese für die Mullahs nur nützliche Idioten, denn der Islam duldet ja keine andere Ideologie außer ihr. Nach der Machtübernahme durch Khomeini wurden die Studenten dann kaltgestellt und mussten sich dem Islam beugen oder wurden eliminiert.

alter weisser Mann
1 Monat her

„dann erweist sich, wie erfolgreich die Hilfe der DDR in Syrien war und wozu sie geführt hat“
So will man den Niedergang Syriens der vor 30 Jahren verendeten DDR anhängen? Das ist schon ziemlich flach und völlig ahistorisch zudem.