Wer hat uns verraten? – Christdemokraten!

Von den Ampel-Hamplern erwartet man nichts anderes, vor allem von der pseudoliberalen Wackel-FDP nicht. Dass jedoch CDU und CSU bei den Wahlen jetzt unbemerkt davonkommen könnten, das beweist nicht deren Geschick, sondern das himmelschreiende Elend des dementen Bürgertums. Viel Spaß also beim Wählen!

IMAGO / Ralph Peters

Ist Rot-Grün an allem schuld? Ist die Ampel der Untergang Deutschlands? Selbst in den Leserforen der Debatten-Magazine von Wahrheitsaktivisten wie Broders Achgut oder Tichys Einblick gewinnt man den Eindruck, als sei die Ampel schon ewig im Amt. So viel Ahnungslosigkeit tut weh. Dem setze ich entschieden entgegen: Wer hat uns verraten? Christdemokraten! Oder besser und richtiger: auch und gerade die Christsozialen!

In diesen Tagen offenbart sich ein ungeheures Verbrechen in seiner ganzen Tragweite: Politiker in der Ahr-Region haben fast 200 unschuldige Bürger auf dem Gewissen. Die Untersuchungsausschüsse fördern Abgründe zutage. Neben all den tödlichen Corona-Kollateralschäden der größte Gau der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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Doch nebenbei: Wer hat denn den virologischen Geisterfahrer Lauterbach ins Amt gejubelt? Jenen Mann, der sich mit Söder einen Wettlauf im Täuschen und Tricksen, in Populismus und Panik liefert. Olaf Scholz war es nicht, der zögerte bis zuletzt. Nein, Söder war es, der ihn via Pressekampagne in Position brachte. Er sei doch der Beste, genauso wie Merkel „mein großes Vorbild“ ist, so der fränkische Kutschenpartner und Karriereaktivist.

Und jetzt die Frau Spiegel, jene Grüne aus Mainz, der das Gendern der Pressemitteilungen und die eigene Reputation wichtiger waren als das Leben von Frauen und Kindern an der Ahr. Kaum ein Wort jedoch über eine noch unbekanntere und unfähigere Frau namens Ursula Heinen-Esser, jener CDU-Funktionärin, die als NRW-Umweltministerin schändlich versagte. Das kleine Merkel-Abziehbild brachte es doch fertig, „dass sie nach der schlimmsten Naturkatastrophe in der Landesgeschichte nur kurz in Düsseldorf war und danach für vier weitere Tage an ihren Urlaubsort auf Mallorca flog – obwohl ihr Staatssekretär ebenfalls abwesend war“ (FAZ). Die mörderische Ahr-Flut managte die Laschet/Wüst-CDU also vom mallorquinischen Homeoffice aus …

Natürlich wissen wir vor allem von Jusos und Junggrünen, dass sie noch nie einen Handschlag richtig gearbeitet haben. Konservative führen den kuriosen Karriere-Dreischritt allzu gern im Munde: Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal. So die Laufbahn unzähliger Studenienabbrecher, die nun gut gepolstert in Staatsämtern ihr Unwesen treiben.

Spritpreisbremse als Wahlkampfthema
Ministerpräsident Tobias Hans versucht mit allen Mitteln die Stimmung an der Saar zu drehen
Dass aber ein besonderes Exemplar jener Spezies in zwei Wochen zum Ministerpräsidenten an der Saar gewählt werden will: kaum ein Wort. Kein Roter oder Grüner, nein, der CDU-Merkelianer Tobias Hans ist der ewige Student. Baerbock-artig hübscht er seinen Lebenslauf mit „Informationswissenschaftler“ auf. Fest steht: Er bummelte neun (!) Jahre an der Uni herum und verließ sie ohne jeden Abschluss.

Ähnlich wie die Frauenschaftsführerin der Union, Mitglied von Angelas Girl-Camp im Kanzleramt, einer Zusammenballung von Unfähigkeit: „Studium der Politik- und Rechtswissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen“ heißt es im Bundestagshandbuch voller Euphemismus. Die christliche Wahrheit: 16 Semester, null Abschluss.

Man schielte immer nur auf den SPD-Loser Maas, der zum Spott-Spitzenkandidaten des Kollegen Broder avancierte, der bekanntlich Teile seiner Familie in den KZs der Nationalsozialisten verlor. Maasens Anmaßung, er sei „wegen Auschwitz“ in die Politik gegangen, kommentiert Broder in regelmäßigem schneidenden Sarkasmus: „Dann hatte Auschwitz ja wenigstens einen Sinn.“

Jener Maas muss nun herhalten, in der UNO über Trump gelacht zu haben, als der (völlig zu recht wie meist!) Deutschland vor der Energie-Abhängigkeit von Putin warnte. Kaum eine Silbe, dass neben dem roten Maas (viel schlimmer!) Merkels schwarzer engster Vertrauter Christoph Heusgen (CDU) feixte – UNO-Botschafter und jetziger Chef der Münchner Sicherheitskonferenz.

Steuerlos
Deutschland zwischen Apathie und Aggression
Ganz zu schweigen von Leuchten à la Laschet, Günther, Kretschmer oder dem Schäuble-Schwiegersohn Strobl. Harmlose Corona-Spaziergänger wurden von CDU und CSU in die Nähe von Terroristen, ja sogar der RAF gerückt. Söders und Merz’ Lieblingskandidat für das Schloss Bellevue war da nur noch das Sahnehäubchen, als der eine Mörderin und Top-Terroristin wie Gudrun Ensslin in eine Reihe mit „bedeutenden Frauen der Weltgeschichte“ stellte.

Oder hatte die Union etwa einen Gegenkandidaten oder unterstützte einen der Alternativen in der Bundesversammlung? Jetzt sind (fast) alle Steinmeier, da gibt’s keine Ausreden mehr, liebe CDU! Und war es nicht Laschet, der mit der verfassungsfeindlichen islamischen DITIB kuschelte?

Dass Rot und Grün diesen Klima-Zirkus pflegen und das Land, seine Bürger und seine Wirtschaft in den Ruin treiben: geschenkt. Das ist deren Markenkern. Doch wo liest man, dass Söder der Spiritus Rector jener wirren Pattex-Kids ist: „Was ihr macht, finde ich gut“? Rechtzeitig vor den Wahlen werden nun plötzlich die Schwarzen wach und tun so, als sei Rot-Grün allein schuld an der Misere. Leider können sie mit der politischen Demenz des degenerierten Bürgertums rechnen, wie ich in meinem neuen Buch „Das Maß ist voll!“ ausführlich an Beispielen belege.

Die gefährdeten allerletzten CDU-Posten bei den kommenden Landtagswahlen vor Augen ist nun das Geschrei groß. So sollen die explodierenden Energiepreise durch Steuersenkungen abgefedert werden. Doch wer hat denn dem grünen Spuk den roten Teppich bereitet? Die Schwarzen, sonst niemand.

Endlos könnte man die Liste fortsetzen. Nicht die Ampel, die Union ist spätestens seit 2015 die Vollstreckerin all des Unheils: Atomausstieg, Zerstörung der Bundeswehr, Flüchtlingskatastrophe etc. pp. Der Niedergang der deutschen Wehrfähigkeit ist mit drei Namen verbunden, mit sonst niemandem: Guttenberg, von der Leyen, Kramp-Karrenbauer. Sind die etwa bei den Grünen?

Deutschland als Verlierer in Europa
Die Welt der Illusionen zerbricht – und damit auch Deutschlands Zukunft
Wer hat uns denn an die Russen verkauft? Grüne Studienabbrecher? Nein, es sind und waren Leute, deren perfide Ideologie nun durch die kommenden Wahlen belohnt werden soll. Just heute rechnet die Kollegin Susanne Gaschke in der WELT mit der CDU ab. Messerscharf seziert sie den jämmerlichen Haufen, mit dem es für Deutschland in den Abgrund ging: „Merkels Russland-Kurs war desaströs, und all die Spahns, Gröhes, Kauders und Brinkhausens haben ihn mitgetragen – aus Karrierefeigheit.“

Wie gesagt: Von den Ampel-Hamplern erwartet man nichts anderes, vor allem von der pseudoliberalen Wackel-FDP nicht. Dass jedoch CDU und CSU bei den Wahlen jetzt unbemerkt davonkommen könnten, das beweist nicht deren Geschick, sondern das himmelschreiende Elend des dementen Bürgertums. Viel Spaß also beim Wählen!

Als kleines Apercu am Schluss: Dass man seinen Hund bei der Steuer nicht nur als m/w, sondern auch als divers anmelden kann, auf diese Idee kamen weder Grüne noch die untergehenden Regenbogen-Kirchen. Das erledigt eine CDU-regierte sauerländische Kleinstadt im Nachbarwahlkreis von Friedrich Merz. So viel Wahrheit muss sein.


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Kommentare ( 157 )

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hansmuc
2 Monate her

Ein hervorragender Artikel von Herrn Hahne! Dank dafür an den Autor.

F.Peter
2 Monate her

„Wer hat uns verraten?“ Es hat angefangen mit den Spezialdemokraten, die seit Jahrzehnten alles dafür tun, dass selbst der Haushund Abitur machen kann. Eben so sieht das Bildungsniveau der heutigen Generation von sogenannten Politikern aus. Und die Chaos-Desaster-Union hat sich gerne auf das Spiel eingelassen, weil erstens die eigenen Politiker eben auch in dem System groß geworden sind und zweitens es eben bequemer ist, sich der „Haltung“ anderer anzuschließen statt selbst zu denken!

Axel Fachtan
2 Monate her

Lieber Herr Hahne, dementes Bürgertum, wohl wahr. Niemand vor Angela Merkel hätte es gewagt unser Land mit Wirtschaftsflüchtlingen zu fluten. Kein Helmut Schmidt, kein Willy Brandt , kein Genscher. Jetzt aber werden trotzdem CDU und CSU gewählt. Das ist der Zeitgeist, da kann man nichts gegen tun, die Geister dieser Zeit sind gegen alles immun. Tatsächlich aber ist es so, dass die Parteien sich den Staat sosehr zur Beute gemacht haben, dass nichts mehr für die Bürger funktioniert. 20.000 haben den Nutzen, 82 Millionen den Schaden. Schon die eine Million Parteimitglieder wählt sich seine Schlächter selber. Und erst recht die… Mehr

Kontra
2 Monate her

Den Zustand dieser elenden Partei sehr treffend beschrieben, Herr Hahne! Dazu noch solche „Kapazitäten“ wie Günther, Hans und Wüst. In besseren Zeiten hätte man diese Jungens nicht mal zum Plakate kleben losgeschickt, weil sie selbst das verbaselt hätten!

H. Priess
2 Monate her

Alles richtig so, aber in der CDU war nicht alles schlecht! Der Fairness halber hätten sie die Werte Union erwähnen können. Die Ausgestoßenen, die Verfemten der CDU?

Enrico
2 Monate her
Antworten an  H. Priess

Die CDU, ganz egal welche Untergruppierung, oder deren Schwesterpartei, die CSU, ist nicht mal ansatzweise Teil einer irgendwie gearteten Lösung, sondern hat einen Riesenbatzenanteil an allen Problemen, die dieses Land in den letzten 16 Jahren heimgesucht haben und auch weiter heimsuchen werden!
Ganz grosses Kino mit Top-Leistungen, z.B. 12 Min. Non-Stop Standing Ovations. Muß man erstmal hinkriegen. Chapeau.

Geezer
2 Monate her

Ich habe den Meinungsartikel von Frau Gaschke auch gelesen, Herr Hahne und ihn kommentiert. Viele Menschen sind mit der aktuellen Situation und auch den vergangenen 16 Jahren unzufrieden, Ihre Beschreibung ist daher sehr zutreffend. Nur es wird sich hier nichts ändern, solange es in Deutschland das Propagandamedium ÖRR und in der selben Art tätige Verlage gibt. Man sollte sich daher die Frage stellen, warum die Merkel Politik nicht kritisiert wurde oder wird. Die Antwort ist einfach. Merkel hat links grüne Politik gemacht und auch ein Agreement mit den Grünen gehabt. Die haben durch ihre Anhängerschaft oder direkte Kontakte in den… Mehr

Gjergj Kastrioti
2 Monate her

Einsame Klasse, Herr Hahne, Ihre Philippika gegen die „Schwarzen“! Was ist bloß aus der Partei Adenauers, Erhards, Dreggers und anderer aufrichtiger Konservativer geworden? Selbst der Ausspruch „sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst“ wäre untertrieben. Möge sie zusammen mit dem übrigen Parteienzirkus unehrenvoll untergehen! Kann weg.

sven69
2 Monate her

Scheich Rashid wurde gefragt wie es um die Zukunft Dubais bestellt sei. Er antwortete „Ich sehe Kamele am Horizont“. Der Reporter fragte was es damit auf sich hat. Rashid sagte „Mein Großvater ritt ein Kamel, mein Vater ritt ein Kamel, ich fahre einen Mercedes, mein Sohn fährt einen Landrover und mein Enkel fährt einen Landrover. Mein Urenkel wird ein Kamel reiten“ Er sagte weiterhin „Schlechte Zeiten bringen starke Menschen hervor, starke Menschen bringen gute Zeiten, gute Zeiten erzeugen schwache Menschen, schwache Menschen führen zu schlechten Zeiten. Man muss Kämpfer heranziehen, keine Parasiten“

Hanno Spiegel
2 Monate her

Das Narrenschiff in immer wiederkehrender Top-Besetzung.
Das Improvisations-Theater mit schwerer Sprachstörung und Darstellungsdefiziten.

Wolfgang Richter
2 Monate her

Sehr geehrter Herr Hahne, bei der Auflistung der NRW-Polit-Leuchten haben sie den eigentlich schon in Brüssel geparkten Jungrentner Reul vergessen, der den Versorgungsposten des Innenministers bekam. Da er bekannt keine Ahnung hatte, wurde ihm ein gestandender Polizeibeamter an die Seite gestellt. Bei der Katastrophenplanung mit den „Flutfolgen“ haben auch diese genial versagt, außer einem pflaumenweichen Bedauern war dazu nix zu hören. Verantwortung übernehmen, auch ggf. strafrechtlich, Abtreten – alles aus der Mode, selbst bei diesen „alten weißen Männern“. Und von der Lusche hört man auch nix mehr, abgetaucht, Alimentation seitens der Zahlknechte einstreichen und ansonsten nix, null, zero. Von Leistung… Mehr