2. Juni 1967 – oder wie das Versagen des Staates den Terror stark machte

Vor 50 Jahren begann die Geschichte des Terrors in der Bundesrepublik. Nach dem Tod des unbeteiligten Studenten Benno Ohnesorg eskalierten die Ereignisse und eine militante Minderheit rutschte in den terroristischen Untergrund.

Auf der Bühne der Deutschen Oper in der Bismarckstraße kochte gerade der Hölle Rache im Herzen von Mozarts Königin der Nacht, als Benno Ohnesorg auf der anderen Straßenseite abgeknallt wurde. Von einem Polizeibeamten. Nach die­sem 2. Juni 1967 war dieses Land ein anderes.

Polizei, Justiz, Politik, Medien ver­sagten auf eine heute, da so gut wie alle Fakten bekannt sind, unvorstellbare, ja groteske Weise. Die Bundesrepublik zeigte, dass sie nicht reif war für die Kämpfe, die sich schon angekündigt hatten und dann außer Kontrolle ge­rieten. Und heute, 50 Jahre später, hat es ganz den Anschein, als hätte dieses Land aus all den Erfahrungen mit dem Linksterrorismus nicht viel gelernt.

Die Vorgeschichte

In Bonn regiert die erste Große Koa­lition unter Kurt Georg Kiesinger, im Bundestag mangelt es an Opposition. Auf den Straßen agitiert die Außer­parlamentarische Opposition, die APO, unter Führung linksradikaler Studen­ten, die sich als Teil einer globalen, antikolonialistischen Befreiungsbewe­gung begreifen. Der Schah von Persien, ein westlich orientierter Diktator, kommt zu Besuch – ein leibhaftiges Feindbild. Er hat zwar das aktive und passive Frauenwahlrecht eingeführt, die Verheiratung von Neunjährigen ver­boten, die Alphabetisierung seines Lan­des vorangetrieben, eine Landreform in Gang gebracht – aber das zählt in den verblendeten Köpfen nicht. Im Exil pro­pagiert bereits Ruhollah Chomeini die Einführung eines islamischen Staats. Die Herrschaft des Schahs soll nicht beschönigt werden. Aber schon 1967 wird das Potenzial des islamistischen Terrors fahrlässig unterschätzt. Denn Gläubige, wie menschenfeindlich ihr Glaube auch immer sein mag, erhalten stets einen hohen moralischen Kredit.

In Deutschland revoltieren die Stu­denten zudem gegen „den Muff von 1.000 Jahren“ – nicht nur unter den Talaren. Gemeint ist das „tausendjäh­rige“ Reich Hitlers, dessen historische und politische Aufarbeitung noch im Argen liegt. Aber die studentischen Ak­tivisten folgen selbst gläubig einer men­schenverachtenden Ideologie. Sie bewundern kommunistische Tyrannen. Mao und Ho Chí Minh sind ihre Idole.
Am 22. Mai brennt in Brüssel ein Kaufhaus. In Berlin kommentiert ein Flugblatt der Kommune 1: „Dreihundert saturierte Bürger beenden ihr aufregen­des Leben, und Brüssel wird Hanoi.“ Und es fragt: „Wann brennen die Ber­liner Kaufhäuser?“ Dafür müssen spä­ter Fritz Teufel und andere vor Gericht und werden freigesprochen. Man hält das großzügig für Satire, nicht für einen Aufruf zum Terror. Rainer Langhans, der Spaßkommunarde, und Andreas Baader, der künftige RAF-­Führer, agie­ren noch gemeinsam.

Das Ereignis

Bundespräsident Heinrich Lübke lädt Schah Reza Pahlavi und dessen Frau Farah am Abend des 2. Juni zu Mozarts „Zauberflöte“ in die Deutsche Oper. Die Kommune 1 interessiert sich auch für dieses Ereignis brennend. Sie ver­teilt Flugblätter mit dem Steckbrief des Schahs. „Wir bitten die Bevölkerung, alle Aktionen, die zur Unschädlichma­chung des Täters führen, tatkräftig zu unterstützen.“ Die Stimmung ist aufge­heizt.

Vor der Oper werden die Demonst­ranten zunächst einmal von Geheim­dienstleuten des Schahs, den „Jubel­persern“, mit Latten und Totschlägern traktiert. Man stelle sich vor, so würden Erdogans Anhänger auf deutschem Boden wüten. Die Westberliner Polizei schützt nicht das Demonstrationsrecht, sondern hat sich die sogenannte „Le­berwursttaktik“ ausgedacht: systema­tische Erzeugung von Panik. Sie prügelt vorn mit und wartet mit Wasserwerfern auf die Flüchtenden.

Der 26­jährige Student Benno Ohne­sorg aus Hannover gehört nicht zu den Demonstranten, sondern nur zu den Neugierigen, dies ist die tragische Sei­te der Geschichte. Er beobachtet, wie eine Gruppe „ziviler Greifer“ Studenten in die Seitenstraßen hinein verfolgen. Im Hof der Krumme Straße 66/67 wird Ohnesorg erst verprügelt, dann von hinten aus kurzer Entfernung und gezielt von dem Polizeiobermeister Karl-Heinz Kurras mit seiner Dienstwaffe, einer Walther PPK 7,65 Millimeter, in den Kopf geschossen, „unbedrängt und vorsätzlich“, wie ein Gericht erst Jahrzehnte später feststellen wird.

Auf Spurensicherung wird verzichtet, das Magazin der Tatwaffe sofort ausgetauscht. Dem Verletzten wird Erste Hilfe versagt, er stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus. Auf dem Totenschein steht als Todesursache: „Gewalteinwirkung mit einem stumpfen Gegenstand“. Eine spätere Obduktion stellt fest: Die Kugel steckt noch im Gehirn, das Schädelstück mit dem Einschussloch wurde herausgesägt, Haut darübergespannt und vernäht.

Die „Bild“ titelte am Tag nach der Tat: „Studenten drohen: Wir schießen zurück“.

Der Rechtsstaat

Die Staatsanwaltschaft behindert gezielt die Ermittlungen. Es gibt zahlreiche Zeugen: Kollegen, Vorgesetzte, andere Polizisten, Anwohner. Sie lügen oder werden zur Hauptverhandlung vor Gericht erst gar nicht zugelassen. Die Gewerkschaft der Polizei spendet 60.000 Mark zur Verteidigung ihres Kollegen. Der Vorwurf lautet nicht auf Mord, sondern auf „fahrlässige Tötung“.

Vor Gericht plädiert Kurras auf Notwehr. „Da ist der Bulle, schlagt ihn tot“, sollen die Angreifer, die es nicht gegeben hat, gerufen haben. Freispruch in erster Instanz. Kurras wird „ungesteuertes Fehlverhalten beim Abdrücken“ zugebilligt. Ohnesorgs Vater, den Nebenkläger, vertritt Otto Schily, der spätere Anwalt der Terroristin Gudrun Ensslin. Das Urteil wird aufgehoben, ein zweites Verfahren abgebrochen, weil Nebenklägeranwalt Horst Mahler sich weigert, eine Robe zu tragen. Mahler: Mitbegründer der RAF.

Der Fall Ohnesorg radikalisiert unmittelbar und auf allen Ebenen. Ein dritter Prozess endet wieder mit Freispruch. Kurras sei zwar nicht bedroht worden, stellt das Urteil fest, es gebe jedoch auch keine Anhaltspunkte für vorsätzliche Tötung. „Das haben Sie mit sich selbst und dem Herrgott auszumachen“, sagt der Richter. 1971 bekommt Kurras seine Dienstwaffe – die Tatwaffe – zurück und wird zum Kriminaloberkommissar befördert.

Kurras und das MfS

„Die ist mir losgegangen“, behauptet Kurras am Tatort. Glaubhaft? Der Polizist ist mehrfach als bester Schütze der Westberliner Polizei ausgezeichnet worden. Er hat einen großen Teil seiner Freizeit fast täglich am Schießstand verbracht. Ein Waffennarr. Was damals niemand weiß: wie er sein kostspieliges Hobby finanziert. Er steht auf der Gehaltsliste der Stasi. Kurras ist Spion.

In der Sowjetischen Besatzungszone wurde der bekennende Kommunist 1947 wegen illegalen Waffenbesitzes aus der Partei geworfen und im Speziallager Sachsenhausen inhaftiert, bespitzelte dort vermutlich bereits Mitgefangene. 1950 kam erfrei, ging nach Westberlin und wurde Polizist. Fünf Jahre später diente er sich dem MfS an, unterschrieb unbedrängt und völlig freiwillig eine Verpflichtungserklärung. Er arbeitete auch beim Westberliner Staatsschutz, hat Kollegen auf dem Gewissen, die er verriet. Hat Kurras einen Mordauftrag der Stasi erfüllt? Seine Vorgesetzten im Osten gaben sich erschrocken, befahlen Kurras: „Vorerst Arbeit einstellen. Betrachten Ereignis als sehr bedauerlichen Unglücksfall.“ Offiziell. Die DDR-Presse schlachtete das Ereignis gebührend aus, nannte Kurras einen „Befehlsempfänger der Notstandsdiktatoren“.

Als das Werk eines Agent Provocateur lässt sich die Tat durchaus begreifen. Aber nicht beweisen. Selbst wenn es kein Auftragsmord an dem Studenten gewesen sein sollte mit dem Ziel, die Situation im Westen zu eskalieren, bleibt doch die Frage, ob Kurras sich wegen seiner Stasi-Tätigkeit so und nicht anders verhalten hat. Und offen bleibt auch, wie weit die Stasi an der skandalösen Aufklärung der Tat mitgewirkt hat.

Überhaupt zeigte die DDR Sympathien für die Revolte im Westen. Sie versuchte, die Studentenbewegung nicht ohne Erfolg zu unterwandern, zu instrumentalisieren und zu lenken. Sie unterstützte die RAF, bildete sie an Waffen aus, versorgte sie mit falschen Identitäten in der DDR.

Was hat Kurras geleitet? Vielleicht war es auch nur der Hass eines Linksfaschisten. „Ein Lump weniger“, soll er vor Zeugen gesagt haben. Er bedauert bis zu seinem Lebensende nicht, auch nicht, als seine Spitzeltätigkeit bekannt wird. Erneute Ermittlungen schaffen zwar weitgehend Klarheit, führen jedoch nicht zu einem Mordprozess.

Linksterrorismus

Nach der Erschießung Ohnesorgs eskalieren die Ereignisse. Die revoltierenden Studenten werden radikaler und gewalttätiger. „Enteignet Springer“, fordern sie. Im April 1968 zündet Baader, der zur Tat im auberginefarbenen Porsche vorfährt, in Frankfurt Kaufhäuser an. Eine Woche später schießt ein Rechtsradikaler in Berlin Studentenführer Rudi Dutschke in den Kopf, aufgehetzt – wie viele sagen – auch von der „Bild“-Zeitung.

Eine militante Minderheit rutscht ab in den terroristischen Untergrund. „Um die Konflikte auf die Spitze treiben zu können, bauen wir die Rote Armee auf … Ohne die Rote Armee aufzubauen, können die Schweine alles machen. Die Konflikte auf die Spitze treiben heißt: dass die nicht mehr können, was sie wollen, sondern machen müssen, was wir wollen.“ Polizisten sind die ersten Opfer. Bomben gehen auch im Springer-Verlag hoch.

Die „Bewegung 2. Juni“ wählt diesen Namen, um zu dokumentieren: Der Staat hat zuerst geschossen. In einem Text der Terrorgruppe heißt es: „Die eigentliche Politisierung kam erst mit der Erschießung Ohnesorgs am 2. Juni 1967. Nach all den Prügeleien und Schlägen hatten wir das Gefühl, dass die Bullen auf uns alle geschossen haben. Gegen Prügel konntest du dich ja wehren. Dass aber jemand einfach abgeknallt wird, ging ein Stück weiter.“

Gegründet 1971, verübte die Bewegung 2. Juni Bombenattentate und Banküberfälle, erschoss Kammergerichtspräsident Günter von Drenkmann bei einem Entführungsversuch und erpresste 1975 mit der Entführung des Berliner CDU-Chefs Peter Lorenz die Freilassung inhaftierter Komplizen.

Die seinerzeitige Nachgiebigkeit von Bundeskanzler Helmut Schmidt kostete zwei Jahre später Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer das Leben. Jetzt ließ der Staat aus Prinzip nicht mehr mit sich reden, nicht einmal mehr zum Schein. Bundeskanzler Schmidt hatte Lehrgeld bezahlt. Der Staat war unter seiner Führung wehrhaft geworden.

Der zweiten Generation der RAF folgte die dritte. Deren Morde blieben durch die Bank ungesühnt, die Täter und ihre Motive unbekannt. Ganz offensichtlich hatte der Staat nach der Auflösung der RAF das Interesse an der Strafverfolgung verloren. Weshalb? Der Hauptgrund scheint zu sein, dass um der „Vollendung der Einheit“ willen die offensichtliche Rolle der DDR nicht allzu lückenlos aufgeklärt werden sollte, auch weil die eigenen bundesdeutschen Geheimdienste hinreichend verwickelt gewesen sein dürften.

Der Kardinalfehler von einst wiederholt sich auf andere Weise. Man lässt Sympathisanten des islamistischen Terrors gewähren.

Als der einzige Schlag gegen die RAF der dritten Generation auf dem Bahnhof in Bad Kleinen – nicht zuletzt aus falscher Rücksichtnahme auf einen westdeutschen V-Mann – gründlich danebenging, übernahm Bundesinnenminister Rudolf Seiters, dem politisch nichts vorzuwerfen war, die Verantwortung und trat zurück. Würden seine Maßstäbe noch gelten, wäre Thomas de Maizière schon längst nicht mehr im Amt, von Staatsversagern wie dem NRW-Minister Ralf Jäger gar nicht zu reden.

Der 2. Juni 1967: Ein Lehrstück

Die unselige Verkettung der Ereignisse begann am 2. Juni 1967. Der Täter hätte bestraft werden müssen. Weil ihn der Staat und willfährige Beamte schützten, wurde seine mörderische Tat zu einem politischen Verbrechen. Jetzt hatte nicht mehr ein wild gewordener Bulle getötet, sondern der Staat. Der Rechtsstaat hatte versagt. Mit dem Verbrechen an Benno Ohnesorg gab er den Terroristen ein Argument an die Hand, mit dem sie ihre Morde politisch rechtfertigen konnten. So half der Staat mit, die Sympathisantenszene zu stärken. Erst deren Austrocknung im Westen und das Ende der DDR beendeten den Spuk der RAF.

Der Kardinalfehler von einst wiederholt sich heute auf andere Weise. Angela Merkel und ihre rot-grün-schwarze Gefolgschaft in Bund und Ländern lassen die Sympathisantenszene des islamistischen Terrors gewähren. Sie unternehmen kaum etwas gegen Hassprediger, schauen untätig zu, wie sich eine islamistische Parallelgesellschaft breitmacht. Und sie verschaffen ihr Zulauf durch die Preisgabe der Grenzen und den Verzicht auf wirksame Kontrolle der Zuwanderung.

Unter der Flagge der Toleranz stärkt der Staat selbst die Sympathisantenszene, in deren Schutz der Terror unserer Tage wuchert.

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Ausgezeichnet Herr Herles,

ich hatte in den 80ern Kontakte in die ehemalige Berliner Unterstützerszene (In Goa am Strand kennengelernt. Das ist doch schon ein Witz im Witz.). Die haben immer behauptet: „Die ersten Waffen kamen vom Verfassungsschutz.“ Die waren übrigens sehr selbstkritisch und für mich nicht unglaubwürdig.

Die Kriminalisierung einer bestimmten Szene sei gewollt gewesen.

Wenn ich mir dazu den Kurras ansehe…

Bisschen viel merkwürdige Zufälle. Und an Zufälle in der Politik glaub ich nicht.

Aber damals haben 100 Leute den Staat an den Rand gebracht, während heute Millionen keine Gefahr darstellen. Das fällt schon auf.

Ich kann alles in dem Artikel unterschreiben! Ergänzend möchte ich noch bemerken, dass wir auch heute wieder linke Brutzellen haben, heute nennen die sich Antia und auch heute wird wohl so lange zugesehen, bis die so stark geworden sind wie weiland die RAF. Aus meiner Überzeugung wäre der Staat längst gegen Antifa und Co. vorgegangen, wenn die, wie seinerzeit die RAF, gegen die Spitzen der Führungs“elite“ Gewalt anwenden würden.

Ausgezeichnete Beschreibung wie das Versagen des Staates den Terror stark machte.
Helmut Schmidt hat daraus gelernt und sich darauf besonnen, dass eine Demokratie wehrhaft sein muss.

Ausgezeichnete Herleitung wie das Versagen des Staates den Terror derzeit stark MACHT.
Aber wo sind die Rücktritte der offensichtlichen Versager auf Staatsseite?
Wer sorgt dafür, dass die Demokratie wieder wehrhaft wird?

Lieber Herr Herles,
vielen Dank für den vorzüglich recherchierten Artikel und die Einblicke. Ja, diese Jugendrevolte war der Gründungsfunken der „neuen“ besseren Republik, und wenn die Welt schön und der Mensch gut wären, dann könnte man vieleicht glücklich mit ihr werden. Zu schade, daß das nix wird, was jedem konservativ denkenden Menschen immer klar war.

..wer denkt an die NSU-Morde?

…damit bekommt Herles´ letztes Satz „Unter der Flagge der Toleranz stärkt der Staat selbst die Sympathisantenszene, in deren Schutz der Terror unserer Tage wuchert.“

– eine weitere Facette

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nein, damals wie heute: keine Furcht vor Terroristen und irren Einzelpersonen, sondern vor einem *fehlgelenkten Staat* – die Geschichte zeigt, – von ihm – gingen jeweils die folgenschwersten Fehler aus!

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das sind durch die bank ,ereignisse, die ohne die jahre 1933-1945 nicht denkbar wären. dieser staat macht sich aufgrund des tausendjährigen reiches adabsurdum lächerlich. wir sind mit aller gewalt jetzt die guten.die ganze welt lacht über die deutsche vorgehensweise,im umgang mit gewaltverbrechen aller art.egal ob zugereister bürger oder einheimischer. wobei eine starke tendenz zu sehen ist, das dieser staat gegen die eigenen bürger rigoroser vorgeht. schließlich ist schon normaler patriotismus heute eine straftat in deutschland.wie üblich wird in deutschland vom einen extrem ins andere geschaukelt,bis zum exzess. diese einstellung wie recht und gesetz in deutschland gehandhabt werden lädt alle krimminellen,… Mehr
Die offensichtliche Parallele zwischen der RAF… und den islamischen Extremisten und Terroristen ist, dass beide um des Morden willens mordeten bzw. morden, sich dazu selbstradikalisierten und zur Verdeckung genau dieser Tatsache eine Mythologie schufen. Der 2.Juni 1967 kam den RAFlern dazu wie gerufen. Sonst hätten diese Leute sich einen anderen Anlass gesucht und gefunden. Denn schon 1952 wurde bei einer aufgelösten Demonstration der Kommunist Philipp Müller von der Polizei erschossen und zwei weitere Demonstranten durch Polizeischüsse schwer verletzt. Daraufhin wurden jedoch keine Mörderbanden gebildet. Im Gegensatz zu den späteren sogenannten 68ern, die ohnehin nur eine sehr kleine Gruppe aus dem… Mehr
Besten Dank, Herr Herles, für Ihre vorzügliche Darlegung von Unterdrückungs- und Aufruhr-Mechanismen, und für die impliziten Korrelationen („reimt sich“) zwischen 1967 und heute. Damals kam der „Faschismus“ (ich erlaube mir, alles Pluralismus-Unterdrückende so zu nennen) von den Herrschenden von rechts, heute kommt er von den Herrschenden von links. Sogar das subversive Mitmischen von externen am Niedergang der Gesellschaft Interessierten reimt sich… Damals war ich 18 Jahre alt und konnte das Geschehen nicht einordnen. Womit ich keinesfalls implizieren will, dass ich das heutige Geschehen wirklich vollständig einordnen kann… Viel Stoff für Gedanken, und das ist mMn das Beste, was man von… Mehr

Herr Herles, Ihr Blick zurück lässt mich wegen der Parallelen zu heute erschaudern. Ihr vorletzter Absatz muss in großen Lettern gedruckt werden und landesweit verteilt werden. Wenn Sie es schaffen, werfen Sie ihn noch heute in Berlin als Flugblatt ab. Vielleicht denken die linksfrommen Kirchentagsbesucher, es sei eine Botschaft des Himmels. Das wäre dann die Umkehr von Himmelfahrt.

Wer die Zeit der sechziger,siebziger und bis in die achtziger Jahre selbst erlebt hat und sich auch damals schon dafür interessierte, was da alles schiefläuft, der muss unabdingbar genau den Eindruck haben, der in obigem Bericht so geschildert wird. Es läuft was erheblich schief in diesem Land und die Verantwortlichen begnügen sich mit Nebenschauplätzen und vergnügen sich an ihrem bornierten Kampf gegen alles, was in ihren Augen „rääächts“ ist! Manchester war diese Woche, wer ist als nächstes dran – und wer stellt sich dann wieder vor die Kameras und Mikrofone und konstatiert lautstark, dass wir uns unseren Lebensstil nicht kaputt… Mehr
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