Bei Hart aber Fair zu Organspende: verordneter Altruismus?

Am Anfang zeigt sich eine ungewohnte Konstellation: CDU-Mann Jens Spahn ist für eine (sanfte) Pflicht, die Grüne Frontfrau Annalena Baerbock dagegen. Diese Irritation wird während der Sendung aber immer unwichtiger – weil die anderen Gäste das übliche Polit-Sprech verweigern und tiefgründig über Leben und Tod reden.

Screenprint: ARD/hart aber fair

„Den eigenen Tod, den stirbt man nur.

Doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.“

(Mascha Kaléko, „Verse für Zeitgenossen“, 1960)

Es klingelt an der Tür. Der Hausherr öffnet. Da stehen zwei Männer in Krankenpfleger-Uniformen. Es entsteht, hier leicht verkürzt, folgender Dialog:

Krankenpfleger:

„Können wir Ihre Leber haben?“

Hausherr:

„Ich benutze sie noch.“

Krankenpfleger (greift sich den Organspenderausweis des Hausherrn):

„Jetzt machen Sie uns doch bitte keine Schwierigkeiten.“

Hausherr (zeigt auf den Organspenderausweis):

„Da steht doch drauf: ‚im Falle des Todes‘.“

Krankenpfleger:

„Es hat noch nie jemand überlebt, dem wir die Leber herausgenommen haben.“

Typischer, absurder, tief schwarzer Humor der Komiker-Legenden von „Monthy Python“. Die Szene stammt aus ihrem Film „Der Sinn des Lebens“ („Teil 5: lebende Organverpflanzung“, 1983). Und wie immer bei den militant tabulosen Briten, ist das, was sie zeigen, grotesk überzeichnet.

Aber es ist die groteske Überzeichnung eines realen gesellschaftlichen Phänomens.

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Bei „Hart aber fair“ am Montagabend ist groteske Überzeichnung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht das pädagogische Sendeziel. Allerdings erreicht man im Leben bekanntlich nicht immer, was man will – und manchmal erreicht man stattdessen auch das, was man nicht will. Dazu kommen wir gleich noch.

Das ist die Ausgangslage: Es gibt in Deutschland nicht annähernd genügend Spenderorgane für die Patienten, die eine Transplantation brauchen. 9.400 Patienten stehen auf den Wartelisten für Organtransplantation. 2018 wurden nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation 955 Organspendern 3.113 Organe für Transplantationen entnommen und Patienten auf den Wartelisten transplantiert – das sind im Schnitt also etwa drei Organe pro Spender. Somit gibt es etwa zehnmal mehr Patienten als Spender, die Lücke bei den Organen beträgt etwa 1:3.

Eine überparteiliche Abgeordnetengruppe um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat deshalb die sogenannte Widerspruchslösung auf den Gesetzesweg gebracht. Sie besagt im Kern, dass man im Todesfall automatisch Organspender wird – es sei denn, man hat zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen. Bisher ist es umgekehrt: Man spendet nicht – es sei denn, man erklärt ausdrücklich, dass man spenden will.

Spahn, so kann man sich das vorstellen, will die Werkseinstellungen des Bundesbürgers ändern: Bisher werden wir standardmäßig als Nicht-Organspender ausgeliefert, künftig sollen wir standardmäßig Organspender sein.

Der Vorstoß ist umstritten, Fragen wirft er reichlich auf: Hilft dieser neue Gesetzesvorschlag überhaupt, damit es bald mehr Spenderorgane gibt? Und selbst wenn: Wird nicht womöglich ein inakzeptabler moralischer Druck auf diejenigen ausgeübt, die eigentlich nicht spenden wollen?

Chantal Bausch ist Studentin der Betriebswirtschaft und 27 Jahre alt. Als sie zwölf war, entzündete sich ihr Herzmuskel. Mit 14 brauchte sie eine Transplantation – und bekam ein Spenderherz. Heute macht die junge Frau wieder Leistungssport, außerdem wirbt sie leidenschaftlich für mehr Organspenden. Spahns Vorschlag unterstützt sie – weil sich dadurch, sagt sie, Menschen mit dem Thema auseinandersetzen müssten, die das ansonsten nicht tun würden. Viele seien im Prinzip zur Organspende bereit und würden nur deshalb nicht tatsächlich zu Spendern, weil sie sich nie aufgerafft und einen Spenderausweis unterschrieben hätten.

Ihr Argument hier ist also eigentlich: Das Widerspruchsmodell macht automatisch aus all jenen Organspender, die bisher nur zu faul oder zu bequem oder zu sonst was waren, um einen Organspenderausweis zu unterschreiben. Spahn wird wenig später etwas aristokratischer formulieren, aber identisch argumentieren.

Werner Bartens ist promovierter Mediziner und tut das nicht, ganz und gar nicht sogar. Der Wissenschaftsjournalist der Süddeutschen Zeitung lehnt Organspenden grundsätzlich ab. Sein Hauptargument ist, dass Organspender nur hirntot, aber nicht wirklich tot seien. „Die Menschen, denen Organe entnommen werden, sind zu diesem Zeitpunkt de facto noch nicht tot, sondern befinden sich im Sterbeprozess: Das Herz schlägt noch, es existieren noch rudimentäre Hirnfunktionen.“ Die Diagnose „hirntot“ sei überhaupt nur entstanden, um Menschen Organe entnehmen zu dürfen.

Ulrike Sommer ist Schriftstellerin und lebt seit sechs Jahren mit einer Spenderniere von ihrem Mann. Sie sagt: „Es ist ein Geschenk, das ich nur von ihm annehmen konnte.“ Persönlich und insgesamt ist die Ehefrau von Ex-DGB-Chef Michael Sommer aber gegen Organspenden. Sie habe schon vor sehr langer Zeit für sich entschieden, weder selbst Organe zu spenden – noch Organspenden von Fremden anzunehmen: „Wenn ich nicht geben will, kann ich auch nicht nehmen.

Es ist ein Satz, der die ganze Sendung über im Hintergrund mitschwingt.

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Mit Annalena Baerbock wird die Diskussion dann (partei)politisch. Das kann man der Grünen-Vorsitzenden schlecht vorwerfen, schließlich wird hier ja auch über ihre Politik debattiert (Baerbock hat ein alternatives Modell zur Spahn’schen Widerspruchslösung angekündigt). Vorwerfen muss man ihr aber, dass sie das ernsthafte und nachdenkliche Niveau der Sendung nachhaltig senkt.

„84 % sind für Organspenden – also fast alle Menschen in Deutschland,“ sagt sie. Die anderen 16 %, von denen möglicherweise nicht wenige sehr rationale Gründe für ihre abweichende Meinung haben, werden sich freuen, dergestalt aus dem Kreis der „Menschen in Deutschland“ hinaus definiert zu werden. Die Grüne nimmt Organspende-Gegner – wie den Mediziner Bartens oder Ulrike Sommer – lediglich zur Kenntnis, setzt sich aber mit keiner Silbe mit deren Argumenten auseinander.

Ein solches Argument, ein hellsichtiges dazu, kommt von einer Passantin, die für eines dieser berüchtigten Einspielfilmchen vom WDR-Kamerateam überfallen wurde: „Meine Bedenken sind einfach, dass vielleicht zu schnell Organe entnommen werden.“ Das wäre eine Diskussion wert gewesen. Hinter vorgehaltener Hand erzählen Krankenhausärzte durchaus, dass man vermutlich nicht in jedem Fall ausschließen könne, dass ein Hirntod wegen des Bedarfs an Spenderorganen auch womöglich mal ein klitzekleines Bisschen zu schnell festgestellt werden könnte.

Das kann man als Verschwörungstheorie und Unverschämtheit gegenüber den Ärzten abtun. Oder man befasst sich etwas intensiver mit dem Organspendeskandal 2012 und öffnet sich der Erkenntnis, dass Ärzte eben auch nicht immer nur die edelsten der Menschen sind.

Aber die Argumente der grundsätzlichen Organspende-Gegner, also von 16 % der Deutschen, kommen bei Baerbock nicht vor. Wenn die aber kühl ignoriert werden können, stellt sich doch irgendwie die Frage, weshalb wegen eines Problems, von dem (siehe oben) 9.400 Menschen betroffen sind, nun alle erwachsenen Bundesbürger eine Erklärung abgeben müssen?

Das findet indes auch Jens Spahn völlig normal: „Die Zahlen sind immer schlechter geworden.“ Es gebe zu wenig Organspender, das müsse doch geändert werden. Und überhaupt sei die Widerspruchslösung ja keine Organabgabepflicht – sondern die Pflicht, sich darüber Gedanken zu machen.

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Es fehlen Organe, also werden die Bürger zu Spendern gemacht (es sei denn, sie widersprechen ausdrücklich). Die Politiker am Tisch – Spahn, Baerbock, Michael Sommer – streiten über die Details der Umsetzung in die Tat, aber sie hinterfragen nicht den Ansatz dieser Idee. Aber wenn ein Mangel das wirklich rechtfertigt – was könnten wir dann künftig noch spenden müssen, pardon: sollen? Blut? Rückenmark? Eizellen für unfruchtbare Frauen? Altkleider?

Und wieso sollten mit derselben Begründung nicht noch andere Pflichten für andere Dinge eingeführt werden? Wahlpflicht? Oder irgendeine andere Pflicht in einem Bereich, in dem – scheinbar oder tatsächlich – ein Mangel herrscht?

Ist es wirklich Aufgabe von Politik, ein gesellschaftliches Umdenken zu erzwingen? Spahn bekennt sich zu einem klaren „ja“: „Ich sage das aus einem gesellschaftlich-moralischen Ansatz.“ Das ist der eine Punkt, den Moderator Plasberg leider komplett verschläft – er stellt die grundsätzliche Frage nicht: Ist es wirklich Aufgabe von Politik, dass sie sich mit Moralfragen befasst? Die Grünen haben damit angefangen, die CDU macht damit weiter – selbst ein vermeintlich Konservativer wie Jens Spahn.

Er ist, um es mit einem abgewandelten Zitat aus Goethes „Faust I“ von 1808 zu sagen, „ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft“.

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Das WDR-Kamerateam lotet dann noch einen journalistischen Abgrund aus: Man fragt Passanten „Wie stehen Sie zur Organspende?“ Und dann fragt man sie, ob sie einen Spenderausweis haben.

Das ist genau das Missverständnis, um das die ganze Sendung leider einen riesigen Bogen macht: Ich kann grundsätzlich für etwas sein, ohne es selbst konkret zu tun. Ich kann die Möglichkeit zur Organspende grundsätzlich gutheißen – und trotzdem selbst nicht Organspender sein wollen. Das ist eine der grundlegenden menschlichen Freiheiten – und sie ist nicht, auch nicht über eine sogenannte Widerspruchslösung, irgendwie durch den Staat zu vermitteln.

Außer Ulrike Sommer sagt das den ganzen Abend leider niemand.

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Kommentare ( 171 )

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171 Kommentare auf "Bei Hart aber Fair zu Organspende: verordneter Altruismus?"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Der Artikel trifft die Sache auf den Punkt. Realistischer als Monty Pythons dürfter Rainer Erlers „Fleisch“ aus dem Jahre 1979 sein. Daß diese Ängste der Bevölkerung jetzt nicht wahrgenommen werden, zeigt einmal mehr, wie abgehoben die heutigen Politiker werden und daß auch hier die Kirche einfach schweigt, ist schlicht schockierend. Ich finde es auch gut (oder besser altruistisch), wenn jemand 1 Million für eine gute Sache spendet oder einer gemeinnützigen Organisation als Alleinerben einsetzt (ob das die regulären Erben auch so sehen; in D gibt es ja noch einen Pflichtteil, was nicht in allen Ländern so ist). Auch wenn ich… Mehr
Das Problem ist doch vielschichtiger! Es ist nicht nur der Missbrauch, der regelhaft überall dort zu finden ist, wo es um viel Geld geht. Eine Transplantation bringt der Klinik richtig Kohle. 100.000 Euro und mehr sind keine Seltenheit. Da kommen die gespendeten, vulgo kostenlosen Organe gerade recht! Der Spender ist ja tot und kann keinen finanziellen Ausgleich mehr beanspruchen. Zweitens bringt ein Mehrangebot an Organspendern nicht notwendigerweise eine Verbesserung bei den potentiellen Empfängern. Es müssen 10 und mehr immunologische Parameter zwischen Spender und Empfänger übereinstimmen, damit die Transplantation ein Erfolg werden kann und der Empfänger nicht sein Leben lang hochdosiert… Mehr

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Geht es nach Herrn Spahn, muss ich ausdrücklich erklären, dass meine Organe immer in mir bleiben. Mir steht die Würde der körperlichen Unversertheit also nur dann zu, wenn ich ausdrücklich widerspreche, dem Staat also erst mitteilen muss, dass ich unversert bleiben möchte. Ziemlich unverschämt von dem Herrn. Das hatten die Verfassungsväter anders gemeint.

Die Diskussion ist hier schon sehr paranoid. Ihre Würde als Mensch ist unantastbar, aber ihre Würde als Leiche dann eher nicht mehr. Und sorry, um genau das geht es. Und Widersprechen können sie ja auch. Die moderne Medizin stellt uns einfach vor Entscheidungsprobleme, die wir früher nicht hatten. Das ist unangenehm (manche meinen unmoralisch), dafür leben wir fast alle erheblich länger.

>> dafür wir leben erheblich länger.. <<

Eben und warum wollen sie dann auf Kosten der noch nicht Toten, sondern im Sterbeprozeß befindlichen Ausgeschlachteten NOCH länger leben?
DAS ist nicht nur unmoralisch sondern unverschämte GIER auf Kosten anderer.
Wenn der große Zampano das Licht ausknipst wars das eben, damit muß man halt zurechtkommen.
Die Einen bei den 72 Jungfrauen und die Anderen in nebulösen Paradies mit Choralgesang. Tragen sie's wie ein Mann.

Die Fragen nach der Wirksamkeit des Gesetzes oder des moralischen Drucks sind zwar wichtige, aber trotzdem „nur“ zweitrangige Fragen um die „Organspende“. Der youtube-Blogger, der sich „Der Mann mit dem Hut“ nennt, wirft in einem ca. 20-minütigen Video eine Reihe weiterer wichtigerer Fragen auf und äußert seine Gedanken, Erfahrungen und Meinung dazu (wer das Video sehen will: einfach nach dem Autor und „Organspende“ googeln oder die Suchfunktion auf youtube nutzen – wenn den Link direkt angebe, kann es sein, dass dieser Beitrag nicht durchkommt): (1) Wann ist jemand wirklich „tot“? (2) Was ist „hirntot“? Wann ist jemand „hirntot“? (3) Warum… Mehr

Wenn die angeblichen bereitwilligen 84 % der deutschen Organspender sich einmal aufklären lassen würden, wäre ihre Bereitschaft zu Spenden auf 10 % sinken. Spahn ist mit Sicherheit eine gelenkte Figur in dem grusligen Spiel. Anders kann man seine Vehemenz für diese Sache nicht deuten.

„Es hat noch niemand überlebt, dem wir die Leber herausgenommen
haben.“ Deshalb wundere ich mich auch schon lange darüber, sehr
geehrter Herr Walther, daß Deutschland irgendwie noch nicht ganz
tot ist, sondern immer noch etwas atmet. Obwohl diesem „Körper“
doch quasi am laufenden Band lebenswichtige Organe explantiert
werden. „Deutschland verrecke“. Aber nicht mal das kriegen die hin.
(Vielen Dank für Mascha Kaléko!)

Frage unabhängig von einer Gesetzesänderung:

Ich habe irgendwo gelesen, dass die Hirntod-Diagnostik ansich schon ein Problem ist. Und zwar soll die Krankenkasse ab Feststellung des Hirntodes alle Zahlungen einstellen, weil es sich nicht mehr um einen Kranken handelt, sondern um eine Leiche. Stimmt das?

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Mit der Widerspruchslösung erhofft man sich, dass es möglichst viele Bürger sein werden, die den Widerspruch versäumen. Völlig klar! Unklar ist, inwieweit dieser Widerspruch auch Rechtskraft hat. Wo wird der eingetragen.? Auf der Gesundheitskarte? Oder in der Datenbank der Krankenkassen? Wie kann der Betreffende zu Lebzeiten erfahren, wo seine Willenserklärung abgespeichert ist? Was zu befürchten ist, dass nun Tür und Tor für einen Markt eröffnet ist, der zuvor als völlig Tabu galt: Das Geschäft mit dem Organhandel. Die Transplantationszentren werden sich um jeden Transfer-Fall reißen. Um es zynisch, sarkastisch auszudrücken. Mit der Transformation des neuen Organ-Transpöantationsgedetzes sind wir und unsere… Mehr
Das fehlt noch, das man nach einem Unfall auch noch ausgeweidet wird. Weil man noch brauchbare Organe hat. Und wenn man schon dabei ist, werden die Goldzähne auch gleich gezogen ? Darf ich meine Haut auch gleich für Lampenschirme hergeben, meine Haare für ein Fiffi ? Mein Geschlechtsteil für einen Transgender ? Sind das noch Politiker ? Kommt mir vor wie Aasgeier. Warum macht man das nicht viel einfacher ? Bürgerbüro, Kfz Zulassungsstelle, der Hausarzt, kurz wo man immer wieder mal ist, gibt es kleine Aufkleber mit OS drauf. OS steht für Organspender. Wer bockt drauf hat seine Teile zu… Mehr

Das scheint eine ganz fiese Debatte, die da gerade geführt wird, sollte einiges von dem in den tweets auch nur halbwegs richtig sein:
https://twitter.com/Tom_coal/status/1112728571150323712
„36% aller Deutschen haben eine #organspende-Ausweis. Das heißt, es gibt fast DREISSIG MILLIONEN potentielle Spender. Nur knapp 800 Transplantationen wurden durchgeführt, das heißt, das Problem liegt NICHT in der Spenderegelung!“
„Mein größtes Problem mit der Widerspruch-Regelung ist die dann entstehende Datenbank. Speicherung der Nichtspender bedeutet auch die Speicherung der Spender. Diese Datenbank kann missbraucht werden, wie alle gespeicherten persönlichen Daten“

Herr Spahn könnte sich vors Schwuz in Berlin stellen und über AIDS aufklären.
Herr Spahn könnte sich in Krankenhäuser stellen und für Hygiene sorgen
Herr Spahn könnte dafür sorgen, dass in Krankenhäusern Profis putzen und nicht überforderte stinkende Hilskräfte, die schon an der eigenen Körperpflege scheitern und sich bei Frischoperierten abstützen um wieder hoch zu kommen.

Wir haben diese wunderbare, milliardenteure Krankenkassenkarte.
Warum wird nicht, mit dem Hausarzt zusammen, darauf eingetragen, ob man spenden will?
Es muß doch um etwas ganz anderes gehen.
Ich verstehe auch nicht, warum Politiker bei offensichtlich verfassungswidrigen Vorhaben nicht belangt werden können.

Um was es geht ? Es geht darum, ein neues Geschäftsfeld zu eröffnen, um dran mitzuverdienen.
So wie man das bei der Energiewende auch gemacht hat.
Wenige Profitieren, die breite Masse zahlt nur eine Kugel Eis.

Sehr gut! Im Prinzip wurde da sogar von der grünen Bearbock so ein Ansatz geäußert – per Personalausweis dies zu machen. Doch was hätte der Personalausweis damit zu tun.. Die GKV-Karte wird alle 2 Jahre wohl erneuert und man könnte den Status aktualisieren. Beim PA wäre dies mit hohen Kosten verbunden, da wegen der biometrischen Daten alles erneuert werden müsste. Aber Ihr Vorschlag würde Nägle mit Köpfle machen. Denn, überall redet man von KI und Eindämmung von Verwaltungsaufwand und Einsparung von adäquater Kosten. Gerade im GKV-System klagt man über horrende Verwaltungskosten – das wäre wirklich mal ein Nobel-Preis wert, würde… Mehr

😉 Vielleicht sind „wir“ darauf alle bereits als Spender eingetragen?