Hohe Inflation weltweit erwartet

Laut Umfrage wird 2023 weltweit eine Inflationsrate von 7 Prozent erwartet. In Deutschland gehen die Teilnehmer von 5,8 Prozent aus, in Österreich von 7,8 und in der Schweiz von 2,8 Prozent. Zu den Regionen mit besonders hohen Inflationsraten zählen Südamerika (23,3 Prozent) und weite Teile Afrikas.

dts nachrichtenagentur
Preise für Fleisch in Argentinien (Archiv)

Wirtschaftsexperten aus aller Welt erwarten weiterhin hohe Inflationsraten in den kommenden Jahren. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten „Economic Experts Survey“ (EES) hervor, einer vierteljährlichen Umfrage des Ifo-Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Demnach wird die Inflationsrate in diesem Jahr weltweit 7,0 Prozent erreichen, im kommenden Jahr dann 6,0 Prozent und 2026 noch 4,9 Prozent.

„Die Erwartungen für 2023 und für die kommenden Jahre sind gegenüber der Umfrage aus dem ersten Quartal nahezu gleich“, sagte Ifo-Forscher Niklas Potrafke. „Wir werden uns auf hohe Inflationsraten einstellen müssen.“ In Deutschland gehen die Teilnehmer im laufenden Jahr von 5,8 Prozent aus, in Österreich sogar von 7,8 und in der Schweiz von 2,8 Prozent.

In Westeuropa (4,9 Prozent), Nordamerika (4,5 Prozent) und Südostasien (4,8 Prozent) liegen die Inflationserwartungen für 2023 deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt: Hier sind sie für 2023 im Vergleich zum vorherigen Quartal um 0,4, 0,5 und 0,3 Prozentpunkte gesunken. Zu den Regionen mit besonders hohen Inflationsraten zählen Südamerika (23,3 Prozent) und weite Teile Afrikas. An der Umfrage Ende Juni und Anfang Juli teilgenommen haben 1.405 Experten aus 133 Ländern.

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Kommentare ( 9 )

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Ralph Sauer
11 Monate her

Für Frau Schnitzer vom Team Glaskugel, ist die Welt sowas von in Ordnung. Die Wirtschaft wächst auf dem Vor-Corona Niveau. Der Dax geht wie ein geölter Blitz durch die Decke. Einer prosperierenden Wirtschaft sei Dank. Danke Herr Habeck und Herr Scholz. Wir sollten nur noch grüner werden und noch länger (70) arbeiten dürfen, um die jährlichen 1,5Mio Zuwanderer durchfüttern zu können. Dann knacken wir sicherlich 2030 die 95Mio Marke. Ein Irrsinn

Unglaeubiger
11 Monate her

https://uncutnews.ch/mehr-als-50-staatschefs-trafen-sich-in-paris-zum-gipfel-fuer-einen-neuen-globalen-finanzierungspakt/
Ach ja, sie wollen einen schnellen Finanztsunami, um den Great Reset schneller zu bewerkstelligen!

ImWindevonGerlinde
11 Monate her

Das Futter der ganzen Inflation – das fette Übergeld – ist längst da, Jahrzehnte lang aufgebaut, die Inflation wurde immer nur weggetrickst und kommt jetzt erst zum Vorschein, Corona, Putin und Co. sind nur die Impulse dafür, die haben die Über-€s und Über-$s nicht gedruckt! Sondern die Vorgänger derer, die das jetzt auf die Impulse schieben. Wenn die Geldmenge soo lange so viel schneller steigt, wie die Gütermenge, dann war Inflation nur eine Frage der Zeit. Mathematik lässt sich halt nicht tricksen. Gesäht wurde die heutige Inflation über mehrere Regierungen. Das Übergeld war in allen Assetklassen geparkt und nur noch… Mehr

Jens Frisch
11 Monate her

Ich bin gespannt, wie die Inflation zulegt, wenn die Brics Staaten ihre goldgedeckte Währung an den Start bringen. Dann sind Dollar und Euro nicht Mal mehr das Papier wert, auf das sie gedruckt werden.
„Wenn die Menschen das Währungssystem verstehen würden, hätten wir noch Tagesanbruch eine Revolution.“
Henry Ford

Astrid
11 Monate her
Antworten an  Jens Frisch

Nach meiner Information soll im August der Startschuss erfolgen und es heißt immer, dass das Gold den Dollar und Euro zerquetschen wird. Mal abwarten, was hier passiert.

Ede
11 Monate her
Antworten an  Astrid

Was mich dabei nur wundert, ist, dass das Gold nicht jetzt schon anzieht, denn die Invstoren preisen ja normalerweise die Zukunft schon ein und sollten das genauso wissen wir wir es glauben zu wissen. Warum steigt das Gold nicht schon jetzt?

Aletheia
11 Monate her

Das sind eben die Folgen des Primats der Politik vor ökonomischer Vernunft.
Hätte es das Primat der Politik auch bei der Berechnung der Statik beim Bau der EZB in Frankfurt gegeben, wäre sie schon längst eingestürzt.

Klaus D
11 Monate her

Wer gewinnt und wer verliert bei Inflation?Inflation nützt Schuldnern und schadet Gläubigern. Denn mit der Geldentwertung schrumpft auch der reale Wert von Forderungen. Der größte Gewinner ist deshalb der Staat. Ist die Inflationsrate höher als der Zins, zu dem er sich Geld geliehen hat, schmelzen seine Schulden auf wunderbare Weise dahin.Zu den Profiteuren zählen auch die Banken, die selbst kaum eigene Mittel haben, sich aber das Geld bei der EZB zu Minizinsen leihen und teurer weitergeben. „Die Banken unterstützt der Staat. Schließlich sind sie sein größter Financier“, sagt Professor Jörg Guido Hülsmann von der Universität Angers in Frankreich.Die größten Verlierer… Mehr

Ede
11 Monate her
Antworten an  Klaus D

Naja, der Staat gewinnt doppelt und dreifach. Wenn in der Inflation die Nominalwerte steigen, muß der Anleger nicht nur die Inflation ausgleichen, sondern erst auch noch Steuern zahlen. Der Rest der. übrig bleibt, muß dann so groß sein um die Inflation zu kompensieren. Wie man es dreht. und wendet, der Staat ist der größte Profiteur des Szenarios.