Mathe-Leistungen: Deutsche Schüler hinter denen in Russland und Türkei

Schüler in der Bundesrepublik rutschen im internationalen Vergleich weiter ab. Die Spitzenpositionen halten ostasiatische Schulsysteme.

picture alliance / Andreas Gora

Schlechte Nachrichten für das Land von Carl Friedrich Gauß: In dem internationalen Leistungsvergleich für Mathematik und Naturwissenschaften TIMSS (Trends in International Mathematics ans Science Study) rutschen Schüler aus deutschen Bildungseinrichtungen weiter ab. In den in dieser Woche veröffentlichten Resultaten des 2019 durchgeführten Tests erreichen deutsche Viertklässler in Mathematik international nur noch Platz 25 mit einer durchschnittlich Zahl von 521 Punkten.

Wie schon in den Tests 2011 und 2015 teilen sich ostasiatische Länder die Spitzengruppe untereinander auf. Im Ranking des Tests von 2019 liegt Singapur mit 625 Punkten vorn, gefolgt von Hongkong (602), Südkorea (600), Taiwan (599) und Japan (593).

Der TIMSS-Test misst damit schon zum zweiten Mal in Folge eine Verschlechterung deutscher Schüler. Im Jahr 2011 lagen deutsche Viertklässler noch auf Platz 16 (528 Punkte), im Jahr 2015 auf Platz 24 (522 Punkte). Im dem neuesten Vergleich reicht es nur noch für Rang 25. Damit vergrößert sich der Abstand deutscher Schüler zur Spitzengruppe in Ostasien weiter.

In dem Mathematik-Vergleich müssen sich deutsche Schüler der 4. Klasse nicht nur hinter die Altersgenossen in Fernost einordnen. Sie rangieren auch hinter denen in Russland (567 Punkte), in den USA (535 Punkte) und in der Türkei (523 Punkte).
Im Naturwissenschafts-Vergleich sieht es für Schüler aus Deutschland mit 518 Punkten nicht besser aus.

Deutsche Bildungspolitiker können sich kaum damit trösten, dass die Ergebnisse für den Nachbarn Frankreich – das Land von Blaise Pascal – noch schlechter ausfallen. Dort erreichten Schüler im Test 2019 nur einen Punkteschnitt von 485 – und landeten damit noch hinter Albanien (494).



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Kommentare ( 57 )

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moorwald
4 Monate her

Sarrazin hat sich in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ natürlich auch intensiv mit Bildungsfragen befaßt.
Besonders interessant finde ich die Statistik der BASF, die Bewerbern jahrzehntelang die gleichen Aufgaben gestellt hat.
Meiner Ansicht nach ein sehr aussagekräftiges Verfahren.

U.M.
4 Monate her

Ach, was brauchen wir naturwissenschafliche Fächer! Haupsache wir können unseren Namen tanzen, wissen wie man Bäume umarmt, können den Gendersprech, und lernen vor allem Toleranz. Für das Wissenschaftiche sind dann die Asiaten zuständig. Leider kann man der Jugend nicht den Tipp fürs Ausland geben denn mit ihrer schulischen Bildung werden sie keinen Blumentopf gewinnen.

moorwald
4 Monate her

Das eigentliche Verhängnis – wenn man so will: die Tragik – der Deutschen ist, sich auf gewissen Gebieten als Avantgarde zu sehen. Allerdings sind das allesamt „Leistungen“, für die sie sich im wahrsten Sinne des Wortes nichts kaufen können: Klimarettung, Energiewende, Genderei…
In Wirklichkeit zehren sie von einer Substanz, die tüchtige Generationen geschaffen haben.
Schauten sie mal hinter sich, so würden sie erkennen, daß ihnen auf dem ganzen Erdenrund kein anderes Volk folgt. Das aber tun sie nicht – denn dann würde es ihnen wie Lots Weib ergehen…

moorwald
4 Monate her

Wirtschaftlicher Niedergang, Schleifen des demokratischen Rechtsstaates, Spaltug der Gesellschaft – da läßt sich manches reparieren.
Aber das Manko an Kenntnissen und Können (und nur hierauf beruht unser Wohlstand) ist nie wieder aufzuholen.
FfF wollte eine „Zukunft“ einfach als Erbe, quasi als Konsumgut serviert bekommen.
Daß die Zukunft offen und gerade darum zu gestalten ist mit Können, Mut und Selbstvertrauen, das hat den Kindern niemand erklärt.

alter weisser Mann
4 Monate her

Ganz klar ein Erfolg der Föderalismus, der einen Wettbewerb nach unten beflügelt. Wer bietet das leichtere Abitur, noch mehr Abitur für alle, noch mehr Teilhabe von Jedem an Allem? Nur das zählt noch und zeitgeistige Inhalte, weniger Wissen, mehr „ich sag meine Meinung“.
Die Auswirkungen der Qualität der hiesigen Bildungspolitik kann man sehr gut auch bei den Themen Neuland und Corona bestaunen. Da geht nichts vorwärts und Schulen und Lehrer, Eltern und Kinder lässt man im Regen stehen.
Aktuell wird das Ganze hervorragend illustriert durch die Hotelfachfrau und Fern-Uni Dipl.kffr., die die Bundesbildungsministerin darstellt.

Silverager
4 Monate her

Nun ja, Mathematik … Dafür lernen die Schüler*Innen doch die viel wichtigere Gendersprache. Sie können sich sogar ihr Geschlecht aussuchen. Sie lernen, wie man fröhlich gegen den Klimawandel hüpft statt die langweilige Schulbank zu drücken. Sie lernen, dass CO2 ein übles Giftgas ist, das in Deutschland unbedingt zu vermeiden ist, um die Welt zu retten, bevor sie durch die Klimaerwärmung verbrennt. Sie lernen, dass sie durch die bekannten 12 Jahre eine ewige Schuld mit sich herumtragen müssen, ja schlimmer noch, dass sie für die Kolonialisierung der unterdrückten Länder jetzt für immer büßen müssen. Dagegen sind Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer… Mehr

NighthawkBoris
4 Monate her

Warum wundert mich diese Ergebnis nicht? Weil Merkel und Ihre Vorgänger das dümmste und faulste Pack der Erde in unser Land locken. Man wage einen Blick in ein normales Klassenzimmer. Und diese Migranten müssen und wollen nichts können, denn: hier in Dummdeutschland gibt es alles umsonst, d. h. völlig ohne Gegenleistung. Somit hat der Pascha Zeit für Kinderehen, drei Zweitfrauen und jede Menge Nachwuchs, der auch nur allimentiert wird.

clarus-et-sanus
4 Monate her

Was heißt „Deutsche Schüler“? Vor ein paar Jahren wurde in einem großen deutschen Unternehmen meine Frage, wieviel Fachkönnen zur Karriere beiträgt, mit rund 20% beantwortet. Also: warum noch etwas lernen? Dummschwätzen ist angesagt.

Deutscher
4 Monate her

„Schüler in der Bundesrepublik rutschen im internationalen Vergleich weiter ab.“ Schüler in der Bundesrepublik – nicht zu verwechseln mit deutschen Schülern. Aber gut, auch die dürften inzwischen ein erhebliches Maß an Verblödung erlitten haben. Werden mehr mit politischer Doktrin vollgestopft als dass man ihnen Mathe beibringt. Grad heute kam im Radio, dass jetzt im Unterrichtsplan mehr Raum für die deutsche Kolonialgeschichte geschaffen werden soll. Ist ja auch wichtig, dass die deutschen Kinder lernen, dass sie schuldig geboren sind und alle anderen daher Ansprüche stellen dürfen. Da hat so ein „Experte“ behauptet, man dürfe es nicht so darstellen, dass Afrika vor… Mehr

Last edited 4 Monate her by Deutscher
Peer Munk
4 Monate her

Wenn jetzt aber die Schüler im Mathematikunterricht Kniebeugen machen und in die Hände klatschen, wie von Frau Dr. Merkel empfohlen, wird alles gut.