Texas öffnet einfach alles. Ab sofort. Ohne Ausnahmen.

Wir diskutieren und phantasieren über "Öffnungsperspektiven" und Stufenpläne. Im wohl freiheitlichsten Bundesstaat der USA zeigt man, dass man massive Einschränkungen in die Bürgerrechte auch einfach aufheben kann, wenn jede Grundlage dafür entfallen ist.

Texas hat keine Öffnungsperspektive – Texas hat geöffnet. Und zwar alles. Sogar die Maskenpflicht und Gästebeschränkungen in Restaurants fallen weg. Ab sofort. Die Normalität ist vollständig zurück. Der texanische Gouverneur Greg Abbott twitterte: „Ich habe gerade bekannt gegeben, dass Texas zu 100% geöffnet ist. ALLES. Ich habe auch die landesweite Maskenpflicht beendet.“ 

Der republikanische Politiker begründet den Schritt auch mit der schnell fortschreitenden Impfkampagne. In nur wenigen Wochen sollen alle Bürger des Staates ein Impfangebot bekommen. Der Bundesstaat alleine impft täglich mehr Menschen als die gesamte Bundesrepublik – Tendenz steigend. 5,7 Millionen Dosen wurden bereits verabreicht, die Anzahl der Impfungen werde jetzt weiter um etwa eine Million pro Woche steigen. Zusätzlich sollen bereits über 10 Millionen Bürger infiziert worden sein, schätzte der Gouverneur. Eine solche Dunkelziffer, die auch mehrere Experten bereits vermuteten, würde bedeuten, dass insgesamt vielleicht schon die die Hälfte der 29 Millionen Einwohner des Lone Star States immun sind. 

Die Zeit für Einschränkungen der Wirtschaft sei angesichts der fortschreitenden Impfkampagne vorbei. „Das muss ein Ende haben“, sagte Abbott. 

Er forderte die Bürger weiterhin auf, möglichst Abstand zu halten und vorsichtig zu sein, staatliche Zwangsmaßnahmen brauche es aber nicht mehr. Auch der Gouverneur von Mississippi Tate Reeves, kündigte an, die Maskenpflicht beenden zu wollen, „Es ist Zeit“ sagte er. 

Die beiden republikanisch dominierten Staaten im US-amerikanischen Süden zeigen, dass es geht. Dass es möglich ist, den ewigen Lockdown zu beenden und die Bürger zum normalen Leben zurückkehren zu lassen. Don’t Mess with Texas!

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Kommentare ( 67 )

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Dr. Michael Kubina
7 Monate her

„Die beiden republikanisch dominierten Staaten im US-amerikanischen Süden zeigen, dass es geht. Dass es möglich ist, den ewigen Lockdown zu beenden und die Bürger zum normalen Leben zurückkehren zu lassen.“ Auch ich gehe davon aus, dass es geht, nicht nur dass es geht, sondern dass es nötig ist, selbst wenn die Coronazahlen damit wieder ansteigen sollten. Aber zeigen, dass es geht, tun sie erst in vier Wochen! Ein wenig Logik sollte schon mitspielen, auch wenn die Freude einen übermannt.

Sonny
8 Monate her

Sehr geehrter Greg Abbott!
Ich beantrage hiermit Asyl und würde mich über eine schnellstmögliche Aufnahme in ihrem schönen Texas sehr freuen.
Bitte kontaktieren Sie mich schnellstmöglich. TE sind meine Daten bekannt.
Mit überaus freundlichen Grüßen

RNixon
8 Monate her

Wäre vielleicht mal sinnvoll zu rechnen, ab welcher Impfquote die Kapazität der Intensivstationen voraussichtlich ausreicht. Aber dafür braucht man Statistik – das ist also nicht sonderlich beliebt.

Christian Rames
8 Monate her
Antworten an  RNixon

Man sollte Kapazitäten für die versuchsweise mRNA-Therapierten (ugs. „geimpft“) vorhalten.

Cabanero
8 Monate her

Obwohl man das Experiment mit Interesse verfolgen sollte, sollte man auch nicht übersehen, daß Gouverneur Abbot auf diese Weise aus den negativen Schlagzeilen des Stromversorgungsdesasters im Februar herauskommen will. Das haben auch zahlreiche Wähler der GOP sehr negativ erlebt, und da half ihm nicht, daß er parteintern zu den treuesten Trump-Unterstützern zählt. Mit Deutschland ist Texas auch deswegen nicht ganz zu vergleichen, weil es weniger urban ist, mit Ausnahme seiner drei großen Ballungsräume und weil es von Anfang an keinen strengen Lockdown fuhr – die Herdenimmunität dürfte ähnlich hoch wie in Schweden sein. Außerdem ist die Mentalität anders als hierzulande.… Mehr

Texel
8 Monate her
Antworten an  Cabanero

Es sind insgesamt 16 Staaten, die aufgemacht haben und zweitens hat Abbot den Verantwortlichen für den Blackout gefeuert. Gründe liegen auf dem Tisch.

Askold Morgenschein
8 Monate her
Antworten an  Texel

Genau dies. South Dakota z. B. hat überhaupt nicht mal zugemacht. Texas ist nur der erste große Staat, der aufmacht. Der Witz ist ja auch, dass selbst im ultralinken Tweakerparadies Kalifornien die Restriktionen nicht mal im Ansatz mit den Deutschen zu vergleichen sind (Restaurants und Bars sind auf, Friseure sowieso, so einen „Zügel-anziehen-komplett-Lockdown“ gab es nie, wenn jemand von „Verweilverbot“ schwafeln würde, würden die Leute ihn für bekloppt halten, etc.) Die einzigen Überbleibsel der Covid Panik selbst in CA sind Kapazitätsgrenzen, keine Großveranstaltungen, und Indoor-Maskenpflicht. Ganz zu schweigen von den vielen Kreisen und Lokalitäten, deren autonome und dem Volk gegenüber… Mehr

Rosa Kafko
8 Monate her

Ab jetzt wird die Journallie toben .., und in 4 Wochen zu dem Thema schweigen..

Wilhelm Roepke
8 Monate her

Respekt! So stelle ich mir das vor: einen Appell an die Eigenverantwortung mit dem Rückzug des Staates aus der Bevormundung. Schnelle Impfungen und Gedanken zur Immunisierung der bereits an Corona erkrankten. So sieht das aus, wenn man fähige Politiker und Verwaltungen hat, aber auch eine eigenverantwortliche Bevölkerung ohne Bevormundungswunsch sowie eine freie Presse bzw. Medien.

RNixon
8 Monate her
Antworten an  Wilhelm Roepke

Eigenverantwortung bedeutet also, jeder soll sich selbst einen Intensivpflegeplatz aus dem Hut zaubern wenn er ihn braucht?

Thorsten
8 Monate her

Die Strategie aus Texas: „Just do it“.

Karsten Maltinger
8 Monate her

„ALLES. Ich habe auch die landesweite Maskenpflicht beendet.“

Erst und NUR dieser letzte Satz der Ankündigung könnte diese Meldung zu DER Meldung des Jahres machen. Denn ohne DIESE Ergänzung ist jeder 101%ige Wefall aller „Lockdown’s“ nichts ! NUR SIE macht den Weg wieder frei für wirklich zwischenmenschliche Beziehungen mit Begegnungen und Feierlichkeiten aller Art.
Also – für und auf eine „echte Wies’n“ 2021 ! Aber, halt – es ist und bleibt sicher unzulässig von einem freiheitlichen Texas auf diese A.M.-BRD zu schließen.

Last edited 8 Monate her by Karsten Maltinger
Amerikaner
8 Monate her

Ich kann nur empfehlen sich das Interview von Ken Paxton, Attorney General des Staates Texas, in ganzer Länge anzusehen. Schärfer kann ein Kontast eigentlich nicht mehr ausfallen.
Texas AG Ken Paxton breaks down decision to lift state mask mandate – YouTube

RNixon
8 Monate her
Antworten an  Amerikaner

Klar, soll sich mal jeder um sich selbst kümmern – „eigenverantwortlich“. Das ist ja auch das Konzept bei der Gas- und Stromversorgung dort drüben. Und wenn nicht funktioniert, haben die Menschen es eben falsch gemacht. Wofür eine „Regierung“?

thinkSelf
8 Monate her
Antworten an  RNixon

Die Stromversorgung ist deshalb dort zusammengekracht WEIL die Regierung sich mit ihrem Ökoschwachsinn dort eingemischt hat.
 Und wenn nicht funktioniert, haben die Menschen es eben falsch gemacht.“ Ja klar, wer denn sonst. Schließlich waren das die Trottel die die entsprechende Politik gewählt haben.
Wozu eine „Regierung“? Ja, die Frage ist vollkommen berechtigt. Mir ist übrigens noch kein Argument dafür eingefallen.
Regierungen wollen immer nur Leute haben die nicht mal in der Lage sin über den morgendlichen Brotaufstrich zu entscheiden.

Agrophysiker
8 Monate her
Antworten an  RNixon

Nein, 2017 hatte Trumps Energieminister ausdrücklich vor genau solch einen Szenario gewarnt, und wollte Kraftwerke fördern, die für mindestens 90 Tage Brennstoff vor Ort haben (Also Kernenergie und Kohle). Seine Begründung war, dass dies notwendig ist, um einen Zusammenbruch der Stromversorgung bei einem massiven Kaltlufteinbruch (analog zu 2010) zu verhindern. Jedoch hat das die Regluierungskommission verhindert. Mit der Begründung, dass dies erstens nicht nötig wäre und zweitens so nur diese Energieträger gegenüber den Erneuerbaren bevorzugt würden. Inosfern führte der Trumphass in den Behörden und die grüne Ideologie zum Zusammenbruch der Stromversorgung. Hier uin Deutschland ist das Energiekonzept in dieser Richtung… Mehr

pm
8 Monate her

South Dakota (war als einziger Staat schon immer komplett offen) und Florida (seit langem offen) sind andere gelungene Beispiel der vollständigen Öffnung, aber selbst hier bei uns in Massachusetts sind alles Geschäfte geöffnet. Wir leben in Boston und gehen set längerem wieder regelmäßig zum Essen in unsere Lieblingsrestaurants, völlig ohne Probleme. Man muss sich halt auch mal etwas trauen!
Am Wochenende komme ich für eine Woche in die Heimat nach DE, bin gespannt wie es dort aussieht…

PUH
8 Monate her
Antworten an  pm

Je nachdem wo sie hinkommen: gespenstisch!

Schonclode
8 Monate her
Antworten an  pm

Seltsam, kaum ist Trump weg und das Virus mit ihm?

Wilhelm Roepke
8 Monate her
Antworten an  pm

@pm: Wie es in Deutschland aussieht? Das sehen Sie am besten, wenn Sie die Fußgängerzone einer Großstadt, die Reeperbahn in St. Pauli, das nächste Fußballstadion am Samstag Nachmittag und ein typisches Einkaufszentrum besuchen. Zu empfehlen sind auch Biergärten, Hotels, Sessellifte und Tierparks, also Orte, bei denen man sich schön aus dem Weg gehen könnte, wenn man sie denn nutzen dürfte. Falls Sie Verwandte mit Kindern haben empfehle ich den Besuch des Sportunterrichts der Schulturnhalle und den Pausenhof zu besichtigen, nicht zu vergessen die Stadt Düsseldorf mit ihren originellen Verweilschildern. Ich glaube, ich habe alles. Oder fällt anderen Foristen noch etwas… Mehr

Christian Rames
8 Monate her
Antworten an  pm

Bleiben Sie weg 🙂 Nicht, weil wir Sie nicht mögen, aber egal woher Sie kommen: Da ist es besser.