Sperre der EU-Häfen?

Es sieht zunehmend danach aus, dass der Umgang mit der illegalen Einwanderung in die EU sich ändert.

ALESSANDRO FUCARINI/AFP/Getty Images)
Italy's state police wait near Italy's Diciotti coast guard vessel carrying 67 asylum seekers berthed at Trapani port on July 12, 2018.

Die „Asso Ventotto“ ist ein Versorgungsschiff für Ölplattformen im Mittelmeer. Ende Juli holte sie 108 illegale Einwanderer, die von ihren Schleusern in ein Schlauchboot gesetzt worden waren, um durch organisierte „Seenot” in die EU zu gelangen, aus dem Boot und fuhr sie direkt zurück nach Libyen.

Welt.de meldet: »„Entweder Europa entscheidet sich ernsthaft, Italien konkrete Hilfe anzubieten, angefangen zum Beispiel mit den Einwanderern an Bord der ,Diciotti‘“, erklärte er. „Oder wir werden gezwungen sein, das zu tun, was das Geschäft der Schlepper für immer beendet. Das heißt, die auf See aufgegriffenen Menschen zurück nach Libyen zu eskortieren.“ Wie es die „Asso Ventotto“ tat.«

Dass der österreichische Bundeskanzler und EU-Ratsvorsitzende Sebastian Kurz alle EU-Häfen für Migranten sperren will, haben wir gestern berichtet.

Die EU zeigt sich fortgesetzt unfähig, für die viel bemühte „europäische Lösung” zu sorgen. In der vergleichbaren Lage hatten die Bemühungen von damals noch Außenminister Kurz für die Schließung der Balkan-Route gesorgt. Es sieht zunehmend danach aus, dass der Umgang mit der illegalen Einwanderung in die EU sich ändert.

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