In Deutschland nichts Gutes in Sicht, das muss von anderswo kommen

CDU-Kanzler Merz ließ verkünden, 2026 werde Wirtschaftswachstum Chefsache. Gründe, warum dieser Ankündigung anderes folgen sollte als nach allen bisherigen, sind nicht bekannt.

Schon unterhaltsam, wie sich Erfolge bilanzieren lassen in einer erfolglosen Zeit. „Dem Bereich der Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung geht es weiterhin sehr gut“, sagte Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe dem Handelsblatt. Die Branche habe sich erneut als „relativ robust“ erwiesen, die pessimistischen Stimmen hätten im Jahresverlauf nie eine kritische Masse erreicht. Während Industrie und Gesamtwirtschaft stagnierten, seien die Berater bestens aufgestellt. – Bestatter, Bader und Berater sind natürlich immer Kriegs- und Krisengewinnler.

Kein Licht ins Dunkel. Eine Mehrheit der Bundesbürger schaut pessimistisch auf die politische Entwicklung im neuen Jahr. Nach einer Forsa-Umfrage für RTL überwiegt deutlich Skepsis. Die Ausnahme bei „Verteidigungsfähigkeit“ wird Merz als Bestätigung missverstehen. Hier rechnen 47 Prozent mit Verbesserung, elf Prozent mit Verschlechterung. Noch dunkler als ohnehin schon wird’s für Merz bei Wirtschaft und Arbeit, da erwarten 60 Prozent Verschlechterung, nur elf Prozent Verbesserung. Dunkel auch bei den sozialen Sicherungssystemen (59 Prozent Verschlechterung), Schule und Bildung (51 Prozent), der Preisentwicklung, bei der 69 Prozent mit weiterer Verschlechterung rechnen. Auch bei Infrastruktur (47 Prozent) und innerer Sicherheit (43 Prozent) überwiegt klar der Pessimismus.

CDU-Kanzler Merz ließ verkünden, 2026 werde Wirtschaftswachstum Chefsache. Gründe, warum dieser Ankündigung anderes folgen sollte als nach allen bisherigen, nämich nichts, sind nicht bekannt.

Deutschlands „Treibhausgasemissionen“ sind 2025 leicht gesunken. Die vorläufigen Zahlen der Denkfabrik Agora Energiewende sind neun Millionen Tonnen oder 1,5 Prozent weniger. Der „Preis“ ist die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Statt Regulierungen abbauen und Steuern senken, um Investitionen anzuziehen und Innovationen zu fördern, wollen die Klimaregulierer noch höhere Steuern.

Munic Re ist nur ein weiterer Beleg der katastrophalen Folgen der „Klimarettung“.

James E. Thorne: „Die Trump-Doktrin ist eine umfassende Wiederbelebung der Jackson’schen Tradition in der amerikanischen Staatskunst und macht Trump für das 21. Jahrhundert zu einer ebenso wichtigen Figur wie Andrew Jackson für das 19. Jahrhundert. Durch moderne angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, massive Steuersenkungen, Deregulierung und einer entscheidenden Verlagerung des politischen Schwerpunkts hin zu produktivem Kapital und wirtschaftlicher Souveränität anstelle von Finanzmanipulationen hat Trump die Wachstumsmotoren auf produktives Kapital, Investitionen, Industrie und nationale Kapazitäten umgelenkt.“

Verhaftet wegen des Verdachts, in das Haus von US-Vizepräsident JD Vance eingebrochen zu sein und die Fenster zerschlagen zu haben, wurde Julia De Four, eine Transgender-Frau, die als William De Four geboren wurde, als Sohn von zwei wohlhabenden Ärzten, Anhängern der Democrats.

Hisbollah in Venezuela. Seit über 20 Jahren hat die Hisbollah auf der Isla Margarita, 1.200 Meilen von Florida, ein weitverzweigtes Terrornetzwerk geknüpft, mit Trainingslagern, Drogenhandelsoperationen und iranischer Militärunterstützung unter dem Schirm des Maduro-Regimes.

Panik im Mullah-Regime. Eine verzweifelte Bargeldaktion von sieben US-Dollar pro Kopf soll besänftigen, während die Zahl der Todesopfer auf 35 steigt und sich die Demonstrationen auf 78 Städte ausweiten. Schlägertrupps der Revolutionsgarde versammeln sich vor dem Parlament in Teheran gegen die Demonstranten. Laut Human Rights Activists News Agency (HRNA) wurden seit Beginn der Unruhen vor zehn Tagen mindestens 29 Demonstranten, vier Kinder und zwei Angehörige der iranischen Sicherheitskräfte getötet und mehr als 1.200 Iraner festgenommen. Der Protest hat über 250 Orte in 27 der 31 Provinzen erfasst und ist damit die bisher größte Protestwelle seit 2022. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars berichtete von etwa 250 verletzten Polizisten und 45 verletzten Mitgliedern der Basij-Miliz bei Zusammenstößen. Das Bild ist gemischt. In Teheran öffneten viele Geschäfte wieder, der Alltag schien äußerlich normal zu verlaufen. An wichtigen Kreuzungen wurden Bereitschaftspolizisten eingesetzt, Universitäten stellten auf Online-Unterricht um, Sicherheitskräfte waren sichtbar rund um Schulen und öffentliche Einrichtungen präsent. Nachts gehen Proteste und Aktionen weiter. Aus dem Exil sagte Reza Pahlavi in der Sendung Hannity, das iranische Volk sei „mehr denn je“ dem Sturz des Regimes verpflichtet. In einem Interview mit dem Wall Street Journal sprach er über die Möglichkeit, dass der Iran im Falle eines erfolgreichen Sturzes des Regimes den Abraham-Abkommen beitritt. Reza Pahlavi betonte, die Iraner, nicht die USA würden die Islamische Republik zu Fall bringen.

Umsicht ist, alle möglichen Folgen vorher bedenken. Berufspolitik ist, nach den Schuldigen der unbedachten Folgen der eigenen Politik zu suchen.

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Kommentare ( 63 )

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Judith Panther
18 Stunden her

Faust:
„Der Worte sind genug gewechselt!
Laßt uns auch endlich Taten sehn!“
Merz:
„Wir tun doch was! Wir reden!“

Juergen P. Schneider
18 Stunden her

„CDU-Kanzler Merz ließ verkünden, 2026 werde Wirtschaftswachstum Chefsache.“ Bei einer solch massiven Drohung aus dem Mund eines notorischen Lügners, muss es einem ja angst und bange werden.

Kassandra
6 Stunden her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Laut Markus Krall scheint DJT sich zu kümmern:
Er geht auch davon aus, dass Merzen Tage gezählt sind, wie die der anderen, die gerne Richtung Selenskyjland Gelder verticken:
3. Trump weiß, dass Russland keinerlei Interesse hat, Europa anzugreifen und überlässt die EU daher ihrem selbstgewählten außenpolitischen Schicksal, betreibt aber zugleich einen Regime-Change in Paris, London, Berlin und Brüssel. Wer die Erfolgsquote der US-Regime-Changeprojekte kennt, der weiß, dass die Tage der EU-Oligarchie damit gezählt sind. Unser Bundeskanzler schaut schon so betröppelt, weil er weiß, was bald kommt. Das ist auch der Grund für die sichtbar werdenden Risse im Verhältnis zu Frankreich.  

Kaltverformer
19 Stunden her

Wenn es stimmt, dass BlackRock 1/3 der landwirtschaftlichen Fläche in der Ukraine sich unter den Nagel gerissen hat, dann sollten sich die Merz-Wähler schon fragen, weshalb dieser so unbedingt Bundeskanzler werden wollte und weshalb ihm nur mehr die Ukraine so am Herzen liegt.

Denn zum Terroranschlag in Berlin hat er sich überhaupt nicht geäußert und die deutsche Wirtschaft (von deren Gesellschaft und Kultur fange ich erst gar nicht an) interessiert diesen, meiner Meinung nach größten Lügner der BRD, so überhaupt nicht.

Nur die Ukraine ist wichtig und das wird wohl einen Grund haben.

Tesla
19 Stunden her

Wenn Friedrich, der Gernegroße, das Wirtschaftswachstum zur „Chefsache“ machen will, dann ist das wohl eher ein Grund zur Besorgnis.

GefanzerterAloholiker
20 Stunden her
Kassandra
15 Stunden her

Alle mal gut aufpassen – ob die rasch in Hotels evakuierten „Flüchtlinge“ wieder zurück gebracht werden – oder ob die Unterkunft in Hotels ab sofort obligatorisch wird!

Michael Palusch
20 Stunden her

„Aus dem Exil sagte Reza Pahlavi … das iranische Volk sei „mehr denn je“ dem Sturz des Regimes verpflichtet.“
Spruch’s und nahm, auf den gepackten Koffern sitzend, die Tüte Popcorn in die Hand.

Haba Orwell
20 Stunden her
Antworten an  Michael Palusch

> das iranische Volk sei „mehr denn je“ dem Sturz des Regimes verpflichtet.

Längst erledigt – und der gestürzte Papa des Typen ist geflohen. Ich kann mich noch an die Nachrichten in meiner Kindheit erinnern.

Kassandra
19 Stunden her
Antworten an  Michael Palusch

Lauter Männer. Demonstrieren Frauen im Iran nicht? Oder woanders? https://x.com/HouseForeignGOP/status/2008651032960925823

verblichene Rose
20 Stunden her

Man kann bei diesen Prozentzahlen immer gleich pauschal mind. 20% abziehen, dann weiß man wenigstens, wie viele jetzt merken, daß sie sich „verwählt“ haben!

Boudicca
20 Stunden her

Bei den öffentlich rechtlichen Nachrichten hat man das Gefühl in Berlin passiert gerade etwas ganz lustiges mit dem Stromausfall, die Nachbarschaftshilfe und die Suppenküche der Bundeswehr und aufwärmen im Kino und so, so alles ganz toll, irgendwie schade das dies alles wieder wie bei einem großen Fest zu Ende gehen soll. Die ÖR, unsere Leuchte der Demokratie kostet dem Bürger nur schlappe paar Milliarden, es langt gerade so mal für 15 Minuten geballte Nachrichten am Stück am Abend. Demokratischer Auftrag erfüllt Ah das Wetter ich hatte es vergessen. Wie war das sagten sie noch mal, ah ja der Klimawandel im… Mehr

Last edited 20 Stunden her by Boudicca
Felix Dingo
16 Stunden her
Antworten an  Boudicca

Nun wird auch klar, warum sich Merz nicht zum Stromausfall geäußert hat.
Eine Krisensitzung der EU jagt die andere.

Trump bricht in Venezuela das Völkerrecht und bedroht Grönland und Kolumbien.
Der Krieg in der Ukraine beschäftigt die europäischen Staaten Tag und Nacht.
Meiner Meinung nach ist die K…..ke voll am Dampfen.
Wir stehen kurz vor dem 3. Weltkrieg.

Deswegen hat Merz Wichtigeres zu tun, als sich um den Blackout in Berlin, die Sternsinger und die Migration zu kümmern.

Haba Orwell
20 Stunden her

> Noch dunkler als ohnehin schon wird’s für Merz bei Wirtschaft und Arbeit, da erwarten 60 Prozent Verschlechterung, nur elf Prozent Verbesserung.

Wieso haben dann 28% den Typen gewählt? Dass er voll auf die „Klima-Union“ steht, war lange vor der Wahl bekannt, wenn man es nur wissen wollte. Oder dass Klimagedöns kompletter Humbug ist.

Haba Orwell
20 Stunden her

Der Typ will die ganze Welt beherrschen und kann nicht mal den eigenen Geheimdienst beherrschen: https://uncutnews.ch/die-cia-manipuliert-trump-gegen-putin/ > „… Die Spannungen drohen zu eskalieren, wenn Trump nicht von der falschen Darstellung der CIA befreit wird, dass der jüngste groß angelegte Drohnenangriff der Ukraine auf die Region Nowgorod kein Attentatsversuch auf Putin war. …“ Falsche Wahrnehmung hat bereits viele Diktatoren den Posten gekostet. > „… Im Interesse der Transparenz und um zu verhindern, dass die CIA Trump erneut zu einer Eskalation gegen Putin manipuliert, übergab der Leiter des russischen Militärgeheimdienstes einem Vertreter des US-Militärattachés Material mit den decodierten Flugroutendaten der abgeschossenen Drohnen.… Mehr