Mehr als ein Stimmungstest war dieser Wahlsonntag nicht

Zu spekulieren, ob Grünschwarz in Baden-Württemberg einfach weitermacht oder nicht und dasselbe für die Ampel in Rheinland-Pfalz überlasse ich gern denen in den Öffentlich-Rechtlichen und sonstigen Einheitsmeinungsmedien.

imago Images/Ralph Peters

Deutliche Verluste der CDU in beiden Bundesländern und geringere Gewinne der Grünen als vorhergesagt kennzeichnen diesen Wahlsonntag. Ich erlaube mir die despektierliche Bemerkung: Das ist nahe an viel Lärm um wenig.

Zu spekulieren, ob Grünschwarz in Baden-Württemberg einfach weitermacht oder nicht und dasselbe für die Ampel in Rheinland-Pfalz überlasse ich gern den Vielsprechern in den Öffentlich-Rechtlichen und sonstigen Einheitsmeinungsmedien. Für die seit mehr als zwei Jahrzehnten drängenden Probleme des verrottenden Landes ist irrelevant, ob jemand in Stuttgart und/oder Mainz und mit wem die Sessel tauscht.

Auch Merkel abzulösen allein bringt den dringend nötigen Politikwechsel nicht. Aber ohne dass sie ihren Amtssessel räumt, wird die Umkehr aus der Sackgasse nicht möglich, in die sie Deutschland geführt hat.

Dass Frau Merkel im Herbst nicht erneut als Kanzlerkandidat antritt, glaube ich erst, wenn die Union einen anderen plakatiert. Bis dahin ist noch genug Zeit, um mehr Bürger als bisher realisieren zu lassen, was das katastrophale Versagen der mit den Grünen assoziierten schwarzroten Bundesregierung an verheerenden Folgen einer falschen Corona-Politik angerichtet hat.

Wie die Kommunalwahlen in Hessen ausgegangen sind, ist noch nicht bekannt, in der Tendenz wird das Ergebnis den zwei Landtagswahlen ähneln.

Mehr als ein Stimmungstest war dieser Wahlsonntag nicht. Schaun’n wir mal, dann seh’n wir schon.

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Kommentare ( 116 )

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Dr. Michael Kubina
4 Monate her

Das parlamentarische System entwickelt sich in Richtung der AStA. Eine linke aktivistische Minderheit mobilisiert ihre Wähler und dominiert damit das Parlament.Die AStA werden seit Jahrzehnten mit einer Wahlbeteiligung zwischen 10 und 20 Prozent gewählt. Die Masse interessiert sich nicht dafür, weil sie andere Sorgen hat, es nichts zu entscheiden gibt und es auch keine ernstzunehmenden Alternativen gibt. Die Menschen merken, dass die Entscheidungen immer weniger in den Parlamenten getroffen werden. Thüringen/Kemmerich hätte einen Wechsel einleiten können, hätte … Die Kanzlerschaft sollte unbedingt auf zwei Legislaturperioden beschränkt werden, die Parlamentsgröße an die Wahlbeteiligung gekoppel werden, die Direktmandate müssen privilegiert werden, anders… Mehr

Edu
4 Monate her

Stimmungstest ja sicher, aber wie ist die Stimmung oder was geflissentlich leicht übergangen wird – die Wahlbeteiligung.

BW: 63,8% gegenüber 70,4% (2016)
RLP: 64,4% gegenüber 70,4% (2016)

Selbst die Grünen konnten in BW nicht mehr ihre Legion mobilisieren

Nicht einmal mehr 2/3 der Wahlbeteiligung ging zur Wahl. Ist es nicht die rote Karte für das System, wenn über 1/3 der Wahlbeteiligten (Größte aller Parteien) Njet sagt – interessiert nicht mehr.

Wie groß ist denn Kretschmanns Haufen wirklich bei 0,7% ungültigen Stimmen:
32,6% X 0,93 X 63,8
–> riesige 19,3% der Schwaben und Badenser – Hurra

Ms.Headlost
4 Monate her

Also mich machen die Ergebnisse eher skeptisch! Selbst über zwanzig Jahre Wahlbetrug in der DDR erlebt, warum sollte dies in der BRD nicht möglich sein??????

Epouvantail du Neckar
4 Monate her

In der DDR hatte man für das umgesetzte „Credo“ anschließend 40 Jahre gebraucht um die Bande wieder los zu werden. Seltsame Wünsche haben Sie-oder ist das pure Verzweiflung?

gratichy
4 Monate her

Mir ist die Stimmung vergangen.

moorwald
4 Monate her

Wählerbeschimpfung hat noch nie etwas gebracht. Wir haben (leider) nur diese.
Oder will man das Prinzip „one man one vote“ wieder abschaffen? Zensuswahlrecht?
Wahlrecht erst nach einer staatsbürgerlichen Prüfung?
Oder à la Platons Philosophenkönigen?
Das alles sind sichere Wege in den Despotismus.
Denn es würde sich eine nicht-legitimierte (oder sich selbst einsetzende) Macht oberhalb der Wähler etablieren.
Dann könnte man sich den Umweg auch sparen.

Ernst-Fr. Siebert
4 Monate her
Antworten an  moorwald

Naja … Wahlrecht für den der Steuern zahlt, bzw. gezahlt hat*, hätte schon einen gewissen Reiz.
*Womöglich aus wertschöpfender Arbeit?

pcn
4 Monate her
Antworten an  moorwald

Es wäre schon mal ganz vernünftig, wenn Wahlvolk das Denken anfangen würde. Erschreckend für mich, der leider nur fast Akademiker, in Speckgürtel wohnend um sich hat, und feststellen muss: Die können am wenigsten Denken, oder sind in ihren Wohlstandsblasen so sehr gefangen, dass sie am Wahltag ihre Entscheidung vom Kontoauszug ablesen. Und der scheint weniger im Soll, als im Plus zu sein.
Anders bei denen, die sich täglich abrackern, um all die Steuererhöhungen und solche, die noch zu erwarten sind, bezahlen zu können. Die haben das Denken längst angefangen.

Th. Nehrenheim
4 Monate her

Mehr als ein Stimmungstest war es nicht. Ja, das mag man so sehen, aber es war ein ziemlich scharfer Schuss! Folgendes wurde gezeigt: Die Wähler wählen immer amerikanischer Personen statt Politik. Die deutschen Wähler sind ängstlich und wechseln ungern. Motto: Lieber mit dem alten Mist weiterfahren, als etwas Neues ausprobieren. (Frosch im heißer werdenden Wasser) Die SPD ist nicht so tot, wie mancher sagt, was vermutlich an ihren gut entwickelten untersten Strukturen liegt, derer sich die neue inkompetente Führung bedienen kann. Die Framing-Berichterstattung der Medien und die Kriminalisierungskampagnen der Bundesregierung/des Bundespräsidenten gegen die AfD sind wirkungsvoll und haben die AfD… Mehr

Thorsten
4 Monate her

Damit steht fest, dass Merkel abgelöst wird. Und das mit ihr die ganze CDU abgestraft wird, erinnert an den letzten Krieg: Auch Mittäter und Mitläufer sind schuldig.
Zumindest dürften nun ALLE gewarnt sein, dass es auf eine grüne Regierung mit ein paar roten oder gelben Einsprenkeleien hinausläuft.
Erinnert sich noch jemand daran wie Merkel damals die FDP mit den Hoteliers abgespeist hat?

Thomas Visconti
4 Monate her

Ich fasse es mal so zusammen: in beiden Bundesländern haben Grün Schwarz Rot die Mehrheit. Der Souverän hat also die Politik der Vergangenheit wiedergewählt.
Das bedeutet ganz einfach, das sich nichts ändern wird. Soll sich niemand später beschweren, es wird weiter geliefert werden wie bestellt.
Während ich das ganze Armutszeugnis fast schon amüsiert aus dem Ausland registriere, frage ich mich aber schon, wie dumm der deutsche Michel wirklich ist, diese korrumpierte Politik weiterhin zu unterstützen.

gratichy
4 Monate her
Antworten an  Thomas Visconti

Das frage ich mich schon lange. Bisher dachte ich immer wieder, daß es dümmer nicht geht. Mußte mich aber jetzt wieder eines Besseren belehren lassen. Umgangssprachlich sage ich mal, daß wir diesbezüglich 2021 noch unser blaues Wunder erleben werden, weil es vermutlich noch dümmer geht. Allerdings keines auf die Parteifarben bezogenes. Was ein Wunder wäre.

Karina Gleiss
4 Monate her

Es geht den Deutschen offensichtlich einfach noch zu gut. Die Trägheit in fast jedem Bereich überwiegt weiterhin. Möglicherweise bekommt BW ja jetzt mal einen „richtigen“ Lockdown, wie ihn der Altkommunist Kretschmann bereits propagiert hat. Mit feiernden party people in Stuttgarts Innenstadt gratis dazu.
https://2020news.de/naomi-wolf-wir-haben-schritt-zehn-der-10-schritte-zum-faschismus-erreicht/
Wenn wir schon bei Schritt 10 angelangt sind, und vieles deutet darauf hin, war es das dann wohl. Und es wird auch später wieder so mancher sich fragen, wie das nur passieren konnte.

Last edited 4 Monate her by Karina Gleiss