Massenzuwanderung durch Narrativ-Korrektur

Mit dem öffentlichen Eingeständnis der erhöhten Gefährdungslage droht das mühsam errichtete Narrativ von den willkommenskulturellen Segnungen einer grenzenlosen und kontrollfreien Massenzuwanderung in sich zusammenzubrechen.

© Tobais Schwarz/AFP/Getty Images

Rechtzeitig zu den Sondierungsgesprächen zur Fortsetzung der bisherigen Großen Koalition (GroKo) hat der frühere niedersächsische SPD-Justizminister Christian Pfeiffer eine von der geschäftsführenden SPD-Familienministerin Kristina Barley beauftragte kriminologische Studie veröffentlicht. Entgegen bisherigen Aussagen Pfeiffers zeigt die im Land Niedersachsen durchgeführte Studie, dass die Gewalt-Kriminalität durch die ebenso unbegrenzte wie unkontrollierte Zuwanderung von rund 1,5 Millionen Asylbewerbern seit 2014 signifikant gestiegen ist. Dies war auf Grundlage der Zahlen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) schon lange vor Beauftragung der Pfeifferschen Studie deutlich erkennbar und bei TE mehrfach dokumentiert. Gleichwohl wurde seitens der  etablierten Parteien, allen voran der SPD, im Einklang mit den Mainstream-Medien kontrafaktisch behauptet, das Kriminalitätsrisiko steige durch die Massenzuwanderung aus den Kriegs- und Armutsgebieten dieser Welt für die einheimische Bevölkerung nicht.

Veränderung der Kriminalität durch die Migrationskrise
Diese Behauptung steht nun allerdings nicht nur zur amtlichen Kriminalitätsstatistik, sondern auch zu den alltäglichen Erfahrungen der Bürger in eklatantem Widerspruch. Diese erleben am eigenen Leib oder in ihrem privaten Umfeld das, was sich in der polizeilichen Statistik zahlenmäßig nicht nur als Kleinkriminalität, sondern auch als Gewaltkriminalität niederschlägt. Hinzu kommt, dass durch die massive, für jedermann sichtbare Verstärkung von polizeilichen Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum die Politik entgegen ihren Verlautbarungen deutlich zu erkennen gibt, dass auch sie von einer drastisch erhöhten Gefährdungslage ausgeht. Die Teilnahme an Großveranstaltungen ist, insbesondere für Frauen, offenkundig nur noch risikoarm möglich, wenn diese Veranstaltungen von einer großen Anzahl an schwer bewaffneten Polizeikräften geschützt werden. Auch hier sagen die Taten der verantwortlichen Politiker der Bevölkerung etwas ganz anderes als ihre Worte. Während sie öffentlich behaupten, die Sicherheitslage habe sich nicht verschlechtert, beten sie jeden Tag dafür, dass nicht die nächste Vergewaltigung, der nächste Mord oder der nächste Terroranschlag passiert.

Massenzuwanderung durch Narrativ-Korrektur

Die immer größer werdende Kluft zwischen der öffentlichen Darstellung der durch die Massenzuwanderung verschlechterten Sicherheitslage und deren Realitäten wirkt wie ein Brandbeschleuniger auf den schon seit Jahren voranschreitenden Vertrauensverlust der etablierten Parteien. Dem will nun die SPD angesichts ihres desaströsen Wahlergebnisses und eines drohenden weiteren Vertrauens- und Wählerverlustes offenbar nicht weiter zusehen. Sie hat deswegen beschlossen, mit Hilfe des Familienministeriums und ihres Haus-Kriminologen Christian Pfeiffer das öffentlich zu machen, was ihre aktiven Politiker im Bund, in den Ländern und vor allem in den Kommunen schon längst wissen: die Gefährdungslage hat sich durch die von der SPD mitbeschlossene Grenzöffnung der Jahre 2015/2016 für die einheimische Bevölkerung massiv erhöht. Das gilt nicht nur für die Gefährdung durch Terroranschläge, sondern auch für die Gefährdung durch Diebstähle, Einbrüche, Überfälle, Körperverletzungen, Vergewaltigungen und Tötung.

Pfeiffer pfeift auf Wissenschaftlichkeit
Talkshow-Nomade Pfeiffer schadet sich selbst
Mit dem öffentlichen Eingeständnis der erhöhten Gefährdungslage droht nun allerdings das nicht allein von der SPD mühsam errichtete Narrativ von den willkommenskulturellen Segnungen einer grenzenlosen und kontrollfreien Massenzuwanderung völlig in sich zusammenzubrechen. Forderungen, die Zuwanderung über das Asylgesetz und die Genfer Flüchtlingskonvention weiterhin zahlenmäßig nicht zu begrenzen, sondern über den Familiennachzug sogar noch mehr zu öffnen, wären in den beginnenden GroKo-Sondierungsgesprächen nicht mehr begründbar. Diesem Problem versucht die SPD nun, wiederum mit Hilfe ihres Haus-Kriminologen Pfeiffer, dadurch entgegenzuwirken, dass nicht die zugewanderten Kriminellen, sondern deren Gastgeber für die steigende Kriminalität verantwortlich gemacht werden. Pfeiffer liefert der SPD hierfür folgende Argumente:

  1. Da die Bundesrepublik vorwiegend junge, alleinstehende Männer ins Land lasse, sei es ganz normal, dass die Kriminalität steige. Junge Männer seien immer krimineller als zum Beispiel alte Omas, insbesondere wenn sie unter Frauenmangel litten. Es sei deswegen die Aufgabe des Gastlandes, die jungen Männer mit jungen Frauen zu versorgen. Sie sollen laut Pfeiffer die jungen Männer „zivilisieren“. Verwiesen wird dabei auf die Forderung der SPD, den Familiennachzug möglichst großzügig zu gestalten, laut Pfeiffer „keine dumme Idee“. Weitere Vorschläge nennt er in diesem Zusammenhang nicht. Ob durch den Familiennachzug möglicherweise das Risiko der Bildung weiterer krimineller Familienclans, die schon manche deutsche Großstadt unsicher machen, zunimmt, interessiert den SPD-Haus-Kriminologen ebenso wenig wie die Frage, wie sich die Kriminalitätsrate junger männlicher Asylbewerber zu gleichaltrigen deutschen Männern verhält.
  2. Hinzu kommt laut Pfeiffer, daß die deutsche Bevölkerung Asylbewerber „mindestens doppelt so häufig“ anzeige als Einheimische. Deswegen würden von Asylbewerbern begangene Straftaten weit mehr von der polizeilichen Statistik erfasst als von Einheimischen begangene Straftaten. In welchem Umfang von Asylbewerbern an Asylbewerbern begangene Straftaten, zum Beispiel in den Flüchtlingsunterkünften oder in großstädtischen Parallelgesellschaften, von deren Opfern tatsächlich angezeigt oder lieber verschwiegen werden, wird von der Pfeifferschen Studie nicht weiter untersucht. Wichtiger scheint die Botschaft zu sein, dass die einheimische Bevölkerung sich in ihrem Anzeigeverhalten gegenüber Asylbewerbern unfair, manche würden wohl sagen „rassistisch“ verhält.
  3. Da es sich bei den ausländischen Kriminellen vorwiegend um Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten oder aus Ländern mit geringer Bleibeperspektive handelt, sei es wiederum ganz normal, dass sie Straftaten begehen. Deutschland biete diesen Menschen laut Pfeiffer „faktisch keine legalen Aufenthaltsperspektiven“, weshalb ihnen gleichsam nichts anderes übrig bliebe, als sich das, was sie sie sich von einem Leben in Deutschland versprochen haben, auf illegalem Wege zu holen. Gefordert werden neben größeren finanziellen Rückkehrhilfen Erleichterungen beim Zugang zu Sprachkursen, zu Qualifizierungsmaßnahmen und zu Arbeitsstellen, die das Gastland den jungen Männern der Massenzuwanderung bieten müsse, damit sie nicht kriminell werden müssen.
Der unkontrollierten Massenzuwanderung einen neuen Pfad

Die SPD greift die Studienergebnisse und die Vorschläge ihres von Katarina Barley beauftragten Haus-Kriminologen gerne auf, versprechen sie doch, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: die Glaubwürdigkeit beim Thema innere Sicherheit aufzupolieren, ohne deswegen den eingeschlagenen Kurs einer ultraliberalen Flüchtlings- und Migrationspolitik der Massenzuwanderung verlassen zu müssen. (Noch-)Familienministerin Barley verkündet deswegen, wie die Stuttgarter Zeitung vom 04. Januar berichtet, angesichts der beginnenden GroKo-Sondierungen auch mit Nachdruck: „Mütter, Ehefrauen und Schwestern sind das soziale Band, das die meist jungen, männlichen Geflüchteten brauchen, um sich gut integrieren zu können“.

Im Subtext heißt dies, dass die einheimische Bevölkerung mit einer weiter steigenden Gefährdungslage zu rechnen hat, sollten die Ziele und Forderungen einer anhaltenden Massenzuwanderung und „gesellschaftlichen Teilhabe“ der Asylbewerber nicht erfüllt werden. Ob die Wähler diese zuwanderungspolitische Erpressung der SPD honorieren werden, werden wir spätestens bei den nächsten Wahlen sehen. Zuvor haben CDU und CSU jedoch noch zu klären, ob sie diese Art von Politik gegen die einheimische Bevölkerung zusammen mit der SPD zur Grundlage einer fortgesetzten GroKo machen wollen.


Roland Springer arbeitete als Führungskraft in der Autoindustrie. Er gründete im Jahr 2000 das von ihm geleitete Institut für Innovation und Management. Sein Buch Spurwechsel – Wie Flüchtlingspolitik wirklich gelingt erhalten Sie in unserem Shop www.tichyseinblick.shop

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Kommentare ( 195 )

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Barley: „Mütter, Ehefrauen und Schwestern sind das soziale Band, das die meist jungen, männlichen Geflüchteten brauchen, um sich gut integrieren zu können.“
Abgesehen davon dass es zu einer erfolgreichen Integration noch anderer Eigenschaften bedarf, wie Ehrgeiz, Leistungswillen, Ausdauer und allgemein ausreichende mentale Fähigkeiten, stimme ich der Familienzusammenführung zu. Aber als Rückführung, in Syrien.

Zu den kolportierten Zahlen des Familiennachzuges: Gestern im Fernsehen wurde von Frau Peter (Grüne) verhement behauptet, daß es sich bei dem Familienachzug um eine Größenordnung von 50-60 T. handelt. NTV-Online vom 04.01.18 : „Nach Einschätzung der Bundesregierung kann nicht prognostiziert werden, wie viele Menschen nach Deutschland kommen werden, wenn der ausgesetzte Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus wieder eingeführt wird. In einer Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP heißt es, die Zahl der Angehörigen von subsidiär Schutzberechtigten, die 2018 nach Deutschland kommen könnten, lasse sich nicht vorhersagen.“ Und warum ist das so? Weil die Daten nur stichprobenartig und auf… Mehr

Schaut man sich solche Experten an und die Zensur auf FB oder bei den Leserzuschriften vieler Zeitungen und vor allem beim ÖR, dann zeichnet sich ein rundes Bild ab. Bin gerade wieder auf FB gesperrt worden. 30 Tage, weil ich bemerkt habe das ich alle Religionen ablehne und Linke Antifa-Leute für Wandalen halte. Das ich dem Rechtsstaat nicht mehr vertraue und lieber für meine eigene Sicherheit sorge. Das reicht heutzutage schon, um auf FB als Hetzer zu gelten. Aber ein Herr Pfeiffer darf öffentlich die Bevölkerung für dumm verkaufen und wird dafür gefeiert.

Noch zwei Wahlperioden und die CDU und SDP sind verschwunden. Das dann das Kriegsrecht in Deutschland wird zur Herstellung der Ordnung, ist eine andere Sache.

In diesem Land sind Fake News Propagandamittel. Die Schafe glauben daran…nur mal als Beispiel, die gefälschte Statistik der Arbeitslosen
https://rettung-fuer-deutschland.de/blog/?p=3786
Sind die Deutschen jetzt wirklich zu dumm Merkels „Politik“ nicht zu durchschauen?

Fakt ist die derzeitigen Parteien CDU/CSU/SPD/Grüne/Linke führen einen offenen Handelskrieg und einen verdeckten Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung. Mit massivster Unterstützung der MSM und der ÖR-Medien. Wie lange das noch gut geht ? Wenn nicht sehr bald, die Grenzen komplett zugemacht werden für Asylschwindler und alle, die hier nichts zu suchen haben und/oder kriminell, judenfeindlich, homosexuellenfeindlich, frauenfeindlich sind, wird das System vermutlich schon 2018 zusammenbrechen. …
Wenn bald Merkel und Schulz samt zugehöriger Entourage regieren ist das zugleich Finis Germaniae! Da beißt die Maus keinen Faden ab.

„Hinzu kommt laut Pfeiffer, daß die deutsche Bevölkerung Asylbewerber „mindestens doppelt so häufig“ anzeige als Einheimische.“

Für diese Aussage müsste Herr Pfeiffer wissen, wieviele Straftaten durch beide Tätergruppen begangen werden und wieviele wiederum davon zur Anzeige gelangen.

Er müsste also von Straftaten wissen, die nicht angezeigt wurden. Die müsste er als Gesetzeshüter aber anzeigen. Hat er nicht, denn sonst wären beide Tätergruppen bei 100% (begangene = angezeigte Straftaten).

Ist das nun eine Straftat?

läuft doch, die dringend benötigten Facharbeiter, die mal die Rentenkassen füllen:
„Immer mehr Analphabeten: Vier von fünf Flüchtlingen schaffen Deutsch-Test nicht“ https://www.focus.de/politik/ausland/fluechtlingskrise-im-news-ticker-immer-mehr-analphabeten-vier-von-fuenf-fluechtlingen-schaffen-deutsch-test-nicht_id_8231979.html

Tatsächlich haben wir uns mit dem unkontrollierten Zustrom zu knapp 70% junger Männer neben enormen sozialen Zukunftslasten zudem noch ein echtes demografisches Problem ins Land geholt. Nach meinen mal angestellten Berechungen haben wir zwischenzeitlich in relevanten Alterskohorten ein Geschlechterverhältnis m : w von 1,10 bis 1,15 zu 1. Das ist alles andere als gesund. Tatsächlich „fehlen“ rund 600.000 bis 700.000 junge Frauen. Hätten wir mehr davon (nicht nur Familienangehörige, auch Alleinstehende), wäre die Akzeptanz in der Bevölkerung weitaus größer. Die Lösung kann nur eine Doppelstrategie sein: – Möglichst viele Migranten müssen Deutschland wieder verlassen, spätestens wenn die Kriegsgründe (und damit… Mehr
Zitat: Jung, männlich, kräftig, schlecht sozialisiert, alleinstehend, arbeitslos, hoffnungslos – mehr Sprengkraft geht kaum. Genau das züchten wir heran …Zitatende. Und solchen Männern wollen Sie am liebsten auch noch Frauen „zuführen“, um die restliche Gesellschaft vor denen zu schützen? Wie frauenverachtend ist das denn? Der einzige Punkt, dem ich zustimme, ist nur und nur: Rückführung nonstop! Aber das wird nicht passieren. Hätte man es anders gewollt, wäre es anders gekommen. So kann man ja mit großer Akzeptanz in der hiesigen Bevölkerung den armen „Jungs“ nicht den Familiennachzug verweigern. So vermehrt sich das Ganze , wie auf wundersame Weise, um das… Mehr
Mal etwas Mathematik, für alle die bei der letzen Bundestagswahl gewählt haben: 80 % haben die CDU gewählt weil Sie die Frau Dr. Merkel als Bundeskanzlerin haben wollten. (Das die Realität des Volkeswillens eine andere ist, ist mir bekannt!) 20% der Wählenden wollten die Frau Dr. Merkel nicht als Bundekanzlerin. Frau Dr. Merkel ist wieder Bundeskanzlerin, diesmal mit absoluter Mehrheit geworden. 2% sind Mitglied in der CDU. Die 20% Wahlverlierer werden Mitglied in der CDU. Jetzt können die Wahlverlierer (in Zukunft) die Aufstellung von Frau Dr. Merkel als Kandidatin zur Bundestagskanzlerin verhindern, bis die Wähler der CDU, in höherer Zahl,… Mehr