INSA für TE: 49 % sehen Meinungsfreiheit als gefährdet an

Eine exklusive INSA-Umfrage für Tichys Einblick offenbart ein alarmierendes Bild: Fast jeder Zweite hält die Meinungsfreiheit in Deutschland für gefährdet, jeder Dritte schweigt aus Angst vor Konsequenzen. Besonders betroffen sind die Jüngeren.

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Frankfurt. Um die Meinungsfreiheit in Deutschland ist es aus Sicht der Bundesbürger weiterhin nicht gut bestellt. 49 % der Erwachsenen sagen, dass die Meinungsfreiheit gefährdet ist. Im Osten Deutschlands (inklusive Berlin) sehen sogar 58 % die Meinungsfreiheit gefährdet, im Westen sind es 46 %. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes INSA im Auftrag der Zeitschrift Tichys Einblick unter 2006 Personen in Deutschland über 18 Jahren hervor.

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Am stärksten halten Anhänger der AfD mit 76 % die Meinungsfreiheit für gefährdet, gefolgt von BSW-Anhängern (58 %), FDP-Wählern (57 %) und Linken-Anhängern (44 %). Auch jeweils ein gutes Drittel der Wähler von Union und SPD sehen die Meinungsfreiheit gefährdet, nur 22 % sind es bei den Grünen.

Das Empfinden, dass man seine Meinung nicht mehr ohne persönliche Folgen äußern kann, hat inzwischen auch konkrete Folgen: 34 % der Befragten haben bereits aus Furcht vor Konsequenzen ihre wahre Meinung verschwiegen. Schaut man sich das Alter an, wird die eigene Meinung besonders von jüngeren Leuten verschwiegen. 40 % der 18- bis 29-jährigen hat das schon getan, unter den 30- bis 39-jährigen sind es sogar 44 %, also fast jeder Zweite. Bei den Menschen über 60 sinkt der Wert dagegen auf deutlich niedrigere 25 %, bei den über 70-jährigen auf 22 %.

Schaut man sich die Werte nach Parteienpräferenz an, verschweigen am häufigsten die Anhänger von AfD (48 %) und FDP (47 %) ihre wahre Meinung. Es folgen die Anhänger von BSW (36 %), CDU/CSU (33 %) und Linke (32 %). Am niedrigsten sind die Werte bei SPD-Wählern (27 %) und Anhängern der Grünen (20 %).

Der ganze Beitrag in Tichys Einblick 04-2026 >>>

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